Das Van-Arkel-de-Boer-Verfahren

Eine der wenigen Gelegenheiten nutzend, mein noch so gerade im Kopf verbliebenes Geheimwissen aus früheren alchemistischen Studien zum Zwecke der akademischen Auto-Clavicula-Bestätigung einzusetzen (sprich, mir selbst auf die Schulter zu klopfen, was für tolle Wörter ich noch von damals weiß), möchte ich hiermit meine Freude darüber kundtun, dass Nordic aka THQ Nordic (wie sich der Laden seit ein paar Wochen nennen möchte) die Arbeiten an der Re-Release-Version von Titan Quest abgeschossen und als „Titan Quest Anniversary Edition“ neu veröffentlicht hat. Die Inhalte des Hauptspiels plus die Inhalte des Addons zusammen im Paket als ein gemeinsames Spiel.

Warum ist das wichtig?

Weil Titan Quest meiner Meinung nach das weitaus bessere Diablo 2 war. Titan Quest ist mein Alltime-Favourite im Hack&Slay-Genre. In kein anderes Spiel dieses Genres habe ich mehr Stunden, Tage und Wochen gesteckt. Ich habe alle Klassen ausprobiert. Ich habe etliche Klassen-Kombinationen ausprobiert. Ich bin millonenmal durch das antike Griechenland, durch die sandigen Dünen und kühlen Krypten Stygiens, ähhh, Ägyptens, durch die schattigen Bambuswälder Chinas bis hinunter zu den schwefligen Niederungen der Unterwelt gestiefelt.

Nicht ohne Grund taucht Titan Quest immer wieder als Thema in diesem Blog auf. Ich mag es. Ohne dabei seine nicht zu leugnenden Fehler unter den Tisch fallen zu lassen.

Und weil das Addon „Immortal Throne“ leider so einiges wieder kaputt gemacht hat, was im Hauptspiel nach und nach gefixed wurde und man sich Fan-Patches besorgen musste, um wenigstens die gröbsten Klopper aus dem Weg schaffen zu können (ohne Zugriff auf den Source-Code konnte eh nur begrenzt repariert werden) und weil sich UI und Bedienungskomfort in diesem Genre im Laufe der Jahre weiterentwickelt hat und weil Titan Quest natürlich nicht perfekt war … freut es ich ungemein mitzubekommen, dass diese Anniversary Edition gestern endlich offiziell released wurde.

Auf Steam (ja, mit Trading Cards und Auto-Clavicula-Feature) und auf GOG.com (inklusive dem Galaxy-Äquivalent des Auto-Clavicula-Features von Steam … ähh, nein, sry, verguckt). Auf Steam für alle aktuellen Besitzer von TQ übrigens für umme. Der Rest zahlt eine Woche lang nur 5 Öhre. Was ich im Falle von GOG auch tun werde, damit ich eine saubere No-DRM-Version habe, ohne mit NoCD-Exes herumfuhrwerken zu müssen. Und weil mir die Anniversary Edition einfach ein paar Öhre wert sind, auch wenn ich sie auf Steam kostenlos bekommen habe.

Und ich bekomme endlich wieder die Sprachversion zurück, die ich damals auf Steam erworben hatte, die mir im Zuge des Eignerwechsels von THQ zu Nordic aber zwangsweise weggenommen wurde, weil man deutschen Kunden nur die deutsche Sprachversion verkaufen durfte. Titan Quest ist wieder offiziell multilingual. Plus noch ein paar Sprachen mehr.

TQ Anniversary

Dieses Spiel bringt so ziemlich alle relevanten Saiten in mir zum Klingen. Heute noch. Werde mich mal an einer Verteidiger/Dieb-Kombo versuchen. Oder die als ultimat geltende, weil nahezu unbesiegbare Killing Machine Klassen-Kombo Verteidiger/Traum. Oder. Oder. Ich habe immer noch nicht alles ausprobiert und Dank verändertem Balancing und diversifizierterem Loot kann ich auch meine Lieblings-Klassen erneut spielen.

Gut, nochmal ein paar hundert mehr Stunden auf dem Konto 🙂

Ach ja, das Van-Arkel-de-Boer-Verfahren … damit erhöht man den Reinheitsgrad von Metallen wie Titan auf fast 100%.

Irreführung

Als vor zwei Jahren der Rechtsnachfolger von Atari Inc. Konkurs anmeldete, haben im Zuge des Insolvenzverfahrens diverse Markenrechte den Besitzer gewechselt. Unter anderem ist “Battlezone” bei Rebellion gelandet. Rebellion haben aktuell zur E3 ein Remake von Battlezone angekündigt. Mein Puls jagte kurz nach oben. Wenige Sekunden später sank er wieder auf Normalwerte. Weil Rebellion nämlich das hier macht …

Battlezone_Remake

… ein Remake des Atari-Klassikers aus dem Jahr 1980. Meh!

