SEGA machts richtig(er)

Nachdem sich Squeenix mit der Veröffentlichung von FF XIII für den PC nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte (um es höflich auszudrücken), war ich doch sehr gespannt in welchem Zustand SEGA die PC-Version meines Lieblingsspieles unter den Spielen, die ich noch nicht gespielt habe, Valkyria Chronicles, unter die Leute bringen würde.

Nun, wie soll ich sagen … wenn man Konsolenspiele auf den PC umsetzen will, dann so.

Umfangreiche Optionen.

Saubere und eingängige Bedienung mit Mouse & Keyboard.

Keine Restriktionen in Sachen Auflösung und Frameraten.

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Gallia, ick rette Dir! Yay!

Vom Spiel selbst kenne ich jetzt ca. eine Stunde, aber mir gefällt der doch sehr dynamische Gefechtsmodus. VC ist kein typisches TurnBased-Spiel, sondern eher ein Shooter in einem sehr engen Taktik- und Bewegungskorsett. Etwas gewöhnungsbedürftig am Anfang, aber schnell merke ich, was funktioniert, was nicht funktioniert. Das „Eile mit Weile“-Spielprinzip wird gut präsentiert. Rückmeldungen sind klar und unmißverständlich. Wenn eine Mission zu scheitern droht, dann weiß cih in der Regel schon während des Scheiterns, was man beim nächsten Mal besser machen sollte.

Mir gefallen solche Spiele. Gerne anspruchsvoll, gerne auch richtig schwer, aber nie in ein frustrierendes, blindes Herumstochern im Nebel ausartend. Herrlich, ick freue mir!

Aber zuerst wird Might & Magic X zu Ende gespielt, welches überraschenderweise gar nicht mal so übel ist, wie ich zuerst gedacht habe.

PS: SEGA zeigt auch an anderer Stelle, dass der Firma an langfristig guten Kundenbeziehungen im PC-Bereich gelegen ist. Nicht nur, dass man Relic aus der Insolvenzmasse von THQ erworben hat, um die Position im PC-Bereich zu stärken, SEGA investiert auch ungewöhnlich viel um ältere Relic-Titel zu modernisieren. Auch die Total War-Serie bekommt einiges an Produkt- und Supportliebe ab. Während andere Majors Spiele, die älter als ein, zwei Jahre sind, einfach aufgeben und sich selbst überlassen, so lässt SEGA sogar die Multiplayer-Funktionalität eines 10 Jahre alten „Rome: Total War“ nach dem Ende von Gamespy mit Steam ersetzen. Man kann sogar den alten CD-Key der Retail-Version in Steam eintragen und somit eine aktualisierte Kopie bekommen.

Von daher, dass SEGA alles richtig macht, wäre wohl des Lobes zuviel, aber derzeit macht man in Ōta vor allem im Vergleich zur einheimischen Konkurrenz einiges richtiger.

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**ATOMROFL**

Sony verbreitet PS3-Root-Key per Twitter

Das Internet darf keine spassfreie Zone sein!

Abgesehen davon, dass jeder Versuch den Key aus der Welt zu schaffen natürlich vergeblich ist, Sony den Hack durch den Wegfall des OtherOS-Features in den neuen Slim-Versionen selbst provoziert hat, der Prozess gegen Georg Hotz reinen Nachtret- und Rachecharakter hat, sich Sony mit der arrogant-überheblichen und preislich vollkommen überzogenen Markteinführung der PS3 selbst vom unangefochtenen Champion der PSX- und PS2-Ära zum abgeschlagenen Dritten degradiert hat, sich Sony bei nur jeden denkbaren Gelegenheit selbst ein Bein stellt …

… abgesehen davon finde ich Sony lustig! 🙂

Update: Ooops, zu schnell gespostet. Laut Korrektur bei heise war das nur der HMAC Dongle Master Key, NICHT der PS3-Key. Trotzdem lustig!

Schauwerte

Das ist ein Trailer zu "El Shaddai: Ascension of the Metatron", einem wohl im Frühjahr erscheinenden Kloppmist für PS3 und 360.

