I’m with stupid

Oder “Permadeath-Galore vom Feinsten!“

FTL_01
So fängt es immer an. Alles schön sauber und ordentlich und neu.

FTL_02
Das ist wenigstens ein schnelles, sauberes Ende.

FTL_03
Und damit hört es nach kurzer Zeit auch wieder auf.

Ich bin so doof …

… und kann trotzdem nicht so wirklich aufhören.

Ob meine Mannschaft nun kläglich erstickt, weil ich den O²-Generator nicht schnell genug repariert bekomme oder weil sie verblutet, weil ich den kapernden Eindringlingen nichts entgegenzusetzen habe, ob meine Hülle in Fetzen gerissen wird, weil ich beim letzten Händlerbesuch eine neue Mannschaft kaufen musste und nix mehr für die Hüllenreparatur übrig hatte oder einfach, weil ich die Jungs blindlings in brennende Korridore schicken muss, weil die Sensoren ausgefallen sind, weil ich vergeblich versuche den Schiffsgenerator wieder in Schwung zu bringen.

Ich treffe unterwegs aber auch auf hilfreiche Aliens, die meinen Frachtraum mit Raketen und Treibstoff füllen. Oder ich kann eine verlassene Raumstation plündern. Oder ich kann versuchen notleidenden Mitraumfahrern aus selbiger zu retten. Oder ich kann versuchen ein feindliches Raumschiff anzugreifen, um mit möglichst mehr Ressourcen aus dem Gefecht herauszukommen, als vor dem Gefecht vorhanden waren. Oder ich kann lieber die Überlichttriebwerkbeine in die Hand nehmen und ASAP aus dem System springen, solange das Triebwerk noch genug mit Energie versorgt wird.

Doch allzu viel Zeit beim Erforschen unbekannter Systeme darf ich mir nicht lassen, denn meine Verfolger rücken unaufhaltsam näher, übernehmen Sprungpunkt für Sprungpunkt, so dass ich auch zusehen muss, mich nicht versehentlich selbst einzukesseln, um dann notgedrungen zu versuchen aus selbigem Kessel zu entfliehen, was in der Regel mit obigem Ausgang endet. So meine Mannschaft nicht vorher erstickt, abgeschlachtet oder verbrannt wird.

Derweil läuft im Hintergrund eine dudelig-spacige Fahrstuhlmusik, die mich zum Glück in entspannte Trance versetzt, weil ich sonst am nächsten Tag zuerst zum Zahnarzt müsste, um mein Gebiß zu ersetzen und dann zum Schreiner, um meine Tischkante reparieren zu lassen.

Faster than Light” ist Anfang des Jahres als kleines Kickstarter-Projekt gestartet und konnte anstatt dem angesetzten Ziel von $10.000 sage und schreibe über $200.000 einfahren.

Für ein kleines, schmieriges Roguelike in Space.

Das zwar ein nettes Tutorial hat, um mir die Grundlagen des Spieles beizubringen, mich dann aber eiskalt bei 0° Kelvin im All stehen lässt.

Das so höllisch schwierig ist, dass ich mit Mühe auch nur in die Nähe des ersten Exit-Sprungpunktes zum nächsten Sektor komme.

“Harzzach! Sie sind raus! Game over”

“Wie? Was denn? Wieso bin ich denn schon wieder tot? Hallo? Na gut, fange ich eben wieder von vorne an …”

Und irgendwann begreife ich, dass Weglaufen aka in den Warp springen keine Feigheit vor dem Feind, sondern eine veritable und äusserst effektive Art ist, 1. um kostbare Raketen zu sparen, 2. um kostbare Scrap-Materials nicht auf Hüllenreparaturen zu verschwenden, weil ich mit Scrap-Materials auch mein Schiff und seine System upgraden kann und schlussendlich, 3. um überhaupt am verfickten Leben zu bleiben. Also fange ich schon wieder von vorne an, fest entschlossen es diesmal besser zu machen, nur um durch zufällige Zufallsereignisse wieder mitten eine in die Fresse zu bekommen, weil ich wieder selbige nicht voll genug bekommen hatte und wider besseren Bauchgefühls trotzdem noch dieses eine, nur noch diese eine System da anfliegen wollte,

Schrecklich, ganz schrecklich solche Spiele. Sollte verboten werden, so was da.

