Griff ins tiefste Klo des Universums

Über “Alpha Protocol” habe ich viel Durchwachsenes gehört. So soll das Spiel einen zähen, bisweilen nervigen Anfang haben, später soll es aber durch grandiose Dialoge und eine faszinierende, durch den Spieler konsequent zu beeinflussende Story den Beginn nicht nur wettmachen, sondern ein einzigartiges RPG-Erlebnis bieten.

Hmm, nur 4 Euro und 99 Cent im aktuellen Steam-Sale. Why the fucking hell not? Auch wenn es nur 4 Euro und 99 Cent waren, aber in diesen Minuten bin ich eher der Meinung dafür lieber was feines zu Essen gekauft zu haben.

Meine Damen und Herren: Mit gewissem Stolz darf ich Ihnen das wohl mit Abstand beschissenste und unerträglichste Mini-Game der Videospielgeschichte präsentieren!

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Man hat hier ein Terminal zu hacken. Dafür muss man unter Zeitdruck zwei Zahlen/Buchstaben-Kombinationen von der oberen Leiste auf die dazu passende Stelle in einem sich ständig verändernden Zeichenfeld ziehen. Dazu verwendet man WASD und die Spacetaste für die linke Seite und die Maus und linke Maustaste für die rechte Seite. Die richtige Stellen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die einzigen Zeichen sind, die sich nicht verändern.

Klingt, wenn man es so auf dem Papier beschreibt, eigentlich ganz einfach. Der Gag dabei sind jedoch drei Dinge.

  1. Das Spiel verrät Dir nicht, dass Du nach zwei sich nicht verändernden Zeichenketten suchen musst. Das erfährt man in Userforen, wo der einer Weißglut nahe Spieler von Trollen noch mehr zum Halsaderanschwellen gebracht wird, in dem man ganz frech behauptet, dass das alles ja ganz einfach sei.
  2. Da das Erkennen der sich nicht verändernden Zeichenketten und die selten dämliche PC-Steuerung und das knappe Zeitlimit nicht genug sind, gibt es innerhalb des allgemeinen Zeitlimits noch ein zweites Zeitlimit, nach dessen Ablauf … Achtung, jetzt kommt’s … die Position der sich nicht verändernden Zeichenkette neu zusammengewürfelt wird. Was deswegen zum Schreien ist, weil das hin manövrieren der linken Kombination mit den WASD-Tasten unglaublich zäh ist und man dutzendfach wieder und immer wieder scheitert, weil man angesichts BEIDER Zeitlimits die linke Leiste nicht schnell genug auf die entsprechende Stelle schieben kann.

Ich sitze jetzt seit einer dreiviertel Stunde an diesem Punkt und versuche dieses Terminal zu “hacken”. Ich befinde mich immer noch im Tutorial-Level. Ich bin geneigt, die für dieses Mini-Game verantwortlichen Personen bis ans Ende meiner Tage abgrundtief zu hassen und aller Welt zu erzählen, wie man ein potentiell brillantes Agenten-RPG durch so einen schrunzigen Schrott komplett ruinieren kann.

Mittlerweile kann ich sogar katastrophal weit auseinanderliegende Savepoints mit zusammengebissenen Zähnen tolerieren (das Tutorial-Level hat zB. nur einen einzigen. Ganz am Anfang! Natürlich!! Savepoints sind teuer. Muss man sparsam mit umgehen!!!!). Aber das hier, das geht zu weit, das geht einfach zu weit.

Bevor ich “Alpha Protocol” offiziell zum größten Dreck der Videospielgeschichte erkläre, direkt neben “Driver”, dessen Pflicht-Fahrprüfung zu Spielbeginn auch kaum jemand geschafft hatte … trifft man in diesem Spiel noch oft auf dieses Mini-Game? Gibt es Möglichkeiten das Hacken von Terminals zu umgehen? Gibt es Fähigkeiten, die das später erleichtern? Oder muss ich einfach einen anderen Charakter wählen? Ich spiele den Rekruten.

Gute Güte, was zur Hölle denken sich Gamedesigner, wenn sie so etwas einbauen? Ich kann mir fast schon bildlich vorstellen, wie in der QA ganze Wagenladungen frustrierter und entnervter Tester zum Fenster rausgekippt werden, per Zeitungsannoncen verzweifelt nach neuem Personal gesucht wird und der zuständige Designer stur wiederholt, das Feature bleibe so und nur so drin, ansonsten schmeißt er hin und geht in seinen Wohnwagen, weil er so nicht arbeiten kann! *rausch* *primadonnen-schal um schulter werf*

Mein einziger Trost in diesem Moment ist … ich bin nicht alleine. Wenn man bei Google nach “Alpha Protocol hacking terminal” sucht, schreit einem das ganze Elend verzweifelter Spieler-Tausendschaften entgegen, die alle …

 IM

TUTORIAL-LEVEL

NICHT

WEITERKOMMEN!

