Interpretationen

Die neue Steam Hardware Survey ist online.

Nebst den üblichen Auskünften über CPU- und GPU-Hersteller und Modelle ist es immer wieder interessant zu erfahren, was denn die Steam-User, die an dieser Auswertung teilnehmen, alles an Software installiert haben. Besonders interessant ist dabei der Umstand, dass sich auf fast 60% aller Rechner das Office-Paket von Microsoft befindet, während der Anteil von Open Office sich nur auf ca. 15% beläuft.

Wer sich fragt, wie es Microsoft denn immer schafft Jahr für Jahr zig Millionen Dollar Gewinn mit dem Office-Bereich zu erwirtschaften, hier ist der Grund!

Gamer! Gamer kaufen MS Office in rauhen Mengen. In solch rauhen Mengen, dass hinterher die Spiele für dieses OS kopiert und für lau gesaugt werden müssen, weil einfach kein Geld mehr da ist. Die PC-Spieleindustrie verdient also nur mit den 15% Open Office-Nutzern Geld, denn diese haben ja Geld übrig, um davon Spiele kaufen zu können.

Und ähnlich damals beim Start von Vista, so kann man auch heute feststellen, dass ein neues Windows-Betriebssystem, welches sogar von seinem Vorvorvorgänger (!) etwa anderthalb Monaten nach seinem Release anteilsmäßig um mehr als das Doppelte übertroffen wird, wohl keine großartige kommerzielle Zukunft haben wird. Immerhin liegt Windows 8 etwas mehr als einen Prozentpunkt vor Vista. Yay!

Sind Statistiken nicht lustig?

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Das Problem sitzt zwischen Stuhl und Tastatur

Seit gestern mittag nerve ich abwechselnd Telekom und T-Online, weil auf einen Schlag keine Verbindung mehr ins Internet möglich ist. Egal, was ich tue, es will nicht. Ich überprüfe alle relevanten BIOS-Einstellungen. Nix Verdächtiges und ein Reset auf Default-Werte löst das Problem auch nicht. Ich wechsle das Modem aus, ich wechsle die Kabel aus. Die Telekom-Leitungsprüfung meldet keine Probleme, bis zum Router kann alles perfekt erreicht werden.

Vista (und ein frisch parallel installiertes XP) spucken aber immer wieder die Fehlermeldung aus, dass der Remote-Server nicht erreicht werden kann. Eine Fehlermeldung, die ich normalerweise nur dann kenne, wenn entweder Telekom oder T-Online größere Probleme haben. Und zwei von den sechs CallCenter-Agents, die ich gestern unter unterschiedlichen Nummern anrufen durfte, erzählten mir, dass derzeit eine fette Störung vorliegt und ich deswegen nicht ins Netz komme. Rufe ich aber bei Freunden in der nahen Umgebung an, die den gleichen Provider haben, ernte ich nur ein ratloses Achselzucken und die Antwort, die man als Lösungssuchender ja eigentlich hasst wie die Pest: „Also, bei mir geht’s!“.

Ich schraube sodann den alten Rechner zusammen. Ich kann mich damit einwählen. Arghlll!

Frustriert sitze ich vor dem Gehäuse des neuen Rechners und versuche mich abzuregen, bevor ich losziehe, um dem Händler das Mainboard mit dem anscheinend defekten LAN-Modul um die Ohren zu hauen.

In einem letzten Versuch dieses Rumgenerve zu vermeiden, gehe ich nochmals sorgfältig alle Einstellungen durch. Ich schaue mir nochmals en Detail die Vista-eigene Netzwerk-Übersicht an. Vielleicht habe ich etwas übersehen. Dabei fällt mir auf, dass zwischen Router und PC eine eingeschränkte Netzwerkverbindung besteht. Gut, „Auffallen“ stimmt nicht ganz, da dieses Symbol schon von Anfang an angezeigt wurde, die Verbindung zum Provider trotzdem gelang und ich dieses Warnsymbol noch vom alten Rechner her kenne, weil Nvidia keine vernünftigen NForce2-Treiber für aktuellere XP-Versionen bereitstellen wollte.

Hmmm, ich lasse mir alle Details zu dieser eingeschränkten Verbindung anzeigen.

