Schäbigrun

So, was haben wir uns nicht alle gefreut, als mit “Shadowrun returns” endlich ein RICHTIGES Rollenspiel mit diesem Setting angekündigt wurde? Und haben wir nicht alle gebacked und Kreditlimits und Girokonten geplündert, um dieses Projekt Realität werden zu lassen? Und waren wir nicht alle entzückt, als erste Bewegtbilder genau das Gameplay gezeigt haben, welches wir erhofft hatten?

Und waren wir nicht alle begeistert, als der Entwickler kürzlich bekanntgab, dass es a) eine DRM-freie Version nur für Backer gibt und b) Mod-Unterstützung und künftige Zusatzinhalte es nur via Steamworks gibt? Obwohl im Vorfeld, in den FAQs der Kickstarter-Seite das hier versprochen wurde?

For PC/Mac/Linux, the game will be available DRM-free from our website. We are also looking into a Steam release …

Und war es nicht für uns alle erhellend NACHTRÄGLICH zu erfahren, dass die Bedingungen, die Microsoft im Rahmen der Lizenzierung der Shadowrun-Lizenz stellte, eine DRM-Pflicht vorsieht?

Zum Glück, zum großen Glück für meine geistige Gesundheit habe ich diesem Projekt keinen Cent zukommen lassen. Nicht wegen eines wie auch immer gearteten Bauchgefühles, sondern weil es einfach finanziell ein ungeschickter Moment war. Ich würde mich jetzt mindestens genauso aufregen und stinkesauer sein, wie es die Leute gerade im offiziellen Projektforum sind. Shitstorm ist noch höflich ausgedrückt, was da gerade abgeht. Es werden bereits erste Klagen angekündigt, was man gerade in den USA nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Man kann davon ausgehen, dass SR wohl das letzte Kickstarter/Crowdfunding-Projekt war, dass diese Leute erfolgreich abgewickelt haben. Ob dieses Verhalten strafrechtlich relevanter Betrug ist, wie ihn zB. Investoren auf Basis eines Börsenprospektes im Vorfeld eines herkömmlichen Börsenganges einklagen können, das ist noch nicht raus. Klar ist aber, dass ich den Verantwortlichen bei Harebrained Schemes künftig viel Mißerfolg wünsche! Klar ist auch, dass ich nicht der einzige bin. Das Thema Crowdfunding ist für diese Firma erledigt. Und man kann nur hoffen, dass da noch was nachkommt.

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44 Kommentare zu “Schäbigrun

  1. Rollenprinz sagt:

    Mod Unterstützung gibts auch für die DRM freie Version. Man muss die Mods halt selbst dahin kopieren, was bei Mods meistens der Fall ist oder man verwendet den Nexus Downloadmanager. Zitat: „It works just like a non-Steam version of Skyrim: you can install mods manually or via a 3rd-party tool such as Nexus“.
    Bis jetzt sind alle DLC (Also die Berlin Kampagne) auch DRM frei erhältlich. Was mit späteren DLCs passiert, falls es überhaupt welche geben sollte, wird man dann noch sehen.
    Die Backer kriegen doch das was sie „bezahlt“ haben. Eine DRM freie Version des Spieles (+ die Steam Version).

  2. Harzzach sagt:

    Nirgendwo stand, dass es DRM-frei „nur“ für Backer gibt. Nirgendwo wurde man darüber informiert, dass die Lizenzverhandlungen mit MS noch gar nicht abgeschlossen waren und man zum Thema DRM oder Nicht-DRM noch gar keine endgültige Aussage treffen kann. Transparenz ist wichtig, gerade im Crowdfunding-Bereich.

    Es sind schon Firmen wegen harmloserer Fehler im Börsenprospekt in Grund und Boden geklagt worden …

  3. MKR sagt:

    @Rollenprinz: Leider nein! Auf Kickstarter spendet man für eine Idee, für ein Projekt. Und das Projekt wäre ein für ALLE DRM-freies Spiel gewesen. Für Backer, aber auch für spätere, normale Käufer. Von der zweiten Location Berlin als DLC wollen wir mal noch gar nicht reden. Viele haben erwartet, das Berlin direkt im Hauptspiel integriert ist. Klar, für Backer gibt’s den kostenlos. Für spätere Käufer aber nicht.
    Und einige Backer trifft auch das USB Stick Versprechen, das auch nicht ganz gehalten wurde.
    In Summe bin ich froh, nur 15$ zugesagt zu haben. Und Harebrainedschemes wird von mir kein Geld mehr auf KS sehen.
    Alles in allem bleibt ein großer Vertrauensverlust, mit das wichtigste bei einem Kickstarterprojekt.

  4. colddeath sagt:

    @Rollenprinz: Also so wie Harebrained sich in den letzten Updates geäußert hat wird es DLC nach der Berlin Kampagne NICHT ohne DRM geben, da ist nichts von „man wird sehen“ zu lesen.

    Finde es schade das wir das erst jetzt so erfahren, das wird es zukünftigen Kickstarter-Projekten auch nicht leichter machen, aber das sie damit nicht nur sich selbst geschadet haben, merkt Harebrained wahrscheinlich nicht mal sondern sehen nur das sie jetzt angemeckert werden…

  5. Da kann ich mich mal, was für ein Tag, den allgemeinen Tenor hier nur anschliessen. Ich bin auch ein Mensch, der für Dinge Geld gibt, die mich gar nicht selber direkt betreffen. Und hier wäre es eindeutig für ein DRM-freies Spiel für „alle“ gewesen. (Wenn ich gespendet hätte, hab ich hier allerdings nicht.) Wenn sie sich zu weit aus den Fenster gelehnt haben und nun nicht ohne DRM können, dann müssten die das komplette Geld zurück zahlen und eine neue Kampagne starten. So haben sie sich Geld erschlichen, und es geht ja nicht nur um eine falsche Farbankündigung für drei Waffen, sondern um das in der Tat ja hochpolitische Thema DRM.

  6. Miranda sagt:

    Tja, ich weiss, wieso ich diese Finanzierungsprojekte sehr skeptisch gegenüberstehe.

    Im Übrigen hab ich auf Mails an Blackforest (the company formerly known as Spellbound) bezüglich Giana als Antwort eisiges Schweigen geerntet, weil ich es gewagt hatte, zu fragen, ob es auch eine DRM-freie Version von Giana Sisters zu bekommen.

    Gleiches gilt für Age of Wonders 3. Das wird nur digital vertrieben (und damit ist es für mich gestorben, ich hab die gedruckten Handbücher und die Boxart sehr geschätzt).

    Bei Blackforest hat die Kickstarter sichtbar gestunken, die wollten schlicht und einfach einen Batzen zusätzliches Geld einsammeln, das Spiel lag ja bereits fertig in der Schublade.

    Die Geschichte mit Shadowrun läuft ähnlich, die haben im Vorfeld das mit den DRM bereits gewusst, aber haben das zurückgehalten, um nicht Leute zu verschrecken. So kanns halt laufen.

    Ich freu mich indessen mehr auf Dragon Commander, allerdings hat der Firmenchef im VORFELD bereits auf seinem Blog beschrieben, was sie wirklich erreichen wollen.

    BTW: Divinity: Original Sin wird auch ein Knaller werden und ich freue mich auch schon darauf 🙂

  7. Simon sagt:

    mh mh mh .. bin grad nicht ganz so sauer wie Harzzach.. und ich habe Geld für SRR gegeben.
    denn
    für mich als Nutzer haben die erstmal alles eingehalten: DRM-frei (wenn ich möchte)

    das ich als „bonus“ noch n steam-code bekomme, ist mir sogar mehr als recht.

    sicherlich- das fiese dabei ist, dass ein kickstarter-projekt nun doch nicht so über den dingen schwebt, wie man sich das erhofft hatte.. nunja… mir ist wichtig, dass sie es fertig stellen, dass es ein gutes spiel in zusammenarbeit mit der community wird..
    dass die jungs ihren kredit für die zukunft verspielt haben.. nunja.. viele leute kaufen auch jedes jahr n neues EA spiel, nur um festzustellen, dass es genau so verarsche ist, wie das im jahr davor 😉

  8. colddeath sagt:

    Bei Giana war direkt aus der Projektseite ersichtlich das sie das Geld nur dazu brauchen, um das Spiel fertigzumachen, wo ist das Problem? Dein genanntes Divinity macht das auch nicht viel anders… nur etwas umfangreicher. Das sie sich nicht zurückgemeldet haben auf deine Anfrage… ungeschickt, ja, aber am Kickstarter an sich sehe ich kein Problem

  9. Rollenprinz sagt:

    Aufregen tun sich doch jetzt vor allem Leute, die das Kickstarterprojekt gar nicht unterstützt haben. Dabei haben die doch gar kein Recht sich zu beschweren, da sie absolut nichts für dieses Spiel (oder auch die Idee) bezahlt haben. Sie haben später die Möglichkeit das Spiel zu kaufen wie jedes andere Spiel auch. Man kann sich ja schlecht über eine Leistung beschweren, die man gar nicht gekauft hat.
    Und nein, man spendet auf Kickstarter nicht zwingend nur für eine Idee. Ich habe das Spiel damals unterstützt um eine Kopie des Spieles zu erhalten. Und die kriege ich auch. Und zwar zu den Konditionen, wie ich sie damals eingekauft habe.
    Ob es überhaupt jemals DLC geben wird, kann doch im Moment absolut keiner sagen! Erst mal muss HBS die Berlinkampagne fertigstellen, was noch mindestens 6 Monate dauert. Ob sie dann weiter an DLCs arbeiten steht doch gar nicht fest.
    Sich über die Tatsache mit den USB-Sticks aufzuregen ist auch lächerlich. Dann kopiert man das Spiel halt selbst drauf nachdem man es DRM frei runtergeladen hat.
    Wie gesagt, die, die das KS Projekt unterstützt haben kriegen auch das was versprochen wurde. Alle anderen meckern über etwas was sie gar nicht bezahlt haben.

  10. Nighty sagt:

    Sehe das genauso wie Rollenprinz,

    ich habe das Projekt damals unterstützt weil ich Shadowrun liebe und eine Kopie von dem Spiel haben wollte, was ich auch jetzt bekomme. Das sie das Spiel nun letzten endes über Steam vertreiben empfinde ich auch nicht als schlimm sondern eher als Vorteil, weil ich denke das sie so mehr Versionen verkaufen werden und es hoffentlich den Weg bereitet für mehr Shadowrunspiele in der Art.

    Ich war auch ein wenig enttäuscht das die Backer rewards wie T-Shirts, USB Sticks etc erst so spät verschickt werden, kann es aber nach vollziehen das man da kosten sparen will, wenn man eh mit einem knappen budget arbeiten muss.

    Verstehe also wirklich nicht die große Aufregung, ok es wird nicht für alle eine DRM freue Version geben. Nein, nur für die die das Spiel von Anfang an unterstützt haben, was für mich ok ist und auch ok wäre wenn ich es nicht unterstützt habe. Liegt aber vielleicht auch daran das ich kein Problem dabei habe ein Spiel mit DRM zu kaufen, solang es nicht so ein Blödsinn wie mit Sim City oder D3 ist ….

    Und was das DLC angeht, das dauert halt noch etwas länger, aber alle Backer bekommen das auch DRM frei und ohne drauf zu zahlen. Es ist hier ja nicht so wie bei ME3 z.B. wo man sich wirklich aufregen konnte über das From Ashes DLC, was zum Start fertig war aber man trotzdem noch extra zahlen sollte, außer man hatte die CE edition.
    Denke es sollten alle größtenteils zufrieden sein können so wie es nun läuft und freue mich drauf in ein paar Monaten endlich wieder Shadowrun zu genießen.

  11. Zeus sagt:

    Als jemand, der rund 10 € (15$) in SSR investiert hat, hab ich auch kein all zu großes Problem damit, wie die Dinge liegen. Es steht nun mal nur da, dass man als Backer das Spiel und den ersten DLC ohne DRM bekommt. Und ICH bekomme genau das, was versprochen war. Wenn andere sich was ausmalen, was so nicht gesagt/angekündigt wurde, da kann HBS ja nun nicht wirklich was dafür.

    Was ist eigentlich mit Kronos? Da gibt es auch keinen LAN Modus, für online matches muss ich mich zwingend bei KingArt registrieren und das läuft nur über deren Server. Für mache ist das auch schon nicht akzeptabel, weil wenn KA pleite macht, kannst du online nicht mehr spielen. #aufschrei ?

  12. Das wäre jetzt für mich die Frage: haben die von Anfang an gesagt: investiere und „Du“ als Investor bekommst eine DRM-freie Kopie… oder haben die gesagt. investiere in unser DRM-freies Spiel, daß Du dann bekommen wirst.

    Das wäre für mich DER Unterschied. Kann mich da jemand aufklären?

  13. Zeus sagt:

    Ich sehe es so, dass ich 10-11€ in ein Spiel „investiert“ habe und nicht in eine Ideologie. Eine Art PreOrder, wo sich jetzt herausgestellt hat, dass DRM-free halt eines der Goodies ist, die man dafür bekommt.

    Und wenn das Spiel hält, was es verspricht, spricht für mich auch nichts dagegen, einen Nachfolger auf die selbe Art zu finanzieren.

    Wie gesagt, es geht hier um (für mich) Spiele, um ein Hobby und nicht um eine Ideologie.

  14. Gast sagt:

    Ich sehe DRM-free als Verkaufsargument. Nicht umsonst wird dieser Punkt in den Beschreibungen immer wieder aufgeführt.
    Die Entwickler haben aus meiner Sicht ihr Versprechen gebrochen und damit Kickstarter einen Imageschaden zugefügt. Ob berechtigt oder nicht ist zweitrangig. Ich bin mir sicher zukünftige Kickstarterprojekte bei denen DRM-free angepriesen wird, werden genauer unter die Lupe genommen.

  15. Jörg sagt:

    Es lohnt sich halt am Ende doch, abzuwarten was aus den Versprechungen – indie, kickstarter oder nicht – wird. Das hat mir seit jeher mehr eingespart, als ich mit spielen ausgebe (und das ist VIEL).

    Wenn ich gerade an Molyneux denke… ^_^ (okay, das wird langsam offtopic)

  16. Drachenkaiser sagt:

    Na ja….
    Ich persönlich bin „Backer“ von SR:R und für mich, einen Steam-Nutzer, ist es deswegen auch kein großes Thema…
    Ich kann andererseits verstehen, dass Leute enttäuscht sind ( Und das ist ein generelles Problem an Kickstarter: Diesen großen Erwartungshypes muss in der Regel zumindest bei manchen eine Ernüchterung folgen), aber diese „emotionalen“ und für das SR-Forum ungewöhnlich aggressiven Reaktionen einiger sind für mich unverständlich: Es wirkt für mich so als würden sie sich selbst einreden, dass sie das Spiel nur gebackt haben, weil sie dachten, dass das Spiel keine DRM hat (Und das glaub ich irgendwie nicht so ganz 😉 )
    Ansonsten muss ich Rollenprinz, Nighty, Zeus und vor allem Simon zustimmen:
    Er hat völlig Recht, dass es jetzt eine Ernüchterung gibt, weil jetzt klar ersichtlich wurde, dass KS-Projekte auch nur Projekte mit äußerst begrenzten Budget sind.
    Meiner Meinung nach ist es übrigens fast unmöglich, dass alle Versprechen einer KS-Campaign eingehalten werden können. Man merkt schon öfters, dass sich Entwickler von diesem KS-Overfunding-Stretchgoal-Hype der Fans mitgerissen werden und immer wagemutiger in ihren Informationen werden. Aber nach der Campaign müssen halt alle der Realität ins Auge blicken. Also ist für mich die Frage, wie viele Versprechen gehalten werden und da ist HBS bis jetzt anscheinend auf einen guten Weg, wie ich nach dem Anschauen des Alpha-Gameplays finde.
    Ansonsten will ich anmerken, dass es gar nicht so eine schrecklich große Anzahl von Leuten im SR-Forum gibt, die sich aufregen: Das sind meinem Eindruck nach nur ein relativ kleiner Prozentsatz, die sich dafür um so vehementer zu Wort melden ( Man betrachte nur den einen Nutzer namens „JM“, der munter zwischen Geld-Zurückfordern, Klage-Androhen und Andere-User-Beleidigen wechselt 😉 ) …
    Ich für meinen Teil freue mich auf Shadowrun;Returns ebenso wie auf Planetary Annihilaton, Project Eternity, Wasteland 2 und Torment: Tides of Numenera, auch wenn ich vermute, dass damit auch so einige (hoffentlich kleinere) Enttäuschungen mit eintreffen 😉

  17. Minando sagt:

    Ta-Daaa ! Damit ist bewiesen: Kickstarterprojekte werden nicht AUSSCHLIESSLICH von Heiligen betrieben. Offenbar hat da jemand in EAs Leitfaden „Philosophische Betrachtungen zur Definition von `Wahrheit` (Firmenedition)“ gelesen und sich gesagt: „Amateure ! Das können wir besser ! Und das beste: von uns erwartet es keiner. Weil wir so Kleinunternehmer-mässig daher kommen. Und nächstes mal (es WIRD natürlich ein nächstes mal geben) werden sie alle GLEICH spenden, weil ja niemand DRM haben wil ! Das ist SO genial ! BWAHAHAHAAAAAALOLROFLWAHAHAaaa….ähm. Womit wir natürlich niemandem zu nahe treten wollen. Wir sind schliesslich Indies, haha. Ahaha. BWAHAHA(etc.pp. siehe vorher)“

  18. Harzzach sagt:

    @Drachenkaiser et all:

    Es geht hier nicht im überzogene Erwartungen, sondern um Falschaussagen und zurückgehaltene Information. Denn zum Zeitpunkt der Kickstarter-Kampagne waren die Lizenzverhandlungen noch gar nicht abgeschlossen, der Entwickler konnte noch gar keine definitiven Auskünfte zum Thema DRM geben. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, genau DAS HIER (For PC/Mac/Linux, the game will be available DRM-free from our website) in die FAQs zu schreiben. Da steht nix von „Nur für Backer“.

    Eine Aussage, die einfach nicht stimmt, weil diese Frage WÄHREND der Kickstarter-Kampagne noch gar nicht geklärt war. Und dass DRM ein wichtiges Thema für Backer ist, das sollte wohl niemanden überraschen. Ergo … der Entwickler hat seine Backer alle angelogen! Manche scheint dies nicht zu stören, andere verstehen umso mehr, dass das keine Art ist eine Crowdfunding-Kampagne aufzuziehen (um es mal ganz höflich auszudrücken). Denn wenn so ein Verhalten durchkommt und für den Entwickler keine spürbaren Folgen hat, dann ist das der Startschuß für noch windigere Geschichten.

    Aber Hauptsache, man hat seinen Zock, nicht?

  19. Robert sagt:

    @Rollenprinz „Aufregen tun sich doch jetzt vor allem Leute, die das Kickstarterprojekt gar nicht unterstützt haben. Dabei haben die doch gar kein Recht sich zu beschweren, da sie absolut nichts für dieses Spiel (oder auch die Idee) bezahlt haben.“

    Das sehe ich anders.
    Es gibt inzwischen so viele KS Projekte, dass ich schon lange nicht mehr bei allen mitmache. Bei einem Projekt, dass bereits ausreichend Mittel eingesammelt hat, kann ich auch ganz entspannt auf das Release warten. In der Beschreibung war ja mit keinem Wort erwähnt, dass ich irgendwelche Nachteile als Nicht-Backer haben werde. Wenn die Bedingungen nun im Nachhinein geändert wurden, lass ich mir mit so einem Argument nicht verbieten, meinen Frust kundzutun.

    Haben will ich es immer noch. Aber unter diesen Bedingungen werde ich halt bis zu einem Steam-Sale warten, bei dem der Preis auf Backer-Niveau gesunken ist.

  20. Nur so sagt:

    Und wenn HBS im guten Glauben das mit dem DRM-free reingeschrieben hat und dann hinter her von MS darauf hingewiesen wurden, dass die Lizenzbedingungen DRM vorschreiben? Klar wirft das nicht das beste Licht auf HBS, aber da es keine Infos zu solchen Details gibt, ist es mMn ungünstig von Lug und Betrug zu reden. Besonders wenn man selber ja gar nicht betroffen ist.

  21. Harzzach sagt:

    Zum Beginn des Kickstarter-Projekts waren die Lizenz-Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. Wenn es ganz übel ausgegangen wäre, hätte man Geld eingesammelt und dann wegen einer Nicht-Einigung mit MS gar nichts releasen dürfen. HBS hätte erst dann beginnen dürfen, wenn alles Rechtliche zu 100% geklärt wäre. Dann hätte es klare Aussagen gegeben, dann wüsste jeder ganz genau, auf was man sich hier einlässt.

    So aber … das geht so nicht. Wenn man jemanden um Geld für ein Projekt bittet, muss Transparenz gegeben sein. Und es dürfen nicht hinterher Dinge ans Tageslicht kommen, die z.T. im kompletten Widerspruch zu dem stehen, was im Vorfeld gesagt wurde. So macht man keine seriösen Geschäfte. Das ist, höflich ausgedrückt, unredlich, schäbig, unlauter, fahrlässig, dumm. Es sind schon Unternehmen wegen geringerer Anläße erfolgreich verklagt worden …

  22. Rollenprinz sagt:

    Ich kann keine Falschaussage entdecken. Das Spiel kommt für mich DRM frei, wie angekündigt. Die Vereinbahrung wird erfüllt. Ergo. Ich wurde nicht angelogen und es gibt auch keinen Widerspruch. Für Leute, die das Projekt nicht unterstützt haben, gibt es keine Vereinbahrung! Keine Vereinbahrung, kein Recht sich zu beschweren. Ganz egal, ob das Projekt nun schon genug Geld gesammelt hat oder nicht. Beschwert ihr euch auch über andere Dienstleistungen, die ihr gar nicht bezahlt habt?
    Ich denke es geht eher darum, dass einige sich bewusst beim Spenden zurück gehalten haben, und ANDERE das Risiko haben tragen lassen. Damit man selber dann entscheiden kann ob man das fertige Produkt kauft oder nicht. Kann ja sein, dass das Spiel totaler Schrott wird. Ist ja auch in Ordnung. Nur hat man mit diesem Verhalten nun mal kein Anrecht auf irgendwas. Am wenigsten sich zu beschweren, da man das Projekt nicht mit finanziert hat.

  23. Harzzach sagt:

    Du verstehst es immer noch nicht.

    1. Es wurde angekündigt: Das Spiel ist DRM-frei. Es wurde NICHT angekündigt, das Spiel ist nur für Backer DRM-frei. Das ist ein feiner, aber sehr bedeutender Unterschied. Es gibt Leute, denen prinzipielle DRM-Freiheit sehr wichtig ist. Auch und gerade für alle, die eventuell später Geld für dieses Spiel ausgeben wollen. Die Ankündigungen auf der Kickstarter-Seite haben genau das impliziert: Das Spiel ist DRM-frei. Für alle und nicht nur für einen bestimmten Kreis.

    2. Es wurde begonnen Geld via Crowdfunding einzusammeln, noch bevor die Lizenzverhandlungen mit MS abgeschlossen waren. Da hätten noch ganz andere Hämmer kommen können. Die Backer wurden nicht darüber informiert, dass das Projekt rein rechtlich noch nicht in trockenen Tüchern ist. Ist es so schwer verständlich zu erkennen, dass sowas kein Geschäftsgebahren ist, welches man unterstützen sollte. Hört beim „Ich bekomme mein Spiel, so what?“ das Denken auf? Ist alles, was sich nicht unmittelbar vor der eigenen Nasenspitze befindet so schwer begreiflich?

    3. Jetzt mit der Nase rümpfend auf diejenigen herabzusehen, die nicht gebacked haben und somit „Selber Schuld“ sind, dass sie keine DRM-freie Version bekommen … ehrlich, was soll die Scheisse? Man wusste doch VORHER NICHT, DASS NUR BACKER EIN DRM-FREIES Spiel bekommen? Wieso lässt Du diesen Punkt ständig unter den Tisch fallen?

  24. Rollenprinz sagt:

    Ich kann auch sagen, dass du es nicht verstehst.

    Du kannst nicht etwas einfordern, was du nicht bezahlt hast. Ob nun Kickstarter oder nicht. Das hat auch nichts mit „Nase rümpfen“ oder auf jemanden herabsehen zu tun. Regen sich die KS Unterstützer auf? Nein. Höchstens ein verschwindend geringe Minderheit. Regen sich die Nicht-Unterstützer auf? Ja, obwohl die gar keine rechtliche Grundlage dafür haben.

  25. Heskatet sagt:

    Es war doch aber vorher nicht klar, was Du bezahlst! Das ist doch die Problematik. Diskrepanz zwischen ursprünglicher Aussage und Realität.

  26. Sandhai sagt:

    Ich mache mir mittlerweile Gedanken um die Zukunft von Crowd Funding. Was, wenn große Firmen wie Obsidian oder inXile sich ähnliche Schnitzer (nicht eingehaltene Versprechungen etc.) leisten? Geht dann nicht die Vertrauensbasis und damit die Grundlage für die Finanzierung durch Crowd Funding verloren?

    Ein Thema, das z.B. auch auf RPGCodex diskutiert wird:
    http://www.rpgcodex.net/forums/index.php?threads/kickstarter-drama-conquistador-shadowrun-and-eisenwald.82191/

  27. herb sagt:

    Das erste Gesetz der Magie: Die Leute wollen verarscht werden.
    Trifft auch auf die Mehrheit der Computerspielkonsumenten zu.
    Ich frage mich allen ernstes, wie man so ein Geschäftsgebaren auch noch verteidigen kann.

  28. SpiritWolf448 sagt:

    Mh. Ich hatte das so verstanden (ausgehend von den Posts von Mike und RC auf den Shadowrun-Foren), das zum Start des Kickstarters durchaus alle Verträge unterzeichnet waren, aber Microsoft dann, ein paar Monate nachdem der KS abgeschlossen war, plötzlich mit der Forderung nach DRM ums Eck kam (einseitige Änderungen der Lizenzvereinbarung ist ja durchaus erlaubt in den U.S. sofern man der Lizenzinhaber ist).

    Sollte das stimmen, währe HBS höchstens vorzuwerfen, das sie nicht sofort mit der Info (Marke: Achtung, es stehen Änderungen an.) rauskamen, sondern erst hinter den Kulissen verhandelt haben.

    Kann aber natürlich auch sein, das ich das jetzt durch mangelnde Sprachkenntnisse falsch interpretiert habe.

  29. Cris sagt:

    @du kannst nicht einfordern was du nicht bezahlt hast@
    Du hast nichts *bezahlt*, sondern auf ein Versprechen hin inverstiert.
    Das dich die nachträglichen Änderungen nicht stören ist fein für dich, mit dir möchte man doch Geschäfte machen. Frei nach dem Motto bei einem Pinienkernpesto das dir schmeckt ist es dir egal wenn keine (kaum) Pinienkerne drin sind. (Das ist keine Erfindung)

  30. Cris sagt:

    Oh und was das DRM Frei für Backer bedeutet: um bestimmte DLC in der Zukunft bekommen zu können muss auch ein Backer die DRM Version nutzen. Die hat er zwar dazubekommen, aber das war sicher nicht im Sinne des Backers.
    Habe ich investiert?
    Nein!
    Verstehe ich den Shitstorm?
    Ja, ich finde ihn gerechtfertigt!
    Ist Microsoft schuld?
    Das kann dem Backer egal sein. Egal wie, hier ist die Kacke am dampfen.

