Steam ist down, tirilli, Steam ist down …

… und ich kann kein einziges Spiel starten, obwohl sich mein Client im sog. “Offline”-Modus befindet. Dolle Sache das.

Denn so zwischen dem einen Dutzend Kartons und dem anderen Dutzend Kartons, da wollte ich eine kurze Pause einlegen, was trinken, ne halbe Stunde mit Sam chillen und dann weitermachen. Pustekuchen, nix geht, der Login-Server ist nicht erreichbar. Nach offizieller Aussage im Steam-Forum hat man scheinbar seit gestern Abend herbste Verbindungsprobleme nach Germanien. Oder die IP-Überprüfung spinnt rum und blockt einfach alles, was aus dem deutschen IP-Bereich kommt, anstatt nur Inhalte zu filtern.

Sicher, normalerweise würde ich jetzt müde lächeln und kurzerhand den No-Steam-Patch rüberkopieren, doch dummerweise habe ich mir für Serious Sam-HD noch keinen derartigen Zellenschlüssel besorgt.

Hrmpf! Und wenn der letzte Server offline geht, dann werdet ihr Always-On-Apologeten endlich merken, wie selten DÄMLICH “always on” in Wirklichkeit ist, wenn selbige Wirklichkeit, natürlich außerhalb Eurer Kontrolle, sich entschließt “always off” zu sein 🙂

Da passt es dann auch, dass der Geschäftsführer plötzlich meint, man könne doch alle Büro-Dokumente mit CIA-Klaut-Computing erledigen, anstatt dass man wie bisher alles schön im Firmen-Netzwerk behält. Da passt es dann noch besser, dass wegen technischer Probleme beim Provider die Firmen-Seiten seit einer Woche immer wieder offline sind, was schon zu spürbaren Umsatzeinbußen geführt hat. Wer nicht hören will, der muss fühlen!

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35 Kommentare zu “Steam ist down, tirilli, Steam ist down …

  1. Unwissender sagt:

    Ein Hoch auf gog.com 😉 Also zumindest das System was dahintersteckt ist deutlich kundenfreundlicher!

  2. Harzzach sagt:

    Das steckt nämlich gar kein System dahinter. Und was nicht da ist, kann auch nicht kaputtgehen 🙂

  3. Joe sagt:

    Danke für den Hinweis. Das ist jetzt die Gelegenheit, mal wieder durch die Foren der Steamverherrlicher zu trollen. 😉

    Bei mir funktioniert der Client übrigens im Offline Mode.

  4. malleimmain sagt:

    Wäre doch jetzt die beste Ausrede für Steam seine Server zu transferieren, in der cloud ist ja viel besser uns so.
    Es ist schon interessant wie wir als Kunden immer weiter unsere Freiheit abgeben sollen, genauso wie als Bürger. Man könnte meinen da will uns jemand an den ‚Fortschritt‘ gewöhnen 😉
    Wie dem auch sei, erneut kann ich froh sein nochnie etwas auf Steam gekauft zu haben!

  5. Unwissender sagt:

    naaaja, meinte eher:
    – DRM frei
    – downloads kann man selber dahin backuppen wo man möchte
    – man kann das Spiel dass man einmal hat spielen, selbst wenn gerade gog.com offline ist

  6. Unwissender sagt:

    geht aber nur, wenn du vorher schon im offline modus warst und dein pw gespeichert hast, wenn ich mich nicht irre..

  7. Harzzach sagt:

    Du kaufst ja auch nix auf Steam. Du mietest eine Lizenz, welche Dir Valve oder der Lizenzvergeber jederzeit wegnehmen können.

  8. Harzzach sagt:

    Und genau das dachte ich getan zu haben.

  9. Joe sagt:

    In einem bekannten Für-Spieler-Forum geht man damit sehr souverän um:

    Valve arbeitet dran. Und bevor das hier zum allgemeinen Bashthread wird, mache ich dicht. Den Hinweis auf Workarounds habe ich entfernt, da das ein Verstoß gegen das SSA ist.

    😀

  10. Joe sagt:

    Jup, ich habe sogar mehrere Kopien des Steam-Clients, nämlich für jedes Spiele eine eigene. Das erlaubt einem gleichzeitig auch mehrere Accounts im Offline-Modus nutzen zu können.