Das Netzwerk wird als „Öffentlich“ aufgeführt und es wird erwähnt, dass dadurch bestimmte Einschränkungen auftreten können. Ich ändere den Netzwerkstatus von „Öffentlich“ auf „Privat“. Das Warnsymbol verschwindet. Ich stelle eine Verbindung zum Provider her.

Halleluja, ich bin wieder online!

Und nehme mir fest vor, mich nicht über wild ausufernde Aussagen und Falschmeldungen seitens des Provider-Supports aufzuregen. Stattdessen nehme ich mir fest vor mich darüber zu freuen, wieder ein Stück mehr über Vista gelernt zu haben. Der Umstand, dass eine parallele XP-Installation aber mit exakt den gleichen Fehlermeldungen aufwartete, interpretiere ich als gelernter Naturwissenschaftler einfach als statistischer Messreihenausreisser und ignoriere diese Daten.

Ich bin wieder online *freu*

Nein, ich bin nicht internet-süchtig. Ist einfach nur ein essentieller Bestandteil meines Lebens geworden.

Es hat nicht sein sollen

Groß waren letztes Jahr die Hoffnungen, als Falling Leaf Systems ankündigten, das Betreiben von DirectX10-Spielen unter XP und sogar auf Nicht-MS-Betriebsysteme zu ermöglichen.

Vielleicht waren diese Hoffnungen, inklusive der meinen, zu groß …

Anfang Januar wurde das Ende des Projekts verkündet. Gründe für die Einstellung wurden nicht genannt. Auf der Webseite des Projektes gibt es zumindest den Code und alle bislang fertiggestellten Bibliotheken und Tools. Dumm nur, dass ich keine Ahnung von jeglicher Art von Programmierung habe.

Schade. Wirklich schade.

Ich denke aber nicht, dass dies der letzte Versuch sein wird, die Zwangsbündelung von DX10 und Vista auszuhebeln und zu umgehen. Diverse Cracks zu Shadowrun und Halo2-PC haben bereits gezeigt, wie einfach zumindest der Vista-Lock umgangen werden kann. Schau mer mal …

Dennoch, das Leben geht weiter. Die Stimmen in meinem Kopf reden nur davon, dass ich mir jetzt endlich eine PS2 kaufen solle … wer braucht schon einen PC für Spiele? 🙂

Muhahahahaha!

*irre umhertanzend im hintergrund verschwindend*

Nur jeder fünzigste …

Ich kann es nicht lassen, sorry! Aber diese Meldung kann ich nicht unkommentiert an mir vorbei ziehenlassen.

Laut Valve hat nur jeder fünzigste (in Zahlen: nur jeder 50.) Steam-Kunde Vista und eine DirectX10-fähige Hardware installiert.

Nur jeder fünzigste! Und das bei einer Plattform, die sich zu großen Teilen aus Shooter-Fans zusammensetzt, die gerne viel Geld in neue Hardware stecken. Nur jeder fünzigste!

Folgerichtig zieht Gabe Newel auch kräftig über das Exklusivitätsbundle Vista-DX10 her und bezeichnet diese Entscheidung als schrecklichen Fehler. Zumal weder die 360-, noch die PS3-Hardware DX10-Features unterstützen und man bei der Entwicklung von Multiplattform-Titeln DX10-Features extra für den PC-Port hinzufügen müsste.

„Die gesamte Branche leide darunter, da bisher nur ein sehr kleiner Prozentsatz der Spieler DirectX 10 überhaupt nutzen könne“.

Tscha, und noch ein nicht ganz unwichtiger Mensch aus der Branche, der MS Feuer unter dem Arsch macht. Die Entwickler zögern, DX10-Features einzusetzen, weil zu wenig Leute DX10-Hardware und Vista haben. Die Publisher zögern mit der Finanzierung entsprechender DX10-Projekte, weil der potentielle Kundenkreis viel zu klein ist. Die Hardware-Hersteller werden unruhig, weil nur wenige Leute DX10-Hardware kaufen werden, solange es keine entsprechenden Spiele dafür gibt. Bei früheren Generationswechseln war das alles nie ein Problem, da DirectX auf jeder Windows-Version seit Windows 95 gleichermaßen vorhanden war. Da wurden neue Chips vorgestellt, die Entwickler begannen die neuen Features auszutesten und ruckzuck war ein neuer Featurestandard etabliert. Die Spieler haben sich nach und nach neue Hardware zugelegt und sind nach und nach der jeweils aktuellen DirextX-Version gefolgt.