  31. Joe sagt:

    Ich denke, wenn ich großer Publisher wäre und mir durch Crowdfunding die Felle wegschwimmen, dann würde ich ein paar Strohmänner so richtig zünftige Verarschungskampagnen fahren lassen. Also so richtig mit Geld einsacken und dann ab auf die Bahamas.

    Das mach ich zwei, dreimal in großem Stil und dann ist der Hype tot, die Zocksüchtigen kommen wieder bei mir angekrochen, wo es fertige Spiele gibt und die Studios sind mir wieder ausgeliefert, weil sie von der Crowd kein Geld mehr bekommen.

    Problem gelöst.

  32. Harzzach sagt:

    Joe, soooo einfach lässt sich das nicht aus der Welt schaffen 🙂

    Abgesehen davon, was da an Summen für crowdgefundete Spiele insgesamt zusammenkommt, das ist nichts, weswegen ein Major sich Gedanken macht. Das erreicht zusammen nicht einmal die Summe, die Activision für die Marketing-Kampagne des jeweils aktuellen CoD ausgibt. Für die ist das nur ein Nischenphänomen für ein Nischenpublikum, welches man eh seit Jahren nicht mehr bedient.

  33. askies sagt:

    Ich hoffe, dass dieses Fiasko ein Einzelfall bleibt und in Zukunft niemanden abschreckt ein Spiel zu backen. Hier sieht man leider auf brutale Weise, welche Nachteile Vorfinanzierung haben kann – so sympatisch einem der Entwickler noch sein mag.

    (Und ich hoffe irgendwann noch eine DRM-freie Retail von SR in der Hand halten zu dürfen argh)

  34. ben sagt:

    Die Aufregung kann ich durchaus nachvollziehen. Abseits des AAA-Massenmarkts wird viel mehr Augenmerk auf DRM gelegt und gerade in dem sensiblen Bereich so zu patzen kann (und wird hoffentlich) Konsequenzen haben.

    Persönlich „backe“ ich ausschließlich bei DRM freien Projekten mit. DRM hat mir den „normalen“ Spielemarkt schon nahezu vollständig versperrt, hoffentlich setzt sich diese Kundenkontrolle jetzt nicht auch bei Kleinprojekten durch, sonst ist endgültig Sense mit dem Hobby.

  35. Falcon sagt:

    @Shadowrun DRM Thema..

    ach… du … scheisse.

    Das übersteigt sämtliche Übertreibungen, die ich für möglich gehalten Hätte. Absolut asoziales Raubritterum. Dafür wäre in weniger „zivilisierten“ Zeitaltern direkt der Kopf gerollt.

    wie immer schlägt die Realität die Satire und damit ist es offiziell. Die Spielefirmen können ab sofort ALLES mit Ihren Kunden machen und nicht einmal die vermeintlich „aufgeklärten“ Internetuser merken es noch (oder verteidigen es gar). Hätte nicht gedacht, dass sie es noch schaffen, mich zu desillusionieren.

    Leider wird es nicht so kommen wie Harzaach schreibt, denn diese Leute WERDEN neue KS machen und die User WERDEN zahlen, weil sie sich in 3 Wochen nicht mehr an den Vorfall werden erinnern können.

    Eine Firma, die Steam u.Ä. Plattformen unterstützt, hätte von mir kein Geld bekommen. Völlig egal, ob ich das Spiel danach selbst DRM frei bekommen hätte, würde ich das als Wortbruch empfinden.

    Gott sei Dank habe ich den Bettlern keinen müden Cent gegeben, weil sie Steam bereits im FAQ erwähnt hatten.

  36. Und, Rollenprinz, was ist mit denen, die gezahlt haben, weil sie prinzipiell (und nur) Spiele unterstützen, die für alle(!) DRM-frei sind? Das ist doch eine nicht wenig verbreitete Haltung. (Obwohl, wenn man so die IchIchIch-Kommentare in den Foren liest… vielleicht doch eher selten…)

  37. Drachenkaiser sagt:

    @Chräcker: Das hat einen ganz einfachen Grund: Das hat nichts mit Egoismus zu tun. Es wäre mMn noch bedenklicher wenn man von sich selber auf die gesamte Spielerschaft schließen würde. Und so ziemlich alle Steam-Gegner schreiben ja, dass sie persönlich Geld ausgegeben haben und sie persönlich jetzt enttäuscht sind. Da nehme ich mir bspw. dann durchaus das Recht heraus zu sagen, dass ich persönlich kein Problem habe.
    @ Topic : Hier wird davon ausgegangen, dass HBS die Leute (Backer + Vorbesteller mutwillig getäuscht haben.
    Das ist aber gar nicht bewiesen: Ich bin durchaus im SR-Forum aktiv, und ich habe durchaus den Eindruck gewonnen, dass so aussieht als ob es so abgelaufen wäre, wie es SpiritWolf448 geschildert hat. Aber das ist nur ein Eindruck.
    Ansonsten muss man bedenken, dass die Backer genau das bekommen, was ihnen versprochen wurde: Das ganze Spiel mit dem in der KS-Campaign versprochenen Berlin-DLC (Das wäre für mich kritisch gewesen, wenn sie den nicht DRM-frei veröffentlicht hätten, da dieser Teil der DRM-free-Rewards gewesen ist). Sie haben das erfüllt, was sie versprochen haben.
    Jetzt zu der Sache mit den Pre-Orders: Dabei wäre es vielleicht gut, sich die Situation auf der Homepage von HBS kurz nach Beginn der Pre-Orders anzuschauen: Die Einfügung der Pre-Order-Seite war durchaus etwas chaotisch, da es auch anfangs Verwirrung zwischen Backer-Rewards und Pre-Orders gab: So dachten auch ein paar Vorbesteller dass es für sie den Berlin-DLC gratis dazubekommen … Allgemein muss man sagen, dass das mit den Pre-Orders und den Backer-Rewards für einige Verwirrung gesorgt haben, da sie anfangs nur etwas schwammig getrennt waren. Das kann zwar als Nachlässigkeit vonseiten HBS gewertet werden, bedeutet mMn aber trotzdem noch nicht automatisch mutwilligen Betrug am Kunden.
    Ja, ich weiß, dass sind jetzt Annahmen die sehr HBS-freundlich sind, aber ich gehe nunmal von den Eindruck aus, den ich jetzt die Monate bekommen habe und die sind vielleicht auch nicht unbedingt realitätsferner als die (von einigen als Fakt wahrgenommene) Vermutung, dass HBS die bösen Heuschrecken sind, die um Geld betteln und dann dem Backern das sprichwörtliche Messer in den Rücken rammen…. 😉

    Um noch ein anderes Thema anzumerken:
    Ich finde den Blog hier echt gut. Gut geschrieben, zeitnah, ausführlich und ich stimme (meistens zumindest 🙂 ) mit den Meinungen des Autors überein!

  38. Harzzach sagt:

    Drachenkaiser, den Backern wurde nicht versprochen, dass nur sie und sonst niemand eine DRM-frei Version bekommt. Und wie hier schon oft genug erklärt wurde, ist Crowdfunding kein Pre-Order, wo man explizit ein Produkt kauft.

    Ein Backer pre-ordert nicht, er unterstützt die Fertigstellung des Projekts. Und wenn da in der allgemeinen FAQ steht, dass das Spiel für PC DRM-frei erscheinen soll und Steam eine optionale Möglichkeit ist, die derzeit erforscht wird, dann sind das die Rahmenbedingungen, unter denen man das Projekt unterstützt. Diese Rahmenbedingungen wurden nachträglich abgeändert, so dass die Backer, denen allgemeine DRM-Freiheit wichtig ist, so wie sie in den allgemeinen FAQ zum Projekt aufgelistet waren, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen angelockt wurden.

    Die Kickstarter-Bedingungen sagen hierzu eindeutig, dass der Projektstarter an die vorab gemachten Ankündigungen gebunden ist und er geleistete Beträge wieder zurückerstatten muss, wenn er diese Dinge nicht einhalten kann.

    Wenn HBS klug ist, fordern sie jetzt ihre Backer auf sich zu melden, wer seinen Förderbeitrag zurückhaben möchte und zahlen diese Leute aus, um sich vor Klagen zu schützen. Denn HBS hat einen Fehler gemacht: das Kickstarter-Projekt vor Klärung aller rechtlichen Details zu starten. Ob Vorsatz oder fahrlässige Nichtbeachtung, das Ergebnis ist das gleiche. Miese Öffentlichkeit und die Gefahr runierender Klagen, wenn man nicht schnell genug Backer ent-backed.

  39. Ich sehe das, Drachenkaiser, auch nicht per se als verwerflich. Wer für sich investiert hat, bekommt für sich ein drm-freies Spiel, und kann vollkommen legitim zufrieden mit diesem Deal sein. (und, aber nur am Rande: ich bin ein Fan von Steam und habe überhaubt keine Probleme mit diesen Dienst.) – Gleichwohl bin ich hier derselben Meinung wie Harzzach, daß man auch Projekte wegen der übergeordneten DRM-Hauspolitik unterstützen kann. Ich weiß aber in der Tat nicht wirklich (wie ich weiter oben ja auch schrieb) wie es hier abgelaufen ist, nur WENN hier von allgemeiner DRM-Freiheit des Produktes gesprochen wurde, und AUCH damit um Unterstützung gebeten wurde, DANN ist das für mich nach wie vor nicht in Ordnung. Denn dann wurde mit dieser geschäftspolitischen Aussage geworben. (Und DRM ist mehr als ein Nebeschauplatz in der Branche) Hier dann unlauter geworben. Wie gesagt, WENN es vorher wirklich so verlautbart wurde.

    DAS sich jetzt aber fast nur Leute melden, die nichts gezahlt haben (was ich auch in Ordnung finde) UND Leute, die gezahlt haben, aber zufrieden mit ihrem Deal sind, zeigt mir, daß es vielleicht eben doch weit weniger Leute gibt, die das Projakt auch aus wirtschaftspolitischen Gründen unterstützt haben, als man so glauben mag.

  40. colddeath sagt:

    „DAS sich jetzt aber fast nur Leute melden, die nichts gezahlt haben (was ich auch in Ordnung finde) UND Leute, die gezahlt haben, aber zufrieden mit ihrem Deal sind“

    ich frage mich woher diese Kenntnis kommt? WOHER nehmen die Leute die das behaupten die Information das es angeblich nur die Leute sind die nicht das Kickstarter-Projekt unterstützt haben sich darüber beschweren und die Unterstützter das nicht juckt?

  41. Falcon sagt:

    Harzaach schrieb:

    Die Kickstarter-Bedingungen sagen hierzu eindeutig, dass der Projektstarter an die vorab gemachten Ankündigungen gebunden ist und er geleistete Beträge wieder zurückerstatten muss, wenn er diese Dinge nicht einhalten kann.

    Wo soll das bitte stehen?
    Unter den AGBs habe ich nur gefunden, dass Rewards einzuhalten sind.

    der Projekt Starter ist AFAIK doch nicht mal genötigt sein Projekt zu beenden. Der kann das Geld einfach nehmen und damit an die Sonne fahren.

  42. Harzzach sagt:

    Das steht in den Allgemeinen Kickstarter-Bedingungen. Und ja, der Projektstarter kann natürlich mit der Kohle abhauen, aber dann hat er auch haufenweise Klagen am Hals, die nur der Form halber vor Gericht landen müssen, weil er sowas von verloren hat.

  43. Falcon sagt:

    Ja, du sagtest schon, dass es in den allg. Bedingungen steht, daher ja die Frage. Ich bin wohl zu doof es zu finden.
    ich habe nur das gefunden
    „Project Creators agree to make a good faith attempt to fulfill each reward by its Estimated Delivery Date.“

    die Infos sind da unter zu viel Geschwurbel begraben.

  44. Drachenkaiser sagt:

    @ Falcon: Soweit ich es einmal gelesen habe, wurde erst kürzlich ein Projektstarter gerichtlich zur Rückerstattung seiner Kickstarter-Summe verdonnert. Der war aber noch ein ganz anderer Fall: Der hat ordentlich Gelder mit seinem Produkt, einer Handy-Hülle wenn ich mich recht erinnere, eingesackt, und dann festgestellt dass sein Projekt unmöglich war. Letztendlich hat er dann gar nichts geleistet und auch den Backern das Geld nicht zurückgegeben, wogegen diese sich wehrten und Recht bekamen. Daran sieht man, dass rechtlich gesehen KS-Kampagnen durchaus Ansprüche begründen (Auch wenn ich mir schon fast sicher bin, dass einmal einer mit seinem KS-Geld auf die Bahamas fliehen wird 😉 )…
    Das wird sich wohl noch viel mehr in Richtung Rechtsanspruch bewegen, da immer mehr (zum Teil auch renommierte Firmen ohne Geldengpässe ) KS als Kombination von Marktexploration und Vorbesteller nutzen. (Bsp. http://www.kickstarter.com/projects/545820095/deadlands-noir?ref=search von den Savage-Worlds-Machern Pinnacle Games, die wohl wirklich nicht auf die Community angewiesen sind, um ein Buch zu finanzieren ), einzig KS sperrt sich noch dagegen, da sich nicht in Mithaftung genommen werden wollen…
    @ Harzzach: Warum ich zwischen den Kickstarter-Backern und den Vorbestellern unterschieden habe, hat durchaus seine Gründe: Die Vorbesteller beschweren sich zurzeit am meisten. 🙂
    Ob es das Verhalten von HBS jetzt richtig, falsch oder irgendetwas dazwischen ist, glaube ich, ist wohl wirklich Ansichtssache, vor allem wenn man bedenkt, dass niemand der hier Beteiligten alle Hintergründe wissen und man mit Annahmen vorlieb nehmen muss.
    Ich wollte nur etwas zu den Rückforderungen schreiben:
    Unwahrscheinlich, da HBS das Entwicklungsbudget für das Spiel wohl schon ziemlich vollständig aufgebraucht hat (Was auf ihren Aussagen beruht).
    Wegen den Klagen: Das müssten sie mMn eigentlich gar nicht fürchten: Wenn man etwas einfordern könnte, dann wäre das die Erfüllung ihrer jeweiligen Rewards: Und noch einmal: Das bekommt ein KS-Backer voraussichtlich zu 100% (wie beispielsweise ein DRM-freies Spiel)! Mit dem Backen hat die Person aber kein (einforderbares) Mitspracherecht, was die Entwicklung des Spieles betrifft. Auch schrieben sie auf ihrer Seite recht unmissverständlich, dass es noch keine endgültigen Tatsachen, sondern nur Konzepte, sind/waren.
    Und ich glaube auch nicht, dass ihnen eine Klagewelle droht. Das sind ein paar Leute, die versuchen, ihrer Enttäuschung mit solchen Phrasen Luft zu machen, aber auch nicht mehr.
    Ich glaube, das ist zum Teil so wie die Leute, die nach jedem (neueren) CoD behaupten, das war ihr letztes CoD für die Ewigkeit, nur um in einem Jahr das selbe zu sagen oder die entschiedensten Origin-Gegner, die dann trotzdem sofort der Versuchung Battlefield 3 erlegen sind. Viele Gamer haben anscheinend ein schlechtes Gedächtnis, oder tragen ihren Groll nicht für immer. Ich denke deswegen, dass HBS sich auch keine Sorgen um die Zukunft machen muss, wenn sie mit SR:R ein überzeugendes Spiel machen.
    Und noch zu dem Zitat „Und man kann nur hoffen, dass da noch was nachkommt.“ :
    Ja, hoffe ich auch. Jordan Weisman hat schon sein Interesse bekundet, einen Crimson Skies Nachfolger per Kickstarter zu entwickeln.
    (Entschuldigung, aber das musste einfach sein 😀 )

    Jetzt noch kurz etwas im Ernst:
    Kennst du das Projekt schon?

    Ich halte das für einen weit größeren Skandal, dass dieses Projekt nicht entfernt wurde.

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