 

Ich fasse es immer noch nicht. Wie kann man nur? Wie kann man nur???

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kack.

36 Kommentare zu “Griff ins tiefste Klo des Universums

  1. Simon sagt:

    Nicht weiterkommen bzw das Tutorial nicht überleben hatte ich auch neulich mal .Das „Spiel“ nannte sich Demon´s Souls und ist eine der beschissensten und perfidesten Ideen eine den Homo-Zockus hassenden Gruppierung. Da trifft man im Tutorial auf einen BossGegner, der nahezu unschlagbar ist (ich habe in 10 Versuchen nicht mal 2% der Lebensenergie abziehen können). Verliert man, ist die komplette erste Welt DOPPELT so schwer, weil man nur halbe Lebensenergie hat.
    Während einige sich ob des Schwierigkeitsgrades die Hände reiben und sagen: endlich mal was Forderndes, bin ich nur noch angewiedert. Und zwar aufgrund des Spielprinzips, jede Welt komplett neu von vorn spielen zu müssen, sobald man einmal ablebt. Und man lebt nach 1 – 2 Schwerthieben ab, je nach Gegner.. Speicherpunkte gibt es nicht – es wird lediglich gespeichert, wieviele Heiltränke/-kräuter und welche Waffen man hatte, und wo man abgemurkst wurde. Dann startet man wieder von Anfang an.
    Dagegen ist ein etwas vermurkstes Reaktionsrätsel ja harmlos 😉

  2. Harzzach sagt:

    Demons Souls hätte ich mir vielleicht vor zwanzig Jahren mit Begeisterung gegeben. Heute weiß ich, wie ich meine Zeit besser verbringen kann. In dem ich bei Alpha Protocol versuche das Tutorial abzuschliessen … *sigh*

    Nee, echt, ich mach jetzt Schluß. Morgen in aller Ruhe und Entspanntheit nochmal versuchen und wenn es dann auch nicht hinhauen sollte, beisse ich mir für 4 Euro und 99 Cent in den Allerwertesten und bin um eine Erfahrung reicher. Immerhin war ich damals zum Release etwas skeptisch, obwohl mich das Szenario Agenten-RPG als Abwechslung zu all dieser Fantasy-Grütze brennend interessiert. Nicht auszudenken, ich hätte 40 Euro abgelatzt und würde es nicht über das Tutorial hinaus schaffen 🙂

  3. Rollenprinz sagt:

    Lol! Was habe ich gelacht!
    Also das Minispielchen ist im Prinzip ganz einfach. Man darf den Blick nicht zu sehr auf die Zahlen und Ziffern fokussieren. Einfach nur schauen, wo sind die Stellen, die sich nicht bewegen. dann schauen welche von beiden Kombinationen passt und während man diese dorthin schiebt, kann man nach der anderen Stelle suchen, die sich nicht bewegt. Nach einiger Zeit ging das bei mir so schnell, dass selbst die schwierigeren Kombinationen kein Problem sind.
    Was Alpha Protocol an sich angeht ist das eins der genialsten Action RPG überhaupt. Der Schwerpunkt liegt auf den Charakteren und wie man diese beeinflussen kann. Je nachdem wen man verärgert oder bezirzt läuft das Spiel ganz anders ab. Ein kleiner Tipp: Man sollte nicht versuchen unbedingt bei jedem einen positiven Einfluss zu haben. Oft hat man Vorteile wenn der andere einen hasst wie die Pest. Man hat auch die Wahl welche der vielen Missionen man zuerst angehen möchte. Auch das hat enorme Auswirkungen. Ich hoffe ja immer noch, dass es irgendwann ein AP2 geben wird. Und nicht umsonst hat man für Deus EX: HR enorm bei AP abgekupfert 😉

  4. ts sagt:

    Hehe, ich habe Alpha Protocol auch erst kürzlich gespielt. Das Hack-Minispiel hat mich das gesamte Spiele über auch mehr genervt als bespaßt.
    Mich hat dabei die hochsensible Maussteuerung aber mehr abgefuckt als die mit der Tastatur.

