The original indie dev

Lesenswertes Interview mit Jeff Vogel

Jeff Vogel. Jeff von Spiderweb Games. Avernum, Geneforge, Avadon. Nach AAA-Standards urtümliche, fast schon prähistorische Rollenspiele. Aber diese Spiele haben was.* Mehr als man ihnen auf den ersten Blick ansieht. Interview mit einem Game Dev-Atavismus. Lesen. Bitte. Ist lehrreich.

*Mit Avadon 1 hatte ich längeren Kontakt. Ja, ist total prähistorisch alles. Aber es hat irgendwas. Kann den Finger nicht drauflegen und es genau benennen. Aber es hat was. Sobald ich es benennen kann, schreibe ich endlich was über „das“.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Interview.

10 Kommentare zu “The original indie dev

  1. Longbow sagt:

    Hey, danke fürs aufmerksam machen. Ich kann Geneforge wirklich empfehlen. Avernum dagegen scheint bei mir nicht richtig klick zu machen. Avadon muss ich erst noch anfangen, wenn ich Avernum 3 – 6 durchgespielt habe.
    Soweit ich gesehen habe, haben auch alle Spiele von Jeff Vogel große Demos. Das sollte bei der Kaufentscheidung helfen.

  2. shenmue sagt:

    Ich schließe mich mal dem Dank an, sehr gutes Interview.

    Man könnte meinen, wenn man sich „moderne“ Rollenspiele anguckt, das Bethesda, Bioware und Co. im Team eine Person haben die nur halb so talentiert ist wie Jeff Vogel, der Rest besteht aus Grafikern, Grafikern, Texturenspezialisten, Grafikern, Haaranimateur, PR, Marketing, PR, Marketing und noch viel mehr unwichtigen Leuten🙂

  3. Andreas sagt:

    …leider alle ohne deutsche Lokalisierung.

  4. Harzzach sagt:

    Für eine gescheite Loka hat er kein Geld und Fan-Übersetzungen lehnt er meines Wissens ab, weil er (durchaus zu Recht) mehr Schaden durch eine schlechte Übersetzung als Nutzen durch zusätzliche Umsätze befürchtet.

    Man schaue sich nur Wasteland 2 an. Unkoordiniertes Übersetzungswirrwarr, viele Fehler, peinliche Fehler. Oder die Katastrophe mit Oblivion, weil Bethesda dachte, dass bisschen Loka selber machen zu können. „St. Tr. d. Le.“ lässt grüßen.

  5. Akabei sagt:

    Die sind allesamt seit einem Humble Bundle im Juli 2013 in meinem Pile of Shame.😦

    Ich fürchte fast, dass mir in diesem Leben nicht mehr genug Zeit bleibt den komplett abzuarbeiten. Gerade für RPGs benötigt man naturgemäß sehr viel Zeit, die bestenfalls auch noch zusammenhängend ist. Ich komme jedenfalls in kein Rollenspiel mehr rein, wenn ich es zwei, drei Wochen nicht mehr gespielt habe und jeden Tag zehn Minuten bringen einen auch nicht wirklich weiter.

    Kann sein, dass der Steam Key für die Geneforge Saga aus einem Indie Royale Bundle von mir noch nicht in einem anderen Forum verschenkt wurde, beschwören kann ich es aber nicht. Versucht mal euer Glück mit: 7G30I-2RYZE-PTBY6

  6. Minando sagt:

    Avadon ist nicht übel. Nur: Spiderweb macht seit Jahren immer wieder das gleiche Spiel. Zumindest optisch sind die Avadons und Avernums kaum von einander zu unterscheiden, bei so einer kleinen Truppe ist das verständlich, aber es nimmt der Sache auch den Reiz: hat man ein Avernum-/Avadon Spiel durch hat man im Prinzip alle gesehen.
    Um die Leute trotzdem bei der Stange zu halten muss Spiderweb also jedesmal eine richtig gute Story aus dem Ärmel schütteln.
    Vielleicht meintest du das mit dem „das“.

  7. Minando sagt:

    Edit: nebenbei: hab ich das richtig gelesen, Mr. Vogel arbeitet an einer Neufassung von Geneforge ? Womöglich gibts sogar Pläne für iOS/ Android ?
    DAS wäre mal was…

  8. Uranochos sagt:

    @Minando:
    Na siehst Du, auch für Dich ist wieder etwas dabei.
    ——–
    Vielleicht besteht das „besondere Etwas“ bei diesen Spielen darin, dass in allen seine Handschrift zu erkennen ist. Er sagt ja auch im Interview, dass er vor Allem daran interessiert ist, seine ureigene Vorstellung umzusetzen, und deshalb alleine arbeitet.

    Ähnlich wie bei manchen Schriftstellern sieht man möglicherweise den Effekt, dass sie am Anfang ihrer Karriere originelle Ideen, aber noch keinen gefestigten Schreibstil hatten, und jetzt, da sie gut schreiben können, liest sich alles gleich.

    Mir imponiert bei Jeff Vogel, dass er versucht, sich selbst treu zu bleiben und nicht mit Gewalt seine Spiele in spieltheoretische Zwangsjacken zu schnüren.

    Mit Exile hatte ich damals™ einige schöne Stunden, habe aber nicht die Zeit, mir die Remakes nochmal vorzunehmen.

  9. Falcon sagt:

    ach, den gibt es immer noch?
    Ich frage mich bei solchen – quasi offline – Schmieden immer, woher die eigentlich ihre Aufmerksamkeit(=Kunden) beziehen und wie der davon leben kann.

  10. Harzzach sagt:

    Vogel hat im Vergleich zu einen Studio mit z.B. 30-40 festen und freien Mitarbeitern natürlich minimale Kosten. Er muss maximal nur zwei, drei Freelancer bezahlen. Er muss dann auch nicht mehrere hundertausend Einheiten eines Spieles verkaufen, sondern kann schon vom Umsatz einiger zehntausend leben.

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