Wie bei bei “Odin Sphere” oder “Valkyria Chronicles” könnte ich mich stundenlang in dieser optischen und akustischen Pracht verlieren. Es gibt Momente, da habe ich all diesen pseudo-realistischen, grau-braunen, farbarmen Look westlicher Spiele so derart satt, SATT, SATT! … dass ich mir einen Tag lang buntgefärbte Stachelfrisuren und große Kulleraugen geben muss, um mich nicht vor lauter Depressionen dem heimlichen Suff hinzugeben. Meine Fresse, die Welt ist voller Farben und Formen, das menschliche Auge kann zehntausende von Farbschattierungen in allen nur denkbaren Kombinationen unterscheiden … rant, rant rant, zeter, motz!

Anyway, spielen werde ich “El Shaddai” als bekennender Grobmotoriker mit sieben linken Daumen wohl nie. Was nicht weiter schlimm ist.

Denn anschauen und lauschen und staunen, das geht immer!

Das ist das Ende von Sony

So, es ist passiert.

Ein mehr oder weniger simpler USB-Stick ermöglicht das Nutzen von zuvor ausgelesenen PS3-Spieldaten auf der internen oder einer externen Festplatte, ohne dass dazu die Disc im Laufwerk liegen muss. Raubmordkinderfickerneonazi-Kopierer weltweit jubilieren und frohlocken! In zwei Jahren wird Sony ein kleines Markenlabel im Besitz von Nintendo sein, wenn nicht Nintendo schon vorher in die Insolvenz raubmordkopiert wurde und Microsoft anschliessend beide Firmenreste aufkauft, nur um diese nach einem Jahr zusammen mit der eigenen Entertainment-Division endgültig zu schliessen, weil man ja wegen diesen Verbrechern kein Geld mehr mit Spielen verdienen kann.

Oder nicht?

Zum einen wird jetzt das übliche Update-Spielchen zwischen Sony und Hackern beginnen, gesetzt dem Falle, Sony lernt mal wieder nichts aus der Vergangenheit únd lässt es nicht einfach auf sich beruhen.

Zum anderen ist es schon erstaunlich, dass die Konsole, auf der bislang keine Kopien abgespielt werden konnten, sowohl in Punkto Hardware-Abverkäufe und Software-Verkäufe seit Jahren hinter den beiden zu Tode piratierten Plattformen Microsofts und Nintendos liegt. Was Argumente, Kopien würden den Umsatz beeinträchtigen und Schuld am Niedergang der ganzen Industrie sein, noch lächerlicher dastehen lässt, als sie das ohne jeden Beweis für diese Aussagen eh schon tun. Übrigens schon wieder! Siehe die seinerzeit unkopierbaren Cartridges eines N64, die kinderleicht vervielfältigbaren Silberlinge einer PS One und die kommerziellen Erfolge beider Produkte.

Gut, die gegenteilige Behauptung, dass gerade die leichte Kopierbarkeit von PS1-Spielen und entsprechende Modifizierbarkeit der Konsole selbst Grund für den gigantischen Erfolg von Sonys erster Spielekonsole waren, steht auch unbewiesen im Raum. Korrelation und Kausalität sind, auch wenn es so mancher nicht wahrhaben mag, tatsächlich zwei getrennte Paar Schuhe.

Dennoch … nehmen wir an, Sony gelingt es nicht diese Lücke zu schliessen. Nehmen wir weiterhin an, die Umsätze mit Ps3-Hardware und –spielen ziehen in den nächsten zwei Jahren an. Ich würde mir in einem solchen Falle das Grinsen nicht verkneifen können und mir meinen Teil denken.

Und nein, ich kaufe mir jetzt keine PS3. Der Tag hat nur 24 Stunden, auch wenn ich mich auf den Kopf stelle und die Luft anhalte. Wann sollte ich das denn alles spielen?

Vom Erschaffen des Zaubers

Manchmal stimmt es mich ein wenig traurig, dass man im Zuge des Älterwerdens immer mehr von der herzerfrischenden Naivität und Begeisterungsfähigkeit der Jugend verliert. Was ausserhalb unseres kleinen Spieleuniversums nun wirklich kein schlechter Tausch ist (erspart es einem doch, immer wieder aufs Neue die Folgen unbedachter Kurzschlusshandlungen und falsch eingeschätzter Situationen auszubaden), so wünscht man sich innerhalb unseres kleinen Spieleuniversums manchmal doch ein MiB-Blitzdingens, um das Hirn selektiv von all dem abgeklärten “Kenn ich schon, weiß ich schon, wieder der alte Scheiss!” zu löschen. Doch solcherlei hilfreiche Gadgets *blitz* gibt es natürlich nicht. Und exzessives Trinken schädigt leider ALLE Gehirnzellen und nicht nur die, auf die es einem in dem Moment ankommt. Also findet man sich damit ab, sogar bei richtig, richtig, RICHTIG guten Spielen nur noch ein gepflegtes, durchaus wohlmeinendes “Yoah, is ganz nett!” von sich zu geben, anstatt dass einem Kinnlade samt Zunge und Speichel vor lauter Begeisterung auf den Fußboden klatscht.