Jetzt jedoch? Ein scharfer Schnitt, eine hohe Hürde. Crysis ist bislang, seit über anderthalb Jahren, das einzige Projekt, welches massiv DX10 nutzen wird. Ansonsten herrscht gähnende Leere im DX10-Bereich! Und das ist im Vergleich zu früheren Generationswechseln neu. Jeder wartet ab. Sei es auf die Freigabe von Dx10 für Windows XP. Sei es auf einen speziellen Deal seitens MS, bei dem ein Exklusiv-Titel im Ausgleich zu entsprechenden Zahlungen produziert wird. Sei es auf ein Wunder.

Wann platzt der Knoten? Wann wird Microsoft DX10 auch für XP freigeben?

Hasta la vista, Vista!

Anlässlich des Umstandes, dass ich letztlich meinen Rechner komplett neu aufzusetzen durfte, habe ich auch gleich eine zweite Partition erstellt, um Vista sauber installieren zu können. Hat diesmal, im Gegensatz zum ersten Versuch, anstandslos geklappt.

Seit ca. zwei Wochen läuft hier nun parallel Vista. Ja, schön bunt. Und als erstes alle Warnhinweise, abgeschaltet, die mir das tolle, neue Sicherheitskonzept bei den banalsten Vorgängen um die Augen brutzelt. Aber egal, ich kann mich jetzt also selber davon überzeugen, was hinter Vista steckt und muss nicht ständig aus zweiter Hand berichten 🙂

Ja, es läuft. Es lauft sogar ohne Probleme. Aber es läuft nicht stabiler oder besser als meine XP-Installation, die bis zum kürzlichen Trojaner-Befall über Jahre hinweg klag- und anstandslos lief. Vista macht nichts besser. Graphik-Benchmarks liefern alle nur schlechtere Ergebnisse. Sei dies nun unoptimierten Treibern oder dem Umstand geschuldet, dass es noch keinen DX10-Benchmark gibt. Ich erwarte von einem neuen Betriebssystem und einer neuen DX-Version jedoch BESSERE Ergebnisse. Eine LEICHTERE Bedienung und eine HÖHERE Laufstabilität. SINNVOLLERE und BESSERE Features. Aber nicht EXAKT dasselbe nur in hübscherer Verpackung und hier und da leicht veränderter Menüführung.

Dazu passt dann auch, dass MS heute offiziell bestätigt, dass es den Vista-Nachfolger bereits in etwa drei Jahren geben wird. Vista ist also, was bereits im Vorfeld vermutet wurde, nichts weiter als eine hübsche Marketingblase, eine Versionskrücke wie seinerzeit Windows ME, um eine bestimte Durststrecke zu überbrücken.

Und was heisst dies nun für uns Zocker und Gamer? Jetzt haben Entwickler und Publisher natürlich noch weniger Grund und Ansporn reine Vista-Titel zu releasen. Man wird die XP-Kompatibilität sogar noch eine Weile nach dem Release von „Windows 7“ beibehalten. Spätestens bis 2014, wenn der XP-Support seitens MS ausläuft. Es besteht also derzeit noch weniger Grund auf Vista zu wechseln, als bereits vorher. Gibt es eigentlich negativen Wechselbedarf?

Die Wahrscheinlichkeit, dass es DX10 offiziell auch für XP geben wird, sinkt damit aber gegen Null. Microsoft wird diesen USP mit Sicherheit nicht mehr aus der Hand geben. Aaaaaber … die Hardware-Industrie wird unruhig. Man ist nicht zufrieden mit Vista. Die Kunden kaufen sich deswegen keine neue Hardware. Sie verlangen ausdrücklich eine XP-Installation. Obwohl die Kunden laut Microsoft angeblich gerne zu Vista greifen. Sollte dies auch massiv DX10-Hardware betreffen, so könnten sich AMD oder NVidia diesem Gemaule anschliessen. Und Entwickler beginnen, DX10-Funktionen direkt auf der Hardware anzusprechen, anstatt den Weg über die Middleware DirectX zu gehen.

