Unter dem Radar: Kingdoms of Amalur – The Reckoning

Es war einmal ein (zumindest für Fans des Sports) berühmter und wohlhabender Baseball-Spieler, der Gefallen an Videospielen gefunden hatte. So sehr, dass er nebst dem Geld anderer Leute auch einen erheblichen Teil seines eigenen, nicht unerheblichen Vermögens dazu aufwenden wollte, um die Mutter aller MMOs zu machen. Für „Project Copernicus“ wurden nicht nur ganze Wagenladungen an Büroausstattung und Personal angeschafft, es wurden mit Todd McFarlane für das Figurendesign und R.A. Salvatore für das Kultur- und Background-Design auch heftiges und somit teures Namedropping betrieben. Zwischendurch wurde dann noch Big Huge Games aufgekauft, deren Expertise man für Project Copernicus nutzen wollte. Geld schien keine Rolle zu spielen.

Dummerweise hatte man aber vergessen dem Geld Bescheid zu geben, so dass es sich doch respektlos und rüpelhaft nach vorne drängte. Bei 38 Studios wurde nach einigen Jahren der Arbeit ohne jedweden Umsatz komischerweise selbiges Geld knapp und ganze Hundertschaften werkelten immer noch an einem MMO, dessen Releasetermin angesichts des mageren Projektfortschritts in weiter Ferne lag. Was also tun? Nun, nebst dem Einsacken von bundesstaatlichen, rhode-islandischen Fördergeldern erinnerte man sich sich, dass bei Big Huge Games an einem großen, umfangreichen SP-Rollenspiel gearbeitet wurde, bevor man das Studio aufgekauft hatte. Das Spiel wurde wieder aus der Schublade geholt, auf das Setting von Project Copernikus eingestellt und mit immensem Aufwand schlussendlich fertiggestellt, auf dass es sich millionenfach verkaufe, um die immer größeren Finanzlücken bei 38 Studios zu füllen.

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EA zeigte sich bereit das fertige Spiel zu vertreiben und angesichts des geringen Aufwandes, den man dort damit hatte, waren ca. 1.5 Millionen verkaufte Einheiten ein nettes Zusatzgeschäft. Für EA. Für 38 Studios jedoch eine Katastrophe, weil man nicht nur wesentlich mehr benötigt hätte um Project Copernicus zu bezuschussen, sondern angesichts des heftigen Produktionsaufwandes (z.B. sind alle Ingame-Texte, von denen es jede Menge gibt, komplett professionell vertont worden) mit „nur“ 1.5 Mio. verkauften Einheiten nicht einmal dieser gedeckt werden konnte. Das Ende für 38 Studios war daher auch nicht länger abzuwenden, im Mai 2012 war Schluss mit Lustig.

Übrig blieb von dieser Arbeit nur eben jenes „Kingdoms of Amalur: The Reckoning„, welches weiterhin direkt über Origin und Steam angeboten wird oder das man über eBay, Amazon oder andere Handelsplattformen gebraucht erstehen kann, wenn man phöser Raubgebrauchtkäufer sein möchte. Wieso sollte man das aber tun? Was hat KoA, weswegen man seine kostbare Freizeit hineinstecken sollte? Bzw. was steht dem entgegen?

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Nun, zum einen trägt „Kingdoms of Amalur: The Reckoning“ mit „Kingdoms of Amalur: The Reckoning“ den wohl mit Abstand fadesten Namen, den man einem Spiel geben kann. Alleine schon dieser Name sorgt für Keyboard-Abdrücke auf der Stirn. Zum anderen schafft man das Kunststück ein auf den zweiten Blick durchaus interessantes Fantasy-Setting so dröge und spannungslos zu präsentieren, dass nach Absolvieren des Tutorials sofort der sogenannte Bethesda-Effekt eintritt. Ein narkoleptischer Anfall überkommt den Spieler, der Kopf sinkt auf die Brust und leise schnarchend tropfen Speichelfäden aus dem Mundwinkel auf den Tisch. FUCKING BORING CRAP!!!!!!

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Dabei ist das Setting, wenn man sich überwunden hat weiterzuspielen, gar nicht soooo übel. Den direkten Hauptplot kann man zwar schnell und schmerzlos ignorieren, die für dieses Spiel kreierte unsterbliche Elfen-Zivilisation mit ihrer extrem starken Abhängigkeit von Liedgut, welches Live-Rollenspiel-artig wieder und immer wieder “nachgestellt” wird, wo sich unsterbliche Helden und unsterbliche Gegner über Jahrtausende immer wieder in immer gleichen, von diesen Liedern vorgeschriebenen Abläufen ergehen und wo der Held unserer Geschichte in vielen Nebenquests Lied für Lied aufdeckt, wie hier versucht wird diese Elfengesellschaft so allmählich aus ihrer bereits Jahrhundertausende andauernden Erstarrung zu lösen, zum Guten wie zum Bösen … das hat schon was. Aber diese Feinheiten entdeckt man erst nach und nach, während man immer noch damit beschäftigt ist sich ein trockenes T-Shirt anzuziehen und Sandmännchensalz aus den Augen zu reiben.