    Um auf deine Fragen zu anworten: Ja, das Hacken begegnet dir noch sehr häufig im weiteren Spielverlauf, desöfteren ist es allerdings nur bei Neben-/Zusatzmissionen nötig.
    Ausserdem gibt es Ausrüstungsgegenstände zu erwerben, die das Hacken erleichtern und dir mehr Zeit verschaffen (ist irgendein Handschuh soweit ich mich richtig erinnere). Desweiteren kann man durch die enstprechende Fertigkeitspunkteverteilung die Sache wohl auch noch etwas vereinfachen.
    Zudem gibt es noch EMP-Granaten(?), die den Hackvorgang afaik überflüssig machen.

    Mir hat das Spiel insgesamt schon sehr viel Spaß gemacht und ich konnte über die ein oder andere Nervstelle hinwegsehen, weil das Spiel wirklich in Sachen Entscheidungsfreiheit und Konsequenzen erfrischend umfangreich und radikal war.

    Das ist so eines dieser Spiele, bei dem sich je nach Spielertyp eher Frust oder Spaß als dominante Gefühlsregung durchsetzt und ich vermute, daß bei dir ersteres der Fall sein wird 🙂

  5. DoubleA sagt:

    Kann ich alles nur voll und ganz bestätigen! Man kann sich das Hacken durch die Wahl diverser Perks sogar noch einfacher machen. Mein Tipp an H.: Augenarzt, das Alter verschont niemanden 🙂

  6. HomiSite sagt:

    1) Sicher kann das Hackingminispiel, das oft im weiteren Spiel vorkommt (sowohl zwingend – wenn man es nicht mit EMP-Granaten oder so wie ts meinte umgeht – als auch optional), nerven. Aber solche Schwierigkeiten hatte ich nicht. Kann jetzt nicht sagen, wie meine Erstbegegnung damit im Tutorial war, aber ich fand es nicht sooo schwer. Später hab ich dann recht konsequent Fähigkeiten gesteigert, die mir dabei mehr Zeit geben. Und: Ich habe mich Xbox-360-Pad gespielt, das ging extrem entspannt (weil das Ballern IMO eh auch zusätzlich berechnet wird, nicht nur pure mouse skill).

    2) Verzweigt sich die Story in A.P. wirklich so sehr? Ich hatte das Gefühl, dass bis ungefähr zur Hälfte meine Entscheidungen kaum Relevanz haben und es später eher binäre Entscheidungen gibt, die Grundstory sich aber nicht sooo viel ändert. Also ich hab so eine Hackerin nie kennengelernt, die trotzdem in meinem Personenverzeichnis auftauchte, weil ich deren Organisation nicht half, aber hätte es so viel geändert?

    PS: Insgesamt fand ich A.P. ganz nett, auch wenn es spielerisch recht simplifiziert ist („springe/klettere hier“). Reines Schleichen fand ich übrigens quasi unmöglich…! Die Dialoge sind ganz nett, aber ich finde es halt doof, wenn es Stichworte gibt, die mit den Antworten dann nicht so viel gemein haben…

  7. froschhund sagt:

    Hey Simon!

    Meinst du mit dem Bossgegner den allerersten Gegner im Tutorial? Den SOLL man nämlich gar nicht besigen können, aber wenn man stirbt kommt man ja eh sofort in den Nexus und es geht weiter!?

    Oder meinst du den ersten „richtigen“ Boss, die Phalanx? Da „lehrt“ einen das Spiel, dass bestimmte Gegner sehr stark gegen bestimmte Waffen, Taktiken oder Zauber anfällig sind, in diesem Fall Feuer. Also einfach 10 Feuerbomben beim Händler kaufen die paar Feuerbeschichtungen nutzen, die man schon gefunden haben sollte, einzelne Gegner von der Gruppe isolieren und stets von hinten angreifen.
    Immer brav den Schild hochhalten, sich hinter Säulen verstecken und man wird im Normalfall nicht ein einziges Mal getroffen. Falls doch, einfach hinter eine Säule stellen und gegenheilen.

    Bosskämpfe in Demon’s Souls sind keine Reaktions-, sondern reine Geduldsproben, und jeder (!) Gegner hat mindestens eine Schwachstelle (ein späterer Boss ist z.Bsp. blind. Es gibt auch immer einen Ort, wohin man sich zurückziehen und sich heilen kann.
    Deshalb kommt von jedem neuen Gegnertypus auch immer erstmal ein einzelner, sodass man an dem die Schwachstelle suchen kann (Waffengattung, Zauber, Backstab?).

    Wenn man seine Menschlichkeit verliert, hat man in der Tat nur 50% seiner Lebensenergie, aber gleich im besagten ersten Level findet man einen Ring (nicht mal schwer versteckt) der das auf 75% korrigiert.
    Und wenn man meint, vor einem Bosskampf maximale Energie zu brauchen, kann man einfach so einen Stein benutzen (braucht man aber wirklich nie).

