Führe mich nicht in Versuchung

Nein, ich habe mich nicht am Doublefine Kickstarter-Projekt beteiligt. Nicht, weil ich die Idee scheiße finde, Tim Schafer nicht mag oder keinen Bock auf OldSchool-Adventures habe, sondern weil ich keine Kreditkarte und in Vorbereitung meines Umzuges derzeit auch kein Geld für so einen Unfug habe.

Nein, ich habe mich auch nicht an Brian Fargos Kickstarter-Kampagne für ein Wasteland-Remake beteiligt. Aus genau denselben Gründen nicht nicht und nicht.

Eben lese ich davon, dass die Jungs von Beamdog, die bereits ein HD-Remake von „MDK2“ veröffentlicht haben, derzeit ein HD-Remake von „Baldurs Gate“-Teil 1 und 2 in Arbeit haben, lautstark über eine Kickstarter-Finanzierung von fuckin …

BALDURS GATE 3

… nachdenken.

Sollte dies tatsächlich eintreten, Biowares AWESOME-BUTTON-POWER-RANGERS-TEAM sich vertraglich auf min. drei Meilen Abstand von diesem Projekt halten und Beamdog mit den geplanten Zusatzinhalten zum BG1&2-Remake zeigen, dass sie verstanden haben, was es heisst würdig den Spuren dieser Serie zu folgen, ich würde mir extra nur dafür eine Kreditkarte besorgen und kickstarten, dass mein Fuß zu glühen beginnt.

Die Spielezukunft wird gut.

By gamers, for gamers!

So wie es einst war, so es wieder sein sollte!

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29 Kommentare zu “Führe mich nicht in Versuchung

  1. Akabei sagt:

    Ob ich wohl jemals wieder die Zeit und wahrscheinlich noch wichtiger, die Muße haben werde, mich durch einen Baldur’s Gate Teil zu spielen? Die CDs von Teil 1 und 2 flattern hier noch irgendwo herum, aber würde ich mich tatsächlich noch einmal an ein Spiel wagen, das so viel Zeit beansprucht (und natürlich auch verdient)? Ich weiss es wirklich nicht.

  2. Philipp sagt:

    „By gamers, for gamers!“

    FUCK yeah!

  3. askies sagt:

    Haben Beamdog denn so einen guten Ruf? Ich hab gehört das MDK Remake soll überflüssig sein. Ansonsten wäre das echt ne tolle Sache, womit die kleinen den großen zeigen könnten, wo der Hammer hängt! Viva la Revolución! – oder so…

  4. Harzzach sagt:

    Das MDK2-Remake ist wirklich a bisserl sinnlos. Niemand auf eine Remake von MDK2 gewartet. Zudem hat man einfach nur die Texturen ausgetauscht. Wobei das MDK2-Original alles andere als häßlich ist, problemlos auf modernen Windows-OS läuft und sogar default-mäßig 16:09- und 16:10-Auflösungen unterstützt. Von daher sollte man schon abwarten, bis Beamdog mit dem Remake von BG gezeigt haben, dass man mehr kann als das, was die BG-Community bisher alles kostenlos getan hat.

    Allerdings gibt es einen triftigen Grund, warum es sich hier nur um eitles Marketing-Geschwätz handeln könnte … hat Beamdog die finanziellen Mittel um das AD&D-Ruleset und das Setting zu lizensieren? Wem „gehört“ BG derzeit überhaupt? Haben Beamdog von Bioware entsprechende Rechte abgekauft oder nur Nutzungsrechte erworben?

    So im Nachhinein betrachtet, bin ich doch etwas skeptisch geworden und möchte mein euphorisches erstes Statement ein wenig abschwächen 🙂

  5. askies sagt:

    Ein Pessimist ist eben ein Optimist mit Erfahrung.

    Meine Einstellung: Rechne mit dem Schlimmsten, dann wirst du nicht enttäuscht.