  11. Joe sagt:

    Du mietest auch nicht, denn daraus entstünden ja durchaus vorteilhafte mietrechtliche Gewährleistungspflichten für den Vermieter der Software. 😉

    Du zahlst einmalig Geld und kriegst dafür … gar nüx. So ungefähr lassen sich die Ansprüche aus dem „Subscribers Agreement“ zusammenfassen. Und auf das, was beim Verkauf der Game Caches auf Plastikscheiben abläuft, paßt am besten der Begriff „gesetzlich legitimierter Betrug“, denn die Täuschungs- und Bereicherungsabsicht liegt eindeutig vor.

  12. Jörg sagt:

    Steam ist niemals down *Mantra bet* Steam ist niemals down.

    Halt mal wieder ein Beispiel, was so passieren kann. Gut, dass ich Legend of Grimrock als Steam Key UND DRM Frei habe. Da kann ich zumindest Spielen, was ich bezahlt habe, wann ich will.

  13. knarf sagt:

    Wie gut das ich den Steam Humbug erst gar nicht angefangen habe.
    Eigentlich sollte einem doch schon der gesunde Menschenverstand sagen, daß bei zentralen Speicher- und Verteilerorten die Nachteile überwiegen, sei es nun bei Energieanlagen oder Datenspeicherzentren.

  14. Harzzach sagt:

    Der gesunde Menschenverstand kommt in der Regel immer erst dann zum Zuge, wenn die Kacke bereits am Dampfen ist. Und selbst dann, wenn der Geruch geballt in die Nasenflügel strömt, selbst dann gibt es immer noch eine gute Menge von Leuten, die sich weiterhin erfolgreich jedes Lerneffekts verwehren.

  15. Joe sagt:

    Jup, hatte gerade so ein Erlebnis mit dem aktuellen Humble Indie Bundle. Dort wird ein in Adobe AIR verpacktes Flash-Spielchen als „Linux-kompatibel“ angepriesen. Offenbar hat man dort http://blogs.adobe.com/flashplayer/2011/06/adobe-air-and-linux-increasing-distribution-on-devices.html völlig vergessen. Kurzum: Es läuft nicht.

    Jedenfalls wird auch da in Zukunft erst gesaugt, getestet und dann bezahlt – oder auch nicht, wenn die Zeitraum schon abgelaufen ist. War jedenfalls heilsam (nichts gegen Amanita Design).

  16. Newinger sagt:

    Jaja, so ist das, und ich verstehe auch die Häme und Schadenfreude, die von Steam-Gegnern jetzt wieder vermehrt ausgeschüttet wird. Ich wollte gestern auch Skyrim spielen, ging aber nicht und achselzuckend hab ich dann was anderes gemacht, im Wissen, dass sowas halt passiert und auch wieder behoben wird.

    Und wenn Steam eines Tages komplett down ist, sei es wegen Pleite, Krieg, höherer Gewalt — dann ist mein Vertrauen immer noch so groß, dass man allein aus Kulanzgründen irgendeinen legalen Weg finden wird, zumindest auf Datenträgern gekaufte Steamspiele wieder gangbar zu machen.

  17. Newinger sagt:

    Übrigens wird hier gut erklärt, was der technische Hintergrund war: http://forums.steampowered.com/forums/showpost.php?p=30387076&postcount=10973

    Sehr interessant für Steam-Gegner auch die lapidare Aussage „That data describes to the client what titles are available, what titles are no longer available, and so on“.

    „Nicht länger verfügbare Titel“, soso 😀 Das war bei Gog übrigens auch mal so: Da hatte ich Colin McRae gekauft und irgendwann kam eine Mail, dass sie das Spiel nicht mehr anbieten dürfen und man sich das bis dann und dann downloaden soll, weil die Verfügbarkeit des Downloads nicht sichergestellt werden kann (ist aber zur Zeit immer noch vorhanden). Also auch Gog ist zumindest vor Publisher-Willkür nicht gefeit.

  18. Martin sagt:

    Ich verstehe nicht ganz: Ist der Vorteil bei Linux nicht, dass die Software-Pakete erst einmal distributionsunabhängig sind und durch die individuelle Kompilierung auf dem Endbenutzersystem in den korrekten Distributionsdialekt umgewandelt werden? Warum funktioniert etwas, was auf mobilen Linux-Distributionen läuft, dann nicht in einer wesentlich umfangreicheren Desktop-Linux-Distribution?

  19. Anonymous sagt:

    Off Topic:
    @Newinger: Ich gratuliere Dir jetzt erstmal zu Deinem wunderbaren Roguelike!

