Das Spielejahr 2016

Eigentlich … eigentlich war das bald ablaufende Jahr 2016 ein gutes Spielejahr aus meiner ganz subjektiven Perspektive. Ich steigere mich sogar zu der Behauptung, dass 2016 das mit Abstand beste Spielejahr ist/war, seit ich vor bald zehn Jahren dieses Blog begonnen habe.

Warum eigentlich? 2016 hat erneut, mal wieder, wenig überraschend jede Menge übles Zeugs in der Spielebranche stattgefunden. Die Majors treiben es immer wüster und haben mittlerweile kein Problem damit Vollpreisspiele nachträglich oder gleich zum Release mit Mikrotransaktionen und Ingame-Shops vollzustopfen, weil die Kundschaft offenbar damit kein Problem hat. Oder nicht genug, weil bevor man auf das neue Lieblingsspiel verzichtet, beisst man doch lieber die Zähne zusammen und lässt sich duldsam mit einem rostigen Nagelstock gesäßpenetrieren.Weil die Wundsalbe für danach, die kann man ja als Vorbesteller-Extra beim Erwerb des Season Pass bekommen, nicht?

Emotionale Abhängigkeit is a bitch und hat auch 2016 nichts von ihrer fatalen Wirkung verloren.

Warner Brothers haben 2016 EA und sogar Ubisoft den Rang als Shittiest Publisher abgelaufen. Zuerst lässt man willentlich auf die Kunden eine PC-Version von Arkham Knight los, für welche die Tags „unfertig“ und „miserabel portiert“ noch vie zu höflich wären. Dann, nach einem richtig fetten Shitstorm, zieht man das Teil endlich aus dem Verkauf, veröffentlicht es einige Monate später erneut … mit nur marginalen Verbesserungen. Die PC-Version ist wohl weiterhin auf technischer Ebene broken by design zu sein. Nichtsdestotrotz stürmt das Arkham Knight-Rerelease kurzeitig die Steam-Verkaufscharts, weil sogar die Herrenrasse an emotionaler Abhängigkeit, gallopierender Vergesslichkeit und einem ausgeprägten Blitzblendvorgaukelreinfall-Syndrom leidet. Von daher wundert es auch gar nicht, wenn Warner Brothers überhaupt keinen Bock hat die technisch höchst unzulängliche PC-Version von Mortal Combat X entsprechend zu fixen und lieber tonnenweise DLC dafür anbieten möchte. Weil … man kann es mit den Leuten ja machen, weil die Leute größtenteils dumme, lernresistente Hohlfritten sind, die man noch leichter am Nasenring durch die Gegend ziehen kann als ein kleines, verängstigtes Schaf.

Übrigens ein durchgängiges Leitmotiv für das bald abgelaufene Jahr … doch zurück in den Spielebereich, hehe.

Höchst faszinierend war eine Graphik, die Ende November von Mr. Steamspy aka Sergey Galyonkin veröffentlich wurde:

Holy crap, Batman! Dieses enorme Wachstum, die Flut an Sturgeon’schem Ausschuß nicht besorgniserregend zu finden, setzt entweder große Wissenslücken in grundlegenden volkswirtschaftlichen Prinzipien voraus (was nicht schlimm ist) oder bewusstes Ignorieren des Umstandes, DASS DAS DA, vor allem im Lichte der Weigerung seitens Valve endlich eine vernünftige Qualitätssicherung einzuführen, kein gutes Ende nehmen kann. Kein gutes Ende für Valve. Kein gutes Ende für gute (!) Indies, die über Steam den Großteil ihres Umsatzes bestreiten und angesichts dieser schier unfassbaren Masse immer weniger gefunden werden. Kein gutes Ende für Leute, die viel Geld in Mietsoftware gesteckt haben, ohne entsprechende DRM-freie Sicherungen anzulegen.

Im diesen Zusammenhang möchte ich eine der guten Sache erwähnen, die 2016 passiert sind:

  • GOG Connect:
    Mit dem Steam-Account verbinden lassen und PRESTO! verfügt man ganz offiziell und legal über DRM-freie Versionen ausgewählter Titel, die man bereits im Steam-Konto hatte.

Erwähnenswert finde ich im negativen Kontext noch die Releasepolitik von EA. Gut, nicht für mich und den Rest der Menschheit negativ, aber wäre ich ein Angestellter von Respawn, ich würde nach Neujahr anfangen mich nach einem neuen Job umzusehen. Weil, haha, Verschwörungstheorie, EA offenbar ganz bewusst Respawn ruinieren will, um dann aus der Insolvenzmasse die Rechte an Titanfall herauskaufen zu können. Sicher, man könnte auch sagen, dass bei EA Vollidioten arbeiten, die meinten, es sei eine schlaue Idee den Nachfolger des als MP-Shooter etablierten Titanfall direkt nach dem alle Schlagzeilen dominierenden MP-Shooter Battlefield 1 zu veröffentlichen. Der EBENFALLS bei EA erschienen ist. Aber ich will nicht annehmen müssen, dass bei EA die Führungsetage, die solche Grundsatzentscheidungen trifft, aus Vollidioten besteht. Der Vorstand solcher international agierender Konzerne mit jährlichen Umsätzen in Höhe einiger Milliarden Dollar besteht doch ganz bestimmt aus gewieften Geschäftsleuten, die jeden Tag mindestens drei diabolische Welteroberungspläne beschliessen, oder? Oder nicht? Nun, Ockham Rasiermesser lässt nur einen Schluss zu 🙂

Im Gegensatz zu früheren Jahren reibe ich mich an solchen negativen Geschichten aber nicht mehr auf. Ich habe gelernt mich entweder darüber königlich zu amüsieren oder es nach kurzem Kopfschütteln zu ignorieren, so es mich nicht betrifft. PAL, das Problem Anderer Leute, ist immer mehr zum Leitmotiv geworden. Was aber nur heisst, dass ich mich über ein gewisses Maß hinaus nicht mehr mit den Problemen anderer Leute belaste und sie zu meinen eigenen mache. Und nicht, dass ich gänzlich die Augen vor allem verschliesse, was nicht unmittelbar vor der eigenen Nasenspitze stattfindet.

2016 ist für mich ein tolles Spielejahr, weil folgende Dinge passiert sind:

  • „Battletech“ von Harebrained Schemes:
    Ein erfolgreicher Kickstarter plus zusätzlich nach aktuellem Stand über 300k durch die weiterhin offen stehenden LateBacker-Zahlmöglichkeit plus eine phantastisches Alpha-Gameplay-Video lassen mein Herz höher schlagen. Und zwar nicht, weil ich als Battletech-Fanboy blind alles bejubele, was auf zwei myomermuskelbepackten Laufbeinen über das Schlachtfeld stapft, sondern weil der Entwickler mehrfach (!) in den letzten Jahren bewiesen hat, dass er lizensierte Settings respektiert und nicht nur ankündigen, sondern auch liefern kann.
  • „Shadow Warrior 2“ von Flying Wild Hog:
    Ein Shooter, so gänzlich und durch und durch nach meinem Herzen. Ich herze SW2. Sehr! Deswegen muss ich auch gar nicht viel dazu sagen. Nur lieben!
  • „Grim Dawn“ von Crate Entertainment:
    Innerhalb kürzester Zeit hat sich „Grim Dawn“ an die Spitze meiner persönlichen „Schau, wie Du Dein Leben an Videospiele vergeudest“-Chart gesetzt und dominiert dort alles, was ich im Laufe von über 8 Jahren jemals über den Steam-Client an Playtime „erzeugt“ habe. Satte 269 Stunden. Was einen Grund hat. Der Grund lautet: Grim Dawn ist für mich das derzeit beste Hack & Slay, was wo geben tut. Da stimmt (fast) alles. Der Perfektion ganz gefährlich nahe. Großartig.
  • Das Hack & Slay Genre von allen:
    Hacken und Schlachten. Looten und Leveln. Aber dieses Jahr so richtig viel davon. Weil dieses Genre quicklebendig ist und zum Glück nie Gefahr lief ein glattgebügelter Mainstream-Zombie zu werden, nie das Schicksal des Egoshooters teilte. Grim Dawn als neuer Titel. Titan Quest bekam mit der Anniversary Edition eine erneuerte und verbesserte Neuauflage. Ich habe mich wieder dem gepflegten Irrsinn eines Sacred 2 hingegeben. Torchlight 2 wurde einer größeren Modding-Kur unterworfen. Selbst ein Diablo 3 RoS hat endlich Gnade vor meinen Augen gefunden. Hacken und Schlachten. Mehr, MEHR!
  • Brutal Doom von Sergeant_Mark_IV:
    Ja, mehr von allem. Mehr Pixelblut, mehr Pixelgedärme, mehr Finishing Moves und mehr von einer endgeilen neuen Kampagne mit 30 Maps. Als „Brutal Doom“ in der rundumerneuerten Version 2.0 gleich zu Beginn des Jahres erschien, habe ich mich wochenlang mit nichts anderem beschäftigt. Die neue Kampagne, die alten Maps von id Software, neue User-Maps. Alles wurde mit „Brutal Doom“ versehen. Dann wurden Mods für den Mod ausprobiert. Neue Waffen mit NOCH FETTEREN Sounds. Neue Marine-Voiceovers. Neuer Soundtrack. Und seit ein paar Wochen gibt es immer wieder ein paar Minuten mit „Brutal Doom 64„, wo man dem PC-Nachbau der N64-Version eine modifizierte BrutalDoom-Behandlung unterzieht. Mod des Jahres! Nein, stop …
  • Enderal von Sure.AI:
    DAS HIER, DAS HIER IST MOD DES JAHRES 2016!!!! Andernorts werden solche Projekte mit Millionenaufwand produziert und entsprechend massenmarkt-mäßig verkauft. Sure.AI verschenkt solche Projekte als kostenlosen Mod. So wie Enderal, wo man auf der Basis von Skyrim wieder ein vollkommen eigenständiges Spiel mit den üblichen Containerschiffen voller Leidenschaft, Detailwahn und Herzblut erstellt hat. Und damit nicht genug, wurde jetzt ein DLC (ich traue mich kam dieses schmutzige Wort für dieses Werk der Liebe zu verwenden) zum Mod angekündigt, der mehr Umfang bieten soll als so manches Vollpreis-RPG.
  • WoW Legion von Blizzard:
    wut? Was macht das hier?
    Was das hier macht? Das macht Sinn hier! „Legion“ ist der Grund, warum ich derzeit wieder WoW spiele. „Legion“ zeigt, dass Blizzard WoW nicht kampflos in den nächsten Jahren ausdümpeln lässt. Mit einem irrsinnigem Aufwand wurden hier Tonnen von neuen Inhalten geschaffen, es wurde aus den Fehlern des Vorgängers gelernt. Vor allem ich als PvE-Spieler bin schwer begeistert. Es gibt viele richtig, RICHTIG gute Questreihen und wenn man glaubt, dass man das Ende der Storyprogressions-Level-Fahnenstange erreicht hat, fängt es bei „Legion“ erst so richtig mit PvE an. Grind gibt es nicht mehr. WoW war eh schon sehr frei vom typischen Galeerensklaven-Gameplay asiatischer MMOs, Legion ist der Höhepunkt dieser Entwicklung. Denn gerade durch den Umstand, dass es nach Erreichen des Maxlevels das PvE-Spiel erst richtig anfängt, löst man sich gedanklich immer mehr vom typischen „Ich muss noch 240 NPCs killen oder 719 Brote backen, damit ich den nächsten Level erreiche“. Man beschäftigt sich immer weniger mit der üblichen MMO-Zahlenmühle, sondern konzentriert sich mehr auf die Geschichte, die Landschaft, das Spiel selbst. Laune. Viel!
  • Crowdfunding von allen Bäckern und Backern:
    Crowdfunding wurde auch dieses Jahr totgesagt, zu Grabe getragen und erfreut sich bester Gesundheit. Crowdfunding ist nicht mehr dieses obskure Ding, unter dem sich niemand etwas vorstellen kann, sondern ein etabliertes und valides Finanzierungsmodell. Hier geht nix mehr weg, hier bricht nix mehr zusammen. Crowdfunding bleibt. Und sorgt jedes Jahr für die Realisierung einer ganzen Reihe von Projekten, die sonst nie das Licht der Welt erblicken könnten. Große Projekte, kleine Projekte. Gescheiterte Projekte, erfolgreich abgeschlossene Projekte. Gauner und seriöse Entwickler, Chaoten und Vollprofis buhlen um unser Geld. Welches wir selbstverständlich, als die aufgeklärten und vernünftigen Backer, die wir sind, nach intensiven Due Dilligence-Prüfungen natürlich nur in Projekte stecken, die unser Geld verdient haben ;-P
  • Tyranny von Obsidian:
    Und zum Schluß das dritte crowdfinanzierte (doch nicht so wirklich crowdfinanzierte) Projekt, welches mein Spielejahr 2016 zu einem guten Spielejahr gemacht hat. „Tyranny“ ist meines Erachtens eines der wenigen Spiele, die mir als Spieler die Ambivalenz des Bösen, die manchmal so leichte Austauschbarkeit mit dem Guten erstklassig nähergebracht hat. Das ist nicht einfach nur ein simples Hochzählen von Werten auf einer Gut/Böse-Skala. Das ist nicht einfach nur ein simples Abklicken von klar als „gut“ oder „böse“ markierten Dialogoptionen, so dass ich als Spieler möglichst NICHT denken muss. Tyranny ist kein Bioware-Spiel. Tyranny ist deswegen auch kein Spiel für den Feierabend. Es gibt nicht DEN bösen Pfad, nicht DEN guten Pfad. Es gibt nur den Pfad der eigenen Entscheidung. Und die Folgen, die meinen Entscheidungen folgen. Die manchmal nutzbringend ausfallen können. Die manchmal lästig sein können. Die manchmal auch ziemlich übel ausfallen können. Es gibt nicht DEN idealen Pfad, es gibt nur meinen Pfad. Tyranny ist eines der wenigen Rollenspiele, wo es tatsächlich Rolle spielt, welche Rolle ich spiele. Mehr davon. Auch wenn ich nur selten die Muße dazu habe, aber mehr davon, bitte. DAS ist Weiterentwicklung und Innovation. DAS ist interaktives Geschichtenerleben und -gestalten, wie es sein sollte.

Wenn ich noch ein wenig nachdenke, gibt es mit Sicherheit noch den einen oder anderen Punkt, der mir dieses Jahr angenehm aufgefallen ist. Das war ein gutes Spielejahr! Ein richtig gutes Spielejahr.

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25 Kommentare zu “Das Spielejahr 2016

  1. Timberfox13 sagt:

    Am… äh… Prost!

  2. colddeath sagt:

    Tyranny war doch gar nicht crowdfinanziert, sondern selbst- bzw. mit Paradox gepublisht 🙂

    Aber ansonsten, Prost Spieljahr, auf ein mindestens ebensogutes 2017!

  3. Harzzach sagt:

    Ahh, stimmt, sry!

  4. shaboo sagt:

    Irgendwie ein Jahr wie jedes andere auch. Einiges wird immer furchtbarer (Vieles von dem, was mit Internet, Free To Play, Social Media, Connectivity usw. zu tun hat), Anderes dafür besser (das Angebot bei GOG wird immer breiter), wiederum Anderes bleibt gleich (Deutschland als immer noch gefühltes Breitbandentwicklungsland mit dafür umso unverschämteren Datentarifen). Schätze mal, diese Entwicklungen werden sich 2017 einfach fortsetzen.

    Am deprimierendsten für mich persönlich ist das weitere Anwachsen meines eh schon großen und qualitativ hochwertigen Pile of Shame im zurückliegenden Jahr. Das passiert halt, wenn man einerseits das gesamte Jahr 2016 nur mit Grim Dawn und HL1/HL2-Mods und -Maps verbringt und andererseits permanent mit Sales bombardiert wird, bei denen Spiele nahezu verschenkt werden.

  5. Harzzach sagt:

    Natürlich ändert sich letztendlich nicht viel. Aber wenn man sich nicht mehr so intensiv auf das Negative konzentriert, scheint das Positive in einem sehr viel helleren Licht 🙂

  6. Aloha2 sagt:

    Das beste ist, dass man seit 4-5 Jahren keinen Major Release kaufen MUSS, um irgend etwas weltbewegendes zu verpassen. Die interessanten Sachen spielen sich im „klein- und mittelständischen Bereich“ ab.

    Und ja, Gaben sollte dringend was tun, um den Wildwuchs einzudämmen. Wenn schon nicht verbannen, dann aber die „Guten“ mit so etwas wie einem „Steam Quality Seal“ nach einer (aktiven) Prüfung versehen wie weiland Nintendo.

    Eines meiner Highlights dieses Jahr hätte ich bei Steam ohne freundlichen Hinweis von Dir hier niemals gefunden:

    ghostofatale.com

    Bei diesem noch in der Entwicklung befindlichen Spiel habe ich meinen guten Vorsatz aufgegeben, niemals Early Access zu unterstützen und es nicht bereut. Dieses Werk von gaaanz wenigen Leuten muss unterstützt werden, deshalb: Webseite angucken, dass Spiel bei YouTube kurz in Bewegung ansehen und dann über den eigenen Schatten springen.

    .. so, dass kostenlose und herrlich bescheuerte Weihnachtsupdate von Shadow Warrior 2 wartet, also Frohes Fest und krachen lassen… 😉

  7. Harzzach sagt:

    So bescheuert, so herrlich …

  8. lurtzi sagt:

    Ich muss mal eine Lanze für Arkham Knight brechen (nicht für die Geschäftspolitik von Warner!).

    Das Ding lief in Konsolensettings (vor allem 30fps) schon zu Release völlig annehmbar, auch auf Mittelklasse-Systemen. Mit heutiger Hardware gar kein Problem mehr, auch nicht bei 60fps und Auflösungen über 1080p.
    Klar haben sie die alte Engine da massiv überfahren, was am PC jede Menge Overhead erzeugt hat, der nur mit Hardware totzuschlagen ist, aber eine unspielbare Katastrophe war es aus meiner Sicht nie.

    Es gibt leider eben auch viele PC-Spieler, die meinen dass sie mit ihrer drei Jahre alten 200€-Grafikkarte alles mit den Reglern auf Anschlag spielen müssen. Weil man ist ja Masterrace und Battlefield läuft damit ja auch super, also muss doch alles super laufen…

  9. Harzzach sagt:

    Ach, weisst Du, wenn ich mir die Videos dazu von bekannten Youtubern wie z.B. TotalBiscuit anschaue, die derbe Mörderhardware unterm Tisch stehen haben und denen ich aus Erfahrung zutraue zu diesem Thema substanzielle, stichhaltige und relevante Kommentare abgeben zu können … der mit der Konvertierung beauftragte Entwickler HAT es zum Release verkackt, HAT es beim zweiten Mal auch nicht viel besser hinbekommen und Warner hatte keine Skrupel das Teil in dem Zustand auf den Markt zu prügeln. Wiederholt!

    Da gibt es nix mit Lanzen, die man brechen könnte, weil es dafür keine Entschuldigung gibt. Allenfalls hätte vielleicht (!) der Entwickler eine Entschuldigung, gesetzt dem Falle Warner hat nicht die nötigen Ressourcen für eine gescheite Konvertierung freigegeben und Jungs absichtlich am ausgestreckten Projektarm verhungern lassen.

    Übrigens, der mit dem Bioshock Remaster beauftragte Entwickler hat mit dem gestrigen Patch endlich eine ganze Reihe derber Bugs und Videoprobleme lösen können. Jetzt fehlt noch die Sache mit dem schlechteren Audio und man kann den Remaster endlich unbeschwert Leuten weiterempfehlen, die Bioshock noch nicht kennen, aber die Reihe kennenlernen wollen 🙂

  10. lurtzi sagt:

    Bei mir haben die Patches einiges gebracht.

    Nichts gegen TotalBiscuit, aber abgesehen von der Fähigkeit, immer das schnellste nVidia-SLI im Rechner zu haben, halte ich ihn nicht für jemanden mit großer Ahnung von PC-Hardware. Bei ihm ist die Quote an technischen Fails komischerweise auch immer recht groß.

    AC Unity war auch so ein Fall, wo ich den extremen Shitstorm nicht nachvollziehen konnte, mit DayOne-Patch lief das Ding ausreichend gut und sah (sieht immer noch!) fantastisch aus. Ironischerweise hatte der viel gelobte Nachfolger Syndicate bei mir wesentlich mehr Bugs.

    Aber diese Diskussion wird es am PC wohl immer geben. Im Gegensatz zu Konsolen, wo Titel wie GTA IV, die stellenweise mit unter 20 fps auf der PS3 liefen, mit Technik-Traumwertungen gefeiert werden.
    Bis wir dann alle nur noch vor smarten Geräten sitzen und unsere Spiele aus der Cloud streamen.

  11. Anonymous sagt:

    mein Erlebnis 2016 war Firewatch. Noch nie hat mich eine Geschichte und deren Erzählung mehr über die (sehr rudimentäre) Spielmechanik hinwegsehen lassen.
    Alles andere in 2016 war been there, done that.
    *halt!* Superhot vergessen! Quasi der genaue Gegenentwurf zu Firewatch.

  12. Joe sagt:

    Bei mir wurde 2016 nach einem enttäuschenden Beginn (Elite Horizons, XCOM 2, beide zum Vollpreis) noch in letzter Minute gerettet: Ich habe physische Spiele für mich wiederentdeckt und dabei unter anderem den Geheimtip Gravity Rush Remastered. Sowas erfrischend anderes (Setting und Spielmechanik) habe ich schon lange nicht mehr gespielt – auch technisch top umgesetzt.

    Wer jetzt bei physischen Spielen an umständliches Disc-Wechseln denkt: Ich hätte auch nie damit gerechnet, daß ich irgendwann mal explizit Gefallen daran finde. Ich glaube das ist so ähnlich wie bei Leuten, die wieder lieber Vinyl auf den Plattenteller legen, obwohl man auch fix das MP3-File im Smartphone anklicken könnte. In Zeiten in den alles virtuell ist, inklusive Geld auf dem Konto, ist das weltlich verankerte Ritual plötzlich mehr nicht notwendiges Übel, sondern verbessert mein Spielerlebnis.

  13. anigunner sagt:

    Ist doch schön, wenn du für dich mit einer positiven Bilanz aus dem Jahr 2016 gehen kannst 🙂
    Ich persönlich hatte Spaß mit meinem „Oldtimern“ wie Skyrim oder Guild Wars. Bei neuen Spielen bin ich eher bei kleineren Titeln gelandet. Da diese ja nicht so teuer sind, kann man ruhig auch mal etwas probieren. Mit gemixten Ergebnissen natürlich (Steam Refund sei Dank ohne Verluste), aber auch mit wirklich schönen Titeln.

    Falls hier noch ein Hubschrauberfan rumliest, ich kann ihm Air Missions HIND ans Herz legen. Natürlich noch Early Access, aber ich habe es trotzdem mal riskiert. Und habe Spaß damit. Spielt sich etwas wie die Comanche-Serie damals, allerdings macht es nur mit Joystick so richtig Laune. Für zwischendurch wirklich brauchbar.

    Was das Theater mit Preorder, DLC, Season Pass und dergleichem angeht… nicht mehr meine Welt. Es gibt anscheinend immer noch genug Leute, die sich vom Marketing gerne „überrollen“ lassen, und damit Spaß haben. Sollen sie halt. Das Gleiche passiert ja auch mit Hollywood, da sind emotionale Abhängigkeiten am Werke, da kann man nur den Kopf schütteln. So wie EA jedes Jahr seine alten Bekannten rausklopft, so macht es Marvel mit seinen Superhelden oder Disney jetzt mit Star Wars. Man wird ja förmlich damit bombadiert.

    Da heißt es auch für 2017 die Augen und Ohren offen halten, und den Rest einfach ertragen. Gibt sicher wieder genug Spieleperlen, die es Wert sind entdeckt zu werden.

  14. Joe sagt:

    Bei neuen Spielen bin ich eher bei kleineren Titeln gelandet. Da diese ja nicht so teuer sind, kann man ruhig auch mal etwas probieren. Mit gemixten Ergebnissen natürlich (Steam Refund sei Dank ohne Verluste), aber auch mit wirklich schönen Titeln.

    Was das Theater mit Preorder, DLC, Season Pass und dergleichem angeht… nicht mehr meine Welt. Es gibt anscheinend immer noch genug Leute, die sich vom Marketing gerne „überrollen“ lassen, und damit Spaß haben. Sollen sie halt. Das Gleiche passiert ja auch mit Hollywood, da sind emotionale Abhängigkeiten am Werke, da kann man nur den Kopf schütteln.

    Ich sehe die Flut an Konsolen-Portierungen als Problem für die PC-Plattform, denn sie veröden den Markt für kleinere Anbieter. Es könnte einen bunten Strauß an AA-Spielen für den PC geben, aber gegen ein Battlefield 1 oder Skyrim sind sie halt chancenlos und verkaufen sich nicht. Übrig bleiben dann nur noch Handyspiele und Schaufelware.

    Als ursächlich für das Problem sehe ich das Hardware-Rennen an, wo ich nVidia ganz vorn als „Enabler“ sehe. Das schadet der Platform eher. Und die 30%-Steam-Steuer (während Konsolenanbieter nur 10 % nehmen) hilft der Sache auch nicht.

  15. Michael sagt:

    Also mir als Nicht-Steamnutzer geht GOG connect irgendwie ziemlich mit Lichtgeschwindigkeit irgendwo vorbei. Besser fand ich die Aktion für seine Retailcodes GOG-Kopien DRM-frei zu bekommen. Aber das scheinen sie ja weitgehend eingestellt zu haben…

  16. Juno sagt:

    Einiges dabei was sich lohnt mal auszuprobieren, aber definitiv nicht alles. 😉
    Aber das ist wohl einfach Geschmacksache.
    Weiter so und noch ein schönes und vor allem gamingreiches Jahr 2017.
    Lg Juno

  17. Anonymous sagt:

    Als Ergänzung zu der obigen Graphik von Steamspy:

  18. LePie sagt:

    Als Ergänzung zur obigen SteamSpy-Grafik sei gesagt, dass darauf nicht alle Spieleneuveröffentlichungen aus dem Jahre 2016 aufgezählt sind, sondern nur die, welche von SteamSpys Algorithmus mitberücksichtigt wurden. Insgesamt sind es über 5.000, von denen ca. 400 durch SteamSpys Raster fielen, weil diese Titel weniger als 500 Besitzer auf Steam aufwiesen:

    Darüber hinaus hat sich jemand die Mühe gemacht, exemplarisch für die Presseresonanz die Zahl der Steamgames mit und ohne Eintrag auf Metacritic nebeneinander aufzutragen – wie zu erwarten wird die Diskrepanz von Jahr zu Jahr immer größer:

  19. David Stuard sagt:

    Help Us funding the most Amazing Metal Gaming Coins: ever-lasting and superbly finished for the Ultimate Role Playing Games and more. See: https://igg.me/at/metalcoins/x/15863192

  20. Matthias sagt:

    coole Liste, tolle Sachen dabei

  21. Das Alien sagt:

    Nur mal so als Randbemerkung… Ich habe mir jetzt doch einmal Shadow Warrior 2 zugelegt und mag es sehr, auch wenn viele Dinge gewöhnungsbedürftig sind. Das Upgrade-System zum Beispiel finde ich komplett nutzlos und könnte gerne darauf verzichten. Aber mal abgesehen davon, kann es sein, dass sich das Spiel streckenweise mehr wie Hard Reset 2 anfühlt?

    Abgesehen davon… ist GOG Connect eigentlich noch in Funktion?

  22. Harzzach sagt:

    GOG Connect ist eine temporäre Geschichte. Für einen bestimmten Zeitraum für bestimmte Spiele. Für ein anderen Zeitraum betreffs anderer Spiele. Man sollte daher, wenn man dran Interesse hat, regelmäßig vorbeischauen oder Newsletter abonnieren.

  23. Nick sagt:

    Sind echt einige Games dabei die ich so noch nicht kannte. Bin immer noch bei Warcraft III und anderen Oldschool Games hängengeblieben. 😀

  24. Hello zusammen. 🙂
    Ich zähle mich auch langsam zu der älteren Generation der Gamer und bin froh, dass es Leidensgenossen gibt.
    Beim Thema „wow“ haben mich die Worte weichgekocht. Ich war früher quasi besessen von dem Game. Ich glaube aktive Spielzeit ist erschreckend hoch. Auch wenn ich eher zu PVP neige und weniger zu PVE, ich vermute heute nach der Schicht werde ich vor dem CL-Spiel noch ein BG einschieben. 😛
    Toller Gedanke das „Senior-Gaming“ 🙂
    Wir sehen uns wieder, bzw ich komme wieder vorbei um zu lesen. 🙂

    Besten Gruß

    Falk

  25. Joe sagt:

    „Natürlich ändert sich letztendlich nicht viel. Aber wenn man sich nicht mehr so intensiv auf das Negative konzentriert, scheint das Positive in einem sehr viel helleren Licht“

    Na klar. Bei Spielen, bei denen 90% nur aus gequirltem Mist bestehen, sticht das positive natürlich heraus.

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