    Warum schreibe ich so viel dazu? Demon’s Souls und vor allem Dark Souls sind die ersten beiden Spiele seit laaaanger Zeit (Gothic 1 vllt.?), die mich mal wieder so richtig in ihren Bann gezogen haben. Ja, die Spiele sind schwierig, aber nicht unfair. Und das Gefühl, wenn man einen schwierigen Gegner besiegt hat, ist wirklich einzigartig.

    So wie früher halt. Hach ja…

  8. Fraggle sagt:

    kann nur sagen:

    ich hab Alpha Protocol durch. Hacken ist also nicht unmöglich, obwohl der Nachhall meiner Flüche immer noch in meiner Wohnung hängt…. (und: hateU dafür das du mich an Driver erinnert hast.)

    Tip 1: versuchs mit nem Joypad (wenn vorhanden): ich kann nix versprechen, aber auf der PS3 funktionierte das halbwegs. (linker und rechter Stick, linker und rechter L Button)

    Tip 2: wie oben: schau nur auf die feststehenden Zahlen, ich hab mich immer auf die letzten Ziffern und eben einen sich nicht bewegenden Block konzentriert.

    Auf der Konsole fand ichs später tatsächlich nicht mal mehr anstrengend, hab aber in den entsprechenden Skil investiert. Was Schade ist, ich mochte AP, und wollte es auf dem PC nochmal zocken, zumal mir die Padsteuerung in den Schiesspassagen eigentlich auf die Nerven ging.

    @HomiSite:
    Ja, das mit den Dialogen…. Woher die Unsitte kommt, die Auswahl der Dialoge teils dermassen fremd zum dann ablaufenden Gespräch anzubieten weis ich auch nicht. Aber in der „Postfocuszeit“ (ihr wisst schon: kurz satz punkt)) muss man das wohl mitmachen.

    Zumal ich mehr als einmal festgestellt habe, das mein eigener Sprachgebrauch das Gegenteil meint. Als mir sowas das erste mal begegnete war ich geneigt den großen Uninstallbutton zu drücken. Insofern frag ich mich schon wer diese Idee für genial hielt oder ob es nicht eine Weltverschwörung ist, die uns den Sprachgebrauch entsprechend vorschreiben will.

    Bei dem was man da in MassEffect erlebt kann man eigentlich würfeln welche Option man wählt, da der tatsächliche Dialog immer eine Überraschung ist.

  9. Look sagt:

    Mal eben nachgesehen, für das Spiel gibt es ein Dutzend Trainer, würde einfach mal schauen ob noch einer funktioniert und ob dieser eine instant hacking function besitzt.

    Btw. was Erstspielerfahrung Anfangsbereich/Level angeht, Summoner 2 für den GC steigt sofort mit einem Kampf ein, Gegner auf Gegner, Heilung ist bald aufgebraucht – Ende bei mir nach 20 Minuten mit mehrfachem rumgerödele.

  10. Andreas sagt:

    Wie schon andere schrieben: das Hacken-Mini-Spiele kann man lernen, Verbesserungen erleichtern es und mit MP-Granaten kann man es umgehen.

    Die Frage ist, ob man sich das Spiel antun sollte.

    Ich habe es durchgespielt auf dem PC und denke, dass es auf einer Konsole vermutlich mehr Spass macht, sah für mich nach liebloser Portierung aus. Schon alleine diese Savepoints und die komische Autosave-Funktion mit den zwei Slots, so etwas finde ich entmündigend, dafür bin ich zu alt. Richtig ärgerlich fand ich allerdings, dass sich mitunter Dialog an Dialog reihte, ohne dass man zwischendurch speichern konnte oder sonst nennenswerte Interaktionen stattfanden. Das längste war imho 30 Minuten am Stück! HALLO!?! Das erinnerte mich stark an die „interaktiven Filme“ der 90er Jahre.

    Setting, Story und Dialoge haben mich dann doch bei der Stange gehalten. Das Dialogsystem mit diesem Rad fand ich allerdings bis zum Ende blöd und manchmal sagte mein Avatar echt nicht, was ich erwartet hatte.

    Was mich allerdings richtig nervte, war die Steuerung. Und die „Bosskämpfe“. Ich hasse es, wenn ich einen Kampf mehr als drei mal wiederholen muss. Und wenn dann auch noch vorher ein längerer Dialog platziert wurde, den ich mir immer wieder und wieder anhören muss, bis der Gegner tot ist, dann frage ich mich schon, warum das keinem Tester auffällt.