FTL_04

Für 9 Dollar direkt beim Entwickler oder bei GOG oder (selber Schuld) für 9 € auf Steam, wo es sich unglaublicherweise seit einigen Tagen trotz Borderlands und Torchlight in den TopTen der Steam-Sales-Charts tummelt.

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31 Kommentare zu “I’m with stupid

  1. Und das Spiel ist so Roguelike Random, dass es weh tut…
    Immer und immer wieder mit dem o.a. Sarg verkackt, nie aber auch nie auch nur in die Nähe des Endes gekommen. Und dann irgendwann doch und dann am Ende verkackt…
    Nix wollte klappen.
    Und dann: Ein run, alternatives Schiffsdesign freigeschaltet, zwei neue Schiffe freigeschaltet, 2/3 der Aufträge für das finale Freischalt-Schiff gelöst und ohne Probleme das Ende geschafft.
    Achja und drie Achievements…
    Orden für alle!

    Easy wohlgemerkt, aber das ist schon brutal genug.
    Einfach ein geniales Stück Software. Blöderweise ein tierischer Zeitfresser. Man kann schon mal zwei Stunden in einen Lauf versenken, wenn man will.

    Und ich weiß nicht warum, aber – irgendwie verleitet einen das Spiel dazu, dass man sich die ganze Zeit einen epischen SciFi Roman vorstellt.
    So ein wenig wie „The Lost Fleet“ von Jack Campbell…
    (Leseempfehlung btw. ist eine längere Serie, man könnte ihr ab und an Längen vorwerfen, aber die Hard SciFi darin ist echt erfrischend.)

  2. omnibrain sagt:

    Mit Roguelikes wurde ich irgendwie nie warm.

  3. Rollenprinz sagt:

    Hahaha, was habe ich geschmunzelt beim lesen dieses Blogs 🙂
    Das tolle an dem Spiel ist doch, dass man nach und nach lernt wie man das Spiel meistert. Timing spielt eine enorme Rolle und natürlich das quäntchen bzw. das Riesenquant Glück.

  4. Joe sagt:

    Ich habe schon angefangen, mir Kopien von continue.sav anzulegen. Ich böser Cheater! 😉

  5. Halunke sagt:

    Gestern um 03:19 Uhr hatte ich echt Frust. Mal wieder Game Vver – aber der Frust enstand durch die Tatsache, weil ich schlafen gehen musste um diese lästigen RL Verpflichtungen nachzugehen. Dabei hätte ich so gerne noch ein paar „runs“ gemacht.

    Das Spiel hat auf eine geniale Art und Weise Mechaniken drin, die ich zuletzt aus der Amiga und C64 Zeit gespürt hatte.

    Tolle Geschichten im Kopf, Zufallsereignisse, Ehrgeiz, Emotionen – es passt einfach alles!

  6. gregorDEstroyny sagt:

    Hallo,
    Blog gelesen… und ja, ich will es auch spielen. Damit wird mein Kommenter jetzt ein wenig Off Topic.
    Wie kann ich so ein Spiel online kaufen ohne meine Bank Daten preisszugeben? Gibt es eine möglichkeit echtes Geld irgendwo (z.B: Saturn) einzuzahlen und dann mit dem Konto Onlinezahlungen zu tätigen? Geht es vieleicht über eine Telefonkarte? Oder sonst irgendwie?

    Ich mache kein Onlinebanking und möchte damit wegen, sagen wir „Legend of Grimrock“, auch nicht anfangen.

    Ich bin wirklich ein alter Sack und meine Freunde und Bekannte spielen keine Computerspiele. Den Kontakt mit Jugendlichen werde ich nicht suchen und ich schäme mich ein wenig im Battlefield Forum danach zu fragen. Hier bei Senior Gamer mache ich den Versuch und bedanke mich für eine freundliche Antwort im Voraus.

  7. Joe sagt:

    Gibt es eine möglichkeit echtes Geld irgendwo (z.B: Saturn) einzuzahlen und dann mit dem Konto Onlinezahlungen zu tätigen?

    Ja, das wäre äußerst unterhaltsam, wenn Media-Saturn Dir dabei helfen würde, sich selbst als Vertriebsweg für Videospiele überflüssig zu machen. 😀

    „Oh hallo, ich habe da einen superbilligen Fernseher im Internetz gefunden. Wäret ihr so freundlich, mein Geld an die weiterzuleiten? Nein, euren überteuerten Crap kaufe ich nicht.“

    Also Du gehst auf PayPal, dann auf Geld einzahlen, dann auf Banküberweisung. Dann gehst Du zu Deiner Bank, füllst mit den Daten den Zettel aus und wartest ’ne Woche. Dann kaufst Du Dein Spiel online.