Doch wie einst die Herren Goscinny und Uderzo nicht müde wurden zu betonen, dass nicht ganz Gallien unter römischer Herrschaft stand, so ist auch in meinem Hirn nicht komplett Hopfen und Malz verloren.

Da gibt es so eine Spieleserie, welche die mittlerweile dreizehnte Fortsetzung erlebt. Von dieser Spieleserie kenne ich selbst nur die ersten sechs einigermassen gut und kenne vom Rest nur kleine Ausschnitte. Durchaus angetan von dem, was ich dort zu sehen, zu hören und vor allem zu spielen bekam, kann ich mich aber nicht unbedingt Fan dieser Serie schimpfen. Ich bin hier allenfalls ein freundschaftlich gestimmter Zuschauer. Von daher habe ich das Werden und Entstehen dieses dreizehnten Teiles nur am Rande mitverfolgt, was vor allem daran liegt, dass ich auch in absehbarer Zeit nicht über eine 360 oder eine PS3 verfügen werde.

Und als ich vor einigen Tagen spontan beschloss, mir auf Gametrailers.com ein paar HD-Videos zu diesem Spiel anzuschauen, da dachte ich mir im Vorfeld auch nichts besonderes. Ich dachte mir nur: “Schauen wir uns Final Fantasy XIII ein wenig aus der Nähe an!”

Ich habe mir nun alles an Videomaterial reingezogen, was ich auf offiziellen und in-offiziellen Streaming-Portalen finden konnte. Ich habe mir quick&dirty den Soundtrack gezogen /zum Geburtstag schenke ich mir das hier), ich bepflastere meinen Desktop mit entsprechenden Wallpapern. Es läuft mir kalt den Rücken hinab.

Warum? Was haben die Jungs und Mädels bei Squeenix getan, damit ich aus heiterem Himmel wieder diesen ganz speziellen Zauber verspüre? Gut, die Videos sind perfekt gerendert, aber mittlerweile ist das Niveau in der Branche recht ausgewogen. Da gibt man sich gegenseitig nicht viel. Will ich phantastische und qualitativ herausragende Bilder sehen, streame ich willkürlich durch etliche Arbeitsproben und Kurzfilme etablierter und angehender Künstler auf zB. Vimeo.com oder Deviantart.com. Will ich atmosphärische Ambient-Mukke und/oder feine Popsongs hören, browse ich durch diverse offene Musik-Portale und meine eigene JPOP-Sammlung. All diese Einzelteile bekomme ich auch oft genug in Kombination.

Und dennoch fehlt etwas. Das gewisse “Etwas”. Dieser direkte Draht ins Lust- und Traumzentrum meines Verstandes.

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Hier jedoch, hier kommt alles genauso zusammen, dass ich wohl auch mit 90 immer noch in Verzückung geraten werde, wie ich in meinem jugendlichen Leichtsinn einfach mal annehme.

Spielerisch hat mich die Final Fantasy-Serie eigentlich nie so  wirklich begeistern können. Gut, nett, ja, unterhaltsam, keine Frage. Aber “begeistert”? So interessiert mich FFXIII auch nicht sonderlich als Spiel. Sondern, wie all seine Vorgänger, eigentlich nur als Gesamtkunstwerk, vor dem man stehenbleibt, es betrachtet und bewundert, um schlussendlich vom Personal rausgeworfen zuwerden, weil das Museum die Pforten für den Tag schliesst.

Wie ist es Squeenix nun gelungen, diesen Zauber in mir zu wecken? Andere Spiele sehen min. genauso gut aus, haben einen nicht minder schönen Soundtrack und ein nicht minder abgefahrenes Setting. Warum gerade hier? Und nein, es hat nichts damit zu tun, dass es “Final Fantasy” ist. Wie gesagt, ich bin kein Fanboy dieser Serie.