  6. Triblitz sagt:

    Laut der Ankündigungsseite sind Atari und Wizards of the Coast schon mit im Boot. Also zumindest diese Sorge sollte unbegründet sein 🙂

    http://www.baldursgate.com/news/2012/03/15/announcing-baldurs-gate-enhanced-edition/

  7. Uranochos sagt:

    Ich hatte mir einmal die „Gameplay-Trailer“ zu Neverwinter Nights 3 angesehen und bleibe daher vorerst skeptisch. Für meinen Geschmack zu viel schlecht durchdachter Schnickschnack.

    Auf die Enhanced BG 1+2 bin ich hingegen gespannt. Solange sie die Grafik verbessern und vom Gameplay und der Spielmechanik die Finger lassen, würde ich sagen, ich bin dabei!
    Das ist eigentlich eine sichere Bank. Natürlich sind auch das Spiele, welche ich unmöglich in den nächsten 2 Jahren durchgespielt haben werde.

    BG 3..? Siehe oben.

    Seid Ihr sicher, dass das heutzutage nicht heissen müsste:

    „Buy Gamers, for Gamers!“
    -?-

  8. Jörg sagt:

    Ich dachte

    „bye gamers, hello casuals!“

    😀

  9. Uranochos sagt:

    Hach, da muss die Interpunktion doch etwas mehr den Sinn herausstreichen:

    „Buy, Gamers! For Gamers!“

  10. Harzzach sagt:

    Bye nerds, hello mass market appeal!

  11. Kritischer Beobachter sagt:

    Ein weiterer reiner Jubelartikel für Kickstarter.

    Bei dem Erfolg von Schäfer, Fargo, dem kleinen ExBioware Team und dem Indie Hit FTL wird übersehen, dass gerade einige bei Kickstarter ganz schön baden gehen….

    Das bekannteste Opfer an Selbstüberschätzung dürfte Christian Allen sein. 61,5 von 200 K eingenommen:

    Allen bekam Support von Kotaku, RockPaperShotgun und so gut wie allen anderen Webseiten. Gebracht hat es ihm wenig.

    Dann wäre da noch das goldige IndieADVENTURE Feeble´s Fable. Aktuell bei 7,25 von 35 K…..

    Oder wie wäre mit einer aktuellen Auflage einer kultige Mega CD Adventure Reihe um Sherlock Holmes? 2,7 von 55 K,

    Und dann noch der Nachfolger eines tollen Strategiegame:

    Die Entwickler rechnen mit bis zu 414 K, aktuell sind sie bei genau 631 Dollar….

    Aber sicher läufts im Onlinebereich besser:

    Ja klar sieht man gut am Beispiel Ants:

    4,4 von 300 K

  12. Harzzach sagt:

    Kickstarter und andere Plattformen dieser Art sind keine Garanten auf erfolgreiches Spendensammeln. Es ist nur eine Chance, die so früher nicht bestand. Nicht mehr, nicht weniger. Von daher besteht auch kein Grund hier von „Selbstüberschätzung“ oder „baden gehen“ zu reden.

    Es ist eher normal, dass von 10 Spiele-Projekten 9 nie das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Weil die Startfinanzierung nicht geklappt hat, weil die Folgefinanzierung nicht geklappt hat, weil der Entwickler sich verschätzt hat, weil der Publisher die Reißleine gezogen hat, weil es beim Publisher eine strategische Neuausrichtung gibt und alle Projekte, die da nicht reinpassen, gecancelt werden, vielversprechend hin oder her. Und bei einem Kickstarter-Projekt kann es passieren, dass der Zielbetrag nie erreicht wird, dass dem Team zwischendrin die Luft ausgeht usw. usf.

    Wer es als Gamer sicher haben will, der gibt nur Geld für das aus, was veröffentlicht wird. Wer es als Entwickler sicher haben will, der sucht sich einen Programmierjob bei einer Versicherung und lässt die Finger vom Spiele-Business.

  13. Uranochos sagt:

    Ich hatte kommentiert, bevor ich mir den Link durchgelesen hatte. Soll man ja nicht machen, sowas.

    Jetzt graust es mir doch ein wenig, wenn ich lese, was sie alles hineinpacken wollen, um es an moderne Zeiten/Geschmäcker/Ansprüche anzugleichen.

    Ich denke, ich bleibe doch bei meinen alten CDs und dem High Resolution Mod.