  11. Andreas sagt:

    Ich vergass:

    die Bossgegner habe ich dann meist entnervt mit der Pistole und dem Schnellfeuer-Skill erledigt. Zeit anhalten, in Ruhe zielen und dann 4-6 Schüsse mit Extraschaden in den Kopf, das war’s dann meist.

  12. Joe sagt:

    Das Leben ist zu kurz, um es mit miesen Konsolenports zu verschwenden.

    Und ja, auch vor dem Zuschlagen beim „Steam Sale“ sollte man vorher die „Testversion“ probespielen.

  13. omnibrain sagt:

    Bist du nicht auch im Mass Effect Tutorial gescheitert? Wobei das dort echt ein Designfehler war, da das Spiel einen Gegner erst „verwundbar“ geschalten hat nachdem man ihn mit einem bestimmten Angriff angegriffen hat, was ja sonst im Spiel nie wieder vorkommt…
    Aber Driver. Das hab ich auch nie geschafft. Zum Glück hatte ich das Spiel nur als teil einer Compilation.
    Dieses Hackminispiel finde ich auch furchtbar. Allerdings glaube ich mich zu erinnern, dass der zeitbalken nochmal länger wird, nachdem man eines von beiden eingelogged hat.

  14. Akabei sagt:

    Hahaha, netter Artikel. Zu Alpha Protocol kann ich nichts sagen, aber den verdammten Tiefgaragen „Tutoriallevel“ von Driver habe ich noch sehr gut in Erinnerung. Ich weiß nicht mehr wie viele Anläufe ich benötigt habe, aber das Spiel bleibt mir als jenes in Erinnerung, bei dem das Tutorial doppelt so schwer war wie alle restlichen Level zusammengenommen(und die waren auch nicht immer im ersten Anlauf zu meistern). Eigenartigerweise war es trotzdem noch der beste Teil der Serie.

  15. Uranochos sagt:

    @froschhund:

    Ich stimme Dir zu. Dark Souls: Prepare To Die ist zwar ein schlimmes Konsolenspiel, aber in Sachen Kämpfen, wie es da auf Timing, Abstand, Blocken-Parade-Konter ankommt, habe ich noch nie etwas ähnlich gutes gespielt. Wer Severance gemocht hat, sollte sich mal daran versuchen.
    Ausführlicher:
    http://alteerde.wordpress.com/2012/10/08/dark-souls/

    @Harzzach:

    Also eins hab ich mir abgewöhnt: Tagelang an der immer gleichen Stelle zu verzweifeln. Da schau ich mir doch lieber die Komplettlösung an oder besorge mir den entsprechenden Cheat—falls ich das Gefühl habe, das Spiel ist es wert.

  16. Nerpax sagt:

    Oh je, an Driver erinnere mich auch noch. Das war wirklich schrecklich. Zumal man viele der dort benötigten Fahrmanöver ohnehin nie in so präziser Form in den späteren Missionen einsetzen musste.

    Allerdings habe ich das Spiel generell als eher nervig in Erinnerung. Ich kann Zeitbeschränkungen wirklich nicht leiden, wenn sie sehr knapp bemessen sind und quasi fast die ganze Zeit vorkommen. Allerdings ist es auch sehr lange her, dass ich es gespielt habe und ich war damals allgemein ziemlich schlecht beim Spielen.

  17. Rollenprinz sagt:

    Das AP Dialogsystem ist auch recht einfach zu verstehen: Nach oben ist aggressiv, nach links defensiv, nach rechts professionell und nach unten ist die Spezialantwort, die man nur bekommt, wenn man die entsprechende Information hat.
    In AP hat man außerdem so etwas wie einen Ruf. Wenn man die ganze Zeit aggressiv handelt und spricht, neigen Personen im späteren Spielverlauf zu anderen Reaktionen als wenn man sich z.B. durchschleicht und nicht alles und jeden umlegt.
    Das Spiel ist nicht perfekt. Die Pistolen sind z.B. übermächtig und mit ein paar erworbenen Skills macht man jeden Boss im Nu platt. Hier und da hat das Spiel schon seine Ecken und Kanten, aber es gibt einfach kein anderes Spiel was die Entscheidungskonsequenzen, bewusst oder unbewusst, so in ein Spiel einbaut. Man hat immer das Gefühl dass die Welt um einen herum sich bewegt und man sie mit diversen Aktionen geschickt beeinflussen kann. Es gibt meistens keinen richtigen und falschen Weg, sondern einfach andere Konsequenzen.
    Und wenn man das Spiel einmal durchgespielt hat, kann man den erfahrenen Profi spielen. Dann kann man schon im Tutorial so richtig schön den Smartarse raushängen lassen 🙂

