Honigkuchenpferd

Heute bin ich ein Honigkuchenpferd!

Weil mein Grinsen so breit ist, dass ich fast nicht mehr durch die Tür passe.

Und warum grinse ich so sehr, dass mein Lächeln anmeldebedürftige Überbreite beim Bewegen im öffentlichen Raum annimmt?

DESWEGEN!

Angeblich hat EA die Produktion von Dead Space 4 einstampfen lassen und das damit beauftragte Team entlassen.

Und warum hat EA die produktion von Dead Space 4 beendet und die daran tätigen Mitarbeiter entlassen?

Weil Dead Space 3 sich angeblich deutlich unter den Erwartungen verkauft hat.

Und wieso erheitert mich das?

1. Weil, wie schon im Falle Resident Evil 6 gezeigt wurde, man nicht einfach eine bekannte und populäre Serie entkernen und mit einem vollkommen anderen, noch populäreren Gameplay-Prinzip versehen kann, in der Hoffnung durch die Kombination populäre Serie + noch populäreres Gameplay NOCH MEHR Geld einnehmen zu können.

2. Weil es erneut beweist, dass Geldzähler und Business-MBAs im Spielebereich genau die FALSCHEN Leute sind, wenn es um Produktplanung geht. Weil sie keine Ahnung davon haben. Weil sie denken, man könne jedem alles andrehen. Weil sie trotz milliardenfacher Fokusgruppenanalysen nicht verstehen wollen, dass unterschiedliche Spiele unterschiedliche Käufer haben und die einen nicht plötzlich zum Käufer des einen Spieles werden, nur weil da jemand meint es genüge Eins und Eins zusammenzuzählen. Wer CoD kauft, der kauft nicht auotmatisch MoH. Und wer CoD kauft, der wird nicht automatisch ein Käufer eines Dead Space-Spieles, nur weil man so gut wie alle Horror-Elemente rausgeworfen und durch Actiongeballer ersetzt hat. Auch wird Dead Space 3 nicht automatisch eine Mini-Transaktions-Goldgrube, nur weil das in Ponyhof-Spielen und anderen Titeln für ein GANZ ANDERES Publikum so gut funktioniert.

3. Weil bei EA jetzt gewaltig die Alarmglocken angehen, weil man im Gegensatz zu früher, diesmal nicht mehr auf die soliden Umsätze anderer Spiele zurückgreifen kann, um solche Flops auszugleichen. Es ist nicht so, dass man bei EA am Hungertuch nagt, aber EA ist ein börsennotiertes Unternehmen, welches seine Ausgaben nicht durch den Anbruch von Reserven decken soll, sondern durch Einnahmen aus dem laufenden Geschäft. Schon beim Flop von MoH Warfighter musste der Gürtel ungewohnterweise enger geschnallt werden. EA ist mittlerweile an einem Punkt, wo das Firmenschicksal vom kommerziellen Erfolg eines einzelnen potentiellen Top-Titels abhängt.

4. YEEHAAAA!

5. Mir ist es scheissegal, wenn durch eine eventuelle Pleite bei EA Leute ihren Job verlieren. Wer dort arbeitet, der kennt die Risiken, der muss damit klar kommen können. Zudem, EA geht nicht wie THQ einfach pleite, weil EA immer noch einen enorm hohen Jahresumsatz hinlegt. EA wird einfach aufgekauft und übernommen, wenn der Aktienkurs den Keller verlässt und sich in Richtung Erdmittelpunkt bewegt.

