Zeichen und Wunder

EA ist ein Scheissverein und die Origin-Plattform die Ausgeburt des Teufels!

So, nach dem Abfeiern dieser fundamentalen, in Stein gemeißelten und Ewig Geltenden Wahrheiten möchte ich an dieser Stelle nur erwähnen, dass ich es gut finde, dass es EA und Origin gibt. Denn was wäre der christliche Gott und sein Himmelreich ohne den Teufel und seine dämonischen Heerscharen? Richtig! Nur ein verwaister Ort irgendwo im Jenseits, weil die Menschen vollkommen damit zufrieden sind immer wieder neu in diese unsere Welt hineingeboren zu werden.

Doch nun hat der Teufel etwas getan, das wahrhaft teuflisch ist:

Geld-zurück-Garantie beim Spielekauf auf Origin

Jepp, richtig gelesen. Kaufe ich ein Spiel von EA über Origin und stelle fest, dass es mir nicht gefällt oder dass ich mein Geld doch woanders benötige, kann ich innerhalb von sieben Tagen nach dem Kauf (ohne das Spiel gestartet zu haben) oder innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem ersten Spielstart meinen Kauf rückgängig machen und den vollen Kaufbetrag zurückbekommen.

Konkurrenz ist gut und Valve macht mir mittlerweile so einen gefährlich trägen und selbstzufriedenen Eindruck. Es wird Zeit, dass Bewegung in die Bude kommt. Es wird ja schon gemunkelt, dass man bei Valve darüber nachdenkt den Wiederverkauf einzelner Nutzungsrechte aus einem Steam-Account heraus einzuführen. Wenn EA weiterhin so Druck macht, wird Valve reagieren und etwas an Tempo zulegen müssen. Wettbewerb!!!

Denn Gott und Teufel streiten ja auch über jede einzelne Seele. Es wird Zeit, dass all diese Download-Dienste ebenfalls anfangen um unsere Spieler-Seelen zu kämpfen, anstatt einfach nur faul auf einer Wolke zu liegen und die Huldigungen der Gläubigen samt ihrem Kleingeld entgegenzunehmen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Corporate.

23 Kommentare zu “Zeichen und Wunder

  1. Das finde ich ja ein nachahmenswertes Konzept. Das kommt dann einem Demomode für alle Spiele gleich. Wobei ich verstehen könnte, wenn die das nur an Werktagen anbieten würden. Oder diese Option je Konto begrenzen. Manche 7 Stundenspiele hat man ja bei Regen lässig innerhalb von 24 Stunden durch. (Und ja, es gibt auch Spiele, die trotz kurzer Spieldauer entlohnenswert sind, je nach individueller Vorliebe freilich…))

  2. Harzzach sagt:

    Teleshopping-Versandhäuser haben die mit Abstand freizügigsten Rückgabemodalitäten, die es im Versandhandel gibt. Wer es darauf anlegt, kann sich schweineteuren Schmuck zuschicken lassen, zur Party anziehen, damit rumprotzen und am nächsten Werktag das Teil ohne ANgabe von Gründen wieder zurückschicken. Eingeschritten wird erst dann, wenn ein Kunde dieses Rückgaberecht massiv und weit, WEIT über Gebühr mißbraucht. Deren Geschäft boomt ohne Ende! Denn gerade weil die Kunden wissen, dass sie die Ware jederzeit ohne Probleme zurückgeben können, sogar leicht angetascht und gebraucht (!!!), kaufen sie bei diesen Angeboten ein wie wild. In der Spielebranche neigt man aber immer noch zu sehr dazu im Kunden einen Feind zu sehen, den man sogar nach dem erfolgten Kauf mit Paranoia und Mißtrauen begegnen muss.

    Abgesehen davon, jetzt haben Producer gegenüber ihren Vorgesetzten endlich ein vernünftiges Argument um wieder mehr Inhalte in Spiele zu bringen, so dass man man sie eben nicht mehr in nur ein paar Stunden durchzocken kann 🙂

  3. Boreas sagt:

    „So it came to be that there was a great revolution within the Burning Hells known as the Dark Exile. The Lesser Evils overthrew the three Prime Evils and banished their spirit forms to the mortal realm. The Demons Origin (the Lord of Lies) and Steam (the Lord of Sin[Summersale]) fought to claim rulership of Hell during the abscence of the Three Brothers. All of Hell polarized between the factions of Origin and Steam while the forces of the High Heavens continually battered upon the very gates of Hell.“

  4. Harzzach sagt:

    „And on the seventh day of Battle, Gog, Angel of Freedom himself descended upon the Gates of Hell, parted the rotten doors with Nodrim, His Mighty Sword and slayeth all Forces of Evil.“

  5. Ghostbit sagt:

    „…innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem ersten Spielstart“…

    Mein erster Gedanke war: “ Na super, jetzt wird dem Trend, den Anfang eines Spiels möglichst attraktiv zu gestalten, und den Rest nur noch so dahinzurotzen, noch mehr Rechnung getragen.“.

    Mehr als 4h am Stück spiele ich persönlich seltenst, da finde ich 24h schon etwas knapp. Aber gut, das Angebot ist besser als nichts, und mal ein Schritt auf den Kunden zu, statt, wie in den letzten Jahren, immer weiter weg durch DRM Gängelung etc..

  6. Jens sagt:

    Das müsste aber wirklich mit dem Teufel zugehen, wenn es bei der Rückgabe-Geschichte keinen diabolischen Haken gibt. Noch sind das alles – und nicht zufällig passend zur Gamescom veröffentlichte – Ankündigungen, um EA zu einem sehr marketingrelevanten Zeitpunkt besonders hübsch und supidupilieb zu machen. Mal schauen, was wir in 2 Wochen zu dem Thema hören. Mein Tipp: Einschränkungen und noch ein paar Einschränkungen mehr und außerdem war das alles eh nur ein bedauerliches Missverständnis.

  7. Stefan sagt:

    Passend dazu: GOG hat gestern ein Indie-Programm (entfernt verwandt zu Steam Greenlight) gestartet. Sieht so aus, als wenn die Konkurrenz zu Valve noch stärker würde. Und bei GOG auch noch komplett DRM-frei *freu*

  8. shakeyourbunny sagt:

    Man kann nur hoffen, daß Valve mit etwas kontern wird.

    Man kann nur hoffen, daß man diese „gebraucht“ abstossen kann, wenn auch zu einem niedrigeren Preis und hätte auch nichts dagegen, wenn da Entwickler/Publisher/Valve etwas mitschneidet.

  9. Afebriwyn sagt:

    Oh ja – dann könnte ich den Fehlkauf „Dragons Lair“ wieder loswerden…bei dem Kauf hätte ich die nostalgisch gefärbte Brille doch besser abnehmen sollen…

  10. Joe sagt:

    Oh ja – dann könnte ich den Fehlkauf “Dragons Lair” wieder loswerden…bei dem Kauf hätte ich die nostalgisch gefärbte Brille doch besser abnehmen sollen…

    DL war doch schon immer ’ne Blitzblendgaukelgrafikdemo… Vom Gameplay her entspricht das ziemlich genau den gescripteten QTE-„Shootern“ heutiger Tage.

  11. Vinterblot sagt:

    Hat mich auch überrascht, als ich heute die Überschriften auf den Gamingsites gesehen hab. Die Einschränkungen (nur Digitaltitel, nur EA-Titel) machen das ganze allerdings wieder relativ albern. Über kurz oder lang werden die Betreiber der Onlineplattformen eh nicht um einer etwas liberalere Auslegung ihrer Geschäftspolitik herumkommen http://www.gamestar.de/news/branche/2569555/gebrauchte_software.html

  12. anigunner sagt:

    Na, da legen sie sich aber wirklich ins Zeug um Origin den Leuten schmackhaft zu machen. Erst das Bundle, jetzt das. Origin kommt mir dennoch nichts ins Haus, aber ich hebe mal den Daumen und sage alles was besser gemacht wird als auf Steam ist immer gut. Konkurrenz belebt das Geschäft.

  13. Harzzach sagt:

    Und genau darum geht es: Konkurrenz! Gestern habe ich z.B. ein paar unschöne Details zum Greenlight-Programm von Valve gehört, welche das neue Indie-Publishing-Angebot von GOG in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.

    Kundenorientierung und Kundenfreundlichkeit kommen nämlich nicht von alleine, sondern oft genug erst dann, wenn die Kunden nicht mehr von alleine angetanzt kommen. Die für IT- und Software-Verhältnisse nahezu unglaublichen Kulanzregelungen im Teleshopping sind ja auch nur durch einen enorm gesättigten Markt enstanden, wo man sich nur noch marginalst in Produktangebot und Preis absetzen kann. Da wird dann Service zu einem ganz wichtigen Verkaufsargument.