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Man merkt der Graphik-Engine zwar an, dass das Spiel in erster Linie auf Konsolen gut laufen sollte (für das Erscheinungsjahr 2012 nicht sonderlich hoch aufgelöste Texturen, grobes Texturaufpoppen ohne Ende, NPCs erscheinen erst in großer Nähe usw.), dafür wird das Auge aber mit bombastischer Detailpracht fast schon erschlagen. Verzichtet man darauf besonders genau hinzuschauen, präsentiert sich KoA in opulenter Verpackung. Landschaften und Modelle sehen einfach nur prächtig aus. Technisch ist das Gebotene zwar keine Meisterleistung, aber rein in Sachen Art Design muss man den Hut ziehen.

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Doch selbst diese hübsche Optik würde nicht ausreichen, um die gähnende Langeweile des Plots und nur mangelhafte emotionale Bindung des Spielers an seinen Spielercharakter und die Welt zu kompensieren. Kann KoA denn wenigstens spielerisch überzeugen?

Jain. Und je nach persönlichen Vorlieben, eher nein als ja. Wer angesichts der Einstellung der Entwicklung an “Project Copernicus” ein klein wenig trauert, dass man dieses Spiel niemals wieder zu Gesicht bekommen wird, der kann sich mit KoA trösten. Es hat das gleiche Setting wie das geplante MMO und es hat sogar das gleiche Gameplay wie ein typisches WoW-Derivate-MMO. Queststrukturen und Questabwicklung, Crafting und Klassenskillung, das atmet MMO auf Schritt und Tritt. Wenn also der Provider oder die Technik mal wieder nicht mag und aus Always-On ein Temporarily-Off wird, man aber auf diese Art Gameplay nicht verzichten will, der kann unbesorgt zu KoA greifen. Man kann Materialien für den gewählten Handwerksberuf sammeln, die es supermarkt-mäßig, sprich in massenhafter Zahl in der Welt zu sammeln und zu ernten gibt. Wer will, der kann Stunden nur mit typischem MMO-Grind verbringen, auch weil die Gegner in der Welt wie in einem MMO immer wieder neu spawnen. Nur gelegte Bosse und explizite Questgegner bleiben nachhaltig verschwunden.

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Es spielt sich wie ein MMO, es fühlt sich auch ebenso beliebig und fade an wie ein Großteil aller MMOs. Plätscherplätscher, schnarch! Gut für den Feierabend, wenn man eh nur noch die Gehirnleistung einer ausgetrockneten marsianischen Fruchtfliege hat. Ein Spiel für die Arbeiter- und Angestelltenklasse. Weder ist das Gameplay sonderlich anspruchsvoll (man beachte, dass meine Fähigkeitenleiste, unten auf den Screenshots zu erkennen, nach vielen Stunden weiterhin mit nur lediglich zwei Slots belegt ist. Ich glaube nicht, dass man im weiteren Spielablauf noch mehr benötigt), noch spielt es eine große Rolle, wie man seine drei Kernklassen (Kämpfer, Rouge, Magier) spielt und levelt. Denn KoA ist pipieinfach. Inklusive offiziell eingebautem Cheatmode, wo man mittels aktivierter Schicksalkraft selbst fette Obermotze locker-lässig legt, so dass man als halbwegs erfahrener Zocker den dritten und höchsten Schwierigkeitsgrad wählt und bei Bossen und anderen stärkeren Gegnern freiwillig auf den Einsatz der Schicksalskraft verzichtet. Und selbst dann immer noch entspannt zocken kann.

Weil, wenn man das tut, dann kann man sich in minutenlangen Geschnetzel- und Gemetzelkämpfen an den wunderschönen Kampfanimationen erfreuen, die mit Abstand das dynamischste und flüssigste und natürlichste sind, was ich bislang in dieser Form in einem Videospiel gesehen habe. Gut, ich habe noch keine Sekunde “God of War” auf der Playse gezockt, aber so in die Richtung geht sowohl die optische Darstellung des Kampfes, als auch der Kampf als solcher. In Echtzeit schnitzt man nach und nach unter Einsatz aller verfügbaren Kampf-Kombos und Items und Tränke Punkt für Punkt den HP-Vorrat des Gegners auf Null. Ausweichen, gezielt schlagkräftige Kombos auslösen, sich mit allen passenden Buffs versorgen, die einem Tränke und Altäre zur Verfügung stellen können. Das fetzt, das macht Laune zu spielen und ist nett mitanzusehen. Auch, weil man dafür kein Reflexweltmeister sein muss, sondern einfach nur methodisch und überlegt vorgehen muss.

Endgültig zur Spieleempfehlung macht KoA jedoch ein ganz grundlegender Bestandteil vieler Rollenspiele. So wie das Spiel in Punkto Storypräsentation und MMO-Gameplay keinen Blumentopf gewinnt, so sehr gewinnt es in Punkto “Loot”. Es gibt haufenweise Loot. Immer graduell bessere Ausrüstung, immer ein Pünktchen Schaden und Verteidigung mehr, immer das ein wenig besser, immer jenes einen Tick praktischer. Es gibt Sets und Items in mannigfaltigen Qualitäten. Bosse hinterlassen oft genug motivationstechnisch wichtige Super-Items (oder es wird der Zugang zu entsprechenden Schatzkisten ermöglicht), so dass man sich dabei ertappt, wie man doch noch die eine Quest macht, doch den einen Dungeon aufräumt. So viele Fehler KoA auch hat, DAS HIER wird genau richtig gemacht.

„Kingdoms of Amalur: The Reckoning“ hat dem Entwickler 38 Studios zu Recht das Genick gebrochen, Nicht, weil das Spiel so schlecht ist, sondern weil eine dumme geschäftliche Entscheidung nach der anderen getroffen wurde. Anstatt die erhoffte Erlösung zu bringen, hat das kommerzielle Produkt „Kingdoms of Amalur: The Reckoning“ auf Grund der hier versenkten Ressourcen das Ende nur beschleunigt.