  8. Kampfhirn sagt:

    Hi,
    frag doch mal bei deiner Bank ob die Prepaidkarten haben. Ich z. B. zahl per VISA Electron im INternet: Ich zahl auf dieses Visakonto einen Betrag (ca. 100€) ein, den kann ich dann im INternet (oder auch bei manchen Geschäften) ausgeben, aber nicht mehr als drauf ist. Ich hab diese Wertkarte auch bei paypal angemeldet, kann damit auch per paypal zahlen, falls keine Karten akzeptiert werden.
    Damit kann im Fall des Falles höchstens ein Schaden im Wert der Aufladung entstehen. Anonym sind die Zahlungen aber nicht wirklich. Pro Überweisung zahl ich ne Gebühr von ca. 0,30 €, weiß aber nicht wie hoch die bei neuen Karten sind.
    lg

    PS@ Harzzachs Bildunterschrift „Das ist wenigstens ein schnelles, sauberes Ende.“
    An saubere Enden bei FTL glaub ich nicht 🙂 Wer will bei dem Screenshot sagen können wer gerade erstickt, was gerade verbrennt oder birst? Frohes kommandieren noch!

  9. Aloha2 sagt:

    Gute und berechtigte Frage. „Rubbelkarten“? Nein, kannst du faktisch vergessen, bis auf kaum ins Gewicht fallende Ausnahmen gibt es da keine Standardlösung á la PayPal.

    Meine Lösung: Mach es Dir selbst. Sorry, konnte mir den Kalauer gerade nicht verkneifen, aber so funktioniert es zumindest für mich:

    1. Richte Dir ein zweites Girokonto ein und frage nach möglichen Sonderkonditionen, wenn du bei Deiner Hausbank
    a) ein zweites Konto eröffnest, und es als
    b) rein online geführtes Konto nutzt.

    2. Wichtig: Lasse den Dispo auf „0“ setzen!

    3. Vereinbare mit Deiner Bank eine UNVERZÜGLICHE Informationspolitik (SMS, Anruf, Eilbrief…), wenn das Konto dennoch auch nur 1 Cent in die Miesen rutscht. Das sollte selbst bei der Option „Brief“ nicht länger als max. 2 Tage dauern.

    4. Wenn alles eingerichtet ist (und bevor du jedwede weitere Aktion unternimmst), überweise einen Testbetrag auf das neue Konto und buche einen leicht höheren Betrag ab, um 3. zu testen. Läuft alles zur Zufriedenheit, weiter mit…

    5. Richte Dir einen PayPal-Account ein, verbinde diesen Account mit dem neuen Konto und erlaube Direktabbuchungen vom Konto.

    6. Bezahle mit Deinem PayPal-Account.

    Klar, dieses zweite, unabhängige „Aufladekonto“ kostet in den meisten Fällen etwas. Aber die Vorteile, nicht nur für Spielekäufe, wiegen die relativ geringen Jahresgebühren bei weitem auf:
    – Vollständig getrennte Kontoführung, keine Gefahr für Dein „Gehaltseingangskonto“ 😉
    – Du kannst Beträge aufladen und überweisen, worüber du die maximal mögliche
    Kontrolle hast.
    – PayPal-Account ist kostenlos und wird nahezu überall online akzeptiert, selbst bei
    einigen Kickstarter-Projekten.
    – Du kannst später das Konto mit der Option „jetzt auch mit Kreditkarte“ aufrüsten.
    – Du kannst dieses Konto mit z.B. Deinem Amazon-, WasWeißIchShop.com-Account
    als Direktüberweisungskonto verbinden.
    – …

    Zusammengefasst: Eine von Dir bevorzugte „Supereasy-Rubbelkarte-To-Go-Lösung“ gibt es nicht. Aber sehr wohl eine ziemlich sichere Alternative –> siehe oben.

