Über die Bande spielen oder “Numbing Down”, Teil Eins

Während meiner Studentenzeit hatte ich einen Kommilitonen, der als Mitglied einer badischen Weinhandelsfamilie den Geschmackssinn seiner Eltern geerbt und in Kombination mit seinem umfangreichen Spezialwissen Sommeliers aus Top-Restaurants wie blutige Anfänger hätte aussehen lassen können. Wenn er denn Interesse an diesem Berufsweg gehabt hätte. Stattdessen hat er Chemie studiert und lieber Partys für seine Mitstudenten geschmissen, wo er jedes Mal freudestrahlend Neuerwerbungen aus seiner privaten Weinsammlung vorgestellt hatte. Eines Tages jedoch, da berichtete er trübsinnig, dass er am Wochenende vor dem Regal im Keller stand und nicht mehr wusste, welchen Wein er nehmen sollte. Übersättigung. Überdruss. Man kennt schon alles, man hat schon alles probiert. Die große, fast schon kindliche Freude am Entdecken und Genießen neuer und bekannter Weine war dahin.

Was also tun? Auf Wein verzichten, bis es ihn wieder gelüstet? Der naheliegende Weg, aber da er ein Mensch war, der naheliegende Wege verabscheut und den Umweg liebt, war das für ihn keine Lösung. Er hat stattdessen um die Ecke gedacht.

Er hatte kein grundsätzliches Problem mit Wein. Nein, auch kein gesundheitliches/mentales Problem. Er wollte weiterhin Wein trinken. Er hatte aber ein Problem damit sehr gute Weine zu wertschätzen, weil sie für ihn Alltag geworden waren. Sie waren nichts mehr besonderes. Und erstklassigen Wein einfach in sich reinschütten, nur damit man Wein getrunken hat? Mon Dieu! Auf gar keinen Fall!

Deswegen hat er versucht seinen Gaumen und sein Gehirn auszutricksen. Im örtlichen Lidl wurden zwei Kartons à sechs Flaschen von diesem französischen Zusammenschüttlandwein gekauft. Eine für seine Standards abgrundtief schlechte Qualität. Eigentlich nicht als trinkbar zu bezeichnen. Damit wollte er seinem Gaumen und Gehirn wieder beibringen gute Weine zu schätzen, anstatt sich gelangweilt abzuwenden. Er hat sich fast ein Vierteljahr lang abgequält. Doch sein Experiment gelang. Er hat wieder die Wertschätzung für und die Freude an guten Weinen gewonnen, die ihm eines Tages abhanden gekommen war. Weil er sich mit schrecklicher Plörre herumschlagen musste, die für ihn nur roteingefärbter Essig mit Alkohol- und Zuckerzusatz war.

Und was hat das jetzt mit Spielen zu tun? Sehr viel!

Sommer, heiß, Spieleunlust? Check!

Ein riesiger Berg nicht gespielter Titel vor sich? Check!

Leichte, unterschwellige Panik vor dem großen Projekt verspüren? Check!

Was also tun, wenn es kühler wird? Hoffen, dass die Lust am Zocken sich wieder von selbst einstellt? Sich heimlich, still und leise davon machen? Blog aufgeben und hoffen, dass niemand meiner bürgerlichen, zivilen Identität auf die Schliche kommt? Nein! Viel einfacher! Einfacher und geradezu hinterfotziger! Es galt ja nur einen begehbaren Pass durch die mentalen Gipfel der Mountains of Shame zu finden. Die Lust am Spielen wiederzuentdecken, anstatt nur an das Abarbeiten eines Berges denken zu müssen. Doch wie dieses Ziel erreichen?

Mir ist dann die obige Geschichte eingefallen.

Es ist heiß und die Gedanken schwappen träge durch die milchige Brühe, die einst mein Gehirn gebildet hat. Also spiele ich etwas, das anspruchslos ist und mit so wenig Anstrengung wie nur irgendwie möglich bewältigt werden kann. Nein, nicht nur anspruchslos. Dumm. So richtig kackedumm. Auf dass ich entsetzt aufjaule und flugs das große Projekt wieder aufnehme.

Ok, und was ist anspruchslos und kackedumm und löst normalerweise nur Entsetzensschreie aus, wenn ich daran denke?

Richtig. Moderne Casual-Military-Shooter. SPUNKGARGLEWEEWEE. Huah! Und nur das gute Original.

Alles, was ich an Spielen nicht mag, verachte und an schlechten Tagen sogar ausdrücklich hasse, finde ich dort. Vollständig durchgeskriptete Levelschläuche mit präziser Handlungsanweisung, ohne auch nur den Hauch von spielerischer Freiheit. Autoheal. Savepoints. Quick Time Events, wenn’s wieder besonders cineastisch werden soll.

Flugs wurden “Call of Duty 4” bis hin zu “Advanced Warfare” organisiert. Für mich das spielerische Äquivalent eines Kartons voller roteingefärbter, mit Alkohol und Zucker versetzter Essigplörre. Zeitlich ist das auch kein großer Aufwand. Die SP-Kampagnen sollten im Laufe einiger Tage durchgespielt werden können. Doch im Gegensatz zu meinem ehem. Kommilitonen muss ich mich nicht quälen. Mein Kopf ist leer, ich bin träge und müde, so dass ich kein Problem damit habe im Dauer-Stupor den Vorgaben Folge zu leisten, die der Leveldesigner zwischen zwei Checkpoints gepackt hat.

Ob das Experiment klappt?

Schau mer mal … *doppelklick auf MW1*

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Review.

34 Kommentare zu “Über die Bande spielen oder “Numbing Down”, Teil Eins

  1. onepiece sagt:

    Viel Erfolg dabei!

    Ich bin bei vielen Spielen auch mittlerweile dort angekommen wo ich sage: jaaaa…. ne, eig. nicht. Ist zwar nett, aber hab ich doch schon mal gesehen. Hat gute Wertungen bekommen… aber näää.

    Mir hilft dann oft bissl Abstand und die Lust steigt wieder langsam etwas an. Richtig konsequent „****rotz****spiele* hab ich noch nicht zum Aufmuntern probiert, daher Dir alles Gute!

    Bin gespannt auf das Ergebnis des Experiments!

    Grüße

  2. isaacascii sagt:

    HA! Ich habe im Laufe der Jahre für solche Momente gut vorgesorgt, indem ich einige Titel, von denen ich erwarte weggeblasen zu werden (z.B. Chrono Trigger, Grandia, Devil May Cry 3, Maximo, Ape Escape 3 etc.), zurückgelegt habe.
    Tjoa und obwohl bei mir auch gerade ein büschen Gaming Fatigue angesagt ist, hatte rattengeiles Wochenende mit Beyond Good & Evil.

    Viel Erfolg mit deinem Plan und halte uns auf dem Laufenden!😉

  3. arillo sagt:

    Oh, sehr schön geschrieben. Deine Wortgewandtheit scheint vom Sommerloch gar zu profitieren, was nicht heißt, dass es hier unerwartete Höhenflüge zu sehen gibt und du aus der Reihe scherst (die Betonung liegt hier auf „unerwartet“).

    Und ich weiß nicht ob das der richtige Weg ist. Ich habe erschreckenden Gefallen daran gefunden, in GTA 5 alle Hidden Packages zu finden, also Atommüllfässchen, Briefschnipsel und UFO-Teile…
    Und damit auch den gestrigen und heutigen Tag verbracht, was – wieder ebenso erschreckend wie erstaunlich – viel Spaß gemacht hat. Jedenfalls gewöhnt man sich unerwartet schnell an vorgekautes Futter.

    Andererseits hat mich letzte Woche mal wieder die Wut gepackt und habe tagelang Morrowind modifiziert , eingestellt und einige Stunden darin versenkt. Es ist zwar kein Arcanum, aber vorgekaut bekommt man da auch nichts.

  4. Harzzach sagt:

    Weiaweiaweia … eben Modern Warfare 2 beendet. Was für ein unglaublicher Quatsch! War aber lustig! Muss mich jetzt hysterisch in den Schlaf kichern.🙂

  5. Das Alien sagt:

    Ohje. Ich frage mich gerade, ob dein Blog nach diesem drastischen Selbstexperiment noch derselbe sein wird. Denn du, wie ich aus eigener Erfahrung heraus befürchte, wirst es nicht mehr sein. Dieses Experiment wird dich deine gute Laune kosten, deine Freude an Egoshootern und einen Teil deiner Seele.

    Als begeisterter Liebhaber von Ego- und 3rd Person-Shootern hatte ich zwar das erste Modern Warfare gespielt und für nicht schlecht befunden, um die Nachfolger aber einen großen Bogen geschlagen. Letztendlich wollte ich es aber dann doch wissen. War irgendwie wie wählen… wenn ich nicht zur Wahl gehe, darf ich hinterher auch nicht meckern, also…

    Die komplette Modern Warfare-Reihe am Stück, alle Folgen und Ableger hintereinanderweg. Und mal abgesehen von leichten Anfällen von Verwirrung ob der hanebüchenen… ahäm… Story war das dominierende und immer stärker werdende Gefühl eigentlich Abscheu. Ich weiß, das kling dramatisch. Ich weiß, dass ich in der Lage bin mich völlig unkritisch in die Niederungen des Subgenres zu begeben, den größten Mist zu zocken und mich königlich zu amüsieren. Aber DAS war einfach zu viel.

    Auf Schlauchlevels war ich ja vorbereitet. Auf Autoheal, häufige Spielunterbrechungen durch gescriptete Explosionen, QTEs und dämliche KI ja irgendwie auch. Aber dann. Alleine die Hintergrundgeschichte fand ich so… wirr, so dämlich. Aber schlimmer waren diese für MW so typischen Punkte, die nur mit einer „Augen zu und durch“ „Taktik zu bestehen waren, weil bis zum erreichen dieses einen Punktes der Map eben mal 2000 Gegner aus einem 10 qm großen Schuppen spawnen. Oder diese eine Stelle, an der ein Teammitglied per Skriptevent das Zeitliche segnet, vom Spieler aber theoretisch gerettet werden könnte. Theoretisch, weil dann eben vom entsprechenden gegnerischen Schützen auch mal eben eine Rakete abprallt, damit das Skript ablaufen kann.

    Und wirklich schlimm fand ich die zelebrierte Gewalt. Ich habe nun weißgott kein Problem mit virtueller Gewalt. Ich saß seinerzeit im sich zusehend leerenden Kino und habe Tränen gelacht. Bei Starship Troopers. Doom und Quake? Pfff… Kindergarten.

    Aber DAS… die berüchtigte Flughafenszene fand ich persönlich ja schon übel. Aber es gab tatsächlich Momente, in denen ich das Spiel angewidert beendet habe, nachdem zB genüßlich die Exekution eines Gegners mittels Zerschneiden der Kehle zelebriert wird und der arme Kerl röchelt. Und strampelt. Und krampft. Und dem Spieler mit verzweifelten riesengroßen Augen direkt ins Gesicht starrt, während die Luft aus dem Riss in seiner Kehle pfeift.

    Aber EINEN Erfolg muss man dem Experiment doch zugestehen. Ich konnte diesen Geschmack nach „roteingefärbter, mit Alkohol und Zucker versetzter Essigplörre“ nur loswerden, indem ich ihn direkt im Anschluss mit der kompletten Gears of War-Reihe heruntergespielt habe. Meiner Meinung nach kein Umstieg auf einen feinen Grauburgunder, sondern eher auf einen schönen Whisky. Aber wie auch immer das Getränk hieß… verdammt nochmal, hatte ich Freude daran!

    Insofern mag dich das Experiment einiges kosten, aber es mag auch Erfolg haben. In diesem Sinne… Sláinte!

  6. anigunner sagt:

    Wenn ich keine Lust auf Spielen habe dann mache ich eine Pause. Gehe raus, betreibe wieder verstärkt Modellbau oder sonst irgendwas, was mir zu dem Zeitpunkt Freude bereitet. Es ist doch ein gutes Zeichen wenn sich eine gewisse Übersättigung einstellt, wenn man es übertreibt. Das zeugt von einer gesunden Wertschätzung seiner Zeit. Problematisch wird es nur (mir auch schon passiert) wenn man Sachen nur aus Gewohnheit her macht. Ohne großen Antrieb, ohne Lust.
    Daher, wenn du im Moment eher andere Dinge im Kopf hast als deine Liste, dann ist es so. Lieber brauchst du länger und machst es richtig, als das du anfängt dich unlustig „durchzueiern“. Damit es halt gemacht ist. Davon hast du nichts, und wir dann als Leser auch nichts😉

    Irgendwie erinnert mich das ganze aber an meine Kumpels. Die haben Netflix, Amazon Prime und was weiß ich alles. Also Zugriff auf wirklich gute Filme. Was kucken Sie sich bevorzugt an? Scheisse wie Sharknado, irgendwelche Nazi-Zombiefilme oder B-Movies wie Machete. So Zeug halt wo man nichts nachdenken muss. Irgendwie wie dein billiger Wein, obwohl der Keller voll von guten Tropfen ist. Scheinbar doch irgendwie ein Grundbedürfnis vom Menschen sich hin- und wieder im Mist zu wälzen, damit man weiß was man an den Guten Sachen hat….

  7. Akabei sagt:

    Bei mir funktioniert das Prinzip: „Probiere das Schlechte um das Gute wieder zu schätzen“ jedenfalls nicht.

    Bei den Lemon Games Competitions laufen gerade drei, meiner Meinung nach, ziemlich miese Spiele. Das erweckt bei mir leider trotzdem keine Lust im Moment ein richtig gutes Spiel zu starten bzw. fortzusetzen. Was soll’s. Zwei, drei Wochen lang gar kein Videospiel anzufassen wird auch nicht schaden und danach geht’s wahrscheinlich endlich mal mit.Torchlight 2 weiter.

  8. arillo sagt:

    Ich verstehe immer nicht so ganz, warum die meiste Kritik gegen die Story geht. Dass die an den Haaren herbeigezogen und kaum besser ist, als die eines durchschnittlichen Seagal-Films, liegt doch auf der Hand.
    Ich habe MW1 gespielt und fand das okay, weil es, was die Inszenierung betrifft, beeindruckendes Neuland war. Ich gucke mir auch gerne Die Hard an oder Mission Impossible, bevor ich am nächsten Tag wieder zu Jarmusch oder Anders-Thomas Jensen übergehe.
    Das Unerträgliche, ja richtiggehend widerliche an CoD ist doch wirklich nur das faul designte Gameplay. Sowas können doch wirklich nur Minderbemittelte überhaupt genießbar finden.

    Was die Gewaltdarstellung angeht: Schön ist das nicht. Aber ich muss mich darüber auch nicht aufregen.

  9. LordFjord sagt:

    Eines Tages fand der kleine Fjord in seiner Steambibliothek einen neuen Eintrag – Medal of Honor irgendwas – ist denke ich über einen Humblebundle irgendwie da reingepurzelt.
    Naja, was solls – Klick – Start, neue Kampagne. Krach bumm schäpper, ganz viel US Patriotismus und die pösen pösen Wüstennomaden. Nach dem Massaker an einigen Hundert respawnenden Turbanträgern hats mir dann gereicht. *schauder*
    Den Blödsinn hab ich echt nicht lange ertragen können. Dagegen hatte ja noch DOOM eine tiefgründigere und sinnvollere Story.
    Respekt für dein Durchhaltevermögen, vor allem bei dem Mist🙂
    *niederknie* ich bin unwürdig und so…

  10. Harzzach sagt:

    Bislang ist es erträglich. Die Actionfilm-Illusion bröckelt an allen Ecken und Enden und noch kann ich darüber schallend lachen.

  11. Das Alien sagt:

    @ Arillo – Nee, ich muss mich nicht darüber aufregen. Aber anwidern darf es mich schon. Was bei meinem jahrzehntelangen Konsum von ultrabrutalen Spielen und Filmen manchen durchaus verwundern mag, aber hier werden einfach Grenzen überschritten, die ich ganz persönlich einfach nicht überschreiten mag. Für mich jedenfalls war diese genüssliche Zelebration des Tötens jedenfalls ein Grund, Abstand von der CoD-Reihe zu nehmen. Manch anderer mag darin natürlich einen besonderen Reiz sehen oder gänzlich unberührt davon sein, für mich wars zuviel. Und nichts anderes wollte ich zum Ausdruck bringen.

  12. arillo sagt:

    @Alien: Ich sagte ja: ICH muss mich darüber nicht aufregen.
    Das impliziert nicht, dass das auch sonst niemand muss, also darf.

    Wobei ich jetzt die Frage interessant finde, wo du da die Grenze ziehst. Ich fand in MW und MW2 jetzt nichts so richtig übel. Die Flughafenszene war reine Effekthascherei. Finde die Grundidee, so einen Seitenwechsel einzubauen, ziemlich cool. Leider war der Erzählungsrahmen, in dem diese Szene stattfindet, völlig daneben (wenn ich mich recht entsinne, ist man da ja Undercover unterwegs), und hat selbige komplett entwertet.

    Mir fallen zwei Spiele ein, in denen mich die Gewaltdarstellung angeekelt, zumindest aber massiv gestört hat. Zum einen die die Folterszene in GTA5 mit Trevor, in der man keine Wahl hat, abgesehen von der des Mittels, dessen man sich bedient. Zum anderen natürlich Spec Ops: The Line, in dem man in manchen Szenen ebenfalls keine Wahl hat – dies aber im Rahmen der Erzählung Sinn macht. Noch schlimmer fand ich allerdings die Nahkampfexekution, die so exzessiv und unnötig brutal ist, dass ich mich ernsthaft fragen möchte, welches Klientel die Entwickler damit bedienen wollten und wessen Entscheidung das war.

    Aber ach, das Gameplay von The Line hatte auch sonst, abgesehen von ein paar Ideen, kaum mehr oder überhaupt Anderes zu bieten als die CoD-Reihe.

  13. Minando sagt:

    Haz, der Tragödie erster Teil. Oder: wie man aus seinem Hobby eine nervtötende Pflicht macht🙂

  14. Das Alien sagt:

    @ Arillo – Ich gebe selbst zu, das ist bei mir eine komische Sache. Einerseits habe ich so ziemlich alles an Spielen a la Doom gezockt, ich habe kein Problem mit Dying Light oder GTA (Teil 5 hab ich noch nicht gespielt), bei Killing Floor finde ich das Gore System grandios (und ich wittere erneute Zensur). Andererseit gibt es Dinge, bei denen ich dann selbst erstaunt bin, dass ich da an eine Grenze bei mir stoße.

    Anscheinend habe ich da ein paar interne Regeln. Wer mir an den Kragen will, hat keine Gnade verdient. Ich bring es nicht fertig, Unschuldige umzubringen, auch wenn sie nur virtuell sind. Und je glaubwürdiger das Spiel mir den Gegner als Person verkauft, desto schwerer fällt es mir.

    Mit der Hitman-Serie zum Beispiel kann ich so gar nichts mehr anfangen. Ich weiß nicht, welcher Teil es war, aber irgendwann musste man einen Mafiaboss erwürgen. Und ich konnte es nicht. Ja, der Mann war nicht nur virtuell, sondern auch böse. Nützt aber nichts, wenn mir das Spiel den Kerl als netten alten Herren vorstellt, der wirklich nicht unsympathisch rüberkommt und von dessen Vergangenheit ich eigentlich nichts weiß. Ich hab das Spiel damals ausgemacht, deinstalliert und nie wieder angerührt.

    Und ganz komisch war das letztens mit The Last of Us. Ich spiele derzeit TLoU auf der PS 4 und hier ist das Töten an sich schon keine einfache Sache. Dazu wirken die menschlichen Gegner einfach viel zu real. Was allerdings wirklich schräg war ist der Umstand, dass ich Probleme damit hatte das Spiel überhaupt erst einmal anzufangen. Weil ich nämlich wusste, was mit der Tochter des Protagonisten geschieht und mich das Mädel einfach so sehr an meine Nichte erinnert…

    Und ich habe festgestellt, dass ich nach bei all der virtuellen Gewalt, die ich in Form von Spielen oder Filmen schon konsumiert und goutiert habe, bei einem Buch an meine Grenzen stoße. Meine Schwester liebt die Romane von Karen Slaughter. Diese schreibt Thriller in denen meist Jagd auf irgendwelche durchgeknallten Psychokiller gemacht wird. Und ich kann sich nicht lesen. Bei den realistischen Beschreibungen von Gewalt and Unschuldigen startet bei mir ein derartig realistisches Kopfkino, dass ich davon lieber Abstand halte.

    Aber das alles ist halt mein ganz eigenes komisches Ding.

  15. Harzzach sagt:

    Sieh es doch so … obwohl Du seit vielen Jahren all diese förchterlich brutalen Videospiele zockst, bist Du emotional nicht abgestumpft. Das ist auch der Grund, warum, Achtung!, die Drohnenpiloten der US Airforce ebenso wie die Grunts vor Ort unter PTSD leiden und entsprechend behandelt werden müssen. Ob ich im Dreck liege und jemandem aus 10m Entfernung den Kopf wegblase oder auf der anderen Seite des Ozeans am Bildschirm sehe, wie sich eine LKW-Kolonne samt Menschenumrissen in Feuer und Einzelteile auflöst, weil ich einen Knopf gedrückt habe … der Mensch am Abzug und am Joystick weiß, was er getan hat.

    Wir sind empfindungsfähiger, als wir es wahrhaben wollen. Wir sind nur (noch?) nicht in der Lage die Rahmenbedingungen unseres Alltages abzuschütteln, die uns von dieser Empfindungsfähigkeit abschneiden oder dämpfend auf sie einwirken.

  16. Look sagt:

    Solche Unlustzeiten hatte ich auch schon und immer mal wieder, bei mir hat sich die Spielzeitnutzung grundlegend geändert. Weg von den 40+ Stunden verschlingenden Spielen, gern aus dem RPG Bereich, hin zu Spielen die kaum noch jemals die 30 Stunden sehen, die meisten schaffen nicht mal die 20 Stunden.

    Wenn ich mir so die letzten 30 Spiele ansehe, die ich durch gespielt habe, war gerade eines bei 50 Stunden, knapp eine Handvoll schafften es auf knapp 20 Stunden, der größte Teil blieb bei unter 15 Stunden und selbst mit Spielen unter 5 Stunden hatte ich meinen Spaß.

    Dabei gibt es dann eben sehr viel mehr Abwechslung im Gameplay.

    P.S. Allerdings muss ich dazu sagen, das ich schon davor anfing reine Shooter nicht mal mehr mit dem Hintern anzusehen, ganz einfach deswegen, weil sie mich zusehend langweilten.

  17. Joe sagt:

    Noch schlimmer fand ich allerdings die Nahkampfexekution, die so exzessiv und unnötig brutal ist, dass ich mich ernsthaft fragen möchte, welches Klientel die Entwickler damit bedienen wollten und wessen Entscheidung das war.

    Die Zielgruppe von CoD & Co. sind männliche 10-16jährige.

    Intellektuelles Niveau: Hauptschule – deshalb muß das „Gameplay“ so simpel sein wie möglich.

    Diese Kinder interessieren sich eigentlich gar nicht für Videospiele, sondern spielen diese nur, weil das auf dem Schulhof als angesagt gilt (siehe Marketing) – das gilt besonders Spiele „ab 18“ mit besonders exzessiven Gewaltdarstellungen.

    Die Publisher wissen, daß sie diese Spiele über das Internet gezielt an Minderjährige verkaufen können, weshalb der Retailmarkt für PC-Spiele so gut wie tot ist. Aus dem gleichen Grund scheuen Publisher unsere Indizierung wie der Teufel das Weihwasser, obwohl das kein echtes Verkaufshindernis wäre. Nur ist kaum einer der Käufer tatsächlich über 18.

    Denn so ab 16 wird die Sache mit den Mädchen viel interessanter und diese Videospiele fliegen in den Müll. Ebenso meidet man in der Industrie penibel sexuelle Inhalte weil bei sowas in Verbindung mit Minderjährigen sogar die Amerikaner nervös werden.

    Soviel dazu.

  18. Klauser sagt:

    Ob Spiel, Film oder Buch, hin und wieder packt mich die Lust auf Trash. Hirn aus und ab durch die Mitte. Meist bekomme ich dann ein recht bizarres Erlebnis geboten und es gibt Passagen, an denen ich nicht weiß, ob ich nun lachen oder weinen soll. Aber am Ende hat es dann hauptsächlich einfach Spaß gemacht, weil es genau das war, was ich in dem Moment wollte.
    Übrigens finde ich es ganz normal, daß man mal ein paar Wochen Zockpause macht, Blog hin oder her. Ist ja schließlich ein Hobby und kein Job.

  19. Armin sagt:

    WOCHEN Zockpause NORMAL??? Kann ich mir gar nicht vorstellen! Auf irgendwas hab ich eigentlich immer Bock, selbst wenn es am Ende wieder mal Imperialism ist. So manche Spiele kann ich bis zum Abwinken zocken.

  20. Harzzach sagt:

    @Joe: CoD wurde und wird mehrere Dutzend Mio. mal via Retail auf Konsolenplattform verkauft. Und was der Digitalmarkt für PC-Spiele mit Minderjährigen zu tun haben soll, erschliesst sich mir auch nicht ganz. Aber ich muss auch nicht alles verstehen …

  21. Harzzach sagt:

    Zwischenstand: Die MW-Subserie ist zwar grütziger Quatsch, aber irgendwie spassig. Als überdrehtes, grelles Huah-Comic ist das durchaus goutierbar, wenn man Bock auf dummen Trash hat. Blops hingegen … ohgottohgott, macht alles nach, was MW1 vorgelegt hat, aber nur in Schlecht. Richtig schlecht. Blops tut weh!

  22. arillo sagt:

    …was richtig schade ist. Denn das nicht-so-modern-warfare-Setting hat mich gleich angesprochen. Leider ist das Gameplay so beschissen wie in allen anderen Teilen. Das ist wie Chips aufmachen, nicht aufhören können und nach der zweiten Tüte kotzen müssen. Mit dem Unterschied, dass man mit Blops (heh^^) sehr wohl und sogar auf der Stelle aufhören kann.

  23. Harzzach sagt:

    Mit der Story hat man sich Mühe gegeben. „60er Tom Clancy“-Vibe und so. Die Umsetzung jedoch, die Umsetzung … weia! Bei den MW-Teilen waren die Skriptsequenzen wenigstens in sich halbwegs logisch. Bei Blops passieren die Dinge, weil der Entwickler ein kleiner Junge ist, der nach dem Anschauen eines Steven Seagal-Films sein erstes Actionfilm-Drehbuch schreibt. Es kracht ständig und überall, aber vollkommen zusammenhanglos, bar jeder inneren Logik und nur damit halt was kracht. In einem Abschitt war die Skriptlogik so verworren und mißverständlich, dass ich tatsächlich einen Walkthough benötigt habe, um herauszufinden, was der Entwickler eigentlich von mir erwartet zu tun.

    Grundsätzlich passt diese Art des Skriptschlauches auch überhaupt nicht zur Story. MW1-3 waren so gerade noch erträglich, weil die Hysterie des Skriptschlauches mit seinem ständigen Kaboom ideal zur hysterischen Story gepasst hat. Das war eine Einheit. Blops hingegen … wir müssen wieder ein CoD machen, aber wissen nicht, was wir damit anfangen sollen. Man merkt deutlich, dass die „Gründer“ dieser Art interaktiven Films ausgestiegen sind und andere Studios keine Ahnung davon haben.

  24. Boreas sagt:

    Du Sau! Jetzt habe ich durch das ganze reden von CoD den letzten CoD-Teil ausgegraben den ich besitze, weil ich darauf Lust bekommen habe. World at War. Hatte den wohl sogar noch ganz „gut“ in Erinnerung. Meine Erinnerung hat mich Betrogen.

    Wie kann man ein Spiel entwickeln welches zu 100% Run&Gun ist, und dabei das Gunplay so versauen? Wenn sich wenigstens die Waffen gut anfühlen würden könnte man die lächerlich dummen Gegner ja ignorieren. Aber nein, die Waffen fühlen sich an wie Plastik, und die Gegner sind im Vergleich zu F.E.A.R 1/2 oder Far Cry 4 einfach nur Kartoffeln.
    Jaja, ich weiß, selbst schuld wenn ich CoD starte, aber wieso versucht nicht einer mal so etwas wie Fear? Die Gegner waren heftig gescriptet (laut Entwickler), und haben sich nur anhand der Position des Spielers, und vorgefertigten Levelboxen Taktiken benutzt, und sich trotzdem „Schlau“ angefühlt.
    Wirst du deine Anti-Qualitätsoffensive eigentlich nach CoD weiterführen? Vielleicht mit Medal of Honor, Fear 3, oder Battlefield?

  25. arillo sagt:

    Hab heut aus Scheiß auch mal CoD: Ghosts angespielt. Hab nach dem dritten Level alles wieder gelöscht. Lieber ess ich die Füße meiner Oma, als den Quatsch weiterzuspielen.
    Dass GTA5 eine glaubwürdigere und vor allem bessere, weil spaßigere Shootermechanik hat als ein Military-Shooter dürfte wohl kaum Fragen offen lassen.

  26. Harzzach sagt:

    Ja, nä? Is grauenvoll. Anfänglich ist man noch fasziniert von all dem unglaublichen Quatsch, der hier abgefackelt wird, aber das ermüdet sehr schnell. Blops 2 spiele ich jetzt mit Trainer und spaziere gemütlich die Checkpoints ab, was die Sinnlosigkeit dieser Shooter-Simulation nur noch deutlicher macht.

  27. arillo sagt:

    Vor allem fallen mir immer wieder die Stellen auf, wo die „schöne“ Kulisse aufhört und Gegner wie Statisten auf irgendwelchen Brücken im Hintergrund sinnlos von links nach rechts und gleichzeitig in die andere Richtung sprinten, während man unten eine Gegnerwelle nach der anderen bearbeitet. So lächerlich alles. Das Spiel, die Inszenierung, die – siehe oben – letzten Endes auch mittelmäßig ist, die Verkaufszahlen und die Fans, die sich das jedes Jahr reinfahren und einen drauf abbohnern, irgendwelche Special Editions zu kaufen.

  28. Joe sagt:

    Ja, nä? Is grauenvoll. Anfänglich ist man noch fasziniert von all dem unglaublichen Quatsch, der hier abgefackelt wird, aber das ermüdet sehr schnell.

    Es gibt doch diese Pazifisten-Playthroughs wo irgendwelche Schlauberger Military-FPS durchspielen, ohne einen einzigen Schuß abzugeben, einfach nur durch Positionsveränderung die Scripte starten lassen…

  29. anigunner sagt:

    Irgendwie hast du mich mit der hinrlosen Ballerei angesteckt. Stecke gerade bei Tera mit der Arkaningenieurin fest und habe irgendwie mit kurzen Schüben ziemlich Spaß. Obwohl es grinden pur ist, die ganzen Gegner strotzdoof in der Gegend rumstehen und das Respawnverhalten im Sekundenbereich liegt. Macht aber alles nichts wenn man mit einer Hochelfe und einer halben Haubitze unterm Arm die Gegner mit mächtig Rums traktiert. Es passt irgendwie überhaupt nicht in diese 0815-Fantasywelt, aber genau das macht gerade den Spaß aus. Scheiss drauf, nimm den ganzen Mist nicht zu ernst und halt einfach drauf. So wohltuend wenn jedes Fantasy-MMO so episch und ernst wie möglich sein will…

    Irgendwo scheint jeder seinen wunden Punkt für simple Freuden zu haben.

  30. Harzzach sagt:

    CoD ist KEINE simple Freude. Die SP-Kampagnen von CoD sind nichts weiter als Verarsche. Vor allem in späteren Iterationen tut das alles nur noch weh.

    Serious Sam ist eine simple Freude, Painkiller, Doom und andere Arcade-Shooter. Wo es darauf ankommt, dass Du, der Spieler, nach Herzenslust ballerst. Bei CoD kommt es nicht darauf an, dass Du ballerst. Es kommt nur darauf an, dass Du Linie X überschreitest, damit Ereignis Y ausgelöst wird. Und zwischendurch QTEs fürs cineastische Feeling.

  31. Das Alien sagt:

    „Und was der Digitalmarkt für PC-Spiele mit Minderjährigen zu tun haben soll, erschliesst sich mir auch nicht ganz. Aber ich muss auch nicht alles verstehen …“

    Na, irgendwie würde das zu meiner Theorie passen, warum Valve immer noch keinen brauchbaren Alterscheck für deutsche Spieler und Kunden eingeführt hat. Immerhin dürfen selbst Spiele, die auf dem A-Index stehen, ganz normal verkauft werden, auch in Form von Downloads, nur für Minderjährige dürfen sie eben nicht zugängig sein.

    Mein Verdacht ist, dass ein Alterscheck nicht immer noch fehlt, weil Valve Zeit und Ressourcen fehlen. Immerhin wird dorten immer ganz schnell umgesetzt, was auch nur ansatzweise nach Geld riecht. Ich denke einfach, dass man mit Spielen, welche zwar als „Ab 18“ gekennzeichnet sind, jedoch reihenweise von Minderjährigen gekauft werden, Paysafecard etc sei dank, viel mehr Geld in die Kassen spülen. Und ein valider Alterscheck würde diese Geldquelle doch gehörig schrumpfen lassen. Das ist natürlich nur eine ganz persönliche Theorie.

  32. Harzzach sagt:

    Warum sollte Valve extra für deutsche Kunden Age Verification einbauen? Rentiert sich doch überhaupt nicht. Man hält sich nur an die Vorgaben der Publisher und filtert mit IP. Fertig.

    Denn auf das Geld derjenigen, die keinen Bock auf deutsche Spezialversionen haben, kann Valve offenbar verzichten. Und offenbar gibt es genug deutsche Kunden, die ohne zu zögern zugreifen.

  33. Das Alien sagt:

    Ist ja auch nur so eine Theorie. Aber dass viele deutsche Kunden sich offensichtlich mit zensiertem Mist zufrieden geben, ist leider eine traurige Tatsache. Da muss man nur mal durch die Beiträge deutscher Kunden bezüglich „Wolfenstein: TNO“ querlesen. Ich hätte auf die Symbol verzichten können, aber die allein verfügbare deutsche Synchro war… was kommt eigentlich nach gruselig? Aber viele anscheinend taube Kunden fanden es gaaaaanz toll und haben diese Praxis auch noch verteidigt.

    Da kommt mir dann immer wieder der Spruch von den millionen Fliegen, die sich nicht irren können, in den Sinn…

  34. Joe sagt:

    Mein Verdacht ist, dass ein Alterscheck nicht immer noch fehlt, weil Valve Zeit und Ressourcen fehlen. Immerhin wird dorten immer ganz schnell umgesetzt, was auch nur ansatzweise nach Geld riecht. Ich denke einfach, dass man mit Spielen, welche zwar als “Ab 18″ gekennzeichnet sind, jedoch reihenweise von Minderjährigen gekauft werden, Paysafecard etc sei dank, viel mehr Geld in die Kassen spülen. Und ein valider Alterscheck würde diese Geldquelle doch gehörig schrumpfen lassen. Das ist natürlich nur eine ganz persönliche Theorie.

    Wenn man sich mal kurz ansieht, an welche Zielgruppe sich „Gamer-PCs“ wenden (einfach mal das typische Kinderzimmer-Gehäusedesign der „Steam Machines“ auf sich wirken lassen) und wohin Microsoft andererseits mit der „Xbox One“ möchte, kann man schon recht klar beurteilen, wie die Publisher sich den Multiplattform-Markt demographisch aufgeteilt haben.

    Die Grenzen sind natürlich nicht scharf gezogen, aber es ist doch (auch aus den Foren) recht klar, welches Klientel Valve da hauptsächlich seiner PC-Nische bedient: Gerade noch Minecraft gespielt und nun mit dem Lieblingsgeschnetzel leider nicht an der Kasse vorbeikommen können. Wie gut, daß es Downloads gibt, da kontrolliert keiner! Oben drauf:

    – alterstypisch kein Geschmack und völlig kritiklos
    – unbegrenzten Zugriff auf fremdes Geld (Papas Brieftasche)
    – zu dumm zum Raubkopieren

    Und schon verkaufen sich Vollpreis-Downloads mit Accountbindung.

    Ist ja auch nur so eine Theorie. Aber dass viele deutsche Kunden sich offensichtlich mit zensiertem Mist zufrieden geben, ist leider eine traurige Tatsache.

    Auch die verstümmelten Versionen sind erst ab 18. Die Verstümmelungen finden ja nur statt, um nicht auf Liste B zu landen, wo dann tatsächlich eine richtige Altersprüfung gefordert ist und nicht nur so eine Lala-„Empfehlung“.

    An Nur-Volljährige verkauft man offenbar nur noch einen Bruchteil, zumindest beim PC. Konsolennutzer haben ja kein Problem, die importieren sich die Scheibe einfach von irgendwoher.

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