So ganz spontan, aus einem inneren Bedürfnis heraus, zum Schutz meiner unmittelbaren Umgebung

Ganz ehrlich, jedes Mal, wenn ich diese Hackfresse von Oettinger, seines Zeichens nach Brüssel abgeschobener Politik-Versager, den Mund aufmachen sehe und es kommt, wie zu erwarten, nur der übliche, UNSÄGLICHE ROTZ heraus … ich muss mich entsprechend konditionieren, dass ich künftig geistig alles ausblende, was im Zusammenhang mit diesem Namen in den Nachrichten steht.

Bevor ich wirklich ausfallend werde …

So, genug davon, Happy Feierabend Euch allen🙂

PS:

Sowas bringt mich auch wieder schnell runter …

27 Kommentare zu “So ganz spontan, aus einem inneren Bedürfnis heraus, zum Schutz meiner unmittelbaren Umgebung

  1. Pixelex sagt:

    Okay.. deine Stimmung ist gerade nicht so gut.. nagut. .__.

    Trotzdem möchte ich fragen, was hälst du vom kommenden Amazon Echo? Ich habe mir gerade eine Einladung angefordert.. würde gerne mal künftig einen Beitrag davon von dir sehen. (=

  2. Harzzach sagt:

    Stimmung ist schon wieder im Lot. War nur ein kurzer, cholerischer Anfall, der mich just in dem Moment überkam, als WordPress offen war🙂

    Amazon Echo? Dassein? Noch nie gehört.
    *kurz recherchier*
    Aha! Hrmmm, denke nicht, dass ich auf absehbare Zeit für sowas Verwendung haben werde. Vollständig ohne Amazon-Klaut-Anbindungsabneigung und FeindHörtMit-Aluhut-Paranoia. Ich wüsste wirklich nicht, wozu ich das brauchen sollte. Tut mir leid, wohl kein Beitrag von mir.

  3. Ingo Warnke sagt:

    Das Problem mit Oettinger ist ja, dass er nicht ein x-beliebiger Forentroll ist, den man ignorieren kann, sondern er hat Einfluss (wieviel wirklich, steht noch auf einem anderen Blatt). Auch wenn Politk nicht sexy ist, ignorieren reicht leider nicht mehr. Seit die Piraten wieder „von der Bildfläche verschwunden“ sind, ist leider auch der Druck auf die anderen Parteien, im Digitalen auch mal sinnvolle Ansätze vorzulegen, gesunken. Das ist jetzt wieder eine Verhandlungsmasse nach dem Motte „ich helf‘ Dir dort, Du hilfst mir hier“.

  4. anigunner sagt:

    Welcher Politiker gibt in letzter Zeit keinen Bullshit von sich? Entweder wir haben unsere Heulbojen, die dauernd Panik verbreiten. Dann die Wendehälse, die jeden Tag eine andere Meinung haben. Oder die wirklich strotzdummen Exemplare, welche irgendeiner vergangenen Idiologie nachgehen, und jeden Tag aufs neue ihre pure Ignoranz zeigen müssen. Weil die Presse ist ja dankbar für solchen „kontroversen“ Geschichte, welche Sie dann richtig schön austreten können. Am besten mit einem Kommentar, nebst dazugehörigen Schlammschlacht im Kommentarbereich. In denen sich die Leute immer die gleichen „Argumente“ um die Ohren hauen, und dann schnellstmöglich auf eine persönlichen Ebene runtergehen, damit richtig die Fetzen fliegen.

    Ich bin mittlerweile an einem Punkt angekommen, in dem ich Nachrichten wirklich meide. Es gibt kaum etwas Neues, alles wird künstlich aufgebauscht und mit Emotionen vollgestopft. Und durch den Druck der neuen Medien, immer jeden Tag irgendetwas an Nachrichten raushauen zu müssen, wird mittlerweile alles veröffentlicht. Ich habe desöfteren ein Eindruck, das viele meiner Mitmenschen wirklich einen an der Klatsche haben. Also warum sich verrückt machen lassen? Es bringt nichts. Kuck dir den Zirkus an, aber versuche nicht irgendeinen Sinn darin zu finden.

    Auf der anderen Seite, wenn du hier mehr politische Meinung in deinem Blog postest (möglich kontrovers und unsinnig), dann wirst du wahrscheinlich irgendwann von deinem Blog leben können😛

  5. Harzzach sagt:

    Ich stelle mir nichts schlimmeres vor als eines Tages von diesem Blog leben zu können😛

    Nein, ich merke auch immer mehr, dass sich mein Nachrichtenkonsum reduziert. Wirklich wichtige Dinge bekommt man eh mit und das ganze hysterische Click-Baiting lässt halbwegs ausblenden. Hoffentlich auch immer effektiver den Herr Ö. aus S.

  6. Ziggurat sagt:

    Sry, wenn ich das so sage, aber Politiker und Lobby-Leute haben einen 69ér Dauer-Lutsch am Laufen. Interessen der Gesellschaft sind bis auf die „Wahl-Vieh Zeit“ pur sekundär. Parteifarben sind graue Masse. Wer von den kleinen Politikern mit großen Idealen rumposaunt, wird kaum, dass er am süßen Macht-Stein leckt, von seinem Ego überrumpelt, wirklich trauen kann man diesen Leuten daher auch nicht.

    Dann noch diese TTIP/CETA Scheisse, den USA reichen über 50 % Weltvermögen einfach nicht, armselige Parasiten, elende Zecken.

    Dazu ein wirklich passender Track von ToolBand, passt wie die Faust auf´s Auge

    Tool: Ticks and Leeches:

    @annigunner

    Meiner Meinung gibt es sehr wohl einen Sinn hinter den Kulissen der Politik. Die elitären Geld-Faschos wollen saugen bis alles leer ist. Das System (z.B. private Schiedsgerichte, einer der Hauptgründe v. TTIP) wird gegenwärtig massiv umgebaut. Vorne rum bekommen wir von gebleichten Grins-Fressen in Armani Anzügen hohle Reden serviert, hinten rum regiert uns eine psychopathische Ammoral.

    Einen Fernseher habe ich schon seit 15 Jahren nicht mehr, wenn ich was wissen will, dann eh nur online.

    Die einizige Politikerin, die mir tatsächlich noch aus der Seele spricht ist Sahra Wagenknecht. Meiner Einschätzung nach meint sie es auch todernst und hat durchaus verstanden, was hier am laufen ist. Dummerweise aber gehen viele Leute wegen Ausländer oder Flüchtlingen auf die Straße, weil sie einfach zu dumm sind, den wirklichen Feind auszumachen.

  7. Harzzach sagt:

    Das letztere ist auch etwas, was mich mitunter so traurig und so wütend macht. Diejenigen, die eh schon auf der Verliererstrasse sind, fallen jedes Mal auf plumpe Ablenkungsmanöver machtgieriger Populisten herein und stimmen regelmäßig GEGEN ihre eigenen Interessen, weil man ihnen erfolgreich das Ablenkungsmanöver als „eigenes Interesse“ verkaufen konnte.

    Wenn Die und Die weg sind, geht es Euch besser!
    Wenn alle, die anders sind, weg sind, geht es Euch besser!
    Wenn alles, was neu und unbekannt ist, weg ist und nur noch das Alte und Vertraute da ist, geht es Euch besser!
    Wir kennen den Weg in das Magische Wunderland von „Früher war alles besser“!

    Und sie fallen jedes Mal und überall darauf herein. Am erfolgreichsten haben das IMHO die Republikaner in den USA geschafft. Den Verlierern des Amerikanischen Traums einzureden, dass sie gar nicht verloren haben und alles, was ihre Situation effektiv und tatsächlich verbessern könnte, abgrundtief böser Sozialismus ist, den es natürlich abzulehnen gilt.

  8. Ziggurat sagt:

    Diese Menschen sind aber u.a auch deswegen auf der „Verliererstrasse“, weil sie nicht bereit sind, Neugierde über unsere Welt zu entwickeln! Würden sie sich etwas mehr für z.B. Realpolitik interessieren, würden sie viel besser verstehen, was eigentlich los ist.

    Z.B. die über jahrzehnte anhaltende Destabilisierungs-Politik des Westens gegenüber des Nahen Osten, die Waffenlieferungen, das Öl usw..usw.. . Ein herrliches Beispiel ist der Iran und der Sturz von Mossadegh 1953, übernahme durch den Schah, der wiederum dann durch den radikalen Chomeini gestürzt wurde. In der Zeit hat Hussein im Irak die Macht an sich gerissen und wurde von den USA und Europa mit Geld, Waffen und KnowHow vollgepumt, als „Bollwerk“ gegen den radikalen Iran (der ja wie oben gesehen, sich nur deswegen radikalisiert hat, weil der Westen es nicht akzeptiert hat, dass Mossadegh die Ölquellen endlich verstaatlicht (was ja den Engländern gar nicht gepasst hat und sie ihn deswegen am liebsten sofort umgebracht hätten).

    Als der GiftGas-Ali, ein Verwandter von Hussein viele Kurden vergast hatte, stellte sich heraus, das dieses Gas von deutschen Herstellern kam (als kleines Beispiel von vielen…)

    Diese Politik des Misstrauens, der kolonialen Arrgoganz und der irrationalen Angst des Westens, er wäre erpressbar, wenn er die Kontrolle über das Öl verliert, fliegt uns nun um die Ohren, auch mit Terror, ein Terror, der seine Wurzeln ganz glasklar in der oben angerissenen Politk hat.

    Um noch kurz auf die von dir genannten Repuplikaner und die Kommunismus-Angst einzugehen. Ich bin der Meinung, einerseits gab es sicherlich diese irrationale Angst vor dem „Kommunismus“, aber ich denke, die Kriege der USA sind auch dem militärisch industriellen Komplex geschuldet, dieser sich natürlich durch Steuereinnahmen finanziert. Sprich, mit Krieg steigen die Waffen-Aktien. Fließt Blut auf den Strassen, bekommen die Börsianer Geifer im Maul. Und wie war es bei Bush? Nach dem Wahlsieg, der vorallem durch die Öl- und Waffenlobby finanziert wurde, hatte er genau zwei große Verpflichtungen: Führe einen Krieg im Irak und sichere die Ölquellen.

    Und wie schaut es in den USA derzeit aus? Extrem viel Armut, die Mittelschicht ist im freien Fall. 93% des Gesamtvermögens gehört einer kleinen Elite, den Rest muss sich die Gesellschaft aufteilen. Der amerikanische Traum ist ein Albtraum.

  9. Ziggurat sagt:

    achja, weil ich gerade in Fahrt bin. Die Mischung aus dem, dass der Staat, die Konzerne etc. in den USA fast schon auf seine Bürger spuckt, die NRA Waffenlobby schon Kindern in USA Weiten Marketing-Aktionen das Schiessen beibringt und ihnen Waffen schmackhaft macht, die übervollen und vielen Knäste, wo man wegen kleiner Delikte 30 Jahre Iso-Haft bekommt, all das sehe ich als brandgefährliche Mischung. Wenn all diese Leute mit ihren vielen Waffen mal aufwachen und richtig ernsthaft zornig werden, dann Gnade Gott diesem Land!

  10. anigunner sagt:

    Was dir der Öttinger ist, das ist für mich der Seehofer. Die bayrische Heulboje. Jedesmal wenn ich den Kerl in den Nachrichten sehe oder seinen seelischen Dünnpfiff höre, dann könnte ich irgendwas zerschlagen. Nur zu dumm das die Medien ihn zu lieben scheinen, es ist fast unmöglich ihm zu entkommen.

    Es gab- und gibt immer Elite, welche über das Volk herrschen werden. Alles andere sind Träume. Revolutionen dienen nur dazu, die Elite auszutauschen. Wenn also jemand vorne hinsteht, und rumposaunt das alle anderen Schuld an der Misere sind, und er alles besser machen würde… dann kann man das meistens getrost ignorieren. Vor allem wenn jemand mit alten „Lösungen“ daherkommt, welche in der Vergangenheit ja so suuuuper funktionert haben.
    Manche Menschen, denen es nicht so gut geht, klammern sich aber zu gerne an solche Strohhalme. Was haben sie groß zu verlieren? Abgesehen davon, es ist immer bequemer anderen die Schuld zu geben, als sich auch mal selbst an der Nase zu packen. Früher hat die Linke ihre Wähler aus den Unzufriedenen gezogen, jetzt macht es die AfD. Hauptsache gegen die vermeidlich Schuldigen. Das diese Bauerfänger keine richtigen Lösungen haben, sondern nur gut darin sind mit dem Zeigefinger rumzufuchteln, das wollen sie nicht sehen.

    Egal. Auch wenn es hier mittlerweile wie in einem Tollhaus zugeht, zumindest haben wir hier keine amerikanischen Zustände. Wenn ich über den Atlantik kucke, dann bin ich echt froh das uns das bisher erspart geblieben ist. Die USA haben innere Dämonen, welche heftig an dem Land nagen. Wir dürfen gespannt sein, ob sie wirklich den Trump an die Spitze wählen oder nicht. Vielleicht wäre es für alle mal ein heilsamer Schock, wir hatten unseren Demagogen ja schon. Mit durchschlagendem „Erfolg“, unter dem wir heute noch zu knabbern haben. Aber hey, früher war ja alles besser, nicht wahr?

  11. Hanno sagt:

    Ich kann die Reaktionen der Unterschicht, zu denen auch immer mehr Menschen der einstigen Mittelschicht zählen, durchaus nachvollziehen.
    Die jetzige Politik hat leider auf nahezu allen Ebenen versagt und derzeitige und sich anbahnende Krisen werden nun mal am härtesten und in erster Linie bei ihnen zu spüren sein.
    Wobei besonders viel zu verlieren gibt es für diese Gruppierung sowieso nicht mehr, deswegen wohl auch diese panischen Reaktionen und die Denke: Warum nicht von den einen Populisten, die nachweislich nicht zu ihren Gunsten regierten, auf die anderen switchen?
    Der traurige Trend ist, daß das Establishment seine Machtposition immer einseitiger und gemeinschaftsschädlicher ausübt und damit neue machthungrige Wölfe erst zum Leben erweckt.

  12. Harzzach sagt:

    Genau das ist doch aber die selten dämliche Reaktion! Man gibt jemanden die Stimme, von dem man vorher ganz genau weiß, dass auch diese Typen NICHTS an der Verbesserung der Situation ändern werden, sie es sogar noch schlechter machen. Wenn sogar AFD-Wähler dieser Partei überdeutlich und mit großer Mehrheit nicht zutrauen etwas an der Lage zu verbessern … warum wählt man sie dann? Was soll das? Was will man damit erreichen? Wie ein Kind zornig mit dem Fuß aufstampfen?

    Wieso geht man nicht hin und gibt eine ungültige Stimme ab? Das ist genauso ein valides Votum für „Ich vertraue niemandem von Euch Halunken!“ UND es wird verhindert, dass sich schmierige Populisten, denen man eh nichts zutraut, sich an der Parteienförderung gesundstoßen. Aber nein, wie die dressierte Lemminge macht man bei Deppen, von denen man weiß, dass es Deppen sind, das Kreuzchen. Weil das Konzept von „Ich gebe eine ungültige Stimme ab“ offenbar keinen Widerhall findet.

    Gerade das letztere ist meine persönliche Erfahrung. Ein vollkommen vergeblicher Versuch einem AFD-protestwählenden Bekannten (der das wirklich nur als reine Protestwahl sieht) klar zu machen, dass es besser eine UNGÜLTIGE Stimme abzugeben, wenn man stinksauer auf die aktuelle Situation ist, anstatt schmierigen Populisten ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Da kam nur ein fassungsloser Blick und ein gestammeltes, aber das bringe doch gar nix. Aber Parteien wie die AFD wählen bringt genau was, wenn man diesen Fritzen doch offensichtlich ebenso wenig zutraut wie den etablierten Parteien?

    Ehrlich, da stecken Denkblockaden in den Köpfen vieler Leute, die kriegst Du in Jahrzehnten nicht weg!

  13. Hanno sagt:

    Die meisten sind wohl Protestwähler und klar erwarten die durch ihre Wahl in bestimmten Punkten eine Kursänderung und aus ihrer Sicht eine Verbesserung, vermutlich gerade in der Flüchtlingspolitik.
    Zudem wurden ungültige Stimmen seit jeher von den etablierten Parteien gekonnt ignoriert. Soweit ich weiß gibt es in Deutschland keine Mindestbeteiligung bei Wahlen und geringere finanzielle Zahlungen würden durch gesetzliche Anpassungen und großzügige Konzernspenden ohnehin kompensiert.
    Ich glaube außerdem das bei vielen dieser Menschen die Verdrossenheit und der Hass gegenüber den altbekannten Gesichtern bereits so groß ist, dass es tatsächlich, wie du bereits sagst, auch eine Trotzreaktion ist, so nach dem Motto: Mir egal ob sich danach wirklich etwas bessert, hauptsache diese fettgefressenen, korrupten, machtgeilen Gierschlunde sind endlich weg. Und wie wir alle wissen ist Hass nicht gerade ein guter Berater, wenn es um rationale Entscheidungen geht.

    Und jetzt frage ich mich, kann man den wütenden, von Existenzängsten geplagten Mob, der bald die Mistgabel im Anschlag hat, noch mit Vernunft begegnen und ihn zur Besonnenheit aufrufen? Wahrscheinlich genauso wenig wie den blind vor Gier und machthunger agierenden Establishment.

  14. Harzzach sagt:

    Zudem wurden ungültige Stimmen seit jeher von den etablierten Parteien gekonnt ignoriert.

    Ebenso wie kleine Protestparteien … es machen noch viel zu wenig🙂

    Stell Dir vor, nächste Bundestagswahl, 10-15% ungültige Stimmen. DAS lässt sich nicht ignorieren.

  15. Enrico sagt:

    „Stell Dir vor, nächste Bundestagswahl, 10-15% ungültige Stimmen. DAS lässt sich nicht ignorieren.“

    Doch, das lässt sich sehr wohl ignorieren, da ungültige Stimmen keinen Einfluss auf die Sitzverteilung in den Landtagen / Bundestag haben.
    Dafür zählen lediglich die gültigen Stimmen.

    In MV haben überhaupt „nur“ knapp 62% der Wahlberechtigten gewählt. (Und das waren schon 10% mehr, als bei der letzten Landtagswahl.)

    Da wird bei einem Ergebnis von 30% stramm behauptet, wie erfolgreich man doch sei und dass der Wähler die Politik gutheisst. (30% von 62% sind ~20% der Gesamtwahlberechtigten)
    Die AFD hat 20% bekommen, was DER Beweis ist, dass MV Naziverseucht sei. (von 62% wären das dann 12% aller Wahlberechtigten)

    Mit einer ungültigen Stimme bist du im Ergebnis gleichgestellt zum Nichtwähler, da die ungültigen ebenso wie die nicht abgegebenen Stimmen nicht ins Gesamtergebnis aufgenommen werden. Die Sitze bleiben also nicht einfach leer – erst dann würde eine ungültige Stimme irgendwie sinnvoll sein.

    Spielen wir mal ein Beispiel: Im Bundesland KleinLand gibt es 1000 Wahlberechtigte, 990 gehen nicht zur Wahl. 3 wählen SPD, 2 wählen AFD, 2 Wählen CDU und 2 wählen grün und einer Links.

    Wahlbeteiligung 1%
    Ergebnis: 30% SPD, 20% AFD, 20% CDU, 20% Grün, 10% Links.
    Die SPD feiert den grandiosen Erfolg.
    20% AFD sind der Beweis, dass das Bundesland Naziverseucht und zu meiden ist.

    Gruß,
    Eno.

  16. Hanno sagt:

    Stell Dir vor, nächste Bundestagswahl, 10-15% ungültige Stimmen. DAS lässt sich nicht ignorieren.
    Ich würde mich auch freuen, wenn die ungültigen Stimmen mehr Gewicht hätten, aber letztlich zeigen neue (Protest-)Parteien größere Wirkung und Reaktionen. Neben dem von Enrico angesprochenen Punkt lassen sich ungültige Wählerstimmen viel einfacher kleinreden und ignorieren. Da wird dann z.B. jovial lächelnd behauptet, daß die Hälfte der ungültigen Stimmen bestimmt von alten Omas sind, die aus Versehen ein Kreuzchen zu viel gemacht haben. Alles kein Grund sich und seine Politik in Frage zu stellen. Anders ist es bei neuen konkurrierenden Parteien, wie damals den Grünen, später den Linken/Piraten/AFD, denn da stehen auf einmal direkte Gesichter und Forderungen in der Öffentlichkeit und der Platz an den Fleischtöpfen wird auch enger.

  17. anigunner sagt:

    Eigentlich gibt es immer eine kleine Partei, der man seine Stimme geben kann. Was regionales, oder die freien Wähler, wenn das Programm passt. Für eine „Protestpartei“ wäre mir meine Stimme echt zu Schade, wenn ich ehrlich bin. Lieber geht man nicht wählen, bevor man rein aus Frust irgendwo sein Kreuz macht.
    Das es mittlerweile immer mehr Nichtwähler gibt, das hat man ja bereits registriert. Und ja, das ist ein Problem für eine Demokratie, wenn sich die Bürger nicht mehr aktiv beteiligen wollen. Nur scheinen die großen Parteien nicht zu verstehen woran das liegt. Denen laufen zudem auch noch die Mitglieder weg, heißt in der Bewölkerung gibt es immer weniger Rückhalt und Verbindungen. Noch so ein Alarmzeichen. Ändern tut sich trotzdem nichts. Fast so wie mit der Kirche, die setzt auch auf „immer weiter so wie bisher“, und entfernt sich immer mehr von den Gläubigen. Die Kirche sollte für die Menschen da sein, nicht umgekehrt. Und genauso ist es auch in der Politik. Weniger Politik für die Partei, „Profil“ und Machterhalt. Mehr langfristige Politik für das Land. Aber das werden wir so schnell nicht erleben….

  18. Harzzach sagt:

    @Fuddelbaerentatze: Aua!

  19. Missingno. sagt:

    Wie schon beschrieben ist eine ungültige Stimme gleich unwirksam wie das Nichtwählen (oder das Wählen einer Partei die nicht die 5% schafft, denn diese Stimmen werden nachher auch „weggeworfen“). Und Nichtwählen = weiter so, weil das hilft den Parteien am meisten, die die meisten Prozente bekommen. Dagegen schadet ihnen eine AfD-Stimme (oder für andere Partei sofern diese die 5%-Hürde schafft). Insofern, ja, bei unserem kaputten Wahlsystem ist die „Protestwahl“ das einzige Mittel sich zu wehren, wenngleich es nicht wirklich besser sein muss als der Mist, den wir haben. Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten und letztendlich wählt man nur die Farbe, die die Scheiße haben soll.

  20. Hand sagt:

    Die alten Parteien haben es einfach total verbockt, wenn jemand wie ich (das rechteste, was ich jemals gewählt habe war die SPD) vermutlich AFD wählen wird.
    Toller erster Beitrag – da wird mich der Kerl mit dem Blog, den ich eigentlich mag, gleich hassen. ^^“

    Nichtwähler wählen den Gewinner, ungültige Stimmen sind genauso „sinnvoll“.

    Wähle ich die Linken (wäre wirtschaftspolitisch am ehesten mein Ding), dann wird das als Stimme für Merkels momentanen Kurs gewertet und ich muss mir dann wieder anhören 80% wären ja für die Flüchtlinkspolitik der Kanzlerin, da die Linke sie hier flankiert.

    Die Piraten haben sie mir zerlegt und zerschrieben, bis sie dank der (imho unsinnigen – und ja, ich kenne die historischen Argumente) 5%-Hürde keine Rolle mehr spielten. Bei der AFD versuchen sie das selbe, aber die ganzen heimatlosen Konservativen lassen sich wohl nicht so leicht beeindrucken.

    Meiner Meinung nach muss die 5%-Hürde weg und am besten bleiben Plätze auch noch frei je nach Wahlbeteiligung (bei Letzterem weiß ich aber nicht, ob das nicht zu anderen Problemen führen würde).
    Dann könnte ich nämlich einfach die Piraten wählen oder die Tierschutzpartei oder sowas. Mache ich das jetzt, lachen sich die Postenbewahrer den Hintern weg. Nur wenn sie an jemanden abgeben müssen (und dafür ist die AFD gut) kommen sie ins Schwitzen.

    Mir persönlich wäre eine Linke hinter Wagenknecht, die könnte ich dann zu mind. 80% ohne Bauchschmerzen wählen.

    Schade finde ich übrigens, dass gerne so getan wäre, als wären die AFD-Protestwähler-Wähler doof oder ungebildet. Ich denke nicht, dass ich da so unterdurchschnittlich abschneide udn wenn man die Wählerwanderungen anschaut nach den Landtagswahlen (also woher die AFD-Wähler kommen) und sieht wie viele linke Wähler dabei sind (wie ich), dann fallen da noch ganz andere leichte Erklärungen weg (z.B. alle stramm rechts usw.).

    Und was fast nie erwähnt wird: Im AFD-Programm finden sich auch Sachen, die ich gut finde (z.B.: GEZ weg, Volksabstimmungen), neben den natürlich völlig unsäglichen Sachen (z.B. der Umwelt-Teil).
    Aber wenn ich grün gewählt habe, dann war es auch nie so, dass es diese Mischung nicht gegeben hätte (aus Punkte, denen ich zustimme und Punkten, die ich ablehne).

    Politik bedeutet immer Abwägungsentscheidungen.

    Ich wäre sehr dankbar, wenn es eine für mich wählbare linke Partei gäbe und die AFD dann den Weg der FDP gehen würde.

  21. Joe sagt:

    Hab ich mir’s doch gedacht, dass die alten Säcke ihre Tage saufend und frustend vebringen

  22. Konata sagt:

    Ich weiß nicht, was Oettinger gesagt hat, aber zum Thema Netz liest man ja nur noch eine schlechte Nachricht nach der anderen. Wo VDS, „Jugendschutz“ und unfaires Urheberrecht schon genug Leute abhalten, mal ihr Maul aufzumachen und sie selbst zu sein, wird es noch viel perfider, wenn die Politik ihr Blockwartsystem privatisiert und an dubiose Stiftungen auslagert.
    Diese ganzen Anti-Hatespeech-Kampagnen erinnern mich an 1984. Die Jugendliga gegen Hasskriminalität. Leicht beeinflussbare Jugendliche werden zu Hasswächtern erklärt, die gegen jedes Geda..Hassverbrechen vorgehen dürfen. Melden, melden, melden. Anzeigen. Denunziantentum – eine neue Tugend. Das deutsche Netz dürfte ohne VPN oder TOR ziemlich ungemütlich werden. Denn es ist bereits zu spät. Mit den illegalen Einwanderern und der täglich forcierten Terrorpanik hat man alle anderen Themen plattgewalzt. Jeder kann nun fordern was er möchte; mit der Vernichtung der PIRATEN durch gekonntes Infiltrieren mit Genderisten und Linksextremisten, hat man die letzte Bastion des liberalen Internets getötet.
    Denn eines sind Linke auf keinen Fall: Freiheitlich. Nein, sie wollen uns genauso kontrollieren wie die Rechten. Die Piraten waren frei. Fortschrittlich. Coole Leute mit Visionen. Aber Visionen stören das Geschäft der Alteingesessenen. Nun schlagen sie zurück mit aller Härte.
    Ich schreibe zuviel. Es sieht düster für uns aus.

  23. Anonymous sagt:

    Beschwerde!

    Hallo!
    Ich habe nunmehr rund 400 Stunden Grim Dawn auf den Buckel und muss sagen, es rockt immer noch.

    Nun mußte ich zu meiner Verwunderung feststellen, dass es inzwischen sehr gute Tool gibts, um sich ein Level 85 Char zu basteln und entsprechend auszurüsten. Der gemeine Pöbel redet hier von „cheaten“, ich eher von „Optimierung der Charakterlandschaft“. So gibts Savegames von der Community und sogar ein Tool das dein Char komplett tunen kann.
    Eigentlich lese ich diesen Blog um genau darüber von einen Profi umfassend infomiert zu werden. Aber der Hazzarch macht sich bissel rar.
    Was macht er denn?

  24. Harzzach sagt:

    Der Herr ist die Woche über schwer am Rödeln und ist am Wochenende froh mal nicht vor dem Rechner zu hocken. Milestones sind shice!

  25. Aloha2 sagt:

    Mühlen… ähh Meilensteine. Was wäre moderne projektbezogene Arbeit ohne sie!

    Hier mal ein sehr schönes Beispiel, wie durch gute Planung und Kommunikation ein reibungsloser Durchlauf in jeder Projektphase gewährleistet werden kann:

    P.S.: So laufen Sitzungen bei EA.

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