    Trau Dich 😉

    MfG

  10. Joe sagt:

    Die üblichen Prepaidkarten (Paysafe, Ukash und Co.) haben einfach zu hohe Provisionssätze, denn die Tankstellenpächter, die die verkaufen wollen auch von was leben. Deswegen sind die leider nur bei Kriminellen beliebt und keine praktikable Zahlungsmöglichkeit. PayPal und Kreditkarte werden hingegen online überall akzeptiert.

  11. Joe sagt:

    Was ich mich gerade zum Thema Balancing frage: Ist in FTL eigentlich jedes zufallsgenerierte Spiel theoretisch gewinnbar unter der Voraussetzung, daß der Spieler optimale Entscheidungen fällt? Und falls nein, woran erkennt man möglichst frühzeitig, daß man neu anfangen kann?

  12. Jack sagt:

    Hi, ich bin auch kein großer Fan von PayPal oder Onlinebanking und habe es deswegen folgendermaßen gelöst:
    Bei uns an der Tanke (Shell Autohof) gibt die Visa MyWire Prepaid Kreditkarte. Die kostet 10€ und kann dann direkt beim Bezahlen mit Bargeld aufgeladen werden. Die Karte funktioniert definitiv mit Good Old Games und dem Square Enix Online Shop.
    Letztens hab ich die Karte auch beim Rewe/Toom hängen sehen (bei den Handy Prepaid Karten). Ich musste weder Ausweis noch Bankdaten angeben.

  13. gregorDEstroyny sagt:

    Hey Leute, klar ein Extra Konto!
    Das ist es. Habe doch mit E-Mail es auch so gemacht. Dank der ausführlichen Ratschlägen wird es bald klappen, denke ich.

    Nochmal DANKE und
    so long

  14. arillo sagt:

    Wem sowas gefällt, der kann auch Bedenkenlos zu Binding of Isaac greifen. Noch ein Spiel, dass einem im richtigen oder falschen Moment, immer aber sehr verlässlich, von vorn mit Anlauf in die Fresse tritt. Habe inzwischen 20 Stunden in diesem Irrsinn verbracht und das Ende immer noch nicht gesehen. Sehr empfehlenswert. Düster. Wahnsinnig. Und in seinem Irrsinn erstaunlich tiefsinnig…auf subtile Weise. Und abgrundtief böse.

  15. Dermer sagt:

    Naja, bei FTL scheint es mir durchaus viel unberechenbarer zu sein. Isaac kann man im prinzip immer gewinnen.

  16. Ich fürchte, die Antwort lautet: Nein und frühzeitig schon gar nicht.
    Du musst Deine Entscheidungen halt an die Ereignisse anpassen. Es kann Dir passieren, dass Du früh einen Teleporter kaufst, weil das am Ende echt hilt, aber dann keine crew findest, ein Zufalls-Event Teile der Crew tötet, eine Rakete Deine Med-Station ausknockt während drei Drohnen gerade deine Mannschaft dezimieren, etc. pp.
    Spiele können super anfangen und horribel enden oder umgekehrt.
    Man kann einige kluge Entscheidungen treffen, wie halt den Teleporter kaufen, die Medstation auf mindestens zwei rüsten, gucken, dass man möglichst einen Endi an bord hat, ein Biolaser gegen die Spinnen finden…. ob das hilft weiß man erst, wenns geklappt hat.
    Das macht den Charme aus – verlieren ist da echt an der Tagesordnung.
    Auch eines der einfacheren Achievements – das Startschiff von 1 Hull auf Voll reparieren ist davon abhängig, ob man ein Asteroidenfeld mit Händler daneben findet und genug Scrap hat – oder eine Hull Drohne und genug Drohnen-Teile.

  17. Ich finde FTL zum spielen entspannter als den Twin-Stick Shooter Binding of Isaac. Generell hast Du recht, ich halt Binding aber für eher Skill basiert. Bei FTL könnte man auch 30 Mal würfeln. 😉

  18. Funkenstein sagt:

    GameStop bietet seit gestern Steam-Guthaben für 20 bzw. 50 € an.

  19. gregorDEstroyny sagt:

    🙂 🙂 🙂

  20. Joe sagt:

    Du musst Deine Entscheidungen halt an die Ereignisse anpassen.

    Das war nicht die Frage. Die Frage war, ob man jeden Durchlauf gewinnen kann, vorausgesetzt der Spieler macht keine Fehler.

    Ich habe nämlich das Gefühl, das genau das nicht der Fall ist. Und das wäre dann schlechtes Balancing.