Mit dem hier …

BZ_1

… hat das alles nichts zu tun. Ob Rebellion nur die Rechte am Atari-Spiel bekommen hat, Battlezone 1 und Battlezone 2 weiterhin zu Activision gehören, weil man sich damals lediglich die Namensrechte von Atari ausgeliehen hatte … man weiß es nicht. Zumindest ich weiß es nicht.

Es mag den einen oder anderen aber vielleicht freuen zu hören, dass alle beide dieser grenzgenialen FPS/RTS-Hybriden wunderbar unter aktuellen Windows-Betriebssystemen laufen, von einer aktiven Community technisch aktuell gehalten werden (BZ1 hat vor sechs Jahren sogar einen offiziellen Patch von einem der Ex-Entwickler bekommen) und HIER und HIER zu bekommen sind. Inklusive aller offiziellen Addons und mit jeder Menge neuer Usermaps und Missionen.

Und es gibt sogar nette Mods (http://www.moddb.com/mods/qf2-essence-to-a-thief).

BZ_2

Isses nicht hübsch?

Downloaden, installieren, spielen und sich an einem der besten User Interfaces erfreuen, die ich jemals in einem Videospiel erleben durfte.

Und ja, die Spiele an sich taugen auch was.

Worte der Entwarnung – Outcast 1.1

Mitte Dezember letzten Jahres hatte ich Euch davor gewarnt Geld für das HD-Remake von Outcast auszugeben. Das Spiel war voller Fehler und nicht funktionierender Features, hatte erhebliche Startschwierigkeiten und wies eine greuliche Performance auf.

Gefühlt etliche hundert Patches später kann ich Entwarnung geben. Viele Bugs wurden gefixed, die Start-Probleme behoben, der Launcher entrümpelt und die Performance erheblich optimiert. Mit dem letzten Patch wurden sogar Steam-Achievements und Trading Cards hinzugefügt (Yay!!!?). Und man hat endlich die Skalierung der Hintergrundgraphiken für Auflösungen über 720p repariert, so dass all die hübschen Mond- und Berg- und Palmenhintergründe nicht mehr horizontal gekachelt werden, wenn man höhere Auflösungen fahren möchte. Beziehungsweise, man hat einfach ein wenig den Hintergrundnebel verstärkt und höher gesetzt, so dass die Kachelung nicht mehr sichtbar ist. Illusion ist alles, gerade in diesem Business.

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Wer grundsätzlich keinen Bock auf Steam hat (oder im Zuge der aktuellen verschärften Regionlock-Politik nicht mehr hat), der kann sich das Spiel auch auf GOG.com besorgen, wo zwar nicht jeder kleine Hotfix aktualisiert wird, aber größere Versionssprünge regelmäßig als Patch zur Verfügung gestellt werden.

Wie man sich vor Jugendschützern schützt

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat erneut zugeschlagen und „Dying Light“ mit einer vorläufigen Indizierung bedacht, bis man das Spiel, welches seitens des Publisher sowieso nicht im deutschen Handel angeboten wurde, entsprechend beurteilt hat. Und aller Wahrscheinlichkeit nach aus einer vorläufigen Indizierung eine dauerhafte Indizierung macht, weil der geistige Vorläufer, Dead Island samt Addons und Fortsetzungen, ebenfalls von diesem Schicksal ereilt wurde.

Dying_Light
(Bildquelle: PCGames.de)

Nun, was kümmert uns Erwachsene das? Können wir nicht einfach über die Grenze fahren oder uns bei entsprechenden ausländischen Shops bedienen? Sicher, das könnten wir. Doch die Kenntnis über Rechtslage und Verfügbarkeit entsprechender Bezugsquellen ist dünn und widersprüchlich. Viel Hörensagen, Gerüchte und Mutmaßungen machen die Runde.

Nun, zur Rechtslage sei meinen Lesern dieser Link empfohlen.

Executive Summary:
Du darfst importieren böses Splatter-Spiel aus Ausland. Du besser importieren aus Österreich, weil blöder Zoll Pakete aus Nicht-EU-Ländern nicht mag.