Hat es etwas damit zu tun, dass nipponesische Teams an diesen Spielen gearbeitet haben? Denn schliesslich hat es mich in den letzten Jahren bei diesen beiden Spielen ebenso erwischt …

Odin Sphere Valkyria Chronicles

Kinnladenabsturz, Entschwinden jedes bewussten Gedankens in Sphären, kubiklichtjahreweit von dieser unserer Existenzebene entfernt.

Nun, die Arbeit westlicher Teams will ich nicht schmälern, denn was alleine Blizzard hier regelmäßig an Renderorgien auffährt, ist wahrlich nicht von schlechten Eltern, um es etwas untertreibend zu sagen. Doch fehlt hier genau das Quentchen “*seufz* *entschweb*”, welches mich in all den obigen Fällen umgehauen hat.

Den genauen Grund kann ich auf Grund der Unvereinbarkeit von Beobachter und zu beobachtendem Objekt nicht eruieren. Ich kann nur etwas abgeben, was man im Englischen so schön als “educated guess” bezeichnet. All diese Spiele haben eines gemein: Unglaubliche Liebe zum opulenten Detail in ausnahmslos allen Bereichen, bis hin zur Besessenheit. Gepaart mit einer unerträglichen Leichtigkeit des Seins, die alles in diesen Spielen von jeglicher Bürde der Bedeutungsschwangerschaft befreit, weil es ja “nur” ein Spiel ist.

Und das ist etwas, was ich, ehrlich gesagt, in dieser Form bislang nur von japanischen Entwicklern kenne.

Sonntagabendgebrabbel

Seit gestern macht die Meldung die Runde, der iPhone-Hacker “Geohot” habe in seinem neuesten Streich angeblich volle Schreib- und Lesezugriffe auf Sonys Playstation 3 erlangen können. Das Ausführen von Homebrew-Software (und somit nachfolgend das Starten von Spiele-Kopien) sei nur noch eine Frage der Zeit.

Nehmen wir an, seine Aussagen haben Hand und Fuß und die PS3 ist tatsächlich geknackt.

Nehmen wir ferner an, zumindest lassen dies seine Aussagen vermuten, Sony könne die Lücke nicht stopfen, sondern nur den Aufwand erhöhen das System zu knacken. Was, wie wir an der PSP gesehen haben, ja nicht wirklich viel gebracht hat …

Nehmen wir also an, es wäre in einem halben Jahr relativ problemlos möglich, Kopien auf der PS3 abzuspielen und es würde so bleiben.

Was würde passieren?

Ganz ehrlich?

Gar nichts.

Denn die Legende, die damals zu PSX-Zeiten aufkam, dass die PSX nur deswegen so erfolgreich war, weil sich, im Gegensatz zu den Cartridges des N64, PSX-Spiele mit jedem CD-Brenner kopieren lassen konnten und mit Leichtigkeit diese Kopien auch abspielen ließen … das ist bis heute nur eine unbewiesene Behauptung. Weder wird die PS3 plötzlich an der Konkurrenz vorbeiziehen (für die es ja längst Kopien gibt), noch wird sie plötzlich vom Markt verschwinden, da dies mit den “geknackten” Plattformen der Konkurrenz ja auch nicht passiert ist.

Extra deswegen kaufe ich mir auch keine PS3. Wenn ich schon keine Zeit für PS2-Spiele habe, warum sollte ich mir dann den Nachfolger in die Bude stellen? Ja, auch wenn mich ein “Valkyria Chronicles” von mal zu mal mehr interessiert. Aber der Tag HAT eben nur 24 Stunden.

