The Future State of EA

Dass EA zum zweiten Mal in Folge zur schlechtesten Firma der USA gewählt wurde … geschenkt.

Dass es in den USA Firmen gibt, die diesen Titel unter anderen Gesichtspunkten eher verdient hätten, wie zB. stellvertretend für die haarsträubende Situation für Endkunden im Telekommunikationsbereich der Konzernriese AT&T (gegen die alle IT-Schlawiner hierzulande noch brave Waisenknaben sind) … geschenkt.

Viel faszinierender ist allerdings das hier:

Peter Moore, seines Zeichens COO von EA und derzeit heißester Anwärter auf die Nachfolge von John Riccitiello als CEO dieses Kindergartens, windet und rechtfertigt sich für dieses Wahlergebnis auf so fremdschämende Weise, dass EA eigentlich einen Ehrenpreis auf Lebenszeit bekommen sollte. Wer ist Schuld an diesem Shitstorm? Na, wer laut Peter Moore?

Anti-Schwulen-Aktivisten, weil EA in seinen Spielen neuerdings ermöglicht lesbische, schwule, bisexuelle, transgender und whatever Charaktere zu machen.

Eigentlich denkt man, im gesetzten Alter in dem man sich befindet gibt es nichts mehr, was einen sprachlos machen könnte, aber das hier, das hat mich sprachlos gemacht. Für einen Moment wirklich, echt und tatsächlich sprachlos.

Ich bleibe dabei, EA ist in ein paar Jahren weg vom Fenster. Weil die Leute an der Spitze dieser Firma so weit weg von jeglicher Wirklichkeit sind, dass kein Austauschen irgendeines Hansels an der Spitze jemals etwas verbessern wird.

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33 Kommentare zu “The Future State of EA

  1. Halunke sagt:

    Wie immer: Merci für deine Zeilen! Jeder Besuch garantiert einen lohnenswerten Schmunzler meinerseits! *thumbs up*

  2. anigunner sagt:

    Nicht zu vergessen die ganzen Leute welche sich über das Madden-Cover aufgeregt haben 🙂

    Nein, EA bleibt sich halt seiner Linie treu. Zugeben das was nicht optimal gelaufen ist, kein Problem. Zugeben das etwas schlecht oder falsch gelaufen ist… niemals! Es ist wirklich bizar wie sich erwachsene Menschen in hohen Positionen und mit Verantwortung für viele Mitarbeiter verhalten. Unwürdig. Absolut unwürdig.

  3. Hell sagt:

    Nichts ist absurd genug. als dass es nicht irgendwann mal jemand sagen würde.
    Bin trotzdem baff.

    Allerdings frage ich mich langsam ob da nicht ein längerfristiger Plan dahintersteckt.
    surprise your friends, amuse your enemies
    oder sowas in der Art
    Anders kann ich mir die Lawine an Bullshit nicht erklären

  4. Harzzach sagt:

    Ockams Razor, die simpelste und zugleich passende Erklärung ist vorzuziehen. Sprich, grassierende Realitätsferne.

  5. Ralf sagt:

    Holt sich Herr Moore für seine Pressemitteilungen eventuell Inspirationen bei „Southpark“? Diese Statements sind so bizarr und abstrus, sie könnten für „Cartman“ geschrieben worden sein. Fehlt nur noch ein abschliessendes „Screw you guys …I’m going home!“ …

    *kopfschüttel*

  6. In meinen Augen machst du dir es ( wieder mal ) zu einfach:

    Zitat 4players:

    „… auch hätten einige Firmen dazu aufgerufen, EA über die Umfrage wegen des Engagements für Homosexuelle anzuschwärzen.“

    In Star Wars Online gibt es homosexuelle Charaktere – eine Entscheidung, für die EA und Bioware mitunter harsche Kritik erfuhren. Ob EA u.a. deswegen gewählt wurde? Who knows? Aber ganz aus der Luft gegriffen ist dieses Argument nicht unbedingt. Denn siehe nächstes Zitat:

    „Auch Traffic-Analysen zufolge hätte man [ Consumerist ] keine Besucher von politischen oder gar konservativen Webseiten bekommen.“

    Ich muss nicht vorher auf einer schwulenfeindlichen Webseite gewesen sein, um EA bei der Wahl zum schlechtesten Unternehmen meine Stimme zu geben, weil ich homophob bin. So albern Moores Aussagen streckenweise auch sind, die Erwiderungen sind mitunter genauso blödsinnig. Und sein wir mal ehrlich: EA soll schlimmer sein als Monsanto, Apple oder Goldman Sachs? Ja ne is klar…