Schön. Das giltet jetzt aber nur für den Kauf, Import und Besitz physischer Waren. Wenn ich solche Spiele auf meiner Horstbox spielen will, dann kaufe ich solche Spiele in einem Schluchtenscheißer-Webshop und alles ist gut. Ich frage mich, ob diese Shop-Betreiber regelmäßig Blumen und Pralinen nach Bonn schicken, ist man dort doch für einen nicht geringen Teil des Umsatzes verantwortlich.

Executive Question:
Wie ist es aber als PC-User, wenn ich das via Steam erledigen möchte?

Nun, das Besorgen ist nicht das Problem. Auch wenn der Steam-Client und die Steam-Webseite Besucher mit deutscher IP entsprechend filtert, so kann man mit einem Proxy, wie z.B. Zenmate, über den Browser den Steam-Shop aufsuchen, das Spiel erwerben und dann über den Account, über den man das Spiel erworben hat, mit dem Client herunterladen. Das klappt wunderbar, wie es der Herr hier selber mit z.B. der F.E.A.R-Serie, Bioshock 1 oder Bulletstorm getan hat, welches vor einer Weile im Sale erhältlich war, aber deutschen Kunden nur die traditionelle Glücksbärchi-Version offeriert wurde. Man registriert den nicht-deutschen Key in seinem deutschen Konto und gut ist. Die Registrierung der HumbleBundle-Keys erfolgte sogar über eine deutsche IP, so dass man sich hier wirklich nicht unnötig verrenken muss. Nur der Kauf direkt bei Steam benötigt eine nicht-deutsche IP.

bulletstormTSCHAKKAAAAAAAAAAAAAAAA! (via Gamestar.de)

Ja, aber, sperrt Steam das nicht, weil doch verboten?

Da der Kauf, Import und Besitz indizierter Spiele eben NICHT verboten ist (nur das Bewerben, die öffentliche Aufführung, der Weiterverkauf und die Weitergabe innerhalb Deutschlands), passiert auch bei Steam nichts. Wenn Keys nachträglich gesperrt werden, dann sind das in der Regel nur Keys, die z.B. mit Kreditkartenbetrug oder anderen kriminellen Methoden erworben wurden. Valve sperrt keine Keys, nur weil ein Spiel irgendwo indiziert wurde. Valve filtert von sich aus auch keine Spiele oder bietet nur zensierte Versionen von Spielen an, die irgendwo auf der Welt indiziert wurden. Das passiert nur auf Zuruf des Publishers. Deswegen können deutsche Kunden auch problemlos die ultragefährlichen US-Splatter-Versionen von Painkiller, Bloodrayne und anderen Brutalo-Spielen erwerben. Weil es den Publisher dieser Spiele nicht interessiert, was deutsche Behörden entschieden haben.  Wenn der Publisher sich für einen Geo-Lock entscheidet, wie das Bethesda mit Wolfenstein – TNO getan hat, dann wird das in der Regel VORHER kommuniziert. Ich habe Dead Island und DL – Riptide in meinem Steam-Konto. Erworben NACH der deutschen Indizierung, über ein HumbleBundle. Interessiert Koch Media nicht die Bohne. Dementsprechend interessiert es auch Valve nicht.

Ja, aber, Steam KÖNNTE das doch alles sperren, oder?

Richtig. Valve hat die Möglichkeit jeden Eintrag in der Kunden-DB entsprechend zu verändern. Valve kann mir auf Knopfdruck alles wegnehmen, was in meinem Konto registriert ist. Sei es wegen eines dummen Zufalls, wenn der Admin versehentlich DROP TABLE steam_customer ausführt, sei es weil beim Publisher die Idioten Amok laufen oder weil Valve eines Tages pleite ist und die Server abgeschaltet werden. Von daher empfiehlt es sich immer ein Backup anzulegen und sich den entsprechenden Crack zu besorgen, so dass man sein ultragefährliches Brutalo-Splatter-Spiel frei von den Einmischungen deutscher Behörden und Missgeschicken technischer wie wirtschaftlicher Natur zudem vollkommen legal genießen kann, denn nicht nur darf ich solche Spiele als Erwachsener erwerben und besitzen, nein, ich darf zum Zwecke eines Backups einer Software ausdrücklich alle Kopierschutzmaßnahmen umgehen, mit denen diese Software versehen wurde.

Von daher … ist doch nicht so schlimm, das mit diesem Jugendschutz, oder? Gibt doch genug Möglichkeiten für Erwachsene an das Zeugs zu kommen, wenn man denn auf sowas steht.