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Das Spiel „Kingdoms of Amalur: The Reckoning“ hingegen, das kann man sich aber gerne geben, wenn man es günstig irgendwo bekommt.

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36 Kommentare zu “Unter dem Radar: Kingdoms of Amalur – The Reckoning

  1. Ich war damals von der Demo sogar doch so begeistert, daß ich mich wie irre auf den Kauf gefreut habe. Und dann endete es ähnlich, wie Du es beschreibst, wenngleich ich schon (auch) etwas Feierabendspaß raus holen konnte. Und ich hatte erst im Laufe des Spiels gedacht: das sieht aus wie ein nicht online geschaltetes mmo… um dann erst zu lesen, daß es genau das wohl auch war. DAS erklärt dann die ganzen Schwächen und Ecken und in der Tat: beim kurzweiligen Spaß des bunte Knöpfe drücken und der netten Grafik (wenn man WoW-artige Comicgrafik mag) kann man sogar über manche Schwäche dann hinweg sehen. Allein: es hätte mit noch etwas Feinschliff einiges mehr werden können: es sieht aus wie eine schnell fertig geschlossene Baustelle, aber immerhin dann ohne allerschlimmsten Fehler und durchaus spielbar. Ein wenig wie eben ein mmo, bei dem man nur noch der letzte Spieler geblieben ist und das Betatesting zum ausbalancieren etwas fehlte. Aber ich mag die Grafik und den Stil immer noch. 😉

  2. cobi sagt:

    Kingdoms of Amalur ist für mich so eines dieser Spiele, ähnlich wie Risen, die sich ganz nett anhören und mit Sicherheit auch genügend Spaß für den kleinen Preis bieten, aber wohl trotzdem nie von mir gewürdigt werden, weil sie dem Überangebot interessanter Spiele zum Opfer fallen.

  3. arillo sagt:

    Risen 1 ist dabei aber ziemlich genial geworden. Nach 1-2-stündiger Eingewöhnungsphase und Verabschieden vom geliebten Gothic-Setting, wobei es viele Parallelen gibt und das Gameplay glücklicherweise quasi 1:1 übernommen wurde, konnte ich das Spiel ziemlich genießen.

    KoA:R habe ich selber 2-3 Stunden gespielt und dann beiseite gelegt. Es gab auch nichts, was mir irgendwie in Erinnerung geblieben ist. Einfach fad.

  4. Harzzach sagt:

    Für KoA musste ich auch erst zweimal Anlauf nehmen. Beim zweiten Mal gelang es mir dann erfolgreich das auszublenden, was in diesem Spiel nicht funktioniert und mich auf das zu konzentrieren, was funktioniert: Das Anschauen herrlicher Kampfanimationen und Looten & Leveln, bis die Maustaste glüht.

  5. kingSdoms? Geschickt, beim ersten mal habe ich glatt drüberweggelesen.

  6. Harzzach sagt:

    grmbl … hat mal wieder das lektorat geschlafen 🙂

  7. hoden sagt:

    jepp, „haut dem reichen auf die schnauze“ würde bei pseudorollenspiel anhängern heute wohl mehr sympathisanten finden als „the last glorius five hannibals against cesar“, so wie bob dylans blowin` in the wind übersetzung von droste usw. schöner ist als ein gewittersong von bruce sprinsteen z.b.
    kostprobe, kotzproben holt euch bei steam

  8. […] 7. Mein zuletzt gelesener Blogartikel hat sich dem Thema Kingdoms of Alamur gewidmet und findet sich hier: beim alten Sack Seniorgamer . […]

  9. Minando sagt:

    Huh. Ein MMO, das keins ist. Klingt erst mal albern, aber wenn man mal eine Weile als WoW- Spieler unterwegs war kommt einem das ganze nicht mehr gar so absurd vor, denn viele Abonnenten betreiben das Teil (offenbar) wie ein Single-Player-Spiel (Gruppen ? Bin ich bescheuert ?). Was das Spielerlebnis mehr oder weniger aufs grinden reduziert, aber nach Feierabend reicht das ja oft, siehe oben.

    Oh, und hier noch ein link zu unser aller Lieblingsthema, den Großproduktionen (eventuell schon bekannt):

    http://www.gameswelt.de/sonstiges-aus-der-welt-der-spiele/special/seite-1,179064

  10. Harzzach sagt:

    Ich habs hier schon öfters gesagt … WoW als reines Offline-SP-Spiel, mit anheuerbaren NPC-Bots (je teuer, je besser) für Instanzen und Schlachtfelder? Ich wäre sofort dabei!

    Denn schlechter als der typische PUG-Idiot, der einem den Raid versaut, kann keine KI sein 🙂

  11. miranda sagt:

    Ja, es gibt mehr als genug Leute, die WoW als ein Singleplayerspiel mit integrierter Chat- und Protzfunktion ansehen.

    Zumindest kommt mir das bei einem Grossteil der Spieler vor, die man antrifft.

    Die erste Soloinstanz hat es leider ins Spiel geschafft, leider, auch wenn diese relativ verbarrikadiert wurde (man benötigt einen Schlüssel dafür, der ungefähr pro Woche wenig oft dropt).

