Das Anachronox-Remake

Es gibt Spiele, die hat man in sein Herz geschlossen. Für immer. Auch wenn sie alles andere als perfekt sind. Auch wenn sie einen mitunter zur Weißglut treiben. Aber so ist Liebe. Liebe sucht man sich nicht bequem im Katalog aus, Liebe überfällt und überkommt einen. Rücksichtslos und ohne Skrupel. Aus dem heiteren Himmel oder schleichend im  Laufe der Jahre.

So ging es mir mit Anachronox. Vor fast genau fünfzehn Jahren fand sich auf einer Magazin-CD dieser Teaser:

Ja, das ist keine HD-Qualität, aber ich hoffe, dass zumindest die Atmosphäre ansatzweise rüberkommt. Man versprach ein bladerunneresques Setting, gefüllt mit fremden Welten, Raumschiffen und Aliens. Alles dargestellt mit der seinerzeit ungeheuer populären Quake 2-Engine. Und weil “Blade Runner” zufälligerweise mein Lieblingfilm unter all meinen Lieblingsfilmen ist … ich hatte nie wirklich eine Chance. Anachronox wurde mein Lieblingsspiel, noch ehe ich überhaupt eine Sekunde damit verbracht hatte. Und zum Glück war es dann auch ein ganz passables Spiel, so dass ich mich nicht selbst verleugnen musste, um weiterhin behaupten zu können Anachronox würde zu meinen Lieblingsspielen gehören.

Nun sind fünfzehn Jahre vergangen. Das Team hinter dem Spiel existiert nicht mehr, der damalige Publisher hat zwar noch die Rechte, aber gerade ganz andere Sorgen. Immerhin kann man das Spiel heute noch offiziell erwerben und immerhin läuft es auf modernen Windows-Versionen noch anstandslos. Ein Hoch auf John Carmacks Programmiertalent.

Rein optisch hat sich das Spiel ganz ordentlich gehalten …

anox 2014-08-29 03-07-52-74

… weil die Leveldesigner und Texture Artists sich derart in Details verloren haben, dass zumindest ich kaum den Wunsch nach höher aufgelösten Texturen oder Modellen verspüre. Zudem gibt es auch entsprechend modifizierte Startdateien für alle möglichen Widescreen-Auflösungen, so dass man zusammen mit allen Bells & Whistles des GPU-Treibers ein optisch richtig schönes Bild hinbekommt.

Was mich an Anachronox schon damals angekotzt hat (und heute noch mehr), das ist das unglaublich klotzige und zähe User Interface. Wäre Anachronox nicht ein durch und durch reines PC-Spiel, ich würde fast behaupten hier wieder ein äußerst schlampig konvertiertes Konsolenspiel vor mir zu haben und frustriert das Keyboard aus dem Fenster werfen. Hier hat Tom Hall, Lead Designer des Spieles, seine eigene Liebe zu Final Fantasy (bewusst oder unbewusst) auf die Spitze getrieben, denn Anachronox ist inhaltlich und spielerisch nichts weiter als eine Hommage an diese Serie.

Dies alles an Einleitung gesagt habend, kommen wir nun zum eigentlichen Anliegen meines Geschreibsels.

Wenn ich jemand wäre, der in der Lage ist ein Team aus engagierten Programmierern und Künstlern zusammenzubringen und idealerweise schon Erfahrung in diesem Bereich hat, was würde ich tun, um ein Remake von Anachronox zu realisieren?

Nun, zuerst würde ich natürlich Square Enix fragen, ob man mir denn die Rechte an Anachronox verkaufen oder sie zumindest für ein Remake oder eine dieser neumodischen HD-Versionen lizensieren würde. So wie Harebrained Schemes von Microsoft das Recht bekommen hat ein Shadowrun-Videospiel zu machen.

Dafür würde ich mir überlegen, in welchen Ausbaustufen so ein Remake umgesetzt werden könnte.

Anachronox Remake Mark I: Die Lidl-Version

  • neues, besseres Interface
  • Anpassung an moderne Windows-Versionen
  • bequemere Unterstützung für Widescreen-Auflösungen
  • zusätzliche APE-Spiele für Sly’s Spielekonsole
  • Beheben bekannter, noch offener Bugs

Das Spiel bleibt ansonsten unverändert, inhaltlich und spielerisch bleibt alles beim alten.

Anachronox Remake Mark II: Die Aldi-Version

  • alles von Remake Mark I
  • überarbeitete, höher aufgelöste Texturen
  • überarbeitete, höher aufgelöste Modelle
  • überarbeitete Sounds
  • Erweiterung der Quake 2-Engine mit aktuellen DirectX-Effekten
  • zusätzliche Quests, Maps und Partymitglieder (wenn mit vertretbarem Aufwand in bestehendes Spiel integrierbar)

Das Spiel bleibt ansonsten unverändert, spielerisch bleibt alles beim alten.

Anachronox Remake Mark III: Die KaDeWe-Version

  • das Spiel wird komplett neu mit einer aktuellen Engine erstellt
  • der erste Spielabschnitt “The Bricks” wird (in Anlehnung an das Original) komplett neu erstellt, um die bekannten Pacing-Probleme beim Storyablauf zu lösen. Nie mehr Stunden damit verbringen Lifts rauf- und runterzufahren.
  • es gibt zusätzliche Quests, zusätzliche Gebiete und zusätzliche Party-Mitglieder
  • es gibt ein Prequel-Abenteuer, in dem das Geschehen, welches zum Tode von Fatima und ihrer anschließenden Digitalisierung geführt hat, näher beleuchtet wird.

Sobald Square Enix Grünes Licht gibt, wird das Budget für die drei Remake-Versionen kalkuliert und eine entsprechende Crowdfunding-Kampagne samt Stretch Goals aufgesetzt, idealerweise schon mit Mockup-Screens oder gar Videos, wie das neue Interface aussehen soll, wie eine Spielszene mit neuen Texturen und wie ein vollständiges Remake in der gewählten Entwicklungsumgebung aussehen könnte.

Ob Square Enix tatsächlich Interesse an so einem Remake haben würde, wenn man nur einen simplen Lizenzvertrag aufsetzen muss und sonst keine anderen Kosten damit hat? Ob sich überhaupt genug Fans finden, die so ein Remake finanzieren würden? Ich weiß es nicht. Ich würde dafür jeden Cent geben, den ich entbehren kann, aber ich kann nur für mich sprechen. Anachronox gilt zwar unbestritten als Kultklassiker, aber so richtig populär war es nie.

Nehmen wir einfach an, dass SE bereit ist die Rechte an uns zu lizensieren  und nehmen wir weiterhin an, dass wir zumindest genug Kohle für ein einfaches HD-Remake mit vielleicht neuen Texturen bekommen. Denn das ist nur der erste Schritt in meinem perfiden Langzeitplan. Dieses Remake soll nämlich nur als finanzielle Grundlage für … ANACHRONOX 2 dienen. Jahaaa!

Denn Anachronox endet leider in einem derben Cliffhanger, in dem der Obermotz entkommt und das BÖSE über das Universum hereinbricht.

“Danke, Mr. Boots, für Ihre Unterstützung. Ohne Sie hätte ich es nie geschafft!”

Dohhh!

Das muss fortgesetzt werden. Sylvester “Sly” Boots gibt nicht auf. Niemals! Die Welt braucht Anachronox 2. Oder alles ist verloren!!!!!!!!!!!

Fühlt sich da draußen eventuell jemand angesprochen? Hallo? Jemand da? Anachronox 2?

*winsel* *jaul*

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18 Kommentare zu “Das Anachronox-Remake

  1. Andreas sagt:

    OMG. Wie konnte ich Anachronox nur übersehen, wo “Blade Runner” zufälligerweise auch mein Lieblingsfilm unter all meinen Lieblingsfilmen ist?!?

    Aber um auf Deine Frage zu antworten: Ja, ich will!

  2. Harzzach sagt:

    Bist Du zufällig jemand, der ein entsprechendes Team zusammenstellen kann und in der Lage ist, so ein Projekt halbwegs kompetent umzusetzen? Oder doch „nur“, wie ich selbst auch, ein hoffnungsvoller/loser Fan, der beim leisesten Anzeichen eines solchen Projekts sofort eine Hypothek auf das eben erst sauer abbezahlte Haus aufnehmen und die Studiensparkonten der Kinder plündern würde?

    Wenn Du Anachronox noch nicht kennst, dann sei gewarnt. Das Spiel macht es Dir den Einstieg nicht leicht. Das Interface ist, hmmm, gewöhnungsbedürftig, das Questlog nur rudimentär (Bleistift und Papier für all die Nebenquests bereithalten. Oder ein gutes Gedächtnis haben) und der Spielbeginn ist so unglaublich zäh, weil man 90% der Zeit nur damit beschäftigt ist in Liften zu stehen und sich vor lauter Hin und Her die Schuhsohlen abzulaufen. Auch empfiehlt es sich NICHT den leichtesten Schwierigkeitsgrad zu nehmen, weil ein Großteil der Kämpfe auf diesem Level so schnell vorbei sind, dass man kaum all die tollen Sonderfertigkeiten der Helden kennenlernen und nutzen kann. Was man sonst noch an hilfreichen Tools und Patches benötigt, gibt es im GOG-Forum nachzulesen.

    Wenn man sich aber nicht hat abschrecken lassen … das ist so ein obercooles Spiel. Eines der wenigen Spiele, die tatsächlich für Erwachsene gemacht wurden und nicht für (männliche) Jugendliche, die gerne „Erwachsen“ tun wollen.

  3. Furnel sagt:

    Weil hier gerade von ambitionierten Projekten die Rede ist, möchte ich an dieser Stelle mal die Doku Jodorowsky’s Dune empfehlen Trailer.
    Wirklich interessant und mitreißend erzählt und ganz sicher nicht nur für Fans des Dune Buchs/Films einen Blick wert.

    Anachronox hatte ich in fernerer Vergangenheit immer mal wieder auf dem Schirm und doch ist es nie zu einer direkten Begegnung zwischen uns gekommen. Die originale Version werde ich mir aber vermutlich nach deinen Schilderungen nicht mehr geben. Ich warte dann lieber auf das Remake 😉

  4. bos sagt:

    Ohja, Anachronox. Das war damals die Antwort des Westens auf den JRPG Hype. Es kam kurz nach FF8 raus und war dann aber doch irgendwie nicht so die Erfolgsbombe glaube ich… Dabei fand ich es wesentlich besser als die Final Fantasies. Ich habe es als wesentlich komplexer in Erinnerung, jedenfalls bilde ich mir immer ein dass ich nicht alles von dem Spiel gesehen habe und das führt im Nachhinein immer zu einer gewissen Mystifizierung (ich bilde mir das bei Deus Ex auch ein – da habe ich beim dritten Durchspielen noch komplett neue Areale gefunden). Auf jeden Fall ware es unglaublich vielfältig, da war glaub ich irgendwie alles dabei was man sich Scifi mäßig so einfallen lassen kann. Die Story war allerdings dementsprechend ein bisschen wirr glaube ich, fast schon satirisch, aber das hat mir gut gefallen, vor allem im Vergleich zu dem triefenden Kitsch aus Japan. Ja wäre ein Kandidat für ein Remake, auf jeden Fall ein gutes Beispiel dafür, wie sehr wir im Gamesbereich mit den Jahren unsere Ansprüche heruntergeschraubt haben was Umfang und Komplexität angeht.