  20. Uranochos sagt:

    Ach wie blöd, anonym gepostet. Also ich bin das, der da gratulieren will. Ich sehe, wieviel Zeit und Mühe Du aufgewendet hast, um eine richtig schöne, stimmige, durch und durch runde Sache daraus zu machen.

  21. Triblitz sagt:

    Wer ist ‚man‘?
    Steam? Die können nicht einfach die Verträge die sie mit den Publishern haben ändern und deren Spiele plötzlich freischalten.
    Die Publisher? Dieselben die nach ein, zwei Jahren die Multiplayer-Server abdrehen? Dieselben die ihren Kunden wegen einem Forumbeitrag alle ihre Spiele sperren?

    Also mein Glaube an die ‚Kulanz‘ hält sich in engen Grenzen. Da gehts letztendlich nur ums Geld. Wenn das Geschäftsmodell gescheitert ist gibts kein Geld mehr und deshalb auch keinerlei Interesse einen Kunden zu halten. Dann wird ein Schlussstrich gezogen, die Verluste abgeschrieben und was neues angefangen. Aber sicher nicht aus reiner Nettigkeit Geld nachgeschossen.

    Und mal ehrlich, glaubst du wirklich dass im Falle eines Krieges/Erdbebens/usw die Leute sich hinsetzen und dir einen Datenträger für jedes Spiel schicken 🙂

  22. Unwissender sagt:

    für jedes spiel einen eigenen steam client? hmm.. oder meinst du vielleicht für jeden steam account, glaub das würde doch völlig ausreichen.

  23. Newinger sagt:

    Huch, du bist das 🙂 Danke schön! Ich hoffe, irgendwann im Laufe des Frühjahrs oder Sommers mal wieder ein weiteres Update fertig zu bekommen.

  24. Newinger sagt:

    Ich weiß nicht. Im Falle von Skyrim z.B. würde ich hoffen, dass Bethesda im Fall einer Steam-Pleite oder eines Steam-Totalausfalls (jetzt innerhalb der nächsten ein, zwei Jahre. In zehn Jahren wär’s mir wahrscheinlich dann schon egal) einen Weg bereitstellen würde, das Spiel auch ohne Steam zu spielen. Allein schon aus Imagegründen. Und wenn nicht — irgendwer wird dann halt nen anderen Weg finden.

  25. Harzzach sagt:

    Hättest Du die Güte mich so ab Mitte Mai zu erinnern, dass ich Deinem Spiel etwas Aufmerksamkeit widmen muss? Danke 🙂

  26. Newinger sagt:

    Das kann ich gern machen, wenn ich’s nicht vergesse. 🙂

  27. Falcon sagt:

    Ich gönne es den Steamusern von ganzem Herzen. Auf viele weitere „Brakedowns“.

  28. Triblitz sagt:

    Naja soweit ich weiß braucht Skyrim immer Steam zum starten. In dem Fall werden sie bei einem neueren Spiel soundso was machen müssen, sonst können sie das Spiel ja nicht mehr verkaufen. Aber nach 2 Jahren oder so, wenn sich’s nicht mehr rentiert, oder Steam für die Diskversion nicht benötigt wird sähe es meiner Meinung nach düster aus.
    Ok, Steam ist jetzt wirklich kein Pleitekandidat, wer interessiert sich schon für 2 Jahre alte Spiele und ja, keine Angst, irgendwer ‚hat schon einen Weg gefunden‘. Ich mach mir eher Sorgen daß Valve eines Tages entschließt mich nicht mehr als ‚Kunden‘ haben zu Wollen (Kunde bist du ja nur im Moment des Kaufes, danach bist du nur mehr ein Nutzer von Steam). Das kann durchaus passieren und von einem Moment auf den anderen lösen sich alle deine Spiele in Nichts auf. Und dann kannst du nur mehr betteln.
    Daran denke ich eben bei jedem Kauf. (Und dann checke ich den Preis für die Amis und die Briten. Und dann werde ich wütend. WÜTEND! Und wieder ein paar Euro gespart 🙂 )

  29. Newinger sagt:

    In nichts auflösen tun sich die Spiele ja nicht, so man das Programmverzeichnis ab und zu mal sichert. Und wenn Valve dich nicht mehr als Kunde haben will, dann wirst du deine Backups schon irgendwie zum Laufen bekommen.