  12. DAS, wo wir gerade plaudern, finde ich ja bei Guildwars, zumindest ausserhalb der Gruppen, super gelöst. Man kann es solo spielen, aber durch die Events und weil jeder Mob für jeden mit zählt und und und, sind die anderen Spieler dann doch wieder mehr als schlechtere NPCs. Man hat immer das Gefühl, man ist nicht alleine, und wenn man, gerade als Feierabendspieler denkt: soll „das“ denn jetzt echt versuchen… denkt man: ach komm, da stösst gleich bestimmt einer dazu und hilft. (Ob das Konzept bei ausdünenden Startgebieten wegen Überalterung des Hypes noch aufgeht, ist freilich eine andere Frage…)

  13. anigunner sagt:

    .. wobei Guild Wars 2 auch wieder ziemlich grindhaltig ist. Als ich den Text gelesen habe musste ich unweiglicher oft an GW2 denken. Es wird endlich Zeit das dieser verdammte MMO-Konzept, welche vor 10 Jahren auf die Beine gestellt wurde, endlich mal modernisiert wird. Vor allem an GW2 kann man sehen wie viel Potential vergeudet wurde weil man wieder auf die althergebrachten Mechaniken zurückgegriffen hat. Es ist eine wunderschöne Welt, es ist kein 0815 Elf-Ork-Fantasyeinheitsbrei und hat durch den ersten Teil eine solide Hintergrundgeschichte. Die dynamischen Events sind auch gut gelungen.
    Aber dann verbaut man sich sich mit dem seltendämlichen Stufensystem, seltendummer KI, Mob der klassisch überall dumm in der Gegend rumsteht und in der Nase bohrt, geskripten Missionen die im zweiten Teil nur noch aus stupider Zombieklatscherei besteht, lächerlichen Dramaeffekten ala „wir killen jeden verdammten NPC im zehn Meilenraduis in einer kitschigen Zwischensquenz“, einer völlig vorhersehbaren Gesichte und und und.
    Wie kann es sein das die Grafik immer besser wird, aber die KI auf dem Stand vor 10 Jahren hängenbleibt? Wie kann es sein das wir wunderschöne Städte haben wo das Leben brummt, aber sobald man in die Landschaft rausgeht steht alles statisch herum wie schon bei Ultima Online?
    Ich habe Kingdoms of Amalur nicht gespielt, aber es scheint unter den gleichen Krankheiten zu leiden wie GW2. Wie kann es sein wenn ich mir GW2 ankucke erkennen ich in weiten Teilen „Dark Age of Camelot“ oder „Lineage II“ Mechaniken wieder? Dieser Mist gehört endlich ins Museum, wir haben 2013. PC´s können mittlerweile mehr stemmen als nur hübsche Grafik.

    Ich warte ja immer noch sehnsüchtig auf ein MMO was die „WoW-Ära“ endlich beendet und frischen Wind in das angestaube Gefilde bringt. Weil alles was im Moment passiert ist nur aufhübschen…. aber anscheinend ist dazu im Moment keiner in das Lage. Lieber bastelt man an althergebrachtem und klebt sich dann feierlich „wie in WoW“ an die Brust.

    Ach übrigens Harzzach, gestern ging es mir so wie dir neulich. PC tot, nachher steht der schmerzhafte Gang zum Computerdealer an… einmal Mainboard, CPU und Arbeitsspeicher zum mitnehmen bitte. Gnaaaaaa :[

  14. Harzzach sagt:

    Beileid! Hoffe, es wird nicht zu teuer.

    Übrigens, der Grund, warum die Jahr für Jahr zunehmende Rechenpower nicht für KI genutzt wird? Weil es für die Masse der Kunden kein Kaufgrund ist. Für ausgeklügelte KI und überzeugend simulierte Welten interessiert sich nur ein Bruchteil der Käufer. Die große Mehrheit steht weiterhin auf Graphik. Deswegen stellen die großen Studios auch nicht fünf talentierte KI-Entwickler ein, sondern 500 Graphiker, Leveldesigner und Animationspezialisten. Verpackung ist alles!

  15. Harzzach sagt:

    Wen’s interessiert …

    http://www.nytimes.com/2013/04/21/business/curt-schilling-rhode-island-and-the-fall-of-38-studios.html?_r=0

    Lesenswerter Artikel zu den politischen Hintergründen der 38 Studios-Pleite, wo auch etliches an Fördermitteln aus Steuergeldern versenkt wurde. In den USA noch ein heikleres Thema als hierzulande.

  16. Piotnik sagt:

    Ich denke, mit der KI wird es ähnlich laufen wie mit der Physik und Havok:
    Irgendwann wird es einen Anbieter für ein (relativ intelligentes, flexibles) KI-System/Framework geben, was dann von allen Majorlabels gekauft/lizenziert und in den Produkten eingesetzt wird.
    Mit großem Label auf der Verpackung und im Intro und in den Credits und zu Beginn noch als große ‚Unique Selling Proposition‘ und später Quasi-Pflichtteil..
    Fertig kaufen geht halt schneller als selber machen.

  17. Auch wenn wir damit ja ganz vom eigentlichen Thema weg sind, obwohl: geht ja alles um PC-Spiele 😉 – mich ließ etwas anderes meinen Avatar bei Guildwars-II stehen: mir waren die Landschaften zu gleich. Mal etwas mehr Seen, mal etwas mehr Berge. Bei WoW hatte jede Gegend eine eigene „Farbe“, ein eigenes Thema, daß sich durch zog, natürlich stark unnatürlicher kontrastreicher, aber da war jede Grenzüberschreitung mit einem „jetzt bin ich mal auf dieses neue Land gespannt“ gekoppelt. – Gleichwohl geb ich Dir mit der KI freilich Recht, anigunner. Als Sofaspieler mag ich das zuweilen aber sogar so, aber dann weiß ich auch, daß ich mich da reduziere.