  7. Chräcker Heller sagt:

    Ja, Katharina, ich glaube ja (vorurteilsbelastet) auch, daß wir nicht ahnen können, was in den Staaten im medialen öffentlichem Leben bezüglich Homophobie los sein kann und ob dies, neben der Tatsache, daß sich in manchen Gazetten, wie auch hier nicht selten, lieber über Firmen als über Spiele berichtet wird, dazu führt, daß ein Unternehmen in der subjektiven Wahrnehmung negativer da steht, als eigentlich wirklich notwendig. Zumal es sich hier um eine Computerspielfirma handelt und nicht um ein Pharma oder Waffenladen, Tabak oder Investment, oder oder oder…

    Das Firmenchefs anderseits Realitätsschwierigkeiten haben können, erscheint mir nicht wirklich unglaubwürdig. Gleichwohl wird auch bei EA bei jedem Glöckchenton gleich gerne gebellt. In der Zeit spiele ich immer lieber und berichte über selbige. (Und JA, dafür bell ich hier bei jedem Glöckchen… ;-))

  8. Harzzach sagt:

    Was ihr beiden nicht versteht, dass es nicht darum geht, dass es nicht doch schulenfeindliche Gruppen gibt, die EA deswegen angreifen. Das steht ausser Frage, das leugnet auch niemand. Dieses Thema kocht in den USA stärker hoch, als im für deren Verhältnisse extrem liberalen Europa.

    Peter Moore stellt jedoch SOLCHE Gruppen und andere „Hater“, um mal diesen Begriff zu benutzen, als den eigentlichen Grund hin, warum EA diese ehrenvolle Auszeichnung nun bereits zum zweiten Mal in Folge erhält. Andere Gründe als diese nicht zu leugnenden Idioten schliesst der gute Mann aus. Bei EA ist alles in Ordnung, alles tippitoppi. Das ist krudestes Rechtfertigungsgeschwalle, welches im vergeblichen Versuch die Schuld auf bestimmte Randgruppen zu schieben alles nur noch schlimmer macht. Es ist Ausdruck eines Denkens, einer Mentalität, in der man selber alles richtig macht und ganz verwundert vor den Trümmern der Realität steht, die sich ums Verrecken nicht an das eigene Weltbild halten möchte. Riccitiello wusste zB. schon seit einer Weile, dass die Anteilshaber unzufrieden mit seiner Unternehmensführung waren. Wie er vor ca. einem Jahr in einem Gespräch mit Michael Pachter zugab, verstand er nicht, warum dies so ist, weil er hat doch alles richtig gemacht, oder? ODER??

    Zudem, ganz ehrlich, beschäftigt Euch doch bitte mit dieser Umfrage. Hier geht es nicht darum herauszufinden, welches das schlimmste Unternehmen in Sachen negative Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft auch global ist, sondern um das schlechteste Unternehmen in den USA in Sachen Verhalten gegenüber der Kundschaft. Hier geht es nicht darum, wer Schuld an allem Übel auf der Welt hat. Moralinsaure Entrüstung über das Abstimmungsergebnis kann man sich also sparen, danke!

  9. anigunner sagt:

    @ Katharina Müller
    Mag sein das diese Kampange der Schwulen- und Lesbengegner einen gewissen Teil dazu beigetragen hat. Aber wenn man sich das generelle Feedback zu EA´s Politik so ankuckt dann ist dass das kleinste Übel. Und es spricht nicht für den Verantwortlichen sich das rauszupicken was für ihm am bequemsten ist, und den Rest (wieder mal) zu ignorieren.

    EA ist völlig lernresistent, das zieht sich seit Monaten wie ein roter Faden durch deren Firmenpolitik. Es geht nicht darum wie viele Prozentpunkte dieser Wahl auf diese Gegner entfällt, das ist uninteressant. Es geht hier vielmehr um die Reaktionen. Wie ein Unternehmen auf diese Art von Kritik reagiert. Und da sah- und sieht EA im Moment nicht wirklich gut aus.

    EA ist ein leichtes Ziel geworden, daher ist es wieder gewählt worden.Das tut keinem weh, und EA macht es ihnen auch zu leicht. Apple ist immer noch zu hip und beliebt um so öffentlich angepisst zu werden, und ich denke die wenigsten Leute dieser Umfrage hatten je mit Monsanto zu tun. Oder Goldman Sachs. Dadruch das Computerspiele so ein Massenphänomen geworden sind haben viele Leute damit Kontakt. Die Chance jemande zu erwischen der schlechte Erfahrungen mit EA gemacht hat ist deutlich höher als jemand der über die schlimme Geschäftpraktiken von Monsanto gestolpert ist.

    Die Wahl als solchen sollte man auch nicht so ernst nehmen, da der Titel eher irreführend ist. Sicher gibt es deutlich „schlechtere“ Unternehmen in Amerika als EA, je nachdem welchen Maßstab man anlegt. Da brauchen wie uns nicht zu streiten. Mir geht es in dem Fall wie gesagt wirklich nur um die Reaktionen seitens EA, und deren Geschäftspraktiken allgemein.

  10. Chräcker Heller sagt:

    Bezüglich meiner Alternativen an verachtenswerten Branchen und den erstellten zusammenhang zur Umfrage, Harzzach, geb ich Dir Recht, da habe ich mich an dieser Stelle verbellt.

  11. Andreas Peter sagt:

    @ Katharina Müller

    1.) Geiles etabliertes Studio einkaufen
    2.) Titel unverändert rausbringen, den das Studio schon in der Mache hatte -> $$$ und Ruhm
    3.) Mitarbeiter und Arbeitsweise des Studios intern verhackstücken
    4.) Marketing-Mitarbeiter auf nächsten Titel (nennen wir ihn Dragon Age 2) loslassen, Titel auf vermeintlichen Mainstream eichen, monetäre erschliessen (Gameplay auf DLC und Microtransaction-Kauf trimmen)
    5.) Titel herausbringen – Fans verprellen
    6.) Studio auflösen, IP im Keller verstecken, vielleicht für Browsergame nochmal rausholen
    7.) Die Schwulen sind schuld

  12. vyolence sagt:

    Schöner Artikel, wie immer =) Dass die Diskussion um EA generell so aufgeheizt ist, liegt aber nicht zuletzt an dem unglücklich formulierten Titel „Worst Company“ – dass es hier ausschließlich um das Verhältnis von Unternehmen zu Konsumen… ähm Kunden geht, erschließt sich eben nur aus dem Kontext. Also dem ersten Absatz jedes zugehörigen Artikels oder dem Namen der verleihenden Seite. Wer sich nicht soweit informieren kann oder will, ist dann auch reinen Gewissens in der Lage, EA mit Hingabe zu verteidigen. Da Aufklärung betreiben zu wollen, Harzzach, denk lieber an deinen Blutdruck =P
    Und warum GoldmanSachs den Preis nicht gewonnen hat? Deren Kunden profitieren doch in der Regel nicht zu knapp – auch wenn sich das Ganze ab und zu wie in Griechenland nach 10 Jahren als nicht nachhaltig rausstellt…

  13. Harzzach sagt:

    Keine Frage, als High Profile-Anlagekunde einer Bank oder eines gewieften Steuerberaters hätte ich kein Grund mich zu beschweren. Auch hätte ich keinen Grund mich als Kunde eines Rüstungsherstellers zu beschweren, denn dessen Waffen kann ich gut gegen die Aufständischen einsetzen, die mir das Leben schwermachen. Ebenfalls kein Kandidat für diese Liste.

  14. ben sagt:

    Man wählt also zum zweiten Mal einen Spiele(!)publisher. EA ist ein Drecksladen, ja – aber vollkommen irrelevant. Ich wette, mindestens die Hälfte aller Teilnehmer dieser Wahl halten Monsanto für ein Insektenspray.

    Dieser Bildungsstand ist der eigentliche Skandal und DER Grund, warum eine Firma wie EA überhaupt so erfolgreich sein kann.

  15. vyolence sagt:

    Wenn der Verein seine Kunden behandelt wie den letzten Dreck, warum sollten sie das nicht entsprechend quittieren? Um nichts anderes geht es hier. Ist ja kein objektiv ermittelter Negativnobelpreis, sondern eine Meinungsumfrage. Allein das System, die Umfrage über mehrere Eliminationsrunden, mit jeweils nur zwei Auswahlmöglichkeiten, laufen zu lassen, sollte doch jedem zeigen, dass das hier nicht allzu ernst gemeint ist.
    Die ganze Sache sagt meiner Meinung nach mehr über EAs Kunden als über EA selbst aus – wozu also die Aufregung?

  16. Harzzach sagt:

    1. EA ist nicht MEHR erfolgreich. Es hat schon seinen Grund, warum Ricci-Boy gehen musste.
    2. Moralinsaures Erheben über die achso dummen Mitmenschen bei gleichzeitigem Nicht-Begreifens des Sinn und Zweckes dieser Liste … das ist peinlich!

  17. froschhund sagt:

    Was ich einfach nicht verstehe ist, dass man bei so etwas Simplem wie dem Stillen des menschlichen Spieltriebs so grandios versagen kann.

    Wenn ich als Kind z.Bsp. Lust auf Fußball hatte, ging mein Vater mit mir in ein Sportgeschäft, hat dort ein paar hundert Schilling für einen schönen Lederball locker gemacht und den hab ich sogar heute noch (mit ein paar Schrammen).

    In diesem ganzen Prozess war nie, zu keinem Zeitpunkt auch nur ein einziger Frustmoment zu finden.

    Das selbe mit dem ersten Nintendo: Konsole gekauft, Super Mario Bros. Kassette reingesteckt, stundenlang Spaß gehabt und funktioniert auch heute noch einwandfrei!

    Und was haben wir heute?

    SimShitty.

    Aus diesem Blickwinkel kann ich sehr wohl nachvollziehen, warum viele Menschen so einen Hass auf ein vermeintlich harmloses Unternehmen wie EA entwickeln.

    Luxusproblem? Schon, ja. Aber mich persönlich würd’s trotzdem nicht stören, wenn der Scheißverein endlich den Bach runtergeht. So eine verachtenswerte Haltung gegenüber dem Kunden habe ich persönlich (!) tatsächlich noch bei keinem anderen Unternehmen gespürt.

  18. Harzzach sagt:

    Der wahre Grund für die ungeheure „Beliebtheit“ von EA liegt darin, dass a) Spiele eine sehr, sehr emotionale Angelegenheit sind und b) sie Teil unseres täglichen (!) Alltages geworden sind. Comcast, AT&T, Bank of America, das sind Firmen, die (man muss es ehrlicherweise schon sagen) um Größenordnungen übler mit ihrer Kundschaft umspringen als das, was EA so treibt.

    Nur, das sind Firmen, mit denen im Vergleich zu Spielen zT. deutlich weniger Leute zu tun haben. Oder nicht so oft zu tun haben. Vielleicht nur ein, zweimal im Laufe von zehn Jahren. EA ist aber über die Alltäglichkeit und gewohnte „Leichtigkeit“, mit der wir uns mit Spielen umgeben, sehr viel präsenter. Und deswegen geht es auch vielen Leuten so sehr auf den Sack, dass aus „Drauflos spielen“ ein ekliger Hirnfick geworden ist, für den man, wie man sonst bei Kontakten mit AT&T, Comcast oder der Bank of America gewohnt ist, nun AUCH parallel zum Spielekauf und Spielen selbst einen Anwalt benötigt, der einen durch die gröbsten Stricke führt, um nicht Opfer irgendeines hinterhältigen Geschäftsmodells oder Marketingmaßnahme zu sein.

    EA steht hier stellvertretend für den schmerzlich empfunden Verlust der Spiele-Unschuld, als man genau das bekam, was man haben wollte und für das man bezahlt hat. Ein unkompliziertes Spieleerlebnis und kein vom Marketing für naive Kunden schöngeredeter Schrott.

  19. Minando sagt:

    Das Nordkorea der Spieleindustrie 🙂

  20. vyolence sagt:

    Mit dem Unterschied, dass man in Nordkorea nicht einfach auf die Konkurrenz ausweichen kann. Andererseits, Accountbindung, anyone?

    @Harzzach: Es ist eben eine Sache, im „Geschäftsleben“ damit klarzukommen, dass jeder und alles dich übervorteilen will, aber dass wir nun auch in unserer Freizeit damit bespaßt werden… Es gibt einfach keine Bereiche des Lebens mehr, die nicht durch und durch kommerzialisiert sind. EAs Wahl ist meiner Meinung nach einfach nur eine verspätete Reaktion darauf, denn die Entwicklung fängt ja nicht gerade es erst an – 15 Dollar CoDMapPacks lassen grüßen. Die Kollegen von Activision machen das geschickter, die nehmen die Leute auch aus, erlauben sich aber keine Serverauszeiten, während der ihre Konsumenten das Denken anfangen und das Geschäftsmodell infragestellen könnten…

  21. Snooze sagt:

    Wie viele von denen die für EA voteten, haben in den letzten Jahren ein Spiel von EA gekauft? Wie blöd sind die Kunden, kaufen Produkte einer Firma die sie verachten?! „Vote with your Wallet“ ist ein mächtiges und leicht zu benutzendes Werkzeug. Statt rumzuheulen hätten sie es anwenden sollen, dann hätte es 2013 kein EA mehr gegeben, was hätte wiedergewählt werden können.

  22. Harzzach sagt:

    Snooze, darf ich Dich dezent darauf hinweisen, dass zum einen eine ganze Reihe potentieller Hits aus dem aktuellen EA-Programm sich als kommerzielle Rohrkrepierer entpuppt haben und zum anderen GENAU DESWEGEN John Riccitiello zum Rücktritt von seinem Posten als CEO dieses Ladens gezwungen wurde? „Vote with your wallet“ passiert. Und zwar in mittlerweile so umfangreicher Zahl, dass EA vom einstigen Branchenprimus zum potentiellen Übernahmekandidaten geschrumpft ist.

    Sprich, wer hier EA an die Spitze dieser Liste gevotet hat, der votet auch mit seinem Geldbeutel in genau die entgegensetzte Richtung.

  23. Snooze sagt:

    Immerhin hat sich sogar eine Kundenverarsche wie SimCity in den ersten beiden Wochen 1,1 Millionen mal verkauft. In meinen Augen funktioniert die Abstimmung per Geldbörse nicht wirklich und ich bin mir sicher, viele dieser Käufer haben mit Frust im Bauch mitgevotet.

  24. DaBrain sagt:

    Nunja, wenn die „Abstimmung mit der Geldbörse“ nicht funktionieren würde, dann wäre EA doch auch nicht geschrumpft bzw. es hätte keine Ergebnisorientierten Personalkonsequenzen gegeben, oder?

  25. Harzzach sagt:

    Nochmal, wenn „Vote with your wallet“ nicht funktioniert, warum legt EA dann einen Flop nach dem anderen hin? Wie erklärst Du Dir das?

    Und wir wissen ja noch gar nicht, wie es mit den Umsätzen von Sim Shitty in einem halben Jahr aussieht. Capcom hat zuerst auch großkotzig gejubelt, dass RE6 alle Verkaufsrekorde in den ersten Wochen gebrochen hat, nur um eine Weile später zähneknirschend zugeben zu müssen, dass die Umsätze sehr schnell sehr stark eingebrochen sind und man für den nächsten Teil wohl wieder zu den spielerischen Wurzeln der Serie zurückkehren wird.

  26. Alex sagt:

    Spiele mit Onlinezwang etc. habe stets konsequent ignoriert, schon seit Half Life 2. Was die bei EA falsch machen sind die unendlich vielen Nachfolger, das crappy Onlinscheissdreck, miese Qualität auf Kosten der Kunden, ausbluten lassen von bekannten Namen…Nee das tue ich mir nicht an. Den Titel haben sie sich zu recht gesichert.

  27. Uruburu sagt:

    Wenn ich ehrlich bin, ist das Argument gar nicht so abwegig. Die offene Unterstützung des Unternehmens für Homosexualität hat in den USA für einen Aufschrei gesorgt. Ja die Mehrheit der Amerikaner ist mittlerweile für die Homoehe (und damit weiter als beispielsweise unsere französischen Nachbarn), aber die Fundamentalisten in den USA sind bestens organisiert. Das sehe ich ganz ähnlich wie Chräcker Heller oder Katharina Müller.

    Letztendlich sind deine Argumente in Bezug auf die Kundenpolitik von EA zwar alle richtig und nachvollziehbar, aber nur für eine lautstarke aber letztendlich doch überschaubare Internetgemeinde, die sich auf Neogaf, Kotaku, Kickstarter und Co tummelt relevant. Für den Ottonormalverbraucher ist der Unterschied zwischen Origin und Steam im alltäglichen Leben schlichtweg nicht vorhanden. Da war Sim City eine weit größere Katastrophe für die PR.