  18. Simon sagt:

    Na, ich meine schon den ersten Boss im Tutorial. Mann „soll“ den nicht schlagen, aber man kann durchaus, wie ich in diversen Foren gelesen habe. Und die Phalanx, ach ja, an der komme ich auch nicht vorbei. Danke für den Tipp mit dem Feuer, vielleicht probiere ich es nochmal. Wobei ich dieses Prinzip des ewig und KOMPLETT nochmal Spielens für wirkliche Lebenszeitverschwendung halte. Schnell sterben, ok. Fiese, fast unschlagbare Gegner, meinetwegen. Aber das gesamte LVL KOMPLETT von Anfang an nochmal zocken, mit sämtlichen Gegnern, ohne, dass die Charaktereigenschaften gesteigert wurden oder die Ausrüstung verbessert – denn das geht ja nur im Nexus und mit Seelen, die man beim Ableben komplett verliert – argl.. zum KOTZEN ! Wirklich. Aber ich würde nicht so viel dazu schreiben, wenn ich nicht selbst diesen gewissen Reiz spüren würde. Ja, ich bin Masochist – Aber Demon´s Souls bringt sogar mich an eine Grenze
    Wahrscheinlich liegts auch einfach daran, dass ich den falschen Charakter gewählt habe. Das soll ja auch noch mal einen riesen Einfluss auf den Schwierigkeitsgrad zu Beginn haben..

  19. Harzzach sagt:

    Daher auch meine Frage zu AP. Habe ich mit dem Rookie einen Char gewählt, bei dem logischerweise dieses Mini-Spiel ziemlich schwierig ist, weil er ja der N00b ist? Geht das Hacken mit dem Tech-Guy besser, schneller, einfacher?

  20. Jig sagt:

    Das Hacking-Mini-Spiel scheint eine Art 3D-Bild zu sein. Manche sehen es einfach nicht. Hatte damit ehrlich gesagt wenig Probleme, sehe aber bei 3D-Bildern nie etwas 🙂 Wenn man nicht nach Zahlen sucht, sondern nur nach unveränderlichen Blöcken, ging es bei mir gut. Wie gesagt ist evtl ne Wahrnehmungssache.

    Ansonsten ist es ein schönes Spiel, wobei die Dialoge ganz gut sind, da mit Zeitlimit, was eine gute Dynamik reinbringt und auch bei „The Walking Dead“ sehr gut funktioniert.

    Dass die Stichworte nicht mit den Antworten zusammenpassen liegt evtl. an der Synchro – im Englischen gab es das Problem nicht. Aber wie schon erwähnt wurde, sind die Antworten Kategorien zugeordnet: Aggressive, Casual, Professional. Daher ist es dynamisch ohne hektisch zu werden. Für nen Fünfer nichts falsch gemacht!

  21. taake sagt:

    […]Meine Damen und Herren: Mit gewissem Stolz darf ich Ihnen das wohl mit Abstand beschissenste und unerträglichste Mini-Game der Videospielgeschichte präsentieren![…]
    /full ack

    Hab vom Kumpel auch gehört, was für ein geiles game das doch sei, aber ich bin nie übers tut hinausgekommen, weil ich mir meine Zeit für so ein scheiss echt zu wertvoll ist. Studien der Raufaser Tapete sind da Erfolgsversprechender …

    Wobei ich anmerken muss, wenn man sich lange genug damit außeinandergesetzt hat, sieht man die sich nicht verändernden „Code-Blöcke“ recht schnell, aber immer noch nicht schnell genug um mit der reudigen steuerung dort hin zu navigieren.
    Was irgendwie noch noch mehr Frust auslöst als sie einfach nicht zu sehen …

    Mag sein das es abgesehen davon das beste Spiel aller Zeiten ist, ich werde es nie herausfinden…

  22. Nukenin sagt:

    Mich hat das ganze Minigespiele bei AP auch ziemlich genervt, aber nach einer Weile sieht man die unbeweglichen Segmente wirklich … nicht suchen, einfach nur die gesamte Fläche des Bildschirms wirken lassen. Ich habe dann später auch angefangen, die beiden Markierungen schonmal ins Mittelfeld zu bewegen um im Zweifelsfall näher dran zu sein – gerade die Maussteuerung ist unerträglich … mit der Tastatur geht es eigentlich ganz gut. Auch ich kann nur sagen: Es lohnt sich. Die Interaktion der Charaktere ist einfach unbeschreiblich gut.