    Aber wirklich: DA wäre die Möglichkeit, mal endlich eine Wende ein zu leiten. (Ich find diese KI Frage bei SWTOR noch schlimmer, daß ich mir gerade anschaue. (Erst Stufe 16) – überdimensionale langweilige Räume in der kleine Gruppen von Abschießpuppen solange statisch und unsinnig rumstehen bis man eine Bombe rein wirft… immerhin: die Aufgaben sind hier etwas besser, „töte x“ gabs bisher nur als optionale Bonusziele… Aber die NPC-KI? Gruseligst…

  18. anigunner sagt:

    Daran kranken meiner Meinung nach alle aktuellen MMO´s. An der KI, der statischen Umgebung, dem übermäßigen Grind und der ganzen „Töte X von Y“ oder „Hole Z von Y“ Quests. Klar ist das billig herzustellen, klar kann man damit sagen wir bieten zig Stunden an „Unterhaltungswert“. Das es im Endeffekt aber immer die gleiche langweilige Grütze ist sollte doch mittlerweiler jedem auffallen.

    Ich finde GW1 hat das in weiten Teilen besser gelöst als aktuelle GW2. Durch das Instanzsystem kann man eine ganze Welt auf die einzelnen Spieler ausrichten, das heißt die Umgebung- und die NPC an sein Handeln anpassen. Was habe ich denn davon wenn ich in einer offenen Welt rumrenne in dem alles statisch, unveränderbar und dumm in der Gegend rumsteht? Nur weil ich jetzt die anderen Mitspieler sehe? Na super….
    Ok, um fair zu bleiben mit den dynamischen Events haben sie einen guten Griff gemacht. Solisten und Gruppenspieler kommen hier beide auf ihre Kosten. Das ist aber nichts, was man mit dem Instanzsystem nicht auch hätte lösen können.

    Für mich wäre ein Instanz-MMO mit guter KI, einer guten Story und einer „Änderbarkeit“ der Welt der nächste Schritt. Damit blieben dann jedem für sich überlassen ob er alleine mit NPC´s, zusammen mit seinen Freunden quasi im Coop durchgeht oder gar zusammen mit seiner Gilde. Der Problem an dieser Stelle war- und ist immer das steinzeitliche Gruppenfindungssystem in den MMO´s. Selbst jeder 0815-Shooter bietet da mittlerweile bessere Lösungen an, und das kann es doch eigentlich nicht sein. Mittels Chat oder einem „schwarzen Brett“ nach Gruppen zu suchen, das ist doch echt nicht mehr zeitgemäß.

    Ich persönlich finde es keinen Fortschritt die meiste Zeit alleine durch eine statische Welt zu stolpern, während der Vorgänger deutlich mehr Möglichkeiten zum spielen geboten hat. Für mich wäre es wichtig das ich die Auswirkungen meinens Handels im Spielverlauf sehen kann, und das ist bei einer offenen Welt fast nicht möglich. Wie willst du das für jeden Spieler gleichzeitig machen?
    Es wäre auch ein leichtes die Gegner in einer Instanz an die Spieler anzupassen, in einer offenen Welt kann man nur die respawenden „Standartidioten“ mit einer gewissen Stufe vor die Nase stellen. Toll.

    Wenn die Welt sich an mein Handeln anpassen würde würde das auch die Wiederspielbarkeit erhöhen. Würde die Gegner sich dem Spieler anpassen durch die Ausrüstung, den Fertigkeiten und den kämpferischen Möglichkeiten dann wäre es auch für gut ausgerüstete Spieler noch Interessant gewisse Instanzen anzugehen. Stichwort Elite-Gebiete. Oder was GW2 auch eingeführt hat mit dem WvW, das wäre genauso eine Option.

    Meines achtens ist technisch schon alles da was man dazu bräuchte. Abgesehen von der KI, da muss ich Piotnik rechtgeben. Das wird ein Hersteller wahrscheinlich alleine nicht stemmen können- und wollen. Aber solange die klassischen MMO´s zumindest anfangs so erfolgreich sind wird sich da nichts so schnell ändern fürchte ich.

  19. Ich kenne Guildwars-I nicht, deswegen hab ich da auch keine Ahnung. ich stell mir das verändernde in der Welt immer etwas schwierig vor, WoW hatte das mit dem Phasing ja auch mal versucht. Ist man dann nicht immer an einer anderen Stelle der Welt als seine Bekannten, die einen anderen Spielrythmus haben?

    Ich selber bin aber auch, ich gebe es zu, kein wirklicher Gruppentyp. Ja, in WoW hatte ich auch meine Gilde, meinen Raid und und und, aber gerade dazu habe ich (was freilich eben nun wirklich nur für mich gilt) gar keine Lust mehr. Das ungezwungene und vor allem sprachlose spielen mit anderen finde ich bei Guildwars-2 gut, denn sprachlich wird mir immer schlecht, sobald ich die Chatkonsole aufmache. Das Unverbindliche nach einem verbindlichen Arbeitstag ist es, was mir gefällt. In einer instanziertem System müsste man sich doch wieder mehr binden, oder? (Keine rethorische Rechthaberfrage jetzt ;-))

  20. anigunner sagt:

    In GW1 war es so das die Welt sich nach dem Gruppenführer gerichtet hat. Wenn er jemanden dabei hatte dann sah er diese Instanz quasi diesen Zustand, nicht seinen eigenem. Um den anderen Zustand zu haben musste man quasi den Gruppenführer wechseln. War aber kein großes Problem.

    Mir geht es so wie dir. Ich hatte in GW1 eine Gilde, in GW2 bin ich zu 90% alleine unterwegs.Weil meine Gildies aus der alten Zeit zwar nach GW2 umgezogen- aber mittlerweile schon inaktiv sind. GW2 hat Probleme den ausgewachsenen Charakteren was zu bieten, was ja gemeinhin als „Endgamecontent“ verschrieen wird. In GW1 gab es damals diese Elitegebiete, die man nur zusammen mit anderen menschlichen Mitspielern betreten konnte.. und die damals zur Anfangszeit doch anspruchsvoll waren. Heißt die Pro´s haben sich dort ausgetobt, und immer versucht diese Eliteinstanz in neuer Bestzeit abzuschließen. Oder als Farmer dort ihr Zeig ergrindet, wer auf so was steht. Das gibt es in GW2 ja so nicht mehr. Man hat mit den Fraktalen jetzt was nachgereicht, aber was hast du denn sonst? Die Dungeons? In meinen Augen kein richtiger Ersatz. Und du kannst ja nicht einfach sagen wie nehmen die ganzen Gebiete, machen daraus nen Hardmode wie in GW1 (Instanzen und Stufenlos sei Dank) und die Leute haben wieder zu tun….

    Wegen dem Chat, ich bin auf einem halbleeren EU-Server unterwegs. Ich weiß schon warum. Ich kann dir sagen das es sehr entspannend ist, und das ich den Chat nicht mal zumachen brauche.

    Nein, Instanzen bedeuten meiner Meinung nach nicht das man sich mehr binden muss. Das Problem ist schlicht das Matchmaking. Stell dir mal vor die Dungeons in GW2 hätten einen Matchmaker wie bei einem Shooter. Heißt es gibt eine Schlage, da loggst du dich ein. Dann wird eine Gruppe erstellt, nach gewissen Kriterien, und sobald die voll ist geht es los. Wie einfach wäre das? Du musst nicht in den Chat rumtippen oder gar nach Löwenstein reisen um eine Gruppe voll zu kriegen.
    In World of Tanks ist es so einfach. Ich wähle einen Panzer aus, wähle den Modus aus (in dem Fall halt nen Dugeon), gehe auf „Battle“ und bin 30 Sekunden später in der Runde. Nochmal, warum geht das nicht bei MMO´s ?

    Instanzen ohne eine gute Sammelstelle- oder einen Matchmaker ist suboptimal wenn man zusammen mit anderen spielen will. Da gebe ich dir 100% Recht. GW1 hat an der Stelle auch gekrankt. Erst später wurde dann ein Sammelpuntk eingerichtet wo man sich zentral treffen- und von dort aus Missionen/Instanzen betreten kann.

  21. Oh, also *hust*, das hätte ich jetzt nicht gedacht, aber ich frag mal, diesmal rethorisch gemeint, denn Du hast es ja gerade geschrieben: sowas gibt es in Guildwars nicht? (Hab ja selber nie nach gesucht…) – Das gabs doch schon in WoW seit längerem. Anmelden, als DD-Krieger eine halbe Stunde Daylis machen und Zack… man war drinnen.

    Hm, und Danke für die Erklärung der Instanzentechnik, so ähnlich hatte ich es mir auch vorgestellt. Da kommen wir dann aber doch wieder an die Geschmacksfrage: ich selber finde es netter, wenn die Welt immer für alle „gleich“ ist (was dann eben blöderweise bedeutet, das sie auch so dann immer gleich ist. ;-))

    Dank WoW hab ich den Chat gut mental ausblenden können, nur in Gruppen fand ich es in WoW immer dann doch schlimm. Da war ich gegen Ende meiner Spielzeit froh, daß in den Zufallsgruppen eh nie jemand was sagte. Und „daher“ spiele ich auch lieber auf volleren Servern, gerade bei GW-2 kommt eben so der unglaublich gute „Zusammenspiel“-Effekt. Jeder, der gerade vorbei läuft, haut auch mal gerne mit drauf. Und aus Versehen eine „Elite“-Gegner angeballert? Zack, sind die Massen da und man zieht das Ding zusammen durch. Fand ich sehr nett.

  22. Harzzach sagt:

    Mal so kurz einwerf … ich mag keine PUGs in WoW, weil mir das stumme und hektische Powerplay, um eine Instanz so schnell wie nur möglich „abzuarbeiten“, damit man das Achievement bekommt, vollkommen gegen den Strich geht. Allerdings ging es mir irgendwann auch auf den Sack, dass in einer etwas kommunikativeren Gilde ab einem bestimmten Zeitpunkt die Leute anfingen mir ungefragt ihre RL-Lebensdramen um die Ohren zu hauen.
    Das wiederum führte sehr schnell dazu, dass ich einen neuen Char angefangen habe.

    Ich möchte in WoW entspannt zocken und gerne auch mal dummes Zeugs labern und hin und wieder sogar Rollenspiel betreiben. Ich habe aber keine Lust ständig als Seelen-Mülleimer für Leute zu dienen, die, sollten von ihren Stories auch nur 10% wahr sein, eigentlich psychologische Sofort-Hilfe benötigen. Warum, warum nur kann ich da nie auf ganz normale Zocker stoßen? *heul* *wehklag* 🙂

    Zum Schluß habe ich WoW daher nur noch als SP-Spiel betrachtet, in dem andere Spieler einfach nur NPCs waren, die man meistens ignoriert hat.

  23. anigunner sagt:

    Ja, das kommt mir bekannt vor.. in meiner Gilde ist mir das auch oft passiert. Da ich anscheinend eh als Kumpeltyp angesehen werde habe ich bei solchen Gelegenheiten schon die kuriosesten Sachen angehört. Manchmal hat man wirklich den Eindruck manche spielen nur damit sie jemanden zum reden haben 🙂
    Ich meine es ehrt mich irgendwo wenn mir jemand so vertraut und um meine Meinung fragt… aber bei manchen Dingen fragt man sich dann schon will ich das überhaupt noch wissen?

    @ Chräcker Heller
    Guild Wars 1 hatte anfangs nur die Städte, Außenposten und die Gildenhalle als Treffpunkt. Dort konnten sich alle Treffen und dann die Mission bestreiten oder in das Instanzgebiet gehen. Problem war nur wenn man aus einer Erweiterung- in die nächste wollte musste man zuerst in die „Hauptstadt“ der Erweiterung gehen und von dort aus dann in das eigentlich gewünschte Gebiet. Das Problem dabei ist wenn man z.B nach Kamadan geht sind dort nur vier Spieler pro Gruppe erlaubt. Heißt wenn man zu acht in ein Elitegebiet wollte musste man sich davor aufteilen und einzeln runterreisen. Kein Gamebraker, aber doch etwas nervig. Daher hat man dann nach ein paar Jahren eine Insel eingeführt, von der aus man ohne Umwege jede Stadt/Außeposten erreichen kann ohne die Gruppe zu splitten. Das meinte ich mit zentralen Treffpunkt.

    Übrigens wenn du noch nie GW1 gespielt hast würde ich dir das mal ans Herz legen. Selbst wenn man es nur als Soloplayer betrachtet (wie KoA) dann isses sein Geld wert. Kannst sogar NPC-Helden einpacken und damit dann durch die ganzen Kampangen gehen wenn dir danach ist 🙂

  24. Hotze sagt:

    Ich kann dem ganzen Instanzieren von Gebieten nichts abgewinnen.

    Ich habe es geliebt in DaoC classic mit andren Spielern in einem Dungeon zu interagieren, für jeden war der Dungeon und der Mob gleich…ganze Gruppen liefen durch die Verliese und suchten sich ihre Spots.
    Man selbst hielt sich dem Eingang nahe auf und wartete auf Leute mit denen man ne Gruppe bilden wollte, war die Gruppe soweit aufgestellt zog man tiefer ins Verlies in der Hoffnung an Spot X ist frei, also keine andre Gruppe.

    Die war nicht die beste Lösung, da es schonmal vorkam, das alle Spots becampt waren. Andererseits war man gezwungen sich mit anderen Spielern zu unterhalten.

    Es war ne geile Zeit damals, die Community war mehr oder weniger korrekt, so gab es sogar Warteschlangen an begehrten Highlevel Spots…und ganze Gruppen warteten geduldig, manchmal Stunden bis der Spot frei wurde, unterdessen unterhielt man sich mit seinen Mitspielern.

    Eine andere Sache die ich genial fand war das Spawnsystem der Lair´s und NPC-Bunkern bei SWG.
    Man wusste nur das sich in Gebiet-X, Tiere der Gattung-Y aufhielten, man durchcampte das ganze Gebiet bis man ein Nest des zu schlachtenden Tieres fand, räucherte es sammt allen nachspawnenden Tierchen aus und zog weiter, oder die NPC Bunker, die Teilweise ewig weit unterirdisch verliefen, fast schon Dungeonausmaße annahmen.

    Der ganze Bunker verschwand wenn man ein bestimmtes Objekt lootete, oder NPC tötete, bei manchen gabs auch ein Timer, der nach ablauf den ganzen Bunker schloss und despawnte.

  25. Minando sagt:

    Thema „Kumpeltyp“: das mit der Seelenmassage hängt (anscheinend) auch vom Zeitpunkt ab, zu dem man sich einklinkt. Tagsüber herrscht eher Schulkinder- Business (wenig Gequatsche, viel Aua), gegen Feierabend kommen die alten Säcke aus ihren Büro- Höhlen.

    Übrigens, meine Frau hat ÜBERHAUPT kein Verständnis für mein Hobby.
    Das musste mal gesagt werden.
    Auch wenn es keinen einen Scheiß nie nicht interessiert.
    Ach %&!!, jetzt ist mir das &$§?!! Bier uaf die %&§%$!!! Tastatur gelauauaufen.

  26. Joe sagt:

    Ich möchte in WoW entspannt zocken und gerne auch mal dummes Zeugs labern und hin und wieder sogar Rollenspiel betreiben. Ich habe aber keine Lust ständig als Seelen-Mülleimer für Leute zu dienen, die, sollten von ihren Stories auch nur 10% wahr sein, eigentlich psychologische Sofort-Hilfe benötigen. Warum, warum nur kann ich da nie auf ganz normale Zocker stoßen? *heul* *wehklag*

    Weil „ganz normale Zocker“ dieses Online-„Rollenspiel“ von 2004 längst durchgespielt und ad acta gelegt haben. Wie jedes andere Videospiel irgendwann auch.

    Wer jetzt noch da ist, betreibt entweder ein Farming-Business oder ist halt schwer therapiebedürftig und gehört zur Zielgruppe. Der Ruf von WoW-Spielern kommt nicht von ungefähr… 😉

  27. Drakiar sagt:

    Hallo.

    Ich bin Krüppel, daher ist WASD nicht möglich für mich. Darum kaufe ich nur Spiele, die es einem erlauben die Keybindings zu ändern.(Und zwar voll funktionsfähig mit deu Tastatur, oft genug drückt man ä oder # und das Spiel erkennt die Tasten nicht…)

    Man sagte mir vom Support: Kein Ding!

    Ich kaufe es auf Origin(urghs), starte, doppelklicke „Move Foward“ und dann „Pfeil oben“. Hmm… geht nicht, irgendwie nimmt er Kameraknöpfe+NUM 2, 4, 6 und 8…

    Gegooglet(Was ein Wort) und ein KoA Remap Tool gefunden. GEHT NICHT AHHH!

    Wie zur Hölle wechsel ich auf Pfeiltastenbewegung?

    Ich werd von Jahr zu Jahr genervter weil alle neuen Spiele KRÜPPELFEINDLICHER werden! Keine änderbare Tasten, QUICKTIMEEVENTS(WTF? Ich möchte während ich durch ein Busch laufe nicht von einem Wolf ge-insta-totbeisst werden weil meine Finger 3 Sekunden brauchen um hinzukomm!

    Und sagt mir ned dann spiels ned! Ich boykottiere schon genug…

    Darum spiele ich gern Spiele wie „Pocket Legends“, „Space Legends“ usw. Komplett Maus spielbar^^

    Also nochmal, weiss Jemand wie ich es ändere?

  28. Harzzach sagt:

    Was funktioniert an dem Remapping-Tool nicht? Geht das nur mit einer bestimmten Version von KoA?

    Ansonsten bist auch Du eine vernachlässigbare Teilgruppe, deren besondere Bedürfnisse einfach unter den Tisch fallen, weil der zusätzliche Aufwand für komplett durchkonfigurierbare Spiele sich für die Geldgeber nicht „rechnet“. Da werden dann Config-Dateien verschlüsselt (Hallo Epic, ihr dummen Wichser!), weil man der Meinung ist, dass dumme Schafe nichts ändern müssen, sondern einfach nur kaufen sollen.

  29. Drakiar sagt:

    Es gibt 2 Versionen, 1x für Demo 1x für Retail.

    Wenn ich es starte ist es erstmal schwer zu verstehen. Habe leider keine Anleitung gefunden.

    Ich weiss ned ob man es vor dem Spiel starten muss, dabei… Wenn ich ein Key ändern will kommt zwar die Änderung, bewirkt aber ingame nichts.

  30. Harzzach sagt:

    So direkt kann ich Dir leider nicht helfen, sry. Kenne mich mit diesen Tools leider nicht aus.

  31. Drakiar sagt:

    Danke trotzdem für Deine Antwort 🙂

    Sag mal, wenn man Dir seinen Rentenbescheid schickt, kommt man dann in Dein Alte Säcke/Rentner/Krüppel(Votet hiermit für den Namen) Club?

    :oD

  32. Harzzach sagt:

    Oh, wir sind offen für jeden, keine Beitrittsgebühr, keine besonderen Zugangsvoraussetzung. Hilfreich ist aber unter Umständen eine Liebe zum Videospiel als solchen, die über ein simples Zeittotschlagen, weil einem gerade langweilig ist, hinausgeht.

  33. anigunner sagt:

    @ Minando
    Sieh es mal von der anderen Seite. Die Frau von meinem Kumpel spielt auch mit, und diktiert quasi die Spielauswahl- und wann die beiden daddeln. Das hat schon zu kuriosen Situationen geführt ^^
    Wenn mein Kumpel mal alleine was zocken will muss er das quasi dann machen wenn alle anderen im Bett sind. Da das keinen so großen Spaß macht hat er die vernünftige Konsequenz gezogen ist spielt kaum noch. Obwohl man es ihm anmerkt das es ihn immer noch in den Fingern juckt. Daher, seine „Ruhe“ zu haben muss nicht immer von Nachteil sein 😉

    @ Drakiar
    Ich habe ein kleines Tool welches mir gestattet Joystickbefehle als Tasten umzukonfigureren (habe das damals für Guild Wars gebraucht). Ich bin mir nicht 100% sicher, aber ich glaube man kann damit sogar Funktionstasten umbelegen. Kuck doch mal in Google nach AutoHotKey und dergleichen, vielleicht hilft dir das an der Stelle weiter. Dann könntest du deine Tasten nach belieben umändern ohne was am Spiel drehen zu müssen. Mein Tool (ich habe den Namen gerade vergessen, sorry) erlaubt es sogar verschieden Profile anzulegen. Heißt ich kann meine Belegung je nach Spiel wechseln.

  34. Hell sagt:

    Hat jemand EA gesagt?
    http://kotaku.com/layoffs-at-ea-today-481149396

    10% weniger Personal ist schon ein Wort

  35. Harzzach sagt:

    Eine Runde Mitleid …

  36. Drakiar sagt:

    @ anigunner

    Ahhh danke herzlich, das klingt genau nach dem was ich brauche!

    Jetzt muss ich nur noch lernen das Script dafür zu schreiben.

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