    Und für die bröckelnden Umsätze und Flops von EA (oder auch Capcom oder auch THQ) wage ich mal die provokante These, dass der Markt für klassische Spiele an sich abnimmt und vom Bereich der Social Games und Free2Play Titel erodiert wird. Der Erfolg von Wii, Facebook und den ganzen Android Titeln spricht Bände und lässt sich nicht weg diskutieren. Für eine große Anzahl an Kunden hat sich die Vorstellung eines Videospiel verschoben. Das fällt bei großen Publishern für die Masse viel stärker ins Gewicht, als bei kleinen Nischentitel wie Legend of Grimrock.Zudem mag es einzelne Genre wie Rollenspiele und Adventures geben, die krisenfester sind, da sie eine geringe Anzahl an Substituationsspielern anziehen. Wenn ich auf eine dichte Geschichte stehe, werde ich nicht Temple Run anschmeißen. EA hat diese neuen Kundengruppen schlichtweg nicht erkannt und sich einer Diversifikation an Genres und Plattformen verweigert. Das derzeitige EA Programm besteht schlicht aus Blockbustertiteln auf klassischen Plattformen für einen zunehmend kleineren Teil an Casual Gamern und ist nicht attraktiv genug für klassische Spielefans.

  28. Zaza sagt:

    Das mit den Homosexuellenhassern ist -vorsichtig gesagt- grober Unfug. Ich verfolge so einige konservative Blogs / Newsseiten aus den USA, und EA ist dort überhaupt kein Thema. Auch in den USA ereifern sich darüber nur eine winzige Minderheit von Deppen. Das hat mit Sicherheit nur minimalste Auswirkungen auf das Voting gehabt.

    Was der Herr von EA uns sagen will ist doch folgendes: Seht her, EA ist für Schwule. Also können wir so mies doch nicht sein.

    Doch, EA. Ich werde euch nie verzeihen was ihr mit Origin, Westwood und Bioware gemacht habt. Am Tag der EA-Pleite gibts ne Flasche Schampus.

  29. Joe sagt:

    Ich kann Leute verstehen, die den Mist, mit dem sie alltäglich über die Medien belästigt werden, nicht auch noch in Spielen wiederfinden wollen.

  30. Uranochos sagt:

    Was ich nicht verstehen kann, ist, warum die Verantwortlichen eines auf Aktiengewinne ausgerichteten Unternehmens wie EA nicht kapieren, dass sie alles tun sollten, um dieses negative Image schnellstmöglich wieder loszuwerden.
    Und zwar egal, was wirklich dahintersteckt.
    Denn Aktionäre sind schließlich auch letzten Endes Kunden mit Emotionen.

  31. Harzzach sagt:

    Das liegt daran, dass Firmen wie EA ein unglaubliches Wachstum erlebt haben, ohne sich jemals großartig Gedanken um Kundenbeziehungen machen zu müssen. Es ist diese gleiche Arroganz und Ignoranz, die man bei sehr vielen TK- und IT-Firmen findet, die in Boom-Zeiten groß geworden sind, wo die Kunden ihnen von ganz alleine die Bude eingerannt haben. Hier musste niemals jemand um Kunden kämpfen oder diese gar „respektieren“. Vollkommen unnötig gewesen. Kunden, das ist für sie nichts weiter als eine leicht manipulierbare Schafsherde, der man jeden Scheiss andrehen kann.

    Von daher … wenn sowas passiert, und auch hier gibt es viele Beispiele aus anderen Branchen, reagieren Firmenführungen vollkommen hilflos, weil sie gar nicht verstehen, was hier passiert ist. Man hat trotz mannigfaltiger Analysemethoden und Studien KEINEN BLASSEN SCHIMMER davon, was die Kundschaft eigentlich antreibt, wie sie tickt. Weil man mental lichtjahreweit von seiner Kundschaft entfernt ist, weil man nicht mehr weiß, für wen man seine Produkte/Dienstleitungen eigentlich anbietet.

  32. arillo sagt:

    Ebensogut hätte Moore die Schuld, statt Homophoben, konservativen Christen und christlichen Sekten in die Schuhe schieben können, denen die Verneinung der Existenz Gottes in Mass Effect und all das Teufels- und Hexenwerk in Dragon Age mutmaßlich ein Dorn im Auge ist. Dazu kommt Aliensex und eben schwuler und lesbischer Sex.
    Da gibt es doch viel mehr Reibungspunkte und der Einschlag der Aussage wäre noch viel schöner gewesen…stell ich mir vor. :3

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