So oder so, Vistas Tage sind bereits jetzt schon gezählt. Ciao Vista! War schön mit Dir, aber da hinten hat der Architekt ein Loch in der Wand gelassen … hasta luego!

It ain’t pretty …

So der Titel eines umfangreichen Berichtes über technische Details und die Performance von DirectX 10 auf AnandTech.com (via Bluesnews).

Was ich seit einer Weile bereits in diversen Foren gelesen habe, was hier und da kolportiert wird, wird hier bestätigt. AnandTech ist übrigens keine Kleinkinder-Seite, die von frustrierten Skript-Kiddies und MS-Hassern betrieben wird. Man zeichnet sich dort seit Jahren durch umfangreiche und seriöse IT-Berichterstattung und Tests aus.

For now, before we get into features and performance, we would like to temper your expectations. Many of the features currently implemented in DirectX 10 could also be done using DirectX 9. Additionally, those features that are truly DX10 only either don’t add much beyond what we would get other wise, or require quite a bit of processing power to handle. Thus, we either get something that was already possible or something that requires expensive hardware.

AnandTechs Test bestätigen dies. Um DX10 richtig nutzen zu können, benötigt man momentan die Creme de la Creme an verfügbarer Hardware. Und wo sind die Vorteile, die man die ganze Zeit angepriesen hat. DX10 soll doch schneller sein?

Games which could absolutely only be done in DX10 won’t hit for quite a while for a number of reasons. The majority of users will still be on DX9 platforms. It is logical to spend the most effort developing for the user base that will actually be paying for the games. Developers are certainly interested in taking advantage of DX10, but all games for the next couple years will definitely have a DX9 path. It doesn’t make sense to rewrite everything from the ground up if you don’t have to.

Nicht nur das, die Vergleichs-Screenshots im Test zeigen auch wieder, wie marginal die graphischen Verbesserungen gegenüber DX9 sind. Auf den Punkt bringt es der Schlussatz:

We really need to see faster hardware before developers can start doing more incredible things with DirectX 10.

Wow! Toll! Ich komme mir vor wie ein Autofahrer, dem man verspricht, dass diese neue, tolle Benzin den Verbrauch deutlich senken soll. Erzielen lässt sich die Ersparnis aber nur, wenn ich mir einen Supersportwagen kaufe, dessen Verbrauch eh schon so hoch ist, dass die Ersparnis letztendlich gar nicht mehr ins Gewicht fällt.

Die Uhr tickt …

*tick*

Falling Leaf Systems, die Jungens hinter dem „DX10 for XP“-Project, haben kürzlich bekanntgegeben, dass sie Ende Juli einen entsprechenden Workaround für „Halo 2“ und „Shadowrun“ veröffentlichen wollen. Ob es sich hierbei nur um speziell für diese beiden Spiele angepasste Bibliotheken handelt oder damit künftig jedes Vista-only auch unter XP betrieben werden kann, geht aus der kurzen Mitteilung leider nicht hervor. Das ist übrigens KEIN Workaround für DX10. Beide Spiele setzen nämlich noch auf DX9.

*tack*

Ich behaupte aber mal ganz großkotzig, dass dieses Jahr mit Sicherheit noch die „DX10 for Vista“-Schranke fallen wird.

*tick*

MS bekommt seit einigen Wochen für Halo 2 und Shadowrun äusserst bescheidene Wertungen. Laut Metacritic.com für Halo 2 ein Wertungsschnitt von 73 und für Shadowrun sogar nur ein Schnitt von 67 (aus 100 max. möglichen) Punkten, Tendenz fallend. Ich denke nicht, dass diese beiden Spiele auch nur ansatzeise etwas für den Vista-Umsatz beitragen können. Einzig Crysis oder Alan Wake könnten hier entsprechend für Interesse sorgen.

*tack*

Doch bis diese beiden Spiele erscheinen, dauert es noch ein wenig. Zeit genug für Falling Leaf und das Alky Projekt, entsprechende Bibliotheken zu veröffentlichen? Ich bin der festen Überzeugung, dass in Redmond bereits die Rechtsabteilung auf Hochtouren läuft, um hier handfeste Verstöße gegen den DMCA zu finden.