Ja, es gibt Möglichkeiten. Der Aufwand hält sich sogar in Grenzen. Ein paar Minuten mit Steam, die übliche Lieferfrist von 2-3 Tagen, wenn man sich das Spiel als physikalische Kopie aus Österreich bestellt. Wen die politisch-gesellschaftlichen Implikationen dieser Jugendschutz-Manie nicht stören, der kann sich seine Spiele holen und keinen Gedanken mehr daran verschwenden. Alle anderen können die Sinnlosigkeit und Doppelmoral dieser Bemühungen beklagen und sich auf den Tag vorbereiten, an dem Jugendschützer sich weit genug in deutsche Ministerien vorgearbeitet haben, um auch solche Schlupflöcher schließen zu lassen. Denn wer glaubt ernsthaft, dass die aktuellen Maßnahmen tatsächlich verhindern, dass solche Spiele in die Hände von Kindern und Jugendlichen gelangen? Ganz abgesehen vom Download von Schwarzkopien, so ist es fast noch leichter sich eine Kopie vom großen Bruder, dem Zocker-Onkel zu besorgen oder die unwissende Oma zu missbrauchen, die dem Enkel NATÜRLICH dieses Spiel da kauft.

Von daher … nutzlos, sinnlos und eigentlich nur unter dem Aspekt halbwegs akzeptierbar, dass doch jemand mal an die Kinder der Angestellten bei der BPjM denken soll, die ohne den Job ihrer Eltern sonst unter der Brücke schlafen müssen!

Ja, ok. Aber, mal so zum Schluss gefragt, darfst Du dann eigentlich noch über Dying Light oder Dead Island berichten und Screenshots von diesen Spielen veröffentlichen?

He, gute Frage. So explizit ist das im Gesetz nämlich nicht geklärt. Aber weil die Presse keine Lust hat es darauf ankommen und die Sache gerichtlich klären zu lassen, werden sofort nach Bekanntgabe einer Indizierung alle Berichte auf den Webseiten gelöscht und sich verkniffen künftig über diese Inhalte zu berichten. Nicht, weil man das explizit nicht darf, sondern nur, weil die Verlage keine Lust auf eine gerichtliche Auseinandersetzung haben. Es gilt das Gesetz der Schere im Kopf und nicht das Gesetz, welches im BGB oder gar StGB steht. Die rechtliche Lage ist hier nicht geklärt. Grauzone. Wohoooo!

Ja, hmm, darfst Du jetzt oder darfst Du nicht?

Keine Ahnung! Es ist nicht geklärt. Ich nehme mir lediglich die Freiheit heraus diese unklare Lage als „nicht ausdrücklich verboten, ergo erlaubt“ zu interpretieren 🙂

Generationswechsel

Als Anfang der 1980er in der Schule ein Informatik-Raum eingerichtet und ein Dutzend Rechner angeschafft wurden (sicher bin ich mir nicht mehr, aber es müsste sich um Commodore-Rechner aus der CBM-4000er-Serie gehandelt haben), da war die Begeisterung unter den Schülern groß. Die Schulleitung zeigte sich zufrieden, der Physiklehrer, der die ersten freiwilligen Informatik-Kurse anbot, war erfreut über den doch regen Zuspruch. Sogar zwei Mädchen wollten daran teilnehmen. Die Mädchen waren, wie sie nun mal sind, brav und fleissig und konnten schnell einfache Programme in BASIC schreiben. Uns künftigen Herren der Schöpfung jedoch, uns stand der Sinn nach etwas anderem. Dreimal darf man raten …

Nachdem auf Druck der Schulbehörde das örtliche Kaufhaus Vorführ-Rechner erst ab Nachmittag einschalten durfte und uns der Zugang zu den Arcademaschinen im Kaufhaus-Cafe grundsätzlich nicht mehr erlaubt wurde, musste Abhilfe geschaffen werden. Dringend! Also wurde auf den Rechnern im Informatikraum der Schule gezockt. In jeder freien Minute und es war nicht selten, dass man unter Vortäuschung einer vollen Blase auch in unfreien Minuten zockte. Wie man sich denken kann, war der Physiklehrer nicht erfreut. Denn mit den Rechnern sollte man arbeiten und studieren und nicht zocken. Irgendwann, als er mitbekommen hatte, dass einige unter den Schülern sogar angefangen haben nicht nur eigene BASIC-Spiele zu schreiben, sondern auch direkt mit Maschinen-Code rumzupoken, ließ er uns das Zocken. Begeistert war er immer noch nicht, aber er sah, dass wir uns auf anderem Wege motiviert haben uns mit der eigentlichen Thematik auseinanderzusetzen. Dann stand eines Tages sogar ein C64 im Zimmer und es gab kein Halten mehr. Er hatte sogar, als einige Zeit später der erste IBM-PC an die Schule geliefert wurde, als erstes Programm auf dieser Höllenmaschine ein Spiel gestartet.