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45 Kommentare zu “Honigkuchenpferd

  1. Chräcker Heller sagt:

    Ich fand ja Dead Space 1(!) nach spätestens dem ersten Hälfte vom „Horroraspekt“ so durchschaubar, das ich ehrlicherweise danach keinen diesbezüglichen Unterschied zwischen allen drei Teilen sehen konnte. Ich glaube einfach eher, daß der gute stringente erste Teil eben „alles“ abgedeckt hatte, was dieses Spiel eben hergeben konnte, und man nun etwas verklärt bei den neuen Teilen nach diesem Kitzel des ersten mals sucht. Geht aber nicht. Daher finde ich die beiden letzten Teile nicht wirklich „schlechter“, höchstens überflüssig. (Haben mir aber Spaß gemacht, weil ich eh nach dem ersten teil nichts dolles erwartet habe…) – Und zum Actionaspekt: früher nannte man Spiele, wo man durch Gänge geht, sich erschrecken lässt und Gegnern per Körpertrennungsaktionen das Unleben nahm, auch schon Actionspiele. Dead Space war für mich nie wirklich etwas anderes.

  2. Anonymous sagt:

    Mir hat der erste Dead Space gut gefallen. Die anderen Teile (also 2 und 3) sind an mir vorbei gegangen, so, daß die Einstampfung vom Teil 4 mich nicht im geringsten juckt. Glück gehabt 🙂 Was, allerdings, die EA aus Sim City macht, finde ich deutlich beunruhigender.
    Nicht, daß die EA auch diese Serie irgendwann einstampft, aus welchen Gründen auch immer…

  3. Harzzach sagt:

    Rate mal, was heute am ersten Verkaufstag des neuen Sim City passiert ist?

    Serverprobleme! Komplettausfall wegen Überlast! Niemand kann Sim City spielen!

  4. gregorDEstroyny sagt:

    Ups, warum auf einmal „Anonym“, früher klappte es doch mit dem Nick… vieleicht jetzt…

  5. Harzzach sagt:

    Hier werden Sie zwangsverheimlicht! 🙂

  6. gregorDEstroyny sagt:

    Ja, ja…, schon mitgekriegt. Kann ich verzeihen am ersten Tag.
    Aber manche Designentcheidungen weniger.
    Na, ich werde mit meinem SC Kauf auf jeden Fall warten. Mal sehen wie lange…

    ein wenig off topic – sorry

  7. Harzzach sagt:

    Wenn Du Dich für das neue SimCity interssierst, solltest Du vielleicht das hier lesen:

    http://arstechnica.com/gaming/2013/03/simcity-impressions-we-waited-ten-years-for-this/1/

  8. surge sagt:

    Die geradezu ausserirdische Effizienz, welche von EA an den Tag gelegt wird, wenn es darum geht geliebte und etablierte Serien in den Boden zu rammen erstaunt mich immer wieder. Aber ich nehme es ihnen nicht einmal mehr uebel. Die ̶K̶u̶n̶d̶e̶n̶ Konsumenten sind die wahren Schuldigen. Die Willenskraft aufzubringen den neusten EA Murks nicht zu kaufen scheint zu viel verlangt.

    SimCity wird sich in jedem Fall ordentlich verkaufen. Allein schon durch die ganzen Leute welche das Spiel 2 mal gekauft haben weil die preorder Versionen teilweise einfach nicht freischalten wollten. Und was macht der schlaue Konsument in solch einem Fall? Genau. Er kauft das Spiel einfach nochmal.

  9. Halunke sagt:

    Habe eben zugeschlagen und SimCity gekauft. Gefällt mir bisher sehr gut und auch die Kartengröße ist nicht wirklich ein Problem! Hier der Link: http://www.gog.com/gamecard/simcity_2000_special_edition

  10. Andreas sagt:

    Ich bin auch höchsterfreut über diese Entwicklung! 🙂

    Den Schnitt werden sie mit Sim City trotzdem machen. In unserer Community gibt es genug Konsumenten, die den always-on Kopierschutz und seine Startschwierigkeiten verteidigen. Scheint ein Generationsproblem zu sein, die EA-Verteidiger sind gänzlich aus der Jamba-Sparabo-Generation.

    Mir fehlt da als zahlender Kunde einfach der nötige Masochismus.