  14. askies sagt:

    BG3 ist natürlich ein anderes Kaliber. Aber bei deiner Aufzählung musste ich schon schmunzeln. Genau das habe ich bei so einer Plattform leider befürchtet Die Entwickler gehen zu euphorisch dran und die Fans und Finanzierer werden mit der Zeit abnehmen.

  15. taake sagt:

    Geilo, also BG3 würde mich auch dazu bewegen meine Creditkarte zu zücken.
    Na ja erstmal warten und kaffee trinken was sie aus den BG1/2 Remake machen, wenns mich überzeugt bin ich gern bereit für BG3 in Vorleistung zu treten 🙂
    Vorrausgesetzt no fucking DRM und son geficke
    Native Linux *träum*

  16. Joe sagt:

    Es fehlt nicht am Geld, es fehlt an innovativen Ideen. Was man ja auch schon daran, erkennt, daß in erster Linie über Remakes und Fortsetzungen gesprochen wird.

    Die Crowdfunding-Euphorie geht wohl auf die Minecraft-Erfolgsgeschichte zurück. Aber sowas ist nicht beliebig reproduzierbar.

  17. Allerheiligster sagt:

    Ich habe erst kürzlich von Kickstarter gehört, als The Order Of The Stick um Hilfe baten. Seitdem kamen mit DoubleFine und inXile schon zwei weitere Firmen/Projekte hinzu, die ich gern unterstützt habe. Allerdings habe ich bereits jetzt das Gefühl, dass Aufgrund des Hypes um diese Projekte alle möglichen Leute glauben, dass es so recht einfach wäre, ihr Ding mit Crowdfunding durchzubringen.

    Da wird es schnell ein böses Erwachen geben, denn auch die Leute, die grundsätzlich für Crowdfunding-Projekte Geld ausgeben, haben ein Budget. Nicht alles, was einem gefällt, wird sofort gekauft. Insofern haben die großen Publisher immer noch eine Existenzberechtigung, da sie die „Ware“ auch für Käufer vorrätig halten können (bzw. überhaupt produzieren können), die ihr Budget in dem Monat/Quartal/whatever bereits aufgebraucht haben.

  18. Philipp sagt:

    „Allerdings habe ich bereits jetzt das Gefühl, dass Aufgrund des Hypes um diese Projekte alle möglichen Leute glauben, dass es so recht einfach wäre, ihr Ding mit Crowdfunding durchzubringen.“

    einerseits das, andererseits könnte das modell des crowdfundings auch wieder schnell verschwinden, sobald finanzielle ungereimtheiten bei den aushängeschildern passieren. nehmen wir tim schafer als beispiel. 3 millionen statt 400k „gecrowded“, wenn ich dort partizipiert hätte, würde mich eine sehr genaue abrechnung interessieren wo welche mittel hingeflossen sind. will z.b. heissen: finanziere ich wirklich die ipad/android/xy-version des titels, oder über „umwege“ einen sportwagen, oder die renovierung des eigenheims von tim…

    bzw. hat man dort einsicht wenn man partizipiert hat, oder wie läuft das genau, weiss da hier wer genauer bescheid?

  19. Katakis sagt:

    In Anbetracht dessen ist wohl diese News sehr interessant:

    http://www.gamestar.de/spiele/wasteland-2/news/wasteland_2,47852,2566092.html

    Sehr innovativ wie ich finde.

    PS Bin hier nur fleißiger Mitleser aber das musste ich dann doch mal posten 😉

  20. Halunke sagt:

    Nein, kreative und innovative Ideen gibt es viele. Aber die Rahmenbedingungen lassen ein Umsetzen der Ideen nicht zu. Mit dem technologischen Fortschritt steigen auch die Entwicklungskosten: mit jeder neuen Konsolengeneration mit dem Faktor 2. Mit hohen Investment ssteigt natürlich auch das Risiko, und diesem Risiko wird mit einer „Safety first-Mentalität“ entgegengetreten, d.h. man geht auf Nummer sicher und greift auf bewährte Spielmechaniken zurück.
    Nun weichen die Visionäre und Indy-Entwickler auf den PC aus, was ich grundsätzlich begrüße. Entscheidend ist, wie nun der Markt reagiert: werden die neuