Star war es

“The Force Awakens” gibt es jetzt ja auf Datenträger und so. Und als jemand, der die Serie und all ihre Ableger meist recht bespasst und zufrieden verfolgt hat, obwohl es auf Grund des surreal-hysterischen Marketingewitters zum Kinostart Ende letzten Jahres dann doch zu einer allergischen Verweigerungshaltung gekommen ist, dachte ich mir: “Ja, jetzt ist wohl der Zeitpunkt gekommen. Jetzt schaue ich mir Star Wars VII – The Force Awakens an!”.

Die Handlung war mir zwar schon in groben Zügen bekannt und das Han Solo vom eigenen Sohn gelichtschwertmeuchelt wird auch, aber bez. Spoiler bin ich nicht so empfindlich wie andere Weicheier🙂

Nun, wie soll ich sagen … so nach einer Stunde habe ich den Film beendet und bin ins Bett gegangen.

Ich war müde.

Weil ich mich gelangweilt habe.

Am nächsten Tag den Rest angeschaut.

Nix gegen die neuen Charaktere und so. Wirklich nicht.

Daisy Ridley und John Boyega machen ihre Sache gut. Hat mir gefallen. Nein, die beiden haben mir wirklich gefallen. Funktioniert.

Eingeschlafen bin ich aber, weil ich blöderweise einen neuen (!) Star Wars-Film erwartet, aber seltsamerweise eine Art Remake von Teil IV – A New Hope bekommen habe. Meine Güte, so vorhersehbar, so schnarchnasig und fade und uninspiriert und ängstlich vor den Umsatzerwartungen der Disney-Anleger kapitulierend …

Rein künstlerisch & schauspielerisch haben nur wenige Szenen funktioniert. Rey und Finn. Motivation halbwegs überzeugend dargestellt. Was treibt diese Charaktere an, was bringt sie dazu das zu tun, was sie tun. Die alte Riege hingegen? Oder dieser lächerliche, angestrengt schnaufende Emo-Möchtegern-Sith, dem man mitleidig den Kopf streicheln möchte. Heititeiti, wird alles wieder gut, mein Bub!

Ich kann einem Film auch durchaus respektable Mengen von Logikfehlern und Handlungslöchern verzeihen, wenn die Charaktere funktionieren, aber wenn aus einer großen Riege von Darstellern nur zwei den Eindruck erwecken sich NICHT nur zum Abgreifen großer Gagen vor die Kamera gestellt zu haben … nä! Starkiller Base? Was soll das sein? Fan-Fiction? *mwahahahaha*

Egal. Dat Teil wieder verscherbelt und hoffentlich kann die Scheibe jemand anderen mehr Freude bereiten.

Ja, ich weiß. Da gibt es diesen Rouge One-Trailer, wo mir suggeriert werden soll, dass dies ein “richtiger”, “klassischer” SW-Film sei. Aber ganz ehrlich?

Ich bin raus. Fast vierzig Jahre, nachdem mir beim Anblick eines langsam an mir vorbei ziehenden Sternzerstörers die kindliche Kinnlade mit Karacho und Anlauf auf den Boden gedonnert ist. Alles geht einmal zu Ende🙂

PS: Dafür habe ich mich letztlich bei “Civil War” KÖNIGLICH amüsiert. Obwohl da die Umsatzerwartungen nicht weniger heftig sind, aber die Russo-Brüder haben nach “Winter Soldier” schon wieder intelligentes Popcorn-Kino abliefern können. Frisches MCU over ausgelutschtes SW anytime!

37 Kommentare zu “Star war es

  1. Jonder sagt:

    Also ich fand ihn weder besonders markant einprägsam noch grottig schlecht. Aber so gesehen auch ziemlich überflüssig und belanglos.
    Wie du schon sagst ist er ziemlich deckungsgleich mit A New Hope.
    Mir reicht das mittlerweile auch nicht mehr. Um mich vom Sitz zu reißen, müssen mehr frische Akzente gesetzt werden.

  2. Harzzach sagt:

    Obwohl, ich muss zugeben, dass ich bei Starkiller Base wirklich lachen musste. Das war unfreiwillig ziemlich lustig. Die Vorstellung, dass die Ideen eines juvenilen Star Wars-Fans tatsächlich mit Millionenaufwand verfilmt wurden. Wow! Anders kann ich mir das alles nicht erklären🙂

  3. eisenhaupt sagt:

    Also ich sehe The Force Awakens als das was er ist.. der siebte Teil einer kommerziellen, offiziellen Filmkultur, die mich 30 Jahre lang mit Fanfiction und Literatur (45+ Bücher), Sammelkarten, Modellbau, Comics und Merchandise über Wasser gehalten hat.

    Ein Star Wars für die Generation meiner Kinder. Ich fand ihn nett, aber da kann ich großväterlich (ich bin noch lange keiner) dem Fanboy nen Werthers Echtes überreichen und den Kopf streicheln…

    Aber Civil War… boah…. da scheiden sich die Geister. Mein zweitliebstes Universe: MCU.
    Das man nach Avengers nen Cap nicht mehr ohne seine Kumpanen irgendwo rumturnen sehen kann, kann ich noch nachvollziehen… aber wieso direkt wieder alle?
    Also der Film war gut… ja… aber er hat mich nicht befriedigt. Der Nachteil des MCU´s ist das es mittlerweile ein riesegroßes Mischmasch ergibt.

    Captain America
    Iron Man
    Ant-Man
    Loki
    Spiderman
    HawkEye
    Die Romanov
    Thor
    Banner
    Black Panther
    WarMachine…
    der andere Flügeltyp…

    irgendwie gibt es die nicht mehr einzeln.

    Ich hab nen Captain America erwartet (wobei ich Teil eins wirklich gefeiert habe…) und bekommen habe ich nen Avengers_75%. Bei dem gefühlt die meisste Screentime Iron Man hatte.. der irgendwie nur rumgeheult hat (hatte er das nicht schon in IronMan 3 durch?). Teil 2 von Cap war schon mager, die WinterSoldier Story war toll, aber die ganze Shield Action hätte ich gerne woander gesehen… von mir aus in einem Shield Film. Ob 15 oder 25 Filme ist doch jetzt auch egal..

    Mag ja sein das sich die Thematik der Civil War Comics als so finanziell ausschlaggebend erwiesen hat, das man dann das verfilmt hat… aber ich hätte lieber wieder Einzelabenteuer.
    Das hier war irgendwie nur nen zusammenkehren und vorbereiten für diverse Enzelfilme und die Infinity War Reihe der Avengers..

    Irgendwie fangen jetzt die Filme an irgendwie alle gleich zu schmecken.
    So wie Star Wars. Hoffe Rouge One kann das Ruder rumreissen.
    Und wenn nicht… egal.. hab eh schon alles gesehen.. mich flasht schon lang nix mehr richtig.

  4. eisenhaupt sagt:

    DOCH…. Guardians of the Galaxy… das hat mich geflasht. Mal richtig. Seit langem.
    So stell ich mir in meinen Träumen einen Fantastic Four Film vor.. das hat mich als Kind geprägt.. die F4 in Space.

  5. Harzzach sagt:

    Oja, Guardians of the Galaxy! Chris Pratt in Hochform, auch sonst exzellentes Casting und ein Regisseur, der ganz bewusst auf alles scheisst, was nach kommerziell sicheren und ausgetretenen Pfaden aussieht. Das ist bestes Popcorn-Kino GERADE für alte Säcke, die allmählich den Eindruck gewinnen bereits alles gesehen zu haben.

  6. MrT sagt:

    Hmmmmm – also nachdem mir die ersten drei Teile (I-III) komplett Star Wars versaut haben wollte ich ebenfalls nicht ins Kino gehen und den siebten Teil schauen. Gründe muss ich glaub ich hier nicht angeben, da jeder Altersgerecht versteht warum die ersten drei Teile alles kaputt gemacht haben was ich an Star Wars geliebt habe. Dennoch wurde ich davon überzeugt das man die Weichnachtlichen Ruhetage mit einem schönen Bier und einer schmerzenden 3d-Brille doch auch gut mit alten Wegkumpanen im Kino sehen könnte.
    Mein Fazit sieht allerdings nicht sooo niederschmetternd aus. Ich stimme Harzzach zu, dass es ein irgendwie wie ein Remake wirkt – allerdings ist er vom Stil her gut gemacht und ich fühlte mich schon ein wenig „zu Hause“ – was in den ersten drei Teilen nie geschah. In sofern bin ich villeicht auch mit einer ganz miesen Erwartungshaltung in den Film gegangen und empfinde ihn darum nicht als schlecht, oder aber die Nostalgie (alte lange Freunde, Bier, Frauenlos, Kino, Star Wars) verblendet meinen Verstand und ich habe es einfach nur genossen wieder Kind zu sein. Davon mal ab das JJ Abrams es versteht Luftgefächte und nahtlose Übergänge in Bodenkämpfe perfekt in 3D zu inszinieren.

  7. Harzzach sagt:

    Dass Force Awakens ein ziemliches Spektakel verstaltet … keine Frage🙂

    Nein, ich will hier nicht darüber herziehen, wie Abrams MEIN Star Wars kaputtgemacht hat. Ich habe nur im Laufe der letzten Dekade erkannt, dass MEIN Star Wars schon immer eine ziemlich flache Jahrmarktveranstaltung war. Star Wars hat sich nicht verändert. ICH habe mich verändert.

    Deswegen gefällt mir auch das MCU besser. Es passt mehr in meine aktuellen Vorstellungen von einem guten Popcorn-Film, wo es nicht mehr ausreicht nur wüste Effektorgien abzuziehen. Interessante Charaktere, a bisserl mehr Subtext und Tiefe wären nicht schlecht. Und genau das liefert das MCU (meistens). Etwas mehr als nur bunte Jahrmarktsbudenballerei.

  8. arillo sagt:

    Also ich fand den gut, wenn auch irgendwie nur so, wie sehr guten, gerade aufgewärmten Kaffee. Ich fand das Pacing zu hoch, wodurch sowohl alte als auch neue Charaktere und ihre Motivation zu kurz kommen, und dieses neu formierte Überbleibsel des Imperiums mit dem namenlosen Göbbels-Verschnitt ziemlich lächerlich. Ebenso die Inszenierung des Troopers mit dem großen Schlagstock und die komische Hochglanztussi.
    Kylo Ren hat mir dagegen gut gefallen, auch wenn hier der oben genannte Punkt irgendwie auch dazwischenfunkt.

    Ein endgültiges Urteil möchte ich mir aber erst nach Sichtung von Episode IX erlauben.
    Dem Vorläufigen kommt aber der Umstand zupass, dass ich nach Ernennung von JJ Abrams als führender Kopf der Forzsetzung etwa bodentiefe Erwartungen an den Film hatte. So habe ich das Kino jedenfalls höchst zufrieden verlassen. Aber so angefixt wie mit 10 werde ich ohnehin nie wieder von etwas sein und das ist auch okay so.

  9. Das Alien sagt:

    Ich fand ihn unterhaltsam. Um ehrlich zu sein war ich positiv überrascht. Da hat aber sicherlich geholfen, dass ich kein Star Wars Fan bin. Und dass meine Erwartungen eher unterirdisch waren, nachdem Abrams Star Trek getötet hat. Und das der ganze Hype fast komplett an mir vorüberging und die Diskussionen, die ich mitbekommen habe; weil das Geschrei so laut war, fand ich zu albern um mich davon irgendwie beeinflussen zu lassen. Eine Laserparierstange, ZOMFG11!!1einsELF!

    Ich muss sogar sagen, dass sich der Film für mich mehr nach Star Wars anfühlte als die letzten drei Filme.

    Die einzige Sache die mich wirklich gestört hat war, dass die Rebellion anscheinen so unfähig oder dämlich oder unglaublich vertrauensseelig ist, dass man die langwierige und gründliche Planung für ein militärisches Unternehmen, an dem zehntausende Leute teilnehmen, mal eben so über den Haufen wirft, weil da irgend so ein Nobody auftaucht und allen erklärt, dass er voll den Plan hat und so. Na, dann lasst ihn halt mal machen, was kann schon schiefgehen?

  10. Joe sagt:

    Keine Ahnung, wer Han Solo ist, mit Kyle Katarn kann ich mehr anfangen.

    Mit Star Wars verbinde ich weiterhin nur haufenweise gute Videospiele die vor etwa zwei Jahrzehnten erschienen sind. Wenn also die Filme nichts taugen, denke ich einfach nur an andere schlechte Videospieladaptionen für die Leinwand und vergesse sie wieder.😉

  11. Jörg sagt:

    Interressant. So wie Harzzach dachte ich nämlich auch dass ich ihn finden würde.

    Ich hatte schon gehört dass es mehr wie ein IV-Remake sein würde und uninspiriert und so… gut, man mag sagen meine Erwartungen waren gedämpft. Dem war aber nicht so, da ich den Film auch mögen wollte. Üblicherweise geht das nicht gut, ganz im Gegenteil.

    Also war ich überrascht, er hat mir gut gefallen. Ich hatte weniger den Eindruck eines Remakes aber klar kan man parallelen sehen (erstaunlicherweise stören sich ja auch die wenigsten daran dass Avatar Pocahontas ist…), doch naja die Charaktere sind schon stark andere und da finde ich ist das Argument schon an den Haaren herbei gezogen.

    So wie ein sci-fi Film mit bösem Imperium mit Superwaffe eben dem anderen sci-fi Film mit bösen Imperium mit Superwaffe ähnlich ist.

  12. Harzzach sagt:

    Avatar hat sich natürlich massiv bei Pocahontas bedient, aaaaber … die ganze Geschichte als SF-Film inszeniert. Cameron hat sich a bisserl (!) mehr Mühe gegeben. Force Awakens hat sich aus Faulheit oder Erfolgsdruckpanik der Verantwortlichen einfach bei sich selbst, bei A New Hope bedient. Und das ist schon eine ganz andere Liga der „Inspiration“.

    Sei’s drum. Das Produkt hat ja seine Umsatzerwartungen erfüllen können, der Vorstand ist mit dem Produktmanager zufrieden und mehr sollte das Produkt ja auch nicht sein. Ein Umsatzbringer. Anspruch? Filmkunst? *mwahahahaha*
    🙂

  13. Aloha2 sagt:

    WAAASSS?!? Nimm sofort diese beledigende Schmähkritik zurück, Du versaust selbst ohne Wertungszahl den Schnitt auf Metacritic! Das ist infam und unerhört, lasst uns eine Petition gegen Senior Gamer starten…. *schaumvormund*

    *schmunzel*

    Das ist wirklich eine der Segnungen des Alter(n)s, man wird einfach gelassener. Dieses gehyped sein und enttäuscht werden ist quasi auf Null gefallen. Es bleiben gewisse Grunderwartungen, nein, eher Grundhoffnungen zu bestimmten Dingen, bei denen man sich freut, wenn sie eintreten. Wenn nich, tja, dann halt nich! Und wenn (was zugegeben seltener vorkommt) man mal wirklich aus heiterem Himmel geflasht wird, dann ist das Erlebnis umso intensiver. Mark my words ihr Jungspunde, ihr kommt auch noch dahin! Aber ich schweife ab…

    Hmmm, Episode VII…

    Hmmm…

    Zusammengefasst:
    Routiniert –> Check.
    Gute Effekte –> Check.
    Eine (einzige) neue Idee –> What?

    Haaach, wie sehne ich mich mal wieder nach einem gut gemachten Hard-Science-Fiction-Streifen, eben nicht nur Cowboys und Aliens im Weltraum. Nein auch keine Superheldenscheiße. Hard-SF. Sowas wie weiland ‚Moon‘. Oder das kürzlich erschienene ‚Ex_machina‘, wo ausgerechnet Poe Dameron und General Hux aus dem neuen Star Wars beweisen dürfen, dass ihre Alter Egos tatsächlich ganz passable Schauspieler sind und die Qualität eines Filmes nicht vom Budget abhängt. Ja, es gibt sehr gute Ansätze mit ‚Interstellar‘ und ‚The Marsian‘ (ein echtes Feel-Good-Movie🙂 ) Aber ein Streifen, der wie vor Monden das geniale ‚Blade Runner‘ ein, zwei neue Zutaten in den Topf geschmissen hat und ERNSTHAFT mit seinem Thema umgegangen ist, das steht irgendwie noch aus

    Naja, lese ich halt dieses wirklich gute Werk zuende

    http://raumvektor.de/transport/

    und grundhoffe auf eine adäquate Verfilmung
    😉

  14. Anonymous sagt:

    Moin.

    Wie immer ein nett geschriebener Beitrag. Dennoch bin ich in einem Punkt mit deiner Meinung nicht ganz einverstanden:
    Spoiler.

    In SW EP7 ist Hans Tod der große Aufhänger. Dass das „Imperium“ gegen die „Rebellen“ (warum gibt es eigentlich Widerständler, obwohl es doch eigentlich eher eine reguläre Streitkraft einer überplanetaren Regierung sein sollte????) am Ende verliert, kann man sich schon zu Beginn des Filmes denken -> geschenkt.
    Auch wenn man Ford endlich von seinem Leiden erlöst hat und ihm seinen Wunsch gewährte, ist es doch schon ein starker Eingriff in das von den Fans geliebte SWU.

    Nun sind ja seit Kinostart mehrere Monate vergangen und man könnte meinen, dass sich Fans und Interessenten den Film schon längst angeschaut hätten, dennoch bin ich der felsenfesten Überzeugung, dass es sich einfach nicht gehört ausschweifend und zu detailliert über den Inhalt von Filmen, Büchern, Comics oder Videospielen zu diskutieren ohne vorher darauf hinzuweisen, dass man gleich verrät wer stirbt oder wer wen verrät, oder sonstiges.
    Generell scheint es mir, dass dahingehend keinerlei Rücksicht mehr genommen wird. Es wird einfach angenommen, dass der Gegenüber, am anderen Ende der Leitung, auf gleichem Wissensstand ist wie ich, der gerade über den Film oder das Spiel schreibt.
    Ich kann da nur für mich sprechen, ich schaue mir sehr gerne Filme an, aber nicht unbedingt sofort bei Erscheinen, sondern auch mal Jahre später. „Brügge sehen … und sterben“ (2008) hab ich vor gar nicht allzulanger Zeit zum ersten Mal gesehen und hat mich wirklich überrascht. Relevante Sachen hier vorher zu verraten, würde den Genuss dieses geilen Filmes wirklich verderben.

    Als Game of Thrones Interessierter fühlt man sich wie am Strand der Normandie 1944, wenn man versucht heil und unbeschadet (-gespoilt) im Internet durchzuhalten, um beim deutschen Serienstart überrascht zu werden, was denn da so alles passiert.

    Aber ich möchte dir auf keinen Fall etwas vorschreiben, ist schließlich deine Seite. Werde also in Zukunft die Seite eher meiden.

    schönes Wochenende

  15. Konata sagt:

    Star Wars VII hat diesen köstlichen 80er-/90er-Look und und ist alleine deswegen sehenswert.
    Natürlich ist es eine Kopie von IV und Rey ist, anders als Leia, eine hart forcierte Alleskönnerin, um dem Frauenquoten-Zeitgeist auch wirklich gerecht zu werden.
    Trotzdem habe ich dieses zierliche Wesen sofort ins Herz geschlossen, ist eben eine Süße mit interessanten Gesichtszügen. Der Schwarze ist mir ein bisschen zu ghettomäßig drauf, aber er wird sich schon noch mausern. Habe die englische Version auch noch nicht gesehen, auf Deutsch klangen viele Gags sehr gezwungen. Wirklich schlimm fand ich nur diesen orangen Yoda-Verschnitt. Kylo Ren, den verhaltensauffälligen Amokläufer aber fand ich klasse!
    Seine Ausbildung war ja noch nicht abgeschlossen. Und diesen Schnösel, der die Rede gehalten hat – Gold! Hachja, der Film hat seine Momente. Detailreichtum, teilweise schon die Sucht nach Details, ist hier zu erkennen.