  11. Halunke sagt:

    Hallo Andreas,

    das ist weniger Masochismus sondern fehlende Selbstverständlichkeiten. Ich meine damit, dass die jüngere Generation ja gar keine alten Konzepte mehr kennen. Zum Beispiel das ja schon fast unique Konzept: “ ein Spiel komplett im Laden zu kaufen, ohne DRM, ohne DLC, ohne Facebookschmonz“. Das traurige ist, dass die jüngeren Gamer mit heutigen Produkten aufwachsen und alles für eine Selbstverständlichkeit halten.

    aber was rege ich mich auf, ich bin ja auch einer der Totengräber. Irgendwann habe ich den Lottogewinn, gründe mein Studio und heuere Harzzach als PRler an 🙂

  12. Sandhai sagt:

    Genau das ist es. Wer ein etabliertes und bewährtes Spielkonzept einer Serie umwirft, muss sich nicht wundern, wenn sie den Bach runtergeht und bei den Fans nicht ankommt. Siehe Ultima, siehe Fallout (wobei man sagen muss, dass sich Fallout 3 dank des Hypes trotzdem sehr gut verkauft hat, nur eben nicht unter Fallout-Fans), siehe Gothic.

    Wir werden sehen, was sich im Hause EA noch so ergibt. Ich jedenfalls habe schon einmal das Popcorn ausgepackt.

  13. Harzzach sagt:

    I see what you did there 🙂

  14. Harzzach sagt:

    Genau, ich mach dann auf Bill Roper und schwall Journalisten und naive Backer zu, wie toll unser Spiel wird, obwohl wir beide schon den Flug nach Somalia gebucht haben, weil wir uns mit dem Crowdfunding-Geld absetzen wollen. Jahaaaa!!!

  15. Zghuk sagt:

    Über Sim City und EAs Marketing dazu könnte man sicherlich einen eigenen Artikel schreiben. Nur kurz: Als Fan bin ich von den Limitierungen schon recht enttäuscht (kleine Karte, keine Mods), aber das Spiel funktioniert ganz gut mit diesen Verkleinerungen.

    Es ist natürlich ein Dilemma. Will man eine Fortsetzung machen, muss man Spielinhalte polieren und verbessern, muss man Neues bieten und gleichzeitig auch Bewährtes beibehalten. Das ist verdammt schwierig. Bei XCOM hat sich vom Prinzip nichts verändert, aber das Spiel ist für die neue Generation wirklich toll umgesetzt (die alten Hasen haben es eh geliebt).

    Wenn man dagegen die Playerbase von Civ befragt, hängen viele noch am alten Civ4 (oder älter) und haben viele Bedenken zu Civ5 gehabt. Dabei wurde es recht gut umgesetzt IMHO, hatte aber anfängliche Startprobleme (zu simpel/glatt, modden zu schwierig, usw.) und vermutlich ne Fanbase mit eher konservativen Alt-Gamern.

    Wo macht man da den goldenen Schnitt? Niemand weiß es doch so recht und EA hat so viele Serien im Problem, alleine die Sportspiele, die sich ja praktisch jedes Jahr aufs Gleiche gleichen (Ich hab immer noch nicht den Unterschied zwischen Fußball Manager 11 und 12 gefunden).

    Zum Schluss möchte ich gegen das Böse „EA-Bashing“ etwas sagen. Ich bin auch kein Fan von Zwangsbeglückung via Origin und dem idiotischen DLC-Gehabe a la Sims oder BF3 (übrigens auch nicht modbar…). Aber letztlich macht EA erst größere Budgets für Spiele damit erst möglich. Klar, man kann sich auf Steam zu allen Geschmäckern spiele kaufen, für wenig Geld meist, aber die meisten Spiele sind doch recht kurzweilig, haben eine zu kleine Playerbase oder massive Bugs (ohne sporadisches Fixing a la EA). Ich bevorzuge zB größere Spiele mit Stories. Glaubt denn jemand Spiele wie SWTOR könnten ohne Firmen wie EA im Hintergrund überhaupt produziert werden?