*tick*

Und sollte auch nur für wenige Stunden ein funktionierender Hack online verfügbar sein, so wäre damit die Katze aus dem Sack. Der Beweis, dass es prinzipiell möglich ist, wäre erbracht und Coder weltweit würden sich darauf stürzen, sollte Microsoft mit der juristischen Keule ausholen und dabei etwas treffen.

*tack*

Ich bin daher der festen Überzeugung, dass diese Kurzschluss-Marketing-Aktion, nach dem Wegfall einiger geplanter Vista-Kernfeatures die Leute mit solchen halbseidenen Restriktionen zum Vista-Kauf zu animieren, Microsoft noch gewaltig im Halse stecken bleiben wird. Gezielt auf Gamer, befeuert mit der „Games for Windows“-Initiative und erweitert mit „Live for Windows“ war der Grundgedanke bei MS gar nicht so schlecht. Die Ausführung jedoch …

*tick*

Die recht kurzfristig vor dem Release von Vista verkündete Einschränkung von DX10 hatte schon diverse Vermutungen laut werden lassen, dass es sich hier wahrscheinlich nur um eine Marketingaktion handeln würde. Es gibt keinen technischen Grund, warum DX10 nicht unter XP laufen sollte. Prominentester Vertreter dieser Meinung war Anfang des Jahres John Carmack. Eine wunderbare Steilvorlage und Herausforderung für jeden Hacker und Coder.

„Games for Windows“ bietet ausser einem schicken Logo für die Verpackung genau … was? Einen Benchmark-Metascore, damit der Kunde weiß, ob und wie das Spiel auf seinem System läuft. Ist meines Wissens aber nur unter Vista aussagekräftig. Und einen integrierten Jugendschutz-Filter für Eltern, die solche Teile selbst unter XP nicht installiert oder genutzt haben. Ferner kann MS von den Entwickler Lizenzzahlungen verlangen, damit deren Spiele überhaupt unter Vista starten.

Dann gibt es „Live for Windows“, der 360- und PC-Spieler verbinden soll. PC-Spieler fragen sich jedoch, warum sie für etwas zahlen sollen, was auf dem PC mit Gamespy, Xfire oder AllSeeingEye seit Jahren bereits KOSTENLOSER Standard ist. Warum soll ein Multiplayer-Spiel nur noch mit „Live“ möglich sein?

*tack*

Wer immer bei MS hier für diese Strategie verantwortlich ist, hat entweder vom PC-Spielemarkt keinen blassen Dunst oder auch diese Initiative ist nichts weiter als ein nur spärlich getarnter (und kläglicher) Versuch, den Gamer langfristig von XP/Vista auf die Konsole zu bewegen. Ich kann mir gut vorstellen, wie in Redmond während eines Meetings der Spiele-Division der Blick auf die Umsatzzahlen von 360- und PC-Spielen fiel und man plötzlich meinte, wie toll es doch wäre, wenn alle PC-Spieler allmählich zu 360-Spielern werden und man somit endlich den Durchbruch für die 360 oder einen Nachfolger schaffen kann.

*tick*

Weitere Sekunden verstreichen, in denen MS jetzt schon merkt, dass die 360 zu teuer ist. Das Image dieser Hardware zu „hardcore-mäßig“ ist, man sich dadurch selber den Weg zu größeren Umsätzen verbaut. Künftig weder PC-Entwickler noch PC-Spieler ein großes Interesse daran haben werden, eine offene und vergleichsweise preiswerte, vielseitig nutzbare Software-Plattform für die innigliche Umarmung von MS aufzugeben, wenn sie dadurch überhaupt keine Vorteile haben.

*tack*

Ich bin gespannt, was passiert, wenn es für Microsoft in diesem Bereich 12 Uhr schlägt. Wie lange ist der Atem von MS? Wie lange will man noch die Wohnzimmer der Leute erobern wollen? Wie groß die Geduld der Aktionäre? Wie schlau wird sich die Konkurrenz anstellen? Es bleibt spannend …