    Ich will Steam aber gar nicht schönreden: Ich war auch schon mal bei Steam gesperrt, weil mein Account, den ich bei Steam und anderen Onlinediensten zum Bezahlen nutzen, gesperrt war (war meine eigene Schuld). Etwas, das mit Steam gar nichts zu tun hatte, hat dazu geführt, dass ich meine Spiele nicht spielen konnte. Was habe ich geflucht. Denn da wurde mir so richtig bewusst, dass ich dort quasi nicht die Nutzungslizenz an Spielen erwerbe, sondern nur Lizenzen, Steam zu nutzen, um die jeweiligen Spiele auszuführen. Und die Lizenz, Steam zu nutzen, wurde mir da temporär entzogen. Aber Skyrim (und eine Reihe anderer Spiele) hab ich mir trotzdem gekauft 😉

    Mir geht nur diese Schadenfreude manchmal auf die Nerven. „Ich hab’s ja gleich gesagt“ oder „Das schadet euch gar nichts!“ … Das ist wieder so dämlich deutsch.

  30. Newinger sagt:

    Ich würde es anderen Leuten, die vielleicht naiv, aber guten Gewissens, einen Internetdienst nutzen, und dabei u.U. Geld verlieren, nie „gönnen“.

    Sowohl die Steam-Hasser als auch die Steam-Verfechter tun immer so, als gäbe es die große Masse ganz normaler „naiver“ User, die überhaupt keine Ahnung haben und sich nur wundern „hä, wieso geht Steam nicht?“, nicht.

    Aber anstatt diese „naiven“ User sachlich und in nicht-emotionalen Ton über die Pros und Kontras aufzuklären, gibt es Schadenfreude im Stil von „tja, ich hab’s ja gleich gesagt, aber ihr wolltet ja nicht hören“ bzw. übersteigerte Begeisterung in der Art von „hör nicht auf die ‚Hater‘, Steam ist geil“. Beides ist nicht konstruktiv.

  31. Ropre sagt:

    Aber Schadenfreude ist doch schließlich die schönste Freude, heißt es zumindest.
    Nun gönn den Leuten doch auch mal ihren Spaß, sonst bist am Ende du noch so richtig ‚typisch deutsch‘ 😀

  32. Joe sagt:

    Ja, mit Source-Ports kann man sowas machen. Das Problem beim aktuellen HIB ist, daß man schlicht vor dem Kauf angelogen wurde, das würde unter Linux laufen.

  33. Triblitz sagt:

    Ich glaube nicht daß du für jedes Backup die zum letzten Patch passende ‚Lösung‘ findest. Für Skyrim und dergleichen wahrscheinlich schon. Aber meine 54 Spiele auf Steam wären wohl fast alle weg. Mal ganz abgesehen davon daß ich die meisten noch nie runtergeladen habe.

    Schadenfreude ist ja auch nicht angebracht. Einen Abend nicht spielen können alle paar Jahre wird niemandes Meinung ändern. Mich stört nur diese kindliche Naivität mancher Steam-Fans, als ob Valve ein gütiger Onkel wäre der schon dafür sorgt daß dir nichts schlimmes passiert. zB. das allseits beliebte ‚Ich hab mal wo gelesen daß Valve einen Offline-Patch versprochen hat, falls sie Steam abschalten‘.

    Das heißt ja nicht daß Steam schlecht ist. Es bietet einen simplen Installer und einen übersichtlichen Shop und hat damit den PC-Markt erweitert. Es bietet Indies eine breite Platform und solange du immer eine Internetverbindung hast ist der DRM weniger aufdringlich als so mancher andere. Und Steam wird sehr wahrscheinlich länger online sein als der durchschnittliche Aktivierungsserver von EA, Activision, etc.

    Wenn man Spiele als reines Konsumgut betrachtet gibt es überhaupt kein Problem. Man erwirbt ein Spiel und spielt es, und fertig. Aber wenn man Spiele als Kulturgut betrachtet, sie sammeln will, sie auch in 10 Jahren spielen will hat man ein Problem. Ich spiele gerade Planescape Torment, ich habe noch die 4 Original-CDs, Bioware hat damals den CD-Check mit einem der Patches entfernt und es funktioniert. Wird ein Skyrim oder ein Mass Effect 3 in 10 Jahren noch starten?
    (Ok, klar, natürlich. Aber warum muß ich Gesetze brechen um ‚mein‘ Spiel nutzen zu können?)

  34. Andreas sagt:

    Deshalb liebe ich Single-Player (offline) Spiele. Man hat einfach deutlich weniger Ärger: keine Mitspieler und immer spielbar, solange Strom da ist.

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