  23. Harzzach sagt:

    Gestern wollte ich eigentlich Diablo 3 Starter Edition zocken, aber selbst das war irgendwie zu anstrengend. Scheisse, man wird alt 🙂

  24. Nukenin sagt:

    Ich wollte es ja nicht so sagen … 🙂 (aber bei mir fängt es auch schon an)

  25. Nukenin sagt:

    (Und auch die Tatsache, dass ich den richtigen Antwortbutton verfehle, ist ein gutes Anzeichen dafür…)

  26. Falcon sagt:

    @Minispielprobleme: Ich vermute biologische Ursachen. Für mein zahlen- und muster- und multitasktingtrainiertes Hirn wars tatsächlich ohne Weiteres machbar und ich habe mich darüber gefreut von einem Spiel endlich mal wieder herausgefordert zu werden.
    Macht doch nix, verpasste eben eines der variantenreichsten RPGs „ever“.

    Dann spielt man halt was anderes, was einem liegt. Ich finde z.B. Karaoke-Spiele die beschissensten Minispiele des Universums, weil ich nicht singen kann. Aber ich erzähle anderen nicht, das sie bitte auch nicht singen können sollen.
    Und was nun?

  27. Harzzach sagt:

    Aber ich erzähle anderen nicht, das sie bitte auch nicht singen können sollen.

    Ich auch nicht. Und nun? Es würde mir schon vollkommen reichen dieses Mini-Game einfach überspringen zu können. Dann können die Mustererkennungs-Mutanten weiterhin ihren Spass haben und ich kann das Rollenspiel hinter diesem Mindfuck genießen.

  28. Harzzach sagt:

    Ich bin ja auch ein Depp! Warum mühe ich mich ab diesen Rotz auf „reguläre“ Weise zu schaffen, wenn ich einfach mit einem Trainer das Hacking Time Limit einfrieren kann … soooo, weiter gehts mit AP 🙂

  29. Micha sagt:

    Hmm ka…. Hab das Spiel damals sehr gerne mehrmals durchgespielt. Fand es immer wieder cool Szenen zu entdecken, die ich bei den vorherigen durchspielen nicht gesehen hatte ( andere Entscheidungen getroffen ). Die Minispiele selbst fand ich jetzt nicht so dramatisch.
    Da fällt mir auf das ich „Sie“ noch gar nicht flachge…. ähm ich meine noch nicht alle Sequenzen gesehen habe 😉

  30. Andreas sagt:

    …falls Du das auch nicht gelesen hast: mit MP-Granaten kann man die Steuerungen gleich ganz killen. 😉

  31. Harzzach sagt:

    Was mir im Tutorial wenig nützt, weil ich da keine habe …

    Der Trainer passt leider nicht zu meiner Version. Vielleicht beginne ich das Spiel nochmal als Techie-Guy anstatt Rookie, in der Hoffnung ich kann da vorab ein paar Fertgikeitenpunkte vergeben, die zB. das Time-Limit erhöhen.

  32. askies sagt:

    Jup. Hatte auch keine Probleme mit dem Minigame und ich bin nicht der Geschickteste bei sowas.

    Das Spiel hat viele Macken und viele Bähs und Warums, aber ich mochte es trotzdem. Allein die zig grundverschiedenen Enden fand ich äußerst bemerkenswert! Musste aber zwsichendurch ne Spielpause von nem Monat einlegen. Auf jeden Fall ein Spiel mit großartigen Ansätzen! Am meisten stört mich, dass der „Held“ oft peinlich jungehaft cool Actionman-mäßig wirkt.

  33. Ich habe Alpha Protocol sehr gerne gespielt. Allerdings mit Gamepad. Die Maussteuerung fand ich ziemlich unsteuerbar. Das Hacken mit Gamepad ging wunderbar. Es war zwar immer einigermaßen stressig, und einige habe ich auch nicht geschafft, aber ich fands immer toll. Hab auch bis zum Ende keinen einzigen Tech-Skill gesteigert.
    Bezüglich Hack-Minispiel ist meine persönliche Nemesis die Magische-Fallen-Entfernung bei Kingdoms of Amalur. Das gesamte Spiel ist ein langweiliger Pupskram, was die Schwierigkeit angeht, aber diese Minispiel war für mich nur in einem von zehn Fällen zu schaffen.
    Aber zurück zum Thema.
    Da man über die Skillung das Hacken vereinfachen kann (mehr Zeit etc.) sollte das im weiteren Verlauf schaffbarer werden. Zumal ich nicht den Eindruck hatte, dass es unbedingt zwingend erforderlich ist, zu Hacken. Das waren, soweit ich mich erinnere, nur optionale Goodies.