Doch, eine mögliche Folge könnte ich mir vorstellen …

Sony wird versuchen, George Hotz aka “Geohot” mit allen Mitteln des DMCAs vor den Kadi zu zerren. Sony wird mit allen Mitteln versuchen, die Verbreitung des Hacks und Anbieter entsprechender Lösungen juristisch zu verfolgen. Und sollte der DMCA nicht ausreichen, wird man schon den willfährigen US-Vizepräsident losschicken, auf dass es neue, noch schärfere Gesetze gibt. Nicht, dass dies irgendetwas nützen oder gar verhindern würde. Nein, so blöde ist man bei Sony auch nicht. Man macht dies alles nur, weil ansonsten die Investoren auf die Barrikaden gehen würden, die eh schon angefressen sind, weil es verdammt lange dauert, bis die PS3 vielleicht (!) entsprechend Früchte trägt. Denn Sony muss zeigen, dass man bereit ist seine Assets zu schützen. Komme, was da wolle, ums Verrecken und ohne Rücksicht auf Verluste. Eine Wahl hat man bei Sony nicht. Denn Sony ist eine Aktiengesellschaft. Dort regiert die Logik des Aktienmarktes, die, wie wir alle mittlerweile wissen, nichts mit gesundem Menschenverstand zu tun hat.

Nun ja … dies alles wird so kommen. Oder auch nicht. Denn wenn nächstes Jahr das Mutterschiff in den Erdorbit einschwenkt und uns alle abholt, ist eh alles zu spät. So zumindest die Meinung eines netten Herrn, der mir heute in der Strassenbahn seine Sicht der Dinge erläutert hatte. Der gute Herr machte zwar einen etwas verwirrten Eindruck, doch wenn ich darüber nachdenke … was wäre, wenn das Mutterschiff tatsächlich käme, aber nur eine bestimmte Gruppe von Menschen mitnähme (um sie danach zu Orion-Burgern zu verarbeiten). Eine Gruppe, die sich hauptsächlich aus Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, Bankern und angeschlossenen Finanzhaien zusammensetzte? Zugegeben, das wäre auch nur ein Herumfrickeln an Symptomen, dennoch, diese Vorstellung hat was. Ich denke, ich werde den Herrn morgen mal fragen, wann und wie das alles vonstatten gehen wird. Nicht, das noch die falschen abgeholt werden …

Ihr seid alle so gemein …

Neulich bin ich beim Absurfen meiner üblichen Special-Interest-Torrentportale auf den Soundtrack zu Valkyria Chronicles gestoßen. Und musste kurz darauf feststellen, dass (zumindest für meinen Geschmack) japanische Spiele oft genug einen phänomenalen Score haben, der zum einen im Spiel das Geschehen passend untermalt, der aber auch ohne das Spiel genug Eigenständigkeit aufweist, um geschmeidig durch den Gehörgang ins Gehrin zu flutschen. Hitoshi Sakimoto, you’re the Man! Vergnügt die Melodien mitpfeiffend und mitnickend wollte ich natürlich wissen, was zur Hölle für ein Spiel Valkyria Chronicles eigentlich ist. Das einzige, was mir bekannt war, dass es wohl eine Art Rollenspiel sein soll.

Etwa eine Stunde später, nach dem Abgrasen diverser offizieller Seiten und Videoportale, konnte ich nicht anders, als meinem Ärger über die große Ungerechtigkeit dieser Welt Ausdruck verleihen:

Ihr seid alle so derart verfickt nochmal gemein zu mir!!! *heul*

Nicht nur, dass ich natürlich diverse Klassiker auf der PS2 nachholen möchte, nein, jetzt muss ich mich zusätzlich mit dem Gedanken vertraut machen, dass ich wohl eines Tages auch eine PS3 und einen dazu passenden großen Flatscreen organisieren muss. MUSS!!

Es ist mir scheissegal, wie billig die 360 noch werden wird. Es ist mir auch herzlich egal, wie beliebt die Wii ist und wie toll all die fünfunddrölfzig Mario- und Zelda-Spiele sind. Eines Tages steht hier eine PS3 im Haus. Und Schuld daran sind Spiele wie Valkyria Chronicles, deren Entwickler scheinbar genau das abliefern, was mir gefallen könnte.

Ich muss offen zugeben, was nipponesische Rollenspiele (und verwandte Genres) betrifft, so bin ich immer noch ein kleines Kind, das in willenlose Begeisterung verfallen kann. Abgesehen davon, dass das Spiel mit seinen starken Anleihen bei europäischer Geschichte und WK2-Design so im Westen niemals gemacht werden könnte. Unbelastet von irgendwelchen historischen Vorbehalten wird ganz tief in die Mottenkiste des Uniform- und Waffendesigns vergangener Tage gegriffen. Einfach so. Weil es gut aussieht. Weil es cool aussieht. Die Unbeschwertheit japanischer Gamedesigner und Künstler hat etwas Herzerfrischendes an sich.