    War eben die Neuauflage zum Reinkommen. Rogue One hat übrigens auch ’ne Quotenfrau, war ja klar. Ist nicht so niedlich wie Rey und wirkte ziemlich unsympathisch. Naja. Dafür war das Flair der 80er hier noch mehr zu spüren. Hätte man mal I-III in diesem Look gedreht, dann wären sie heute Kult.

  16. Harzzach sagt:

    Übrigens, je länger ich über den Film nachdenke, desto schlechter wird er, desto mehr Fehler und bestenfalls fragwürdige Drehbuch- und Regienentscheidungen finde ich. Ich wage frecherweise die Behauptung, dass Force Awakens in ein paar Jahren neben Phantom Menace als schlechtester SW-Film betrachtet wird, sobald der Hype aka die Massen-Hypnose abflaut und man sich den Film nüchterner betrachten kann. Aber gut, es kommen ja noch Teil 8 und 9(?). Kann alles noch unterirdischer werden🙂

    Aber das bin nur ich. Man kann das alles berechtigterweise auch ganz anders sehen und interpretieren, wie diverse Kommentare ja zeigen.

  17. Anonymous sagt:

    Harzzach sagt:
    21. Mai 2016 um 08:14

    Übrigens, je länger ich über den Film nachdenke, desto schlechter wird er, desto mehr Fehler und bestenfalls fragwürdige Drehbuch- und Regienentscheidungen finde ich. Ich wage frecherweise die Behauptung, dass Force Awakens in ein paar Jahren neben Phantom Menace als schlechtester SW-Film betrachtet wird, sobald der Hype aka die Massen-Hypnose abflaut und man sich den Film nüchterner betrachten kann. Aber gut, es kommen ja noch Teil 8 und 9(?). Kann alles noch unterirdischer werden:)

    Aber das bin nur ich. Man kann das alles berechtigterweise auch ganz anders sehen und interpretieren, wie diverse Kommentare ja zeigen.

    Wird auch so kommen.
    Wenn du es wagst, dann versuch doch einfach mal ein Selbstexperiment: Schau dir den Film ein zweites Mal an.
    Beim ersten Filmbesuch ist man von der ganzen Technik, den geilen Effekten, der Action und Geschwindigkeit des Filmes angefixt und wegen der Dauerbeschallung nicht ganz so aufmerksam.
    Während des zweiten Durchgangs werden dich die Actionszenen und Specialeffects nicht mehr so sehr aus dem Sessel werfen, da man es schon kennt. Logik, Drehbuch, Regie, Handlung, Schauspieler und ihre Leistung treten jetzt verstärkt in den Vordergrund und da fällt, meiner Meinug nach, Star Wars Ep7 deutlich nach unten ab. Man erkennt viel zu einfach, dass man auch hier, ählich zu den Prequels, wieder einen Specialeffects-Film vor sich hat. Zwar sind die (Haupt-)Charaktere in EP7 angenehmer und weniger langweilig als in den den Teilen 1-3, aber das Pacing, um schnell von einer Actionsequenz zur nächsten zu kommen, sticht zu stark hevor.

    Mein traurigster Moment des ganzen Filmes:
    Chewie, Ren und Fin kehren zurück, landen auf dem Rebellenplaneten und verlassen den Falken. Was ich erwartet hätte, wäre eine Szene wie sich Leia und Chewie ind die Arme fallen und gemeinsam um den Verlust von Han trauern, hätte man schön rührselig drehen können. Stattdessen läuft Chewie einfach an Leia vorbei, sie schient es gar nicht zuinteressieren und gefühlsduselt mit Ren. Einer Person, die Leia eigentlich gar nicht kennen dürfte. Ren trifft zum allerersten Mal hier auf Leia. Vielleicht hat Han im Off über seine gescheiterte Beziehung mit Leia erzählt (das zumindest hätte ich mir gewünscht, ich mag es wenn man die Vergangheit für den Zuschauer und Fan berücksichtigt), aber in diesem Moment fallen sich zwei unbekannte Personen in die Arme und verhalten sich so als würden sie sich schon immer kennen.
    Armer Chewie. Keiner der ihn in den Arm nehmen möchte.

    DAS ist traurig.

  18. Boreas sagt:

    Michse denken Episode VII viel arbeiten muss so schlecht zu werden wie Episode I😉
    Ich fand den Film amüsant. Ein bisschen mehr Story und erzählen und Charakterinteraktion hätte dem ganzen vielleicht gut getan, aber es hat für einen Space-Action-Streifen gereicht. Mir hat es nur etwas die Stimmung getrübt dass schon wieder ein Todesstern herhalten muss. Wird das dann nächste Episode das Oktaeder des Todes? Aber das ist halt der Nachteil wenn schon im ersten Film die „ultimative“ Waffe abgefeuert wird, dann wirken die viel viel ultimativeren Waffen ein bisschen aufgesetzt und lächerlich.

    Aber vielleicht muss das ja alles so. Trotzdem hatte ich in Filmen wie Cloud Atlas, Filth, ja selbst Inglorious Bastards mehr Spaß an der Geschichte vom Film(Und auch wenn nicht ganz so Imposant war die Bildgewalt in allen drei Filmen gegeben). Aber für ein paar coole Laser-Schlachten kann man sich Star Wars ja noch geben. Wobei ich wohl dennoch ganz aussteigen werde wenn es im nächsten Teil wieder so ein „ultimative Waffe vernichten“ geeier wird. Ich meine die geben Zig-Tausend für ihre Special Effects aus, kann man sich dann nicht doch etwas mehr als eine 450€ Hilfskraft an das Drehbuch holen?

  19. Harzzach sagt:

    Aber das ist halt der Nachteil wenn schon im ersten Film die „ultimative“ Waffe abgefeuert wird, dann wirken die viel viel ultimativeren Waffen ein bisschen aufgesetzt und lächerlich.

    Deswegen war ja auch ein nicht unerheblicher Teil des Expanded Universe nicht viel mehr als nur dezent besser geschriebene Fan-Fiction. Was es da an immer größeren Weltuntergangsmaschinen und Sternzerstörern gewimmelt hat, bevölkert von Myriaden von Palpatine-Klonen (weil schneller und einfacher als sich neue Villians auszudenken) … schrecklich! Sturgeons Law, nach dem 90% von allem Mist ist, wurde hier übererfüllt.

  20. chopps sagt:

    mir ging es ähnlich. episode 7 ist im grunde ein ganz ordentlicher film, aber die faszination von früher wollte sich einfach nicht mehr einstellen …

  21. anigunner sagt:

    Die sind halt mit diesem Star Wars auf Nummer Sicher gegangen. Fertig. Eine möglichst breite Masse ansprechen, keine Experimente, hochglanzpoliert, fertig. Die ersten Star Wars Filme waren was neues, ein gewisses Risiko, und ich behaupte mal da steckt auch mehr Herzblut drin. Das hier ist ein optimiertes Produkt, um möglichst viel Geld einzuholen. Und möglichst nirgendwo anzuecken. Genauso wie das neue Doom, bei sich gerade alle vor Freude die Hose killen. Und was haben sie gemacht? Alles zurück auf den Anfang, weil man ja anscheinend nicht in der Lage ist, sich irgendwas Neues auszudenken, was auch funktioniert.

    Wahrscheinlich will einfach niemand Schuld daran sein, wenn ein X00 Millionen Projekt zum Flop mutiert. Lieber konzentriert man sich auf Popkornkino, möglichst knallig mit Nonstop-Action, damit das Hirn nicht anfängt zu arbeiten. Weil das würde diese Filme sehr schnell entzaubern.

    Vielleicht war dieses Star Wars, nach den unbeliebten Nachfolgern, einfach nur ein Einstiegspunkt. Ein Pflichtprogramm, um sich danach dann kreativ ausztobHAHHAHHAHAHAHA! Sorry, ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen. Erwarte hier kein Weltwunder, das wird jetzt nach Schema F durchexerziert. Es gibt bestimmt interessante Bücher, Comics und Fanfinctions, welche einen besseren Film ergeben hätte. Nur hätte man dazu ein gewisses Risiko eingehen müssen, und warum sollte man das machen? Nostalgie funktioniert im Moment wunderbar, Popkornkino funktioniert wunderbar. Warum anstrengen, wenn es auch so funktioniert? Wer damit seinen Spaß hat, der soll es genießen. Mein Problem ist, ich kann mein Hirn bei solchen Filmen nicht in Standby schalten, daher funktioniert das Konzept bei mir nicht. Was aber nicht tragisch ist, es gibt genug Möglichkeiten seine Freizeit zu gestalten.

  22. Das Alien sagt:

    @ anigunner – Also an dieser Stelle muss ich mal für die Neuauflage von DOOM eine Lanze brechen. Ja, ich mach mir vor Begeisterung fast ein. Das Ding rockt. Macht saumäßig Spaß.

    Ja klar, man setzt hier auf „zurück auf Anfang“, aber in diesem Falle ist das in meinen Augen eine wirklich prima Sache. Ich meine, was bitte willst du denn bei DOOM auch anders machen? Autoheal? Deckungsmechanik? Oder gleich wie bei Fallout 4 einen Häuslebau-Modus einbauen?

    Ich habe ehrlich gesagt sehr, sehr gehofft, dass DOOM so oldschoolig wie möglich wird. Weil ich ein Spiel mit diesem Namen gar nicht anders WILL. Zu oft habe ich erlebt, wie geliebte Spiele oder Spielereihen zu Tode modernisiert wurden. Warum hatte ich denn zum Beispiel so viel Spaß mit „Hard Reset“? Weil das Spiel eben jenes Gameplay und jene Mechaniken zelebriert, die man aus DOOM oder Quake kennt, ohne irgendwelchen neumodischen und unerwünschten Schnickschnack.

    An mir ist der Vorabhype völlig vorbeigegangen. Ich war mehr als skeptisch was die Neuauflage angeht, ich konnte mir zum Beispiel so überhaupt nicht vorstellen, dass das neu eingeführte Glory Kill System den altbekannten schnellen Spielfluss NICHT unterbrechen könnte. Dann habe ich das Spiel mal bei einem Freund angetestet und wollte gar nicht mehr aufhören.

    Und Neuerungen finden sich bei DOOM sehr wohl. Und auch wenn die, vom Glory Kill System mal abgesehen, eher klein sind, machen diese alle nicht nur Sinn, sondern auch Spaß. Das Modsystem für die Waffen zum Beispiel. Macht Sinn, weil die austauschbaren Anpassungen das Heldenleben je nach Situation wirklich einfacher machen können. Und es macht Laune, weil es die Abwechslung erhöht, den Spieltrieb anregt. Und weil es einfach rockt, mit der Schnellfeuermod für die Schrotflinte mal eben einen kleinen Korridor leerzuräumen. Selbst das Waffenrad, eigentlich aus den für Controller typischen Einschränkungen hervorgegangen, macht Sinn und funktioniert.

    Also in diesem speziellen Falle habe ich genau DAS bekommen, was ich mir seid langer Zeit gewünscht habe. Ich bin gerade im Shooterhimmel. Eben WEIL es so „zurück zu den Anfängen“ ist. Und wenn ICH mal keinen Grund zum Meckern finde, dann will das schon was bedeuten.😀

  23. anigunner sagt:

    @Das Alien
    Für mich ist ein solcher Rückschritt quasi eine Bankrotterklärung. Wir haben keine Ahnung wie wir das Spiel weiterentwickeln sollen, also machen wir es so wie damals. Als alles noch besser war®, und die Fans uns geliebt haben. Klar macht es dir Spaß, und es sei dir auch gegönnt. Da ich in all meinen Jahren aber schon zig Shooter gespielt habe, reicht mir ein Rückschritt nicht aus, um wirklich mein Interesse zu wecken. Was gibt es denn groß Neues? Waffenmods. Ok, nette Bastelei. Mehr nicht. Kreative, „unterhaltsame“ Waffen machen auch so Spaß.
    Mehr Gewalt? Ich bin kein pickliger 15-jähriger mehr, der bei dem „Execution“-Dreck irgendwas auslöst. Drücke Knopf um in einem interaktiven Filmchen zu sehen, wie mein Avatar jemanden blutig erledigt. Super. Für mich ist es unterhaltsamer, wenn ich einen Gegner wirklich niederinge, aktiv… nicht inaktiv. Weil was hast du denn bitte damit erreicht? Gar nichts. Ist nichts weiter als ein Quicktimeevent, welches dir vorgaugelt irgendwas geleistet zu haben. Und ich kann diesen Dreck nicht ausstehen. 100% subjektiv, ich weiß. Aber so etwas ist für mich kein Fortschritt.
    Bessere Grafik? Fein, man kann ja einen gewissen Fortschritt zu 1993 erwarten. Obwohl das Spiel damals in dieser Pixelgrafik trotzdem eine Unmenge Spaß entfalten konnte…

    Ich bin mittlerweile einfach von der Faulheit gelangweilt, welche hier an den Tag gelegt wird. Wozu noch was eigenes machen, wenn man so gut von der Vergangenheit leben kann? Warum müssen moderne Filme und Spiele zu oft auf den Schultern eines Klassikers sitzen, um überhaupt noch als „gut“ wahrgenommen zu werden? Hat die Industrie keine kreativen Köpfe mehr, welche uns mit den Möglichkeiten der modernen Systemen überraschen kann? Oder sind diese Produkte wirklich schon so weit optimiert- und durchgeplant, das selbst dieser Nostalgiebonus entsprechend rausgearbeitet wurde?

    Vielleicht bin ich auch einfach schon zu zynisch geworden, das kann natürlich auch sein. Wie gesagt, ich gönne es jedem, der mit Doom im Moment seinen Spaß hat. Und ich spreche dem Titel nicht seine Qualitäten ab. Nur, ich erwarte 2016 schon ein bisschen mehr, wenn ich ehrlich bin.

  24. Enrico sagt:

    @anigunner:
    „Hat die Industrie keine kreativen Köpfe mehr, welche uns mit den Möglichkeiten der modernen Systemen überraschen kann?“

    Soweit ich gehört habe gibt es die ersten 3D-VR XXX Produktionen, die einen ziemlich plastischen Eindruck machen.😉
    Der nächste „WOW!“ Effekt wird nur durch VR kommen, alles andere ist mittlerweile nur noch „done that, seen that“ – insofern ist eine positiv herausstechende (sich von vermeintlichen Konventionen absetzende) AAA Produktion durchaus als prima zu bewerten.

    In Zeiten von Konsolenverlangsamung, Autoheal und Scriptsequenzen ist DOOM ein erfrischender Shooter.
    Eigentlich schade, dass man das sagen muss, aber so etwas hat es lang nicht mehr gegeben und ist für die Generation COD, die nichts anderes kennt ein Hinweis darauf, wieviel Spass so ein Spiel machen kann.

    Nach den bösesten Anzeichen (Multiplayer skepsis, keine Reviews vor Release usw.) eine wirklich positive Überraschung – da gibts auch nichts kaputtzureden ala „ich bin nie zufrieden und erwarte mehr, aber kann nicht sagen, was genau“😉

    Gruß,
    Enrico.

  25. Das Alien sagt:

    @ Anigunner – Klar, über Geschmack lässt sich nicht streiten. Wenn du keinen Bock auf das neue DOOM hast, ist das eben so. Zumal du deine Meinung begründen kannst.

    Allein, ich weiss nicht so recht, was du dir von und in einem FPS wünschen würdest. Ich spiele seit ziemlich genau 26 Jahren Egoshooter (vorher kam man in der DDR einfach nicht an diesen kapitalistischen Dreck ran), ich liebe diese Spiele, ich habe so ziemlich jeden noch so obskuren Egoshooter gezockt, den ich in die Finger bekommen konnte.

    Und letztlich existieren meiner Meinung nach nur zwei, drei Subtypen dieses Genres. Da wären die schnellen, oft arenamäßig strukturierten Shooter a la DOOM, Quake, Painkiller, Hard Reset.
    Dann gibt es da die immer verschnarchter werdenden Deckungsshooter wie die CoD/MW-Reihe in denen man sich eher gemächlich durch die Gegend bewegt.
    Und es gibt noch irgendwas mittendrin, meist in einer freieren Welt eingebettet, zu dem ich Spiele wie Far Cry, Crysis oder Dead Island rechne.

    Typ eins ist in den letzten Jahren immer mehr verschwunden, während Typ 2 und Typ 3 immer mehr verschlimmbessert wurden. Machten das alte CoD noch richtig Spaß, war das erste MW noch wirklich interessant, konnten Far Cry und Crysis noch mit wirklich neuen Ideen aufwarten, verschwand der Shooter immer mehr hinter geskripteten Ereignissen, langweiligem Gameplay, galoppierender Konsolitis und einer permanenten Gängelung des Spielers. Man schaue sich nur die Unterschiede zwischen Crysis 1 und Crysis 2 an.

    So wirklich NEU ist da seit mindestens 10 Jahren schon lange nichts mehr. Das liegt sicherlich zu einem gerüttelt Maß daran, dass die Produktionen immer teurer wurden und die Publisher lieber auf Nummer Sicher gingen. Ja nichts ausprobieren, was den Gewinn gefährden könnte.

    Aber meiner Meinung nach ist die zweite Hälfte der Wahrheit, dass es nun einmal schwierig ist dem Spielprinzip etwas grundlegend Neues hinzuzufügen. Klar, mal eine pfiffige Idee hier und da mag es schon geben, aber das ändert noch lange nichts am Spielprinzip.

    Mich würde einfach mal interessieren, was du dir wünschen würdest. Wie sähe dein Traum-FPS aus? Wie würdest du das Genre „Egoshooter“ so grundlegend revolutionieren, das dich ein Shooter so richtig glücklich machen würde?

    Was du sagst klingt für mich ein wenig wie „Bitte so wie früher, aber keinesfalls so wie früher.“, nach „Ich brauche keine Gewalt in meinen Spielen, aber mit Pixelgrafik und Sprites und so war’s doch irgendwie geil.“

    Bitte versteh mich nicht falsch, das klingt jetzt wesentlich harscher, als es gemeint ist, aber ich weiss einfach wirklich nicht so recht, wo du hinwillst.

  26. Harzzach sagt:

    Manchmal ist man einer Sache so überdrüssig, dass nur eine Pause hilft. Im Sinne von „Es liegt nicht an Dir, ich bin es!“😛

  27. anigunner sagt:

    @ Das Alien
    Wenn ich das genau wüsste, dann würde ich nicht hier sitzen, sondern ein Studio gründen. Entwickler einstellen, das Spiel erstellen lassen, und nach dem überwältigen Erfolg das Ganze überteuert an EA, Ubisoft oder Activision verkaufen😉

    Nein, ernsthaft. Wie würde mein Traum-FPS aussehen? Kommt darauf an ob es ein reiner Offlineshooter werden soll, oder Online. Ich gehe mal von Offline aus, da Doom ja auch eine Singleplayerkampagne hat.

    Wenn ich da mal aus meinem Kopf die Elemente aus meinen(!) „besten“ Shootererlebnisse der letzten Jahre so zusammenliste:
    – Aus Bioshock Infinite die dichte Atmosphäre, die interessante Story und die vielschichtigen Charaktere. Minus der Linearität, der sehr generischen Shootermechanik,der übertriebenen Gewaltdarstellung, die überhaupt nicht zum Ton passt und der sehr generischen Waffen,
    – Aus Max Payne die dichte Atmosphäre, vielleicht auch die Melancholie
    – Aus Serious Sam den genialen, einfachen Koopmodus.
    – Aus Unreal Tournament die geradlinige, schnelle und knackige Shootermechanik.
    – Aus Duke Nukem 3D/Doom der schräge Humor, die Waffenauswahl
    – Aus Shogo die Möglichkeit als Soldat bzw. als Mechpilot zu agieren. Und so andere Perspektiven zu schaffen (gleiche Levels können auf verschiedene Arten angegangen werden)
    – Aus Half Life/Half Life 2 die Art, wie man die Story erzählt. Nicht über inaktive Sequenzen, sondern über die Spieleengine direkt (andere Personen erzählen direkt, über Funk, über Ereignisse in denen du aktiv handeln kannst). Außerdem in dem Fall das Gefühl aus Half Life, das man als einfaches Zahnrad aus einer sehr unschönen Situation entkommen will. Ohne ein Supersoldat zu sein, oder groß den Helden/Anführer spielen zu wollen (ja Half Life 2, genau dich kucke ich an)
    – Aus Rainbox Six die Möglichkeit seine Einsätze zu planen, und verschiedene Lösungswege zu haben. Neben der einfachen Möglichkeit KI-Kameraden rudimentär zu befehligen. Minus der strotzdummen KI natürlich.
    – Aus Undying das unterschwellige gruseln ohne massenhaften Einsatz von „jumpscares“ und dauerhaften Dunkelheit, und die Möglichkeit mittels einer Mechanik eine alternative Sicht auf Dinge zu bekommen (böse Versionen von Bildern, Geheimnisse, Hinweise etc.)
    – Aus Spec Ops: The Line das Gefühl als „Held“ anzufangen, der das Beste für alle will. Und am Schluss erkennen muss, das er alles nur schlimmer gemacht hat. Und egal was er tut um seine Fehler zu berichtigen, es reisst sich- und sein Umfeld immer tiefer in die Krise.
    – Bitte keine Story, in der ich die ganze Welt/Universum/Existenz als einzelne Person retten muss.

    Das würde mir spontan einfallen. Manche Elemente kann man natürlich nicht zusammenpacken, aber vieles würde sich wunderbar ergänzen.
    An Neuerungen, das ist nicht so leicht. Was mir so spontan einfallen würde, dass das Spiel auf meine Handlungen ähnlich reagiert wie z.B Undertale. Das würde sich für einen Shooter mit Schwerpunkt auf Story und Charaktere eigenen. Oder wenn man die abgedrehte Variante wählen will könnte man z.B einen Shooter mit Gagfeuerwerk, schrägem Humor und Situationen ala „Crank“ anbieten. Der Spieler muss kreative Lösungen finden, um am Leben zu bleiben.

    Unter Neuerungen verstehe ich nicht nur revolutionäre Ansätze, sondern manchmal reicht auch eine andere Sichtweise. Oder der Blick über den Tellerrand, was bieten andere Genres? Kann man hier Elemente nehmen, und damit die Spielerfahrungen erweitern? Doom hat damals auch nichts weiter gemacht, als die Sichtweise zu ändern. Anstatt als Sidescroller hat man die Sicht des Avantars (Egoperspektive) genommen, und hat sich plötzlich mit vielen Problemen konfrontiert gesehen. Wie soll man sich bewegen? Wie ist das Feedback der Umwelt zum Spieler? Wie interagiert der Held mit der Umwelt? Wie groß sollen die Freiheiten im dreidimensionalen Raum sein? Für all das wurden kreative Lösungen gefunden, welche bis heute Standard sind.
    Die technischen Hürden von damals werden immer weniger. Es gibt nicht nur die Maus/Keyboard/Controller und den Monitor, um den Spieler Eingabe und Feedback zur Spielewelt zu ermöglichen. Mittlerweile gibt es auch Kameras, Mikrofone, mobile Zusatzgeräte mit Toucheingabe, und VR steht auch schon in den Startlöchern. Die Möglichkeiten, um den Spieler noch mehr in das Spielgeschehen einzubinden- und mehr Kontrollmöglichkeiten zu geben sind da. Nur „sinnvoll“ eingesetzt hat es bisher noch keiner. Auch das wäre zukünftig eine Möglichkeit, um sich abzuheben. Nur, im Moment wird eher das Gegenteil betrieben. Man fühlt sich immer mehr als Zuschauer in einem Kinosaal, oder als Couchpotato vor der Flimmerkiste. Ich glaube das kürzlich erschienen Quantum Break fasst das alles gut zusammen, was ich an aktuellen Shooterentwicklungen so hasse. Für mich persönlich ist das ein Irrweg, dem ich nicht folgen will.

    @ Harzzach
    Ja, auch das hilft. Aber wie gesagt, es gibt sicher genug kreative Köpfe, die deutlich(!) mehr auf dem Kasten haben als ich. Ich warte nur darauf, das einer von denen mal eine Chance bekommt, seine Idee in ein gutes Spiel zu verpacken.

  28. IvanDolvich sagt:

    Das Problem könnte auch sein, dass man sich immer an den alten, großen Namen festbeißt. Mein Lieblingsbeispiel ist da immer die Jagged Alliance Reihe. Nr. 2 ist eines meiner liebsten Teile aus dem Rundentaktik mit Strategie Bereich. Keine Ahnung, wie oft sie mittlerweile versucht haben, das Ding wieder „neu“ aufzulegen. Immer wurde es versaut, da sie an den Kernmechaniken rumgedoktort haben. Ich persönlich erwarte mir von einem JA eben Rundentaktikgefechte. NICHTS ANDERES, nein, keine simultan ausgeführten Züge oder so… Rundenbasiert muss es sein, sonst ist es kein JA! Wenn man das ändert, dann nennt man es anders … aber eben nicht mehr JA.

    Wenn ich mir das ganze jetzt für Shooter überlege: Serious Sam, Painkiller und Konsorten machen Spaß. Sie erfüllen die ihnen zugedachte Rolle mit dem entsprechenden Kerngameplay: Schneller, Spassiger Shooter, kein Zielen über Kimme und Korn. Wenn man da was erneuern will, dann überlegt man sich gefälligst interessante Waffen, Sekundäre Schussmodi oder neue Gegnertypen.Weiterhin kann man kreative Maps bauen. Was meiner Meiungn nach nicht funktioniert, das ist an den Kern des ganzen zu gehen …. und das wäre eben wenn man Quicktimebullshit, Zielen über Kimme und Korn etc. einbaut.

    Das ist eben das „Erben“, dem man gerecht werden muss, wenn man ein Spiel für eine „etablierte“ Reihe entwickelt. Wenn man eben aber die Kernelemente verändert, dann bräuchte das Ding einen anderen Namen, weil es nichts mehr mit dem Original zu tun hat.

    War ja damals auch grandios, was Codemasters aus Flashpoint: Dragon rising gemacht hatte… wenn man das sandboxige und die große Freiheit aus dem Spiel nimmt, dann hat das nichts mehr mit dern original Flashpoint zu tun. Erinnere mich noch daran, dass man im Coop zusammenbleiben musste. Tat man das nicht, dann wurde man irgendwie wieder zum Leader teleportiert oder so…. habs schon wieder verdrängt…. das war ein Krampf!

  29. Harzzach sagt:

    In diesem Kontext möchte auf Flying Wild Hog hinweisen, wo man über die Produktkette „Hard Reset“, „Shadow Warrior (Remake)“ und jetzt „Shadow Warrior 2“ die Sache nahezu perfekt handhabt. Dort hat man nämlich das nötige Gespür dafür, wie man den Wesenkern eines Arcade/Arena-Shooters sinnvoll (!) erweitert.

  30. IvanDolvich sagt:

    Stimmt, HR und SW waren echt schön. Bin schon auf SW2 gespannt.

    Apropos „richtig gemacht“: Overwatch habe ich bisher nur kurz gespielt, aber das war dann auch eines der wenigen Spiele, das ich mir zum Release gekauft habe, da ich darüber viel gutes gehört und gelesen habe.
    Macht wirklich Spaß und fühlt sich „flüssig“ an ohne unnötigen Ballast. Artwork und Optik sind auch stimmig und es wurde keine überflüssige P2W Mechanik eingebaut (soweit ich das bisher überblicken kann)

  31. Harzzach sagt:

    Also ist Overwatch ein typisches Blizzard-Spiel? Alles andere als das Rad neu erfinden, aber eine grundlegende Gameplay-Mechanik mit einem Aufwand polieren und perfektionieren, den sich kaum eine andere Firma leisten will?🙂

    Wobei mir das Spiel als solches den Buckel runterrutschen kann. Simply not my cup of tea!

  32. IvanDolvich sagt:

    Könnte man so sagen, ja. Hab aber bisher erst ca 3 Std gespielt😉

  33. brakiri sagt:

    Hab mir SW EP 7 nur als Stream angeguckt, wollte kein Geld fürs Kino ausgeben. Film war OK. Story war ein Rehash, die Starkiller Base..naja..Rey plötzlich ohne Training starker Force-User..naja..Fin kann direkt mit einem Lightsaber umgehen ohne sich was abzuhacken..naja.

    Popcorn-Kino mit schwachem Bösewicht und viel Fanservice. Leider extrem wenig Mut zu was Neuem..nur back to the basics damit man nicht so extrem auf die Nase fällt wie bei Ep 1-3..verständlich, aber wenig mutig und dadurch beliebig, austauschbar und wenig denkwürdig.

  34. Joe sagt:

    Also an dieser Stelle muss ich mal für die Neuauflage von DOOM eine Lanze brechen. Ja, ich mach mir vor Begeisterung fast ein. Das Ding rockt. Macht saumäßig Spaß.

    Und warum muß es dann „DOOM“ heißen? Wenn man ein gut funktionierendes Gameplay-Rezept (wieder)gefunden hat, warum erzählt man dann die Geschichte von 1993 zum dritten Mal neu?

    Ich habe Doom nun zweimal durchgespielt, einmal 1994 und einmal die letzte Neuauflage von 2005. Das reicht jetzt erstmal, ein drittes mal muß nicht sein, denn ich habe keine Lust mehr auf solche Deja-Vu-Spiele. Es gibt ja auch keine inhaltliche Kontinuität, sondern jedesmal einen Reboot. Was soll ich damit? Was soll der Punkt sein von: „Das hab ich schon mal gesehen, aber beim letztenmal sah es noch anders aus.“

    Ich war übrigens trotz der Gameplay-Mängel richtig begeistert vom ersten Mass Effect, weil das endlich mal etwas komplett Neues war, wo es etwas zu entdecken gab. Was gibt es bei „DOOM“ für mich zu entdecken? Nichts, ich kenne das Franchise in und auswendig.

    Ich bin mittlerweile einfach von der Faulheit gelangweilt, welche hier an den Tag gelegt wird. Wozu noch was eigenes machen, wenn man so gut von der Vergangenheit leben kann? Warum müssen moderne Filme und Spiele zu oft auf den Schultern eines Klassikers sitzen, um überhaupt noch als „gut“ wahrgenommen zu werden? Hat die Industrie keine kreativen Köpfe mehr, welche uns mit den Möglichkeiten der modernen Systemen überraschen kann? Oder sind diese Produkte wirklich schon so weit optimiert- und durchgeplant, das selbst dieser Nostalgiebonus entsprechend rausgearbeitet wurde?

    Es schlicht „Branding“ wie bei Coca Cola. Das passiert in erster Linie für die alternden Kasper bei Spielepresse und YouTube, die dann die etablierten Brands kräftig bewerben, weil sie die von früher kennen. Mehr ist das nicht.

  35. c452h sagt:

    EP 7 war okay, mehr aber auch nicht. Auf einem Niveau mit dem typischen Marvelblockbuster: Einmal ansehen, sich (hoffentlich) amüsieren und das war es dann auch schon. Die Lobpreisungen auf die MCU-Filme kann ich darum nicht nachvollziehen. Ich finde, dass diese Filme größtenteils einem Schema F folgen, somit beliebig und austauschbar sind. Vielleicht bin auch zu alt dafür, um mich von Popcornkino begeistern zu lassen. Meine Kinobesuche pro Jahr kann ich mittlerweile an einer halben Hand abzählen.

    Was mir an EP7 missfiel:

    Der Soundtrack war schwach. Selbst in EP I-III gab es erwähnenswerte Stücke, aber hier bleibt absolut gar nichts im Gedächtnis und gerade Star Wars lebte auch immer von seiner grandiosen musikalischen Untermalung von Weltklasseformat. Für mich also eines von Williams schwächsten Werken. Die Story war nun einmal EP IV reloaded und es mag ja sein, dass man damit erst einmal auf Nummer Sicher gehen wollte, jedoch ist das für jemanden wie mich, der mit der Originaltrilogie aufgewachsen ist, einfach zu wenig. Man war einfach nicht mutig genug, musste sich aber wohl auch gewissen Erwartungen unterordnen. Lucas musste das damals ja nicht machen, da er sein eigener Chef war. Den Bösewicht kann ich nicht ernstnehmen, auch wenn es vielerorts heißt, dass sein Charakter jetzt schon mehr Tiefe gezeigt hat, als Vader in allen anderen Episoden zuvor. Er gefällt mir trotzdem nicht. Er strahlt nichts Böses aus. Ach, ich will es gar nicht weiter ausführen. Bei mir rangiert der Film in der Reihe auf Rang 5, Episode III fand ich gelungener. EP I+II bieten immerhin zahlreiche Trashmomente, aber EP VII war okay und das ist weder Fisch noch Fleisch.

    Alleine das Duell Vader-Luke-Palpatine aus EP VI bietet mehr Gänsehautmomente als die komplette EP VII. Ach, ich wollte ja nichts mehr schreiben.

  36. Bob sagt:

    Ja, er war eine Kopie und ja, er hatte üble Logikfehler und der Bösewicht war so beängstigend wie Lord Helmchen.
    Und trotzdem fand ich ihn toll! Ein Star Wars zum zu Hause fühlen, so viel besser als die letzten 3 seelenlosen Teile.

  37. Tom sagt:

    Einfach nur super. Ich bin nur noch am zocken wegen den ganzen Games. freu ich mich schon auf nachfolgende Episoden. Bei The Force Awakens ist der Suchtfaktor einfach nur hoch🙂

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