  34. Zille sagt:

    Gib dem Spiel mehr als eine Chance. Abseits von den unfairen und nervigen savegames und dem dadurch knackigen Schwierigkeitsgrad lauert ein klasse Spiel. Es gibt aber abseits von dem Minispiel noch ein, zwei Level, die einen teilweise wirklich zur verzweiflung bringen. An einer Stelle (moskau soweit ich mich erinnere) musste ich sogar abbrechen und erst mal was anderes probieren. Teils ist eine Komplettlösung wirklich angebracht.

  35. Webs sagt:

    Naja, aber wenn Du weißt, dass man den Gegner eigentlich nicht besiegen soll, macht Deine Beschwerde im ersten Post nicht viel Sinn, denn es ist dann natürlich ebenso beabsichtigt, dass man im ersten Level nur halbe HPs hat.
    Der Grund warum ich hier schreibe ist, dass auch ich von Demon Souls, und noch viel mehr von Dark Souls, schwer begeistert war und – in meinen Augen – unsachliche Angriffe darauf mich ärgern. Natürlich ist Demon Souls enorm frustrierend (die meisten berechtigten Kritikpunkte sind bei Dark Souls übrigens ausgemerzt und deshalb ist dieses ein echter Tip, gerade jetzt, wo es auch auf PC erschienen ist).
    Sowohl in Demon Souls wie auch in Dark Souls ist man gezwungen, entweder einiges erstmal auszuprobieren oder sich an die ausführlichen Wikis im Netz zu halten, um einige Schwierigkeiten gleich zu umgehen. Dafür belohnen einen beide Spiele mit einem unglaublichen Gefühl der Freiheit und einem sehr feinen Gameplay.
    Was Du zum Sterben in den Levels sagst, stimmt übrigens nicht so ganz: grundsätzlich behält man nach dem Tod das gesamte Inventar und alle Waffen, einzig die Seelen, Erfahrungspunkte und in-game-Währung zugleich, bleiben als Blutblase an der Stelle des vorzeitigen Ablebens zurück und können durch erneutes erreichen der Stelle wiederhergestellt werden.
    Es erscheinen auch nicht alle Gegener wieder, auch Minibosse, die gar nicht so selten sind, und natürlich Endbosse, bleiben tot.
    Zugegebenermaßen zwingt einen das Spiel so schon ein bisschen zum raiden, es macht durchaus Sinn, nach dem halben Level nochmal zurück in den Nexus zu springen um sich ein bisschen aufzuleveln. Und wenn man auf dem Weg zur Blutblase mit 10000 Seelen erneut stirbt und diese damit endgültig flöten gehen (weil man ja logischerweise eine neue Blutblase mit den bis dato erneut erhaltenen Seelen zurücklässt).
    Was mich dabei so lange bei der Stange gehlten hat (ich habe keines der beiden Spiele bis jetzt durchgespielt, aber darum geht es m.E. auch nicht), ist einfach die Tatsache, dass das erneute Durchlaufen des Levels mir meistens einfach immer noch Spaß macht, was an dem gewählten Freiheitsgefühl und der gelungenen „realistischen“ Atmosphäre liegt.
    Zu dieser Freiheit gehört auch, dass man, wie Froschhund schon anmerkt, immer einen Weg findet, wie ein Gegner relativ einfach besiegt werden kann. Ich kann hier vor allem Pfeil und Bogen und das Hochleveln der relevanten Stats empfehlen, weil man dadurch viele Gefahren schon aus der Entfernung erledigen kann.
    Bei Dark Souls trifft meiner Meinung nach auch der Test von Jörg Luibl insofern zu, dass ich seine Faszination aus genau den gleichen Gründen nachvollziehen kann.

  36. Esther Sonja sagt:

    Jetzt habe ich tatsächlich Tränen vor Lachen in den Augen!!! Ich fühle mit dir 🙂
    Das Spiel habe ich bei einer Steamaktion im November 2015 gekauft und ein paar Tage später auch angespielt. Als es dann um das Hacken ging freute es mich sehr, dass ich für das dödelige Game nur Fr. 3.75 ausgegeben habe – kein grosser Verlust also. Nun, 10 Monate nach dem Kauf habe ich es wieder einmal angeklickt und bin eigentlich ganz froh über diesen Entscheid. Abgesehen von besagten Mini-Game mag ich das Spiel doch recht gut und habe es auch schon zwei Mal mit zwei verschiedenen Ende durch. Klar, es ist nicht Mass Effect, aber Dank den knackigen Dialogen, spannender Story und einem doch sehr hübschen Protagonisten 😉 lohnt sich das Game alleweil.
    Danke für den wirklich lustigen Beitrag!

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