  14. Shakeyourbunny sagt:

    Was für unschöne Details beim Greenlight-Programm denn?

  15. Das Alien sagt:

    Ich weiss natürlich nicht, worauf uns Harzzach anspielt, aber zu Greenlight fallen mir schon von ganz alleine so ein oder zwei Kritikpunkte ein. Mangelnde bis anscheinend gar nicht stattfindende Qualitätskontrolle zum Beispiel. Ganz ehrlich, manchmal muss man sich schon wundern, wie es manches Spiel auf Steam geschafft hat. Dieser DayZ-Verschnitt mit den wechselnden Namen zum Beispiel – erst auf Steam, dann wieder weg (weil die geprellten Kunden diesmal einfach nicht zu überhören waren) und jetzt ist es mit neuem Namen WIEDER auf Steam erhältlich.

    Und viele Angebote von „grüngeleuchteten“ Spielen sind inzwischen durchaus dubios zu nennen. Man denke nur einmal an diesen „Early Access“-Mist. Da bezahlt man dann dafür, oft sogar mehr als den endgültigen Kaufpreis, dass man als Alpha- und Betatester herhalten darf. Und oft genug bleibt es inzwischen bei den vollmundigen Ankündigungen und das fertige Spiel findet nicht statt. Nicht, dass man sich bei Steam daran stören würde – die Kohle hat man ja.

    Ganz groß zeigen sich viele Indie-Entwickler auch im Zusammenspiel mit Steams neueren „Community“-Foren. Spieleentwickler erhalten für diese Foren Adminrechte und oft genug werden diese gnadenlos missbraucht. Der Entwickler von „FEZ“ zum Beispiel ist im Forum zu seinem Spiel komplett Amok gelaufen, hat gnadenlos jegliche Kritik gelöscht, egal wie gerechtfertigt und freundlich formuliert diese war und vertrieb sich die Zeit ansonsten gerne mit der Beschimpfung seiner Kunden als Heulsusen Vollidioten und Komplettversager.

    Grundsätzlich ist Steam für mich schon lange nur noch insofern interessant, als dass ich meine gekauften Spiele hier aktivieren muss oder wenn man mir Spiele zum Spottpreis hinterherwirft. Steam ist das beste Beispiel dafür, dass Erfolg den Charakter versaut. Kundendienst findet schon lange nicht mehr statt, statt dessen wird Steam konsequent als Geldmaschine optimiert.

  16. Harzzach sagt:

    Abgesehen von den schon erwähnten deftigen Qualitätsproblemen und den mitunter doch sehr, hmmm, fragwürdigen Early-Access-Zugängen … es wird berichtet, dass das Greenlight-Programm die Projekte begünstigt, die eh bereits über eine gewisse Medienabdeckung verfügen und bekannt genug sind, um auch so in Steam aufgenommen zu werden. Sprich, es werden nicht die kleinen, eher unbekannten Indie-Projekte gefördert, sondern die Projekte, auf die eh schon der Goldesel geschissen hat. Valve sind die Probleme offenbar bekannt, doch getan wird scheinbar nichts.

    Das Greenlight-Programm ist im Ansatz durchaus richtig und gut, doch besteht wie beim vorherigen, komplett intransparenten Aufnahmeprozess, anscheinend das Problem, dass Valve nicht genug Aufsicht führt und viele Dinge einfach so laufen lässt, bzw. viel zu langsam reagiert. Um das richtig zu organisieren und zu moderieren ist ein Personalaufwand nötig, den Valve derzeit nicht leisten kann oder will. Das löst man nämlich nicht, in dem man schlaue Köpfe schlaue Algorithmen schreiben lässt, sondern in dem sich Leute hinsetzen und mit anderen Leuten reden.

  17. Tooge sagt:

    Konkurenz belebt das Geschäft … von daher kann ich das nur gut heißen.
    Hab neulich gesündigt und mir bei Origin (humble bumble) zugeschlagen … gruselig dieser Client …
    Was mich bei einigen GOG Sachen vom kauf abhält ist ist das englisch, bei den meisten spielen stört mich das nicht allzusehr, aber ich würde gerne meine black isle (baldurs gate und co) sammlung komplettieren, aber die nahezu endlose textflut hätte ich dann doch lieber in meiner muttersprache.

  18. Andreas sagt:

    Also ich habe mir erst einmal einen DL-Titel gekauft: Legend of Grimrock. Und das auch nur, weil ich mir sicher war einen DRM-freien eigenen Installer zu bekommen, mit dem ich mir meinen eigenen Datenträger brennen konnte. Ausserdem gab es im Forum einige Vorlagen für DVD Hüllen.

    Ich werde niemals – und das heisst gem. Lebenserfahrung „ich kann es mir derzeit nicht anders vorstellen“ – ein Singleplayer-Spiel kaufen, das von irgendwelchen Servern abhängig ist! Das war in letzter Zeit manchmal schmerzlich (Skyrim, Fallout 3, XCom, Remember Me u.a.), hat mich aber auch sicher vor Enttäuschungen bewahrt (Dishonored, Deus Ex Human Revolution u.a.).

    Ich will ein Spie besitzen und auch nach Jahren wieder spielen können. Und ich will mir eine schöne Schachtel (oder wenigstens eine Amaray-Hülle *g*) ins Regal stellen können. Nennt mich ruhig zickig und verbohrt aber das ist mir wichtig.

  19. Das Alien sagt:

    @ Andreas

    Deus Ex: Human Revolution fand ich eigentlich super, zumal es auch noch ein SP-Spiel war, bei dem man mal wieder rein zeitmässig wirklich was für sein Geld bekam. Dishonored war beim ersten Durchspielen wirklich klasse, aber letztlich was das Spiel wirklich eine Enttäuschung. Warum? Weil man dem Spieler ein grandioses Arsenal an Waffen, tötlichen Skills und wunderbar animierte Kämpfe spendiert und… ihn dann gnadenlos bestraft, wenn er nicht auf all den Kram verzichtet und statt dessen an Gegnern vorbeischleicht oder diese mit dem immer selben Move ins Traumland schickt. Ich hatte Dishonored seinerzeit vorbestellt, wofür es unter anderem einen tötlichen Schwarm Killerratten als Bonus gab – den ich dann nicht ein einziges Mal benutzt habe… Wie bescheuert ist das denn bitte?

    Jedenfalls besitzt Dishonored exakt NULL Wiederspielwert und der DLC interessiert mich auch einen Dreck, weil nach einem Durchspielen einfach komplett die Luft raus ist.

    Was ich aber eigentlich sagen wollte… Fallout 3 funktioniert jedenfalls ohne Probleme ganz ohne Online-Anbindung.

  20. shakeyourbunny sagt:

    @Andreas: Ich muss dich enttäuschen, der reguläre Retailhandel ist tot, selbst auf den aktuellen Konsolen ists im Prinzip so. Das hat nichts mit verbohrt zu tun, es ist schlicht und einfach ein Medienwechsel, so wie von Diskette auf CD.

    Mir tuts auch weh, aber letztlich lässt sich da fürs Archivieren nur vorbeugen, daß man darauf achtet, DRMfreie Versionen zu erwerben.

    In 20 Jahren wird man vermutlich auf ein schwarzes Loch blicken, wenn man sich mit den Spielen unserer aktuellen Zeit beschäftigen wird, wenn die Sachen von Steam, PSN, Origin & Co nicht mehr laufen. Man wird halt Indietitel noch von der Ära haben und ansonsten sich auf die inoffiziellen Versionen stützen müssen, die man in Privatarchiven ausgräbt, denn die Sharehoster werden ja auch ziemlich unter Beschuss genommen.

  21. Andreas sagt:

    Da habe ich doch glatt Fallout 3 mit Fallout New Vegas gleichgesetzt, peinlich. Danke für den Hinweis.

    Ansonsten bin ich nicht bereit so schnell klein beizugeben. Dass mein Geschmack sich nicht mit dem Massenmarkt deckt, geschenkt. Aber offenbar haben die Crowdfunding Erfolge der letzten Zeit ein Umdenken gezeitigt und die Nische wieder ins Blickfeld gerückt. Die Neuauflage der Nordlandtrilogie mag zwar Grütze sein aber es gibt sie. Und letztens habe ich gehört, dass es auf Fan-Intervention hin eine Deluxe Box-Edition von Might & Magic X Legacy geben soll. Es lohnt sich also offenbar doch seine Wünsche zu artikulieren, auch für eine Minderheit.

  22. shakeyourbunny sagt:

    Für Age of Empires III wirds keine Retailbox geben, hab da mehrmals versucht, es den Entwicklern schmackhaft zu machen, aber die lehnen strikt ab und gehen auf download-only.

    Schade darum, meine AoE-Boxen im Regal gefallen mir immer noch ….

  23. shakeyourbunny sagt:

    Argh, ich meinte Age of WONDERS III.

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