    Was Dune angeht, das ist zwar eigentlich off Topic aber hey, es ist Dune, das kann man immer mal anbringen! Irgendwie ist es schon eine Ironie der Geschichte, dass zu Zeiten verfilmter LSD Trips die visuellen Technologien nicht zur Verfügung standen so was bezahlbar umzusetzen. Heute haben wir die Technik, aber alle machen schnöde Superheldenfilme die nun wirklich alles andere als visuell wegweisend sind. Vielleicht sollten Studenten an Filmhochschulen wieder mehr LSD nehmen…

  5. Harzzach sagt:

    @Filme: Es liegt nicht an den Studenten der Filmhochschulen …

    In den USA boomen ja seit Jahren die TV-Serien in Sachen Qualität. Der Konkurrenzkampf der Kabelsender und jetzt mit Netflix führte seltsamerweise zu einem Anstieg (!) der Qualität, anstatt zu einem Anbiedern an diverse Geschmacklosigkeiten. Zum Beispiel ein Game of Thrones ist nur deswegen möglich, weil HBO Zuschauer langfristig binden und nicht an Netflix und andere Streamingportale verlieren will. In den USA heisst es mittlerweile, es gab TV vor Netflix und jetzt gibt es TV seit Netflix. Da ist ungeheure Bewegung in den Markt gekommen, alte Abhängigkeiten und Gesetzmäßigkeiten lösen sich auf, viele neue Chancen eröffnen sich und viele Zuschauer belohnen erstaunlicherweise Qualität, anstatt dem alten Mantra zu folgen, dass sie angeblich nur platte, billige Unterhaltung sehen möchten.

    Ich bin gespannt, was Netflix in Deutschland auslösen wird, wenn auch hier erste deutsche Eigenproduktionen anlaufen, die qualitativ um Lichtjahre über dem liegen, was ARD/ZDF und Private sonst so verpilchern. Ermutigend ist, dass man sich bei Netflix auch ganz genau angeschaut hat, was die Deutschen an Serien aus dem Netz laden, wo die Lücken des offiziellen Angebotes sind 🙂

  6. gamer83.de sagt:

    Interessant! Auch ich als großer Blade Runner Fan habe von diesem Titel noch nichts gehört. Gerne würde ich ihn etwas anspielen. Nur gefällt mir der Anfang wie du ihn beschreibst nicht. Ewiges hin und her wandern und Aufzüge fahren schreckt mich generell ab. Aber irgenwie bekam ich beim Stichwort Blade Runner wieder Lust auf das Adventure zum Film…

  7. War Anacronox nicht das Spiel, was ganz schön bizarr wurde, stellenweise? Für europäische Gemüter etwas seltsam? Oder verwechsel ich da gerade was?
    Ich bin der Meinung ich hätte Anachronox (durch)gespielt, aber sicher bin ich nicht mehr…

  8. Harzzach sagt:

    Bizarr? Anachronox? Nö! Ungewöhnlich? Ja! Es sei denn, geschrumpfte Planeten, die Dich als Partymitglied begleiten, sind etwas bizarres. Oder Minispielchen, wo man Boots an einem Tanzwettbewerb im Stripclub teilnehmen lassen kann? Aber hey, in FF7 gab es ja auch Crossdresser. Von daher …

  9. Ja gut, wir sind alle Kinder unserer Zeit, da sind Planeten als Begleiter jetzt wirklich nicht die Welt… oder halt doch, je nach Standpunkt.
    Aber gut, dann haben wir das gleiche Spiel im Kopf.
    Wird gar nicht mehr gemacht, sowas. Kann man wahrscheinlich keinem mehr antun, sowas.
    Also sowas kreatives, mit eigenem Stil und so…
    Oder leidet das übliche Schicksal, Kritiker loben es, keiner kauft.
    Aber genau DAFÜR wäre ja Kickstarter da. Zu gucken, ob man die Nische wirklich füllen kann, ob man genug Leute begeistern kann, die Idee zu bezahlen, so dass man für die Realisierung seiner Idee mindesten mit einer schwarzen Null geht.