    Daß Mist bauen mit dem Permadeath bestraft wird, ist völlig in Ordnung so.

  21. Dermer sagt:

    Eben 😉
    Wobei ich sagen muss, dass ich noch lang nicht so viel zeit in FTL gesteckt wie in isaac

  22. Die Antwort darauf war: Nein. 😉
    Das ist kein schlechtes Balancing, das ist halt Roguelike, da muss man durch.

  23. Harzzach sagt:

    Es gibt auch schlechte Roguelikes.

  24. True… Ich füchte halt, die vermeidbaren Fehler bei FTL liegen schlicht in der Auswahl der Sprungpunkte. Und da weiß man halt nicht, was man bekommt. (von besonderen Schiffen abgesehen).
    Ich bleibe bei der Meinung, dass gerade dieses Zufallselement das Spiel so liebenswürdig macht.
    Wo bliebe denn der Reiz der Gefahr, wenn es einen fehlerfreien run geben könnte?
    Wie derjenige sagte, der den „No Rebel Fleet“ Mod testete: It’s nice, but it totally unbalances the game“.

  25. Armin sagt:

    FTL kann man mit den normalen Schiffen auch immer gewinnen, wenn man gut spielt und keine Fehler macht. Ich verliere mittlerweile nur noch, wenn ich was sehr Dummes mache. Ich finds auch nicht besonders roguelike, wenn ich bei Jagged Alliance schlecht spiele, verlier ich auch irgendwann.

  26. Prator sagt:

    wer es bei GoG kauft ist auch selber schuld. Es gibt nämlich auch eine Linux und Mac Version.

  27. Enrico sagt:

    Ich habe im Steam Sale fuer 2,50 Eur zugeschlagen: es war ein Fehler.

    Dieses Spiel macht süchtig. (Und das obwohl ich bisher nur 2 neue Schiffe freigeschalten hab und den „leichten“ Modus nicht mit der Feuerzange anfassen würde…

    Bis zum 5. Sektor war mein weitestes fortkommen… so und jetzt wieder von vorne!
    Ich glaub das wird eine kurze Nacht heute…

    Bin dafür: sowas muss verboten werden! 🙂

  28. Boreas sagt:

    Keuchend lasse ich mich in den Kapitänssitz fallen. Das war es. Überall hypnotisch rot blinkende Lämpchen, den Feueralarm in meinen Ohren bemerke ich schon kaum noch. Die Schreie meiner in den Flammen eingeschlossenen Offiziere kann ich jedoch nicht so einfach ignorieren, allerdings wird auch ihr kratzen an den vom Feind verriegelten Türen bald verstummen. Mit einem deprimierenden Zischen geben nun auch die letzten Sensoren ihren Dienst auf. Doch ich brauche keine Konsole um das helle Leuchten zu sehen welches sich vom Hauptschiff der Rebellenflotte auf mich zubewegt. Hoffentlich treffen sie die Brücke, ich möchte nicht wie meine treuen Freunde in den Flammen vergehen, sondern es schnell hinter mir haben.

    Wie ich in diese Ausweglose Situation gekommen bin? Ich weiß es nicht. Alles sah so gut aus. Klar, zu Beginn hatten wir kaum Hoffnung. Mit 3 Mann konnten wir den Rebellen knapp entkommen, und machten uns auf den Weg zur Hauptflotte der Föderation, ohne überhaupt daran zu glauben den ersten Sprung zu überleben. Jedoch entdeckten wir schnell neue Technologien, und sammelten eine treue Crew. Da haben wir Beispielsweise den langsamen Steinriesen, welchen wir von Sklavenhändlern retten konnten. Fast hätten diese unser schwächliches Schiff auseinandergenommen, allerdings gaben diese Feiglinge schon nach dem ersten Volltreffer in ihre Schilde auf. So wuchs unsere Crew Mann um Mann. Oder besser formuliert Alien um Alien. Auf die strikten Richtlinien der Föderation was die Interspezifische Besatzung von Raumschiffen angeht konnten wir in dieser Situation keine Rücksicht nehmen, jedoch brachte das Anwerben von Besatzung außerhalb der Föderations-Trainingscamps einige Naturtalente an Bord. So fanden wir einen Engi welcher unserem Waffenoffizier um Meilen voraus war. Dies führe zuerst zu einigen Spannungen, da es ihm sehr zusetzte einfach ersetzt zu werden, allerdings fügte er sich trotzdem meinen Befehlen und kümmerte sich von nun an um die Sensoren. Durch seine Technologische Erfahrung konnten wir mehr von den feindlichen Schiffen herausfinden als je zuvor.