Dass eines Tages zwei Polizisten beim Schulleiter standen, weil einer von uns dachte, es sei eine tolle Idee all die Kopien, die wir hatten, per Inserat in der Zeitung zu verkaufen … hat dieser kurzen Tauwetterphase bezüglich Videospiele leider ein schnelles Ende bereitet. Es wurde sogar der Informatikraum für ein Jahr geschlossen. Für alle! Nein, muss man nicht verstehen. War halt so. Neuartige, komische Dinge, irgendwas passiert und schnell weg damit in den Giftschrank.

Wir schreiben heute das Jahr 2014 und fast 30 Jahre später werden Spiele verwendet, um Schüler nicht nur zu motivieren sich mit diesen neuartigen Rechenmaschinen zu beschäftigen, sondern um Deutsch zu lernen. Oder Englisch. Oder ein anderes Fach.

Schülermotivation Computerspiele

Nicht nur unter der Hand geduldet, sondern als offiziellen Teil des Unterrichts.

30 Jahre werden in der Regel als eine Generation bezeichnet. Es hat also nur eine Generation gedauert. Und es zeigt wieder eindrücklich, dass grundlegende Veränderung nicht kommt, in dem man diejenigen, die an den Schalthebeln der Macht sitzen, überzeugt, sondern grundlegende Veränderung kommt nur dann, wenn die alte Generation nichts mehr zu sagen hat.

Also immer schön dran denken … in 30 Jahren sind WIR die Generation, die nichts mehr zu sagen hat 🙂

Mehrsprachige Freude

Vor einer Weile habe ich darüber abgekotzt, wie man mir Dank der DRM-Funktion von Steam der neue Rechteinhaber der deutschen Sprachversion, Nordic Games, eine deutsche Sprachversion von “Titan Quest” zwangsweise vor die Nase setzen konnte.

Heute darf ich freudig vermelden, dass im Zuge der Portierung aller MP-Features von Gamespy und GfWL auf Steam alle W40K-Titel, die mir THQ früher nur auf Deutsch anbieten wollte (WH40K Dawn of War 1 + Addons), nun Dank des neuen Rechteinhabers SEGA jedem Käufer in allen Sprachen zur Verfügung stehen. Keine deutsche Sonderwurst mehr, keine Zwangsschnitte, keine Zwangsversion. Ich kann “Dawn of War” selbstverständlich immer noch auf Deutsch spielen, wenn ich das will, aber ich MUSS es nicht mehr auf Deutsch spielen.

Freie Wahl für freie Kunden!

PS:
Demnächst wird auch DoW II + Chaos Rising vollständig auf Steam umgestellt. SEGA verbindet sein PC-Engagement vollständig mit Valve. Ob das langfristig eine gute Idee ist, darüber kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein, zumindest kurzfristig profitieren davon die Kunden, die eh schon die besagten Spiele in ihrem Steam-Konto registriert haben.

Der Zehnpunkte-Plan: The Banner Saga

1. The Banner Saga ist ein phänomenales Spiel, dem ich seit kurzem alle meine Freizeit mit Freuden als Opfer darbringe.

2. The Banner Saga gibt es ab sofort DRM-frei bei GOG.com.

3. Wer The Banner Saga auf Steam für 22.99 € kauft, der darf das gerne machen. ‘neureicher snob, neureicher!*

4. Man kann The Banner Saga aber auch für nur 16.55 € käuflich erwerben.

5. Denn der aktuelle Umrechnungswert für Euro in Dollar beträgt aktuell 1.359.

6. Habe ich schon mal erwähnt, dass alle Preise bei GOG.com Dollarpreise sind, gleichgültig woher man kommt?

7. Bei allem Recht zur Kritik an der verhuddelten Wirtschafts- und Finanzpolitik diverser führender EU-Mitgliedsstaaten, aber so wirklich schlecht steht der Euro trotz den verzweifelten Bemühungen vor allem US-amerikanischer Medien den Euro runter und den Dollar hochzuschreiben, nicht da.

8. Ein Umrechnungskurs von 1.359 ist bares, gespartes Geld für EU-Bürger.

9. Wer sich auch nur ansatzweise für das TBS-Genre begeistern kann, ich bitte diese Person eine Woche lang nur Wasser & Knäckebrot zu essen, damit man sich The Banner Saga leisten kann.

10. Sicher, alte, aufgebackene Brötchen tun’s notfalls auch, aber Knäckebrot ist authentischer 🙂