  10. Andreas sagt:

    Ja, ja, Kickstarter. Wenn sich aber niemand meldet, der Willens UND in der Lage ist den Anfang zu machen, dann wird’s auch nichts mit dem Crowdfunding. Und hier hat sich bis jetzt so jemand nicht gemeldet. 😦

    @Harzzach: Sorry, bin auch „nur“ Spieler. Ich entschied mich damals bewusst gegen die Computerspiele-Branche, ahnend, dass der Moment kommt, wo ich es bereuen werde. Wenn ich jedoch so zurückblicke, hat es erstaunlich lange gedauert. 😉 Und danke für die Warnung aber das schreckt mit nicht. Habe in diesem Jahr schon die DSA Nordland-Trilogie und Might and Magic World of Xeen gespielt, das ist aus heutiger Sicht auch gewöhnungsbedürftig. Und das mit dem Schwierigkeitsgrad werde ich mir merken.

    @gamer83.de: Blade Runner von Westwood (gibt es ein anderes Blade Runner Spiel?) ist das einzige Computerspiel, dass ich 2x ganz durch gespielt habe! Und wenn man mal nicht weiter weiss, einfach auf dem Balkon des eigenen Apartments stehen, Ausblick und Musik geniessen, grossartig…

  11. froschhund sagt:

    @Harzzach

    Ich hab jetzt zwar endlich mein Studium (Software Engineering) an der TU Wien abgeschlossen, aber mir käme NIE die Idee, so ein Projekt wie du es vorschlägst umzusetzen. Zumindest jetzt fühle ich mich noch nicht qualifiziert genug, etwas in dieser Größenordnung zu managen.

    Worüber man allerdings reden könnte, und das ist ein Gedanke, an dem ich schon länger hänge, wäre ein Spiel im Stil von „Legend of Grimrock“, also ein Dungeon Crawler alter Schule. Ich finde, sowas wäre noch halbwegs realistisch.

    Meine Idee wäre es, das klassische Gameplay um Zeit-Manipulation zu erweitern – man kann beispielsweise die Zeit verlangsamen, aber auch vorspulen (so ähnlich wie Braid). Das würde meiner Vorstellung nach eine völlig neue Dimension in das Gameplay bringen, wenn es zum Beispiel Elemente innerhalb der Spielwelt (Tore, Schalter, Bodenplatten) gibt, die darauf unterschiedlich reagieren bzw. unterschiedlich davon betroffen sind.

    Ich hab in meinem Eifer vor einiger Zeit mal einen Prototypen für das grundlegende blockbasierte Leveldesign und das Movement in der Java 3D-Engine „jMonkey“ (ich bin halt hauptsächlich Java-Programmierer) umgesetzt und war regelrecht erstaunt, wie einfach das technisch mittlerweile ist, wenn man sich etwas mit Computergraphik und Vektoren, Transformationsmatrizen usw. auskennt. Wahrscheinlich wäre das in einer anständigen 3d Engine wie der Unreal-Engine oder von mir aus Unity sogar noch komfortabler.

    Woran es halt bei mir scheitert, sind die Assets. Ich hab keine Begabung bzw. kein Interesse für 3D-Modelling, Graphiken, Animationen usw. Für Musik / Sounddesign hätte ich jemanden, aber alles andere ist halt unbezahlte Arbeit für talentierte Leute, und wer will das machen?

    Falls sich allerdings jemand findet oder jemand jemanden kennt, dem meine Idee zusagt, dann rührt euch ruhig, man kann gerne mal drüber reden.

  12. askies sagt:

    Sau geile Atmosphäre, super 1A Dialoge, Hammer Gags am laufenden Band. Schönes Spiel. Die Kämpfe nerven leider nur auf wenn Gramps super Attacke jedesmal höchst amüsant ist.

    Ach ich mag das Spiel auch ganz besonders, aber es aber nach zig Anläufen nie durchgespielt…

    Für mich braucht der Titel übrigens keinen Remaster, weil einfach keiner dem Spiel gerecht werden würde. Das Interface hat mich übrigens nie gestört…

  13. Harzzach sagt:

    @Zeitmanipulationen:
    Das könnte GERADE in einem klassischen Dungeon Crawler gut funktionieren, weil es eine begrenzte Umgebung mit einem beschränkten Set an Bewegungen ist. Deswegen klappt das auch in Braid recht gut, während es in Shootern wie Timeshift oder Singularity immer etwas gezwungen wirkt. Verfolg’s mal weiter, vielleicht wird eines Tages was draus 🙂

    Oder Du versuchst Dich mit einem Mod zu Grimrock 1 oder demnächst Teil 2.