    Während unserer Flucht wurde unser Schiff zu einer Waffenstrotzenden Festung ausgebaut, die sich vor niemandem Verstecken musste. Klar gab es einge knappe Gefechte, aber unser Feuer-Laser, die Psy-Kammer welche Gegnerische Crewmember dazu brachte Amok zu laufen, und unsere Blockade-Drohne schafften es alle Gefahren aus dem Weg zu räumen.

    Und nun stehen wir hier. Der Kampf mit den Rebellen war kurz, aber schmerzhaft. Zuerst blockierten sie mit ihrer Drohne unsere Krankenstation. Wir machten uns darum keine Gedanken, denn niemand war verletzt, und mit unserer Tarnvorichtung, sowie den Stufe 4 Schilden konnten wir quasi alles Abwehren. Doch plötzlich hörten wir einen Schrei aus dem Raum mit den Schildgeneratoren. Eine EMP-Drohne hatte sich auf unser Schiff gebeamt, und schaltete nacheinander alle kampfrelevanten Systeme aus. Ich konnte es von der Brücke alles beobachten. Schilde – Ausgeschaltet. Tarnung – ausgeschaltet. Blockadedrohne – Ausgeschaltet. Erst jetzt konnte unser Einsatzteam die Drohne unschädlich machen, doch es war zu spät. Der Einschlag der 4 Raketen brachte das ganze Schiff zum erzittern. Aus dem Steuerzentrum der Waffenkammer konnte man nurnoch den verzweifelten Schrei des Engi hören, als alle Waffensysteme auf einmal versagten. Die verbleibende Crew kam sofort um erste Hilfe zu leisten, aber es war alles verloren. Auch der Wiederaufbau zog sich hin, da Teile der Besatzung sich um die ersten Feuer kümmern mussten die ausgebrochen waren. Die vom Feuer Verletzten schleppten sich zur Krankenstation, mussten sich aber erst durch die blockierten Türen kämpfen. Dies klappte schneller als Erwartet, und auch wenn wir Probleme hatten, unsere zahlreiche Crew hätte das Blatt noch wenden können.
    Doch in diesem Moment lernten wir eine wichtige Lektion. Die gegnerische Drone blockierte nicht nur die Krankenstation, sie tötete die Verwundeten auch noch durch elektrische Schläge. Verzweifelt versuchten wir die Türen nocheinmal zu öffnen, jedoch dauerte dies zu lange. Als sich die Türen öffneten lagen dort nurnoch die verkohlten Körper der 3 tapferen Helden. Dies war nun auch unser Todesstoß. Ohne die nötige Besatzung um gleichzeitig zu reparieren, zu kämpfen und zu löschen fiel ein System nach dem anderen, und ein Mitglied nach dem anderen starb unter dem Feuer des Gegners, ohne die Möglichkeit sich wieder zu heilen.

    Und nun sitze ich hier. Der letzte von vielen. Der Sauerstoff wird knapp, und das Feuer prasselt vor der Cockpit-Tür. Doch die Rebellen sind gnädig. Ich sehe wie die Raketen direkt auf mich Kurs nehmen. Ich habe versagt. Es tut mir Leid. Logbuch Ende.

  29. Enrico sagt:

    Prima geschrieben! 🙂

    So ähnlich erging es mir gestern Nacht beim „nur mal kurz die neuen Sachen ansehen – ups schon um drei Uhr morgens…“

    Dieser Salven-Raketenwerfer des Mutterschiffs geht mir auch tierisch auf die Nerven… 😉

  30. Joe sagt:

    Ein kostenloses Addon bei einem 9-Dollar-Spiel nach zwei Jahren. Wo gibt es denn sowas sonst noch?

    Joe – begeistert

  31. Boreas sagt:

    Und auch wenn ich seit meinem Kauf vor zwei Jahren den Boss noch nicht ein einziges mal geschafft habe, hole ich das Spiel immer wieder heraus, und habe Spaß damit. Finde es aber super dass dieser nun noch mehr Möglichkeiten besitzt mich auseinander zu pflücken ^^

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