  16. Harzzach sagt:

    So dumm scheint der Kunde nicht zu sein. Wäre er tatsächlich so dumm, wie er sich mitunter verhält, würde EA Moh nicht einmotten und DS3 wäre ein geiler Erfolg, der alle Verkaufsrekorde bricht.

  17. Harzzach sagt:

    Glaubt denn jemand Spiele wie SWTOR könnten ohne Firmen wie EA im Hintergrund überhaupt produziert werden?

    Nö. Aber es fehlt auch nichts, wenn es solche blassen 08/15-Investitionsprodukte nicht mehr gäbe. Denn mehr sind diese Produkte nicht. Nur Anlageobjekte für Investment-Banker. Die man mit tonnenweise Marketing aufgeblasen muss, damit naivere Gemüter meinen, es würde sich hier immer noch um „Spiele“ handeln.

    Wirklich, die (Spiele)Welt wäre besser dran, wenn all die Energie, die man in solchen Rotz steckt, lieber für richtige Spiele aufgewendet werden würde.

  18. EA Games ist mir mittlerweile scheißegal. Von mir gibt’s nur noch im Rahmen von Sales oder ähnlichem Kohle. Vollpreis zahle ich nur noch dann, wenn ein Spiel es wert ist, so wie Unity of Command. Entwickelt von einer kroatischen Zweimannklitsche ist dieses Rundenstrategiespiel so gelungen, dass ich gerne 20 Euro dafür abgedrückt habe.

  19. anigunner sagt:

    „Always on“- DRM Erlebnis pur meine Damen und Herren!

    http://www.youtube.com/watch?v=RUl_Cj2_KWU (PSA: SimCitys launch)

    Zudem soll es auch noch Schwierigkeiten geben für Preorderkunden ihre Spiele überhaupt zu aktiveren.
    Ich sitze hier mit so einem breiten grinsen, es ist schon fast ne Komödie was hier passiert. Und die Leute kaufen DENNOCH Produkte mit Always-On-DRM. Bei einem MMO würde ja nichts sagen, weil da ist so etwas zu erwarten. Aber bei einem Titel der seine Wurzeln ganz stark im Soloplay hat? Und wo viele Leute niemals zusammen mit anderen Städte bauen wollen, sondern nur für sich selbst? So wie früher?

    Damit ist wieder zu beweisen selbst nach dem Diablo 3 Fiasko haben die Leute nichts gelernt. Mein Mitleid hält sich daher in sehr sehr engen Grenzen.

  20. „Glaubt denn jemand Spiele wie SWTOR könnten ohne Firmen wie EA im Hintergrund überhaupt produziert werden?“

    Nö, aber ein weiteres MMO in einem gesättigten Markt zu releasen, grenzt schon fast an Blödsinn, zumal das Spiel nichts besser macht als WoW.

  21. Miranda sagt:

    Die Eurobox mit CDROM, Schnellreferenzkarte, Technisches Supplement und dicken Handbuch lsteht bei mir im Regal.

  22. […] ich höchst erfreut.Warum? EA, rücksichtslose Anbiedrung an den Massenmarkt, Mikrotransaktionen. Harzzach sagt sonst noch […]

  23. Joe sagt:

    Ich denke, man tut nicht schlecht daran, wenn man von Videospielen prinzipiell nur die erste Ausgabe spielt und die Fortsetzungen einfach links liegen läßt.

  24. Sandhai sagt:

    Das kommt darauf an, wie die Entwickler mit ihrer Serie umgehen. Versuchen sie nur noch sie auszuschlachten oder ist ein Interesse erkennbar, die Serie kohärent fortzuführen? Bei Fallout 2 war trotz der zurecht kritisierten Inkonsistenzen der Wille der Entwickler erkennbar die Spielmechanik auszubauen und zu verbessern. Deswegen ist Fallout 2 auch soweit akzeptabel und akzeptiert.

    Bei Fallout New Vegas sieht die Sache ähnlich aus. Obwohl die Spielmechanik eine komplett andere ist, merkt man, dass die Obsidianer sich Mühe gegeben haben, inhaltlich an die Vorgänger-Spiele anzuknüpfen, was auch die Akzeptanz desselben in der Fallout-Community erklärt.

    Es ist also demnach zu pauschal zu sagen, dass man nur den ersten Teil einer Serie spielen müsste. Es hängt immer vom Umgang der Entwickler mit derselben ab.

  25. Joe sagt:

    Aber vielleicht will ich gar keine „Serien“ spielen, schon mal daran gedacht? Natürlich ist das für Publisher viel lukrativer, kleine Häppchen zu releasen und sich so einen fortwährenden Geldstrom zu sichern.

    Ich habe aber lieber ein Spiel mit einer neuen Idee und einer abgeschlossenen Story. Ich brauche auch kein Fallout NV, das an jahrzehntealte Vorgänger anknüpft, die ich nie gespielt habe – natürlich brauche ich auch kein Oblivion with Guns. Und noch weniger brauche ich Reboots, weil niemandem mehr was einfällt.

    Wie wär’s einfach mal mit etwas frischem Wind statt ständigem Recycling?

  26. Chräcker Heller sagt:

    Naja, Du schriebst ja „man tut nicht schlecht daran, “ und nicht „ich tue nicht schlecht daran“, und es gibt eben auch Leute, die Serien mögen. Die von Dir eingeforderte Offenheit anderer Vorlieben kann man also hier zurück geben.

    Das Schöne ist doch: es gibt doch beides. Serien und neue Ideen und ihre Spiele. Wieso nicht beidien das lassen, was sie wollen. Und für Serienliebhaber gibt es ab und an (aber eher selten) gute Fortsetzungen. Und für die anderen gute neue Spiele.

  27. gregorDEstroyny sagt:

    An sich nicht verkehrt, der Gedanke… und doch, wenn ich so handeln würde, dann hätte ich nie System Schock 2 gespielt. Und DAS wäre wirklich schade.

  28. Harzzach sagt:

    Wie wär’s einfach mal mit etwas frischem Wind statt ständigem Recycling?

    Weil man von Firmen, in denen die Buchhalter das Sagen haben, keine Kreativität erwarten kann. Siehe Squeenix, wo man nach dem x-ten Remake alter FF-Titel jetzt den alten Back-Katalog durchgeht und Re-boots alter Eidos-Franchises durchnudelt. Tomb Raider Reboot, Thief-Reboot.

    Es ist das grundlegende und alte Problem, wie man abgeschlossene Stories in dauerhafte Einnahmequellen verwandeln kann. Im Comic-Bereich findet das schon seit Jahren statt. Da wird vor allem bei Superhelden-Serien ge-retconned und ge-rebootet, dass man sogar als Comic-Fan irgendwann nur noch zynisch lachend abwinkt und das Hobby aufgibt. Die Filmindustrie hat das mit den Spiderman-Filmen versucht und ist ZUM GLÜCK damit gewaltig auf die Schnauze gefallen. Und ob Squeenix mit dieser Reboot-Strategie entsprechend Erfolg haben wird, wird sich erst noch zeigen müssen.

  29. sixbottles sagt:

    hmm

    also ich weiß nicht warum ihr euch so freudig gebt.

    sicher, EA’s rechnung ist nicht aufgegangen. wir haben es alle geahnt (gehofft).
    das zerbröseln einer spielemarke im mörser des mainstreams, scheint nicht zu klappen.

    wir haben nun mehrere beispiele dafür… RE6, MoH, DS3, ACM

    im grunde verstehe ich die freude, mir geht es ähnlich, die speilerschaft scheint doch nicht die hirnlose masse zu sein wie sie EA’s CEO’s gerne darstellen.

    ABER.

    und das ist ein großes ABER.

    anstatt zu sagen, hmm wir haben fehler gemacht. wir hätten grundlegene eigenheiten der spiele beibehalten und ausbauen sollen, anstatt die COD käufer befriedigen zu wollen… werden die serien eingestampt!

    aus vorbei finito. kein DS4. keine zurück zu den wurzeln mentalität.
    die begangenen fehler werden nicht wirklich reflektiert und somit wird auch keine grundbasis geschaffen die verhindert, dass solche fehler wieder begangen werden. nein. im gegenteil. das vorgehen bei EA wird sein: vieleicht war das spiel immer noch ZU komplex, ZU gruselig, ZU nischenhaft.

    also wird das nächste game NOCH mehr vereinfacht, NOCH stupider, NOCH mainstreammässiger.

    bei aller schadenfreude… was nützt mir das? was habe ich davon?
    ich bin nicht n typ der automatisch alle majorspiele von einem kauf auschließt. wenn ein spiel mich positiv überrascht wird es potenzieller kaufkandidat.

    ich für meinen teil mochte DS1 für das was es war, ein modernes action/horror game ala RE mit netter grafik und hollywood flair
    ich hätte mich über ein DS4, welches sich wieder auf die eigenen stärken besinnt gefreut.

    somit ist der (bisweilen) vorzeitige tod einer spieleserie bei mir kein grund zur freude.
    und das vorgehen von EA macht mir sorgen. dieses sture, nicht in der lage sein eigene fehler einzugestehen und zu analysieren macht mir große sorgen… und keine hoffnungen das sich da bald etwas ändern wird.

  30. Harzzach sagt:

    bei aller schadenfreude… was nützt mir das? was habe ich davon?

    Janz einfach: Wenn EA so weiter macht, wovon auszugehen ist, geht EA eines Tages pleite oder wird übernommen. Dann werden IPs, wie bei THQ entweder einzeln verscherbelt (weil das mehr Geld bringt als den Kauf des ganzen Sacks) oder der neue Eigner versteht sich darauf die Stärken dieser Serien ins Spiel zu bringen, anstatt ihnen durch stete Angleichung an den aktuellen Massengeschmack jedweden, in vielen Jahren mühsamst aufgebauten Wert zu nehmen.

    So oder so, als Fan dieser Serien kann man nur gewinnen, wenn ein Rechteverwerter, der diese Serien mit Füßen tritt, von der Bildoberfläche verschwindet. Denn dann besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Rechte bei jemandem landen, der weiß, wie man hier langfristig (!) gute Geschäfte machen kann.

  31. […] ich höchst erfreut.Warum? EA, rücksichtslose Anbiedrung an den Massenmarkt, Mikrotransaktionen. Harzzach sagt sonst noch […]

  32. Joe sagt:

    Ich erinnere mich da gern an mein Erlebnis mit Mass Effect: Das war ja kurz nach der EA-Übernahme von Bioware ein eher gewöhnliches CRPG light mit Copy&Paste-Nebenmissionen (nebst nerviger Vehikelmechanik) und auf Massengeschmack getrimmten, aus TPS geliehenen Gameplay-Elementen.

    Dennoch zog mich ein komplett neugeschaffenes Scifi-Universum in den Bann: Soviel zu entdecken, soviel zu erfahren, überall Andeutungen auf mehr. Die integrierte Wikipedia, den „Codex“, habe ich mir fast vollständig durchgelesen, das verstärkte die Immersion. Davor entfaltete sich dann ein Plot, der mich tatsächlich zum Fertigspielen motiviert hat, weil ich das Ende sehen wollte.

    Das fruchtete dann schon im folgenden Teil aber nicht mehr. Zunächst bekommt man eine hanebüchene Erklärung präsentiert, warum das Character Model des 1. Teils nicht mehr zur Verfügung steht. Dann spielt man einen um die restlichen RPG-Elemente bereinigten Schlauchshooter, der einen dann mit den üblichen „Wiedersehens“-Elementen mit Bezug auf den 1. Teil bewirft. Man soll sich zu Hause fühlen, aber es zieht bei mir irgendwie nicht. Trotzdem wurde Teil 2 sogar besser bewertet als Teil 1. Und im dritten Teil bekommt man dann dank EA ein ähm umstrittenes Ende präsentiert (was ich nach wie vor nicht kenne und hoffe, daß das so bleibt).

    Mit Dead Space halte ich das genauso. Der erste Teil wirkt recht reizvoll, die restlichen beiden werde ich ungesehen auslassen.

  33. sixbottles sagt:

    naja also erstens halte ich es für extrem unwahrscheinlich das ein riesenkonzern wie EA pleite geht und zweitens wird eine IP wie dead space wohl kaum bei einem mittleren unternehmen landen.

    DS ist ein bekannter markenname und wird mMn eher bei activision landen, denn die hätten auch das nötige kleingeld.

    wie gesagt, ich kann den jubelschrei nachvollziehen. aber wenn ich mir so anschaue wie EA (und andere majors) mit solchen umsatzrückgängen umgehen… tja… da seh ich außer düstere massenproduktionen nichts bei rauskommen

    denn wie gesagt (die zweite^^) EA sieht die ursachen des kaufrückgangs nicht etwa bei der casualisierung und ausrichtung der IP auf die CoD zielgruppe, sondern darin, dass das „horror-shooter“ genre selbst mit einer großflächigeren ausrichtung gen CoD und einer qualitativ hochwertigen produktion, nebst einspannung des COOP-„dollars“ sowie hochgefahrene einsteigerfreundlichkeit, keinen vernünftigen absatzmarkt liefert.

    ergo wird das horrorshooter genre in eine risikogruppe eingeordnet und zukünftige titel die eine ähnliche richtung einschlagen sollten, werden frühzeitig in eine „sichere“ umgebung gelenkt.

    dummerweise ist EA ein branchenprimus. das bedeutet nach unserem etablierten wirtschaftsystem und vorgehensweise in der game-ökonomie, dass andere firmen EA’s beispiel folgen werden.

    mMn wird dabei außer vercasualisierte games für uns spieler da nix bei rumkommen…

    aber naja immerhin, wissen wir um die wahren gründe des DS verfalls… und das ruft aufjedenfall bei mir immerhin ein breites „ich habs doch gesagt“ grinsen ins gesicht

  34. Harzzach sagt:

    EA ist kein Branchenprimus mehr. EA war DER Branchenprimus schlechthin. Vor zehn Jahren! Heute ist der Kurs im tiefsten Keller, will da anhaltend nicht rauskommen. EA ist heute ein Übernahmekandidat.

  35. sixbottles sagt:

    naja ganz so hart würd ich es nicht sehen.

    klar seit dem crash 2008 haben sie nen harten werteverlust hinnehmen müssen (wie andere unternehmen auch)
    aber aktuell haben sie sich gefangen und sind aus dem tief von mitte 2012 (10$) wieder rausgekommen.
    momentan steig der kurs wieder und liegt bei knapp 18$, was unter anderem auch an den positiven quartalsbericht 2013 liegt, in dem steht das der gewinn gestiegen ist (trotz MoH flop).
    DS3 ist zwar nicht der erhoffte riesengewinn geworden wird aber nichtsdestotrotz geld in die kassen spülen.
    dann kommt pünkluch vorm dritten quartalsbericht noch fifa14 raus und schwupps siehts zum jahresende wieder rosig aus.
    dann kommt 2014 mit der neuen konsolengen. samt megalaunch von bf4.

    also meine kristallkugel sagt, dass wir uns noch lange mit EA rumschlagen müssen 🙂

  36. sixbottles sagt:

    achja da fällt mir noch ein, damit die genannten zahlen nicht ganz so im luftleeren raum schweben…
    hier die aktuallen zahlen der anderen majors:
    Activision Blizzard 14,75
    Take-Two Interactive 15,18
    Konami 20,16

    THQ 0.0530 xD

    p.s. sorry für den doppelpost… aber gibts hier keine edit funktion? hab sie jedenfalls net gefunden 🙂

  37. Andreas sagt:

    Hallo Halunke, ich glaube, es geht auch um eine gewisse Anti-Haltung gegenüber der „alten“ Generation von Gamern, die schon mit Homecomputern sozialisiert wurden. Ich meine fast alle unsere Redakteuere sind Anfang 20, also mit Glück geboren, als Ultima 7 & co gerade erschienen sind. Es gibt zwei ältere Mitarbeiter mit ziemlich genau 40 Jahren, mich als Community-Manager und noch einen Alr-Redakteur.

    Ich habe das Gefühl, die Youngsters finden es einfach cool, gegen die alten Säcke stänkern zu können und dabei „modern“ und „in der Zeit“ zu sein 😉 Da bietet sich das Medienformat wohl einfach an.

    Logik kann es nicht sein. Der überzeugteste Always-On- und Immer-Download-Verteidiger unserer Community verkauft im Media Markt Spiele auf physikalischen Datenträgern. Da passt eingentlich was nicht 😉

  38. Stranger sagt:

    „denn wie gesagt (die zweite^^) EA sieht die ursachen des kaufrückgangs nicht etwa bei der casualisierung und ausrichtung der IP auf die CoD zielgruppe, sondern darin, dass das “horror-shooter” genre selbst mit einer großflächigeren ausrichtung gen CoD und einer qualitativ hochwertigen produktion, nebst einspannung des COOP-”dollars” sowie hochgefahrene einsteigerfreundlichkeit, keinen vernünftigen absatzmarkt liefert. “

    Genau das sehe ich auch als große Gefahr. Ich freue mich, dass EA eins drüberkriegt, aber mit einer bewiesenermaßen stumpfsinnigen Marketingmentalität wie dieser, die bereits mehrere Serien zerstört hat, fürchte ich, dass genau so ein Fazit am Ende dabei rauskommt.

  39. Harzzach sagt:

    Weisst Du, was bei dieser Geschichte das eigentlich Wunderbare ist? Es spielt zumindest für mich keine Rolle mehr, ob Firmen wie EA existieren oder nicht. Wenn sie den Abfluss runtergespült werden, ist in Ordnung. Wenn nicht, auch nicht weiter tragisch. Ich brauche diese Firmen und ihr Angebot nicht mehr, ich lästere nur noch aus der Lust an der Lästerei 🙂

  40. Mr.Freaky sagt:

    Hm…6 Euro, da bin ich auch ernsthaft in Versuchung, hab es damals auf unserem ersten PC mit meinem Bruder zu Tode gespielt. 🙂

  41. Hahaha, die europäischen Server sind auch überlastet. Ich wünsche allen Sim City-Käufern viel Spaß mit ihrem Spiel!

  42. Chräcker Heller sagt:

    JETZT bin ich aber mal gespannt, wer sich zu weit aus dem Fenster gelehnt hat. Peter Moore oder die unbekannte Quelle. http://www.gamona.de/games/dead-space-4,ea-bezichtigt-videogamer-der-luege:news,2233301.html

  43. Miranda sagt:

    Was hast du denn anderes erwartet?

  44. Joe sagt:

    Normalerweise verifiziert man solche Dinge mittels einer unabhängigen zweiten Quelle. Aber Videospiele-Journalisten sind ja nun nicht gerade die hellsten. 😉

  45. Joe sagt:

    Sim City ist kein Spiel, Sim City ist ein kostenpflichtiger Online-Service, der als Spiel getarnt daherkommt. Und Vorbesteller dieser Wundertüte bekommen exakt das, was sie wollten und verdienen: aufs Maul!

    Jeder, der EA bedingungslos sein Geld in die Hand drückt, will genau das. Und hat kein Recht, sich zu beschweren.

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