Call of Consum

Was sind schon knapp 22.000 Euro, wenn man die Chefin der PR-Abteilung von Activision UK ist und zusammen mit einem Kollegen aus der selben Abteilung die Firmen-Kreditkarten dazu benutzt, ein paar schöne Dinge für sich selbst zu gönnen?

Wenn man verantwortlich für die Marketing-Kampagne eines Spieles ist, welches nur fünfzehn Tage nach Release bereits 1 Milliarde Dollar umgesetzt hat (wie aktuell BLOPS II), wahrscheinlich nicht viel.

Ja, die beiden können eine weitere Karriere im PR-Bereich (oder sonst wo) knicken.

Ja, die Gesetze sind so und Diebstahl ist Diebstahl.

Ja, die beiden sind nur auf Bewährung verurteilt worden und gut dabei weggekommen, wenn man berücksichtig, wie hart vor allem in Großbritannien Eigentumsdelikte geahndet werden.

Dennoch, mir will sich hier kein Gefühl von “Die Gerechtigkeit hat gesiegt” einstellen. Wenn ich mir etwas nachsagen lasse, dann der Fakt, dass ich mitunter ein ziemlich übler Gerechtigkeitsfanatiker sein kann. Eigentlich müsste ich zufrieden darüber sein, dass jemand bei einer Untat erwischt und bestraft wurde.

Ich bin es aber nicht. Die ganze Zeit zieht nur ein Gedanke durch mein Hirn:

Nur fucking lächerliche 22.000 Euro Schaden bei einer Firma, die letztes Geschäftsjahr mehr als 1.1 Milliarden Dollar GEWINN gemacht hat? Come on Bobby. Lass Deine PR-Huren doch mal so richtig auf die Kacke hauen. Was sind schon 22.000 Euro, wenn genau diese PR-Huren mitverantwortlich dafür sind, dass Dein Hauptprodukt seit Jahren ohne Ermüdungserscheinungen einen Verkaufsrekord nach dem anderen bricht?

Ich finde es zudem befremdlich gerade von Leuten, die im PR-Bereich arbeiten, moralisch korrektes Verhalten zu erwarten. Das sind in der Regel Menschen ohne Rückgrat, die den ganzen Tag nur damit verbringen stinkende Scheiße als teures Eau de Toilette zu verkaufen. Es ist daher kein Wunder, wenn diese Leute sich gerne in piekfeine und teure Klamotten hüllen und sich Schampus saufend in Seidenlaken räkeln wollen. Würde ich auch, wenn ich auf diese Weise mein Geld verdienen würde.

Wie auch immer … lächerliche 22.000 Euro. Das zieht sich Bobby Koticks Schwesters Pudel jeden Tag an Hundefutter rein. So mal salopp daher gesagt.

Eine kleine, unwichtige Geschichte über kleine, unwichtige Menschen. Dennoch Dank an den Geisterwolf für diesen Hinweis. Gerade solche Geschichten sind das Salz in der Suppe 🙂

Viel wichtiger finde ich in diesem Zusammenhang allerdings das hier:

How Video Games Fund Arms Manufacturers

Wann immer jemand meint, dass Firmen wie Activision oder EA ja keine Rüstungsfirmen sind und man sich nicht so anstellen soll, weil es hier ja nur um Videospiele geht: Diesen Link präsentieren!

Advertisements
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Corporate.

32 Kommentare zu “Call of Consum

  1. Kang sagt:

    Wer weiß, als PR-Chefin ist ihr monatliches Gehalt vielleicht so groß, daß die 22000€ für sie wie ein Kavaliersdelikt wirkte. Ungefähr so, als ob wir einen Kugelschreiber aus der Firma mitgehen lassen 🙂

  2. Piotnik sagt:

    Zu PR-Leuten: Wer sich sowas in die Firma holt ist selbst schuld.
    Zu Waffen in Spielen: Würde mich mehr interessieren, ob sich in BLOPS I ein Messer-/Axtfabrikant auch noch eingekauft hat oder ob die Entwickler/Produzenten wirklich so strunzdämlich waren und gewisse Szenen nur aus Sensationsgier und Spass am Gemetzel eingebaut haben.. -.-

  3. Harzzach sagt:

    Vermutlich letzteres. Man versucht immer wieder mit „schockierenden“ Szenen einen Skandal zu provozieren, um billig Aufmerksamkeit zu generieren. Vielleicht auch beides zusammen. Man nimmt mit, was geht …

  4. anigunner sagt:

    Es gibt genug Leute, welche nicht mit Geld umgehen können. Dazu zähle ich auch die Leute, welche für den CoD-Aufguss immer freudig den Vollpreis auf den Tisch legen. Oder halt die PR-Dame, welche sich da ganz frei bedient hat. Und während die Welt sich bei der Ankündigung eines neuen CoD sich schier nass macht steht bei mir ein großes Fragezeichen über dem Kopf.

    Eigentlich ist es beachtenswert wie leicht die hier Geld scheffeln. Genauso wenn Apple sein „neues“ IPhone ankündigt, welches „wieder mal alles verändert“. Es mag sich hierbei um solide Produkte handeln wenn man wohlwollend ist, aber den ganzen Hype habe ich nie verstanden.

    Ich weiß nicht ob ich zu alt, dumm, müde, abgeklärt oder gar zu weise (haha) bin um mich da groß mitreißen zu lassen. Wenn ich bedenke was an Geld jeden Tag an der Börse verzockt wird oder wie Banker ihre Provision einstreichen oder Manager versuchen ihre Boni ins Ausland zu retten dann kann man zu der guten Frau nur sagen… Pech gehabt. Du armes Schwein. So viele greifen zu, dich hat es erwischt. Wo viel Geld ist herrschen anderen Maßstäbe, das sind Dinge die der Normalverdiener kaum nachvollziehen kann. Ich muss kucken das ich meine Finanzen zusammenhalte, und 22.000 Euro sind für mich ein VERMÖGEN, keine Peanuts…. oder etwas was man kurz mal für Luxusgüter verjubeln kann. Aber was soll ich gesunden Menschenverstand in einer Branche erwarten die sich immer mehr darauf spezialisiert mit mininalen Aufwand etwas zu erstellen und mit maximalen Aufwand ans Volk zu bringen? Es wird gelogen, verschleiert, verarscht und „stagnatiert“… wenn mir dieses Kunstwort gestattet wird.

    Ich für mich bin froh das ich noch eine gesunde Wertevorstellung von Geld habe. Und auch mit der Auswahl meiner Freizeitgestaltung. CoD ist für mich etwas, was gerne andere daddeln dürfen. Daher kann ich auch mit Recht sagen da war kein Cent von mir mit dabei in den 22.000 Euro, und das freut mich zu Abwechslung mal 🙂

  5. Harzzach sagt:

    Jopp. Moralisierend durch die Gegend ziehen hilft nicht viel. Diesen Firmen Geld vorenthalten? Das zieht! Weil ihnen Moral scheissegal ist und sie nur auf Geld aus sind.

    Zwar können Activision und Co. locker-lässig auf das bisschen Geld von uns alten Säcken verzichten, aber wo es bereits tierisch stinkt, muss man ja nicht noch seinen eigenen kleinen Haufen hinsetzen.

  6. Activision ist börsennotiert und kann sich somit nicht erlauben, solche Unregelmäßigkeiten zuzulassen bzw. darüber hinwegzusehen. Die amerikanische Börsenaufsicht ist da knallhart! Wenn sowas rauskäme, wäre eine saftige Strafe fällig.

  7. Minando sagt:

    Der Neuigkeits- Gehalt des Links geht gegen Null, oder überrascht das wirklich jemanden ? Wer als (kleines) Kind gerne Western guckt will irgendwann einen Colt haben, wenn auch nur einen mit Platzpatronen. Wer als (grösseres) Kind Call-of-whatever spielt bis zum abwinken fragt sich irgendwann, ob es nicht „kuhl“ wäre, mal so eine Waffe „in echt“ abzufeuern, da brauchts gar keine Schleichwerbung.

    So weit, so normal.

    Problematisch wirds erst, wenn die Eltern das Spiel mitspielen (haha) und dem Filius tatsächlich die gewünschte Knarre unter den Weighnachtsbaum legen- aber das gibts ja sowieso nur bei den Ammis, nicht wahr ?
    Najaundselbstwenn, VERANTWORTUNGSVOLLE Eltern weisen ihren Sohnemann darauf hin beim Geisel-Befreiungs-Spiel mit der kleinen Schwester im Garten keine scharfe Munition zu verwenden.
    Immerhin.

  8. Uranochos sagt:

    Den Waffen-Link fand ich ganz gut, danke.
    Ich habe mich schon beim „Hobbit“ gefragt, warum die jetzt massiv die Schwerter einer exklusiven elbischen Rüstungsschmiede präsentieren…

    Zur PR-Lady:
    Besser kann es doch gar nicht laufen. Jetzt schnell in Zusammenarbeit mit einem windigen Skandalreporter einen Insider-Bericht über die internen Skandale von Activison geschrieben und auch sonst die Publicity-Welle voll ausreiten.
    Das hat die doch mit Absicht gemacht, die Frau ist schließlich vom Fach.

  9. LZCrono sagt:

    „Wer als (kleines) Kind gerne Western guckt will irgendwann einen Colt haben, wenn auch nur einen mit Platzpatronen. Wer als (grösseres) Kind Call-of-whatever spielt bis zum abwinken fragt sich irgendwann, ob es nicht “kuhl” wäre, mal so eine Waffe “in echt” abzufeuern, da brauchts gar keine Schleichwerbung.“

    Ich hoffe mal, du hast das absichtlich etwas platt formuliert. Die Kritik an den AAA-Titeln und dem Problem dahinter ist hier ja weit verbreitet. Die Masse der „Fast-Food“ Spieler mit ihrem gedankenlosen Konsum für die aktuelle Lage der Spieleindustrie verantwortlich lässt sich auch nachfühlen. Aber das oben formulierte wirft einfach zu viel in einem Topf. Überlassen wir das Schubladen-Denken denken doch den anderen.

    Als Kleinkind durfte ich nie mit Schusswaffen spielen. Hatte mal einen Playmobil-Zirkus. Aber aus mir ist trotzdem kein Hochseil-Artist geworden. Shooter habe ich danach auch ganz gerne gespielt (wenn auch nicht COD, um mal aus der Schusslinie zu springen) und habe trotzdem nie den Wunsch verspürt eine Thompson abzuschießen.

    Wäre natürlich dennoch naiv zu glauben Werbung hätte selbst in solch einer Form keine Wirkung. Das liegt dann aber (wie du auch andeutest) an Dingen abseits des Spielens.

    —-

    Habe den Artikel über die Waffen noch nicht lesen können. Die Waffenproduzenten kaufen sich in Spiele ein? Krass. Und ich hatte EA schon dafür verurteilt, dass man in SimCity Nissan Elektroautos fahren darf.

  10. Harzzach sagt:

    Die Waffenproduzenten kaufen sich in Spiele ein?

    Jopp. Genau das. Die ganze nachgelagerte Diskussion über den Einfluss von solchen Spielen auf Kinder ist eine Sache. DAS HIER aber, das ist der eigentliche Knackpunkt, den man an die ganz große Glocke hängen sollte. Es ist bezeichnend, dass die Majors sich zu diesem Thema in Schweigen hüllen. Weil man genaz genau weiß, das diese Lizenzierung ganz übles Sprengstoffpotential haben. Aber auf die Kohle verzichten oder abgewandelte Waffenmodelle verwenden geht halt nicht, wenn man jahrelang explizit mit dem Realismus dieser Spiele geworben hat und die US-Army über sieben Ecken auch noch fett mit drin hängt.

    Military-Shooter sind halt wirklich ein Bombengeschäft!

  11. Joe sagt:

    Aber auf die Kohle verzichten oder abgewandelte Waffenmodelle verwenden geht halt nicht, wenn man jahrelang explizit mit dem Realismus dieser Spiele geworben hat

    Welcher Realismus denn? Außer Name und 3D-Modell entspricht da doch nichts dem Vorbild.

    Wenn sich dann von Wolfire mal jemand dransetzt und die Mechanik einiger Pistolen realistisch simuliert wie in http://www.wolfire.com/receiver wird’s doch schon zu kompliziert für das CoD-Klientel. 😉

  12. Havyrl sagt:

    „Die Waffenproduzenten kaufen sich in Spiele ein?“

    Irgendwo muss man doch seine Kundschaft werben ;-).

  13. Harzzach sagt:

    Welcher Realismus denn? Außer Name und 3D-Modell entspricht da doch nichts dem Vorbild.

    Das genügt doch.

  14. Joe sagt:

    Das genügt doch.

    Auf mich wirkt das eher befremdlich, gerade weil ich Schußwaffen gegenüber nicht negativ eingestellt bin. Da bekomme ich dann vom Spiel so ein Doom-Schießgewehr nach dem anderen präsentiert und dann steht dran: „Das ist jetzt eine FN P90“. Das ist einfach nur albern (und für die Hersteller eher peinlich) und wirkt auf mich eher wie Antiwerbung.

    Aber ist wohl dasselbe wie in Need for Burnout, wo man lizenzierte Supersportwagen präsentiert bekommt, die das Fahrverhalten eines Motorrades haben. Kann ich auch nichts mit anfangen.

  15. LZCrono sagt:

    Ja, da spielt sicher die Erfahrung des Spielers mit echten Waffen eine wesentliche Rolle. Ich habe eine … hm … natürliche? Angst vor Waffen und hatte schon Probleme damit eine echt in die Hand zu nehmen. Bekomme schon leichte Beklemmungen, wenn ’ne Streife an mir vorbeiläuft.

    Dass man mit solchen Dingern in den richtigen Händen verantwortungsbewusst umgehen kann/muss, steht dennoch außer Frage (will jetzt nicht das ganz große Fass bezüglich Waffen aufmachen). Mich aber erschreckt das jetzt schon etwas mit der dann doch direkten Werbung in den Spielen. Den Vergleich mit Sportspielen find ich bestürzend passend. Dort will ich ja auch meine Lieblingsmannschaft mit den echten Stars, von denen ich mir vllt. noch ein Trikot kaufe. Menschen funktionieren halt oft sehr simpel 🙂

    Wo wir schon beim Fußball sind: das eigentliche Thema erinnert mich i-wie an die Hoeneß-Sache, wo viele Leute mit den sozialen Leistungen des Bayern-Bosses voranpreschen, um die Straftat zu relativieren (bagatellisieren?). Die Relativierung kommt hier natürlich von einer ganz anderen Seite (wie war das? Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich). Aber mal abgesehen von der Außendarstellung eines börsenorientiertem Unternehmens habe ich jedenfalls auch „schon“ bei 22k-€ ein Gerechtigkeitsempfinden. So rechthaberisch und anstregend (und unmöglich das in einer grauen, nicht schwarz-weiß Welt) auch sein mag – hier sollte jeder gleich beurteilt werden.

  16. anigunner sagt:

    @ LZCrono

    Du vergisst das Amerika ein Land der Waffennarren sind (ohne jetzt alle in einen Topf zu schmeissen, aber der Umgang mit Waffen ist dort anders als bei uns). Das heißt „realistische“ Waffenmodelle ziehen dort besser, und werden dort wahrscheinlich anders bewertet als hier. Man muss sich ja nur mal ansehen wie die ganzen Modelle als Softair-Waffen verkauft werden, und bei einem Probeschießen am Schießstand ist es ohne größere Probleme möglich auch Sturmgewehre abzufeuern.
    Wenn die Waffenlobby so eine gute Verbindung zu den Herstellern dieser „Waffenpornos“ pflegt dann ist das meines achts nach immer mit einem bitteren Nachgeschmack verbunden. Vor allem da nach jedem Amoklauf dann wieder rethorisch auf die bösen bösen Computerspiele hergezogen wird…. wo lizensierte Abbildungen ihrer Waffen benutzt werden. Scheinheiliger kann man es ja fast nicht mehr machen.

    Ich bin auch als Kind im Garten rumgerannt und habe mit Plastikpistolen gespielt. Auch habe ich als Modellbauer eine Vielzahl von Schiffen, Jets, Panzer und sonstigen Gerätschaften in meinen Regalen stehen. Trotzdem bin ich eher kritisch was die Darstellung- und Nutzung von Gewalt in Computerspielen angeht. Waffen sind für mich nicht sexy oder gar begehrenswert, ich spreche ihnen aber nicht eine gewisse Faszination ab. Beim Bund damals habe ich auch mit Sturmgewehren/MG´s geschossen, und dort wurde mit beigebracht einen großen Respekt vor diesen Waffen zu haben. Mit Recht. Das ist kein Spielzeug, diese Dinger töten gewollt und ungewollt. Und wenn ich oft genug sehe wie in Amerika von den Waffen geschwärmt wird oder die Dinger quasi lax wie ein normales „Freizeitsportgerät“ behandelt wird dann macht mich das nachdenklich. Solche Waffen sollte man sehr respektvoll- und verantwortungsvoll behandeln und nutzen. Und man sollte sich auch immer im klaren sein das wir hier kein normales Spaßgerät in den Händen halten, sondern etwas was ohne große Probleme Leben auslöschen kann. Das ist eine große Macht welche man da in den Händen hält, was wahrscheinlich auch mit die Faszination ausmacht. Und es so „spielerisch“ zu sehen… das widersprebt mir irgendwo.

    Was ich an diesen Spielen vermisse ist schlicht realistische Folgen seines Handelns. Waffen werden in idealisiserte Schwarz/Weiß-Welten eingeworfen wo es immer in Ordnung ist rote Punkte abzuschießen. Die Waffe als Universalösung aller Probleme, egal welcher Art. Die Waffe als Machtinstrument, als sexy Problemlöser der nicht irrt. Dieses unreflektierte und einseitige konsumieren ist meines achtes nach das Hauptproblem dieser Spiele. Die Waffenlobby- und die Hersteller wollen genau diese Illusion aufrechterhalten um den Profit nicht zu gefährden. Weil einzig- und alleine darum geht es hier. Geld, Einfluss und Legitimation.

  17. LZCrono sagt:

    Die NRA hatte kürzlich ihren Jahrestag oder so. Im TV lief darüber ein Bericht. Der Governor oder Senator von Texas fühlt sich veranlasst mit MGs auf Pappziele zu ballern, um im Wahlkampf punkte zu sammeln. Die Kinder zeigten fröhlich Patronen in die Kamera, die sie als Geschenk bekommen haben. Alles ist schön auf Hochglanz poliert, bis die Lobbyisten ihre dämlichen Argumente rausrotzen. Und draußen vor der Tür stand der Vater eins Opfers des letzten Schulmassakers mit dem zerknitterten Foto des Kindes in der Hand. Genauso alleine wie eine Frau, die die Schusswaffenopfer der letzten Jahre vorgelesen hat. Komlpett alleine.

    Dass der Einfluss der Waffenindustrie im Produktionsland dieser Spiele so groß ist, hatte ich bisher nicht gedacht. Wie gesagt, will jetzt Popcorn-Unterhaltung nicht mit Waffen-Fanatismus gleichsetzen, aber bissel Magenweh bekommt man da schon. Naja, ist ein schwieriges Thema.

  18. Harzzach sagt:

    Es ist ein ganz einfaches Thema. Hier werden auf dem Rücken von Gewaltopfern und deren Angehörigen glänzende Geschäfte gemacht. Geld stinkt nicht und wenn doch ab und an ein unangenehmes Gerüchlein aufsteigt, schmeisst man schnell die Propagandamaschine an und stellt haufenweise US-Flaggen auf. Wer es dann noch wagt kritisch die Stimme zu heben, ist natürlich kein Patriot und unamerikanisch. Problem erledigt.

    Es geht hier nicht darum einer staatlichen Zentralmacht nicht zu viel Macht zukommen zu lassen. Es geht nicht um Politik und Freiheit. Es geht nur um eines: Geld verdienen! Es gilt: Wer Geld verdient hat Recht. Wer nicht (oder nicht genug) Geld verdient, der hat gefälligst die Fresse zu halten. Und das ist übrigens kein US-spezifisches Phänomen …

  19. herb sagt:

    Naja, das mit dem „Geld stinkt nicht“ ist so nicht ganz richtig. Schon mal an US Dollar Scheinen gerochen? Die stinken ziemlich penetrant (und das ist jetzt echt kein Witz).

  20. Minando sagt:

    Na, was habt ihr denn erwartet. Land der grenzenlosen Möglichkeiten heisst eben gelegentlich auch Kopfschütteln und „Das ist doch nicht möglich !?“.

    Vermutlich regt man sich dort über die Sache ebenso wenig auf wie hierzulande Fussballfans über Addidas- Werbung am Sportplatz. Alles eine Frage der Perspektive !
    Ich kann damit Geld verdienen, also darf ichs machen.
    Bis mir jemand was anderes sagt.
    Laut.
    Mit einer Dachlatte in der Hand.
    Mit einem Nagel drin.

  21. miranda sagt:

    Electronic Arts hat Star Wars Lizenz für Spiele erhalten. Da wächst zusammen, was zusammen gehört.
    https://www.ea.com/news/ea-and-disney-team-up-on-new-star-wars-games

    Ich biete günstige Seppuku-Laserschwerter zum Sonderpreis an, für 5 Euro das stück. Eni Angebot, daß Sie Zeit Ihres Lebens nicht bereuen werden!

  22. Harzzach sagt:

    Es ist gut, dass der Star Wars-Fan in mir längst seinen Frieden gefunden hat. Für mich ist die Serie rund und abgeschlossen, ich BRAUCHE da nichts mehr, ich MUSS nichts mehr. Von daher, was immer Disney daraus macht, es kümmert mich nicht. Wenn es was taugen sollte, warum nicht. Wenn nicht, dann eben nicht.

  23. kane sagt:

    Sehe ich genauso, Harzzach. Habe mit Star Wars schon länger meinen Frieden gemacht und das Kapitel ist für mich mit Episode 4-6 sowie den Spielen Dark Forces, Jedi Knight und der X-Wing Reihe abgeschlossen.
    Aber natürlich werden trotzdem die Disneyverfilmungen/Spiele nicht von vornherein komplett ignoriert, gleichwohl wird das magische Star Wars Feeling vergangener Zeiten wohl nie wieder aufkommen.

  24. anigunner sagt:

    Schlimmer als mit George Lukas kann es doch nicht mehr werden oder?

  25. Harzzach sagt:

    Ich sollte den Blog-Untertitel ändern: „Entspannte Betrachtungen für spielende Buddhisten“ 🙂

  26. Minando sagt:

    Oder „Nerd-rage für Abgeklärte“ 🙂 🙂

  27. anigunner sagt:

    Warum sollte man sich auch noch groß über EA aufregen? Lohnt doch eher nicht meiner Meinung nach. Das ist Mainstream, da kuckt man als „alter Sabbersack“ zu und staunt nicht schlecht was da passiert. Solange wir noch unsere Spiele finden und Spaß haben, who cares… irgendeine Diva gibt es immer. Wichtig ist das wir uns die Freude am Hobby nicht durch Idioten kaputtmachen lassen.

  28. Piotnik sagt:

    Mal zur Abwechselung Neuigkeiten von Blizzard(-Activision):
    Diablo III Economy Broken by an Integer Overflow Bug
    Blizzard hat wohl im neusten Patch ein bisschen die Geldgrenzen nach oben geschraubt (man kann es auch Hyperinflation nennen). Nur leider im Code eine Kleinigkeit übersehen: Man erstelle also eine Gold-Auktion mit Startwert größer 32 bit, chancele sie gleiche wieder – und schon wird einem die Modulo2-Differenz zusätzlich gutgeschrieben. $.$
    Derzeit kaputter Orginal-Link: http://minimaxir.com/2013/05/stones-of-jordan/
    Cache-Version: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:minimaxir.com%2F2013%2F05%2Fstones-of-jordan%2F

  29. Was sich manche erlauben ist der Wahnsinn. Da lässt die PR-Chefin es krachen und muss nur 22k bezahlen. Wenn wir nen Kugelschreiber oder sowas mitnehmen, sind wir unseren Job los. Die heutige Welt ist unfassbar.

  30. Minando sagt:

    Zu dumm, dass die Leute nicht ihre Anwälte mit der Beschaffung beauftragt haben,denn:

    „Das Urheberrecht, ursprünglich zum Ausgleich für darbende Künstler entworfen, erlaubt in diesem Zeitalter elektronischer Medien darbenden Anwälten, die Bürgerschaft auszuplündern.“ – Otis D. Wright II

    Also: gewusst wie und keiner muckt. Einfach nur klauen…tzzz…allein die Fantasielosigkeit gehört bestraft.

  31. colddeath sagt:

    @Razer Sabertooth: das hast du falsch verstanden, die 22k waren der Schaden den sie der Firme zugefügt hat, nicht das was sie als Strafe zahlen muss. Die Strafe die sie gekriegt hat waren 18 Monate Gefängnis (2 Jahre lang ausgesetzt wegen der psychischen Belastung die das auf das jetzt zweijährige Kind hätte)

  32. Anonymous sagt:

    Rheinmetall Tactics – Panzer Generals

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s