  14. Andreas sagt:

    Kann mir bitte jemand erklären, was der Unterschied zwischen der Premier Collection und der Standard Edition ist? Bei Amazon ist der Preisunterschied nicht unerheblich.

  15. Harzzach sagt:

    So weit ich das noch im Kopf habe war „Premier Collection“ der Name für die Budget-Releases von Eidos. Die „Standard Edition“ sollte die Vollpreis-Releaseversion sein.

  16. Nukenin sagt:

    Ja, also da Anachronox nicht nur auch mein absolutes Lieblingsspiel ist sondern auch meine Hauptinspiration für ein bei uns mittlerweile seit 10 Jahren gespieltes PnP-Rollenspiel ist, kann ich nur sagen: Egal was du tun musst, sieh‘ zu, dass dieses Remake und der zweite Teil zustande kommen!

  17. Crush sagt:

    Ich finde auch Anachronox ist eines der besten Spiele der letzten 20 Jahre wenn nicht sogar das Unterhaltsamste und verdient absolut ein Remake, Prequel, Sequel oder was auch immer. Vor kurzem habe ich gelesen, daß Mass Effect die epischste und beste Storyline aller Zeiten hätte mit dieser Roboter-Rasse, die alle im Universum ins Steinzeitalter befördern will. An sich finde ich Mass Effekt ist locker unter meinen Top 10, doch die Story von Anachronox ist nicht nur faszinierender, epischer, fantasievoller, atmosphärischer und topt die Mass Effect Story locker trotz seines Alters. Abgesehen davon sind die Charaktere vielschichtiger, lustiger und die Ereignisse sind einfach gigantischer als alles andere was ich so gesehen habe. Wie das wohl heute mit der neuen Unreal Engine aussehen würde…?

  18. Andreas sagt:

    Aufgrund dieses Beitrags habe ich mir das Spiel gekauft und durchgespielt.

    Grundsätzlich finde ich, dass SiFi gegenüber Fantasy den Nachteil hat, Technologien erklären zu müssen und das hat hier auch voll zugeschlagen: Vieles auf der langen Liste an Gegenständen im Gruppeninventar war mir bis zum Schluss unverständlich – da ich aber immer genug Geld hatte, musste mich das nicht sorgen. Auch die Kämpfe habe ich (gefühlt) bis zum Ende nicht ganz ausgereizt und meist nur die Standardangriffe genutzt. Das Problem daran: ich hatte nicht den Eindruck, dass das Folgen hatte. Ich hatte also nie das Gefühl einer Herausforderung. Das war schon schade. Ein Remake sollte also schon die Mechanik deutlich verbessern.

    Vermutlich wäre ich, hätte ich Erfahrungen mit JRPGs, auch nicht so irritiert gewesen über die Animationen im Kampf. Aber auch wenn sie den Ablauf imho schon gebremst haben, empfand ich das unter Strich kauzig/erfrischend.

    Probleme mit der Orientierung auf Anachronox hatte ich natürlich auch aber das war durch das Setting ja gut begründet und es gab Schilder und die fliegenden PC-Konsolen. So etwas finde ich viel passender als eine Automap mit Markern.

    Richtig, richtig gut war die Atmosphäre, besonders auf Anachronox und Sander Station! Ich hatte selten so viel Spass durch Gänge zu laufen und jeden NPC anzusprechen. Dazu das tolle Sounddesign, die Atmo und Musik! Auch alles hier schon erwähnte, der Witz, die schöne Story, die tollen Charaktere, kann ich alles unterschreiben.

    Kurz: eine Crowdfunding-Kampagne würde ich sehr wahrscheinlich unterstützen.

    Und: Danke für den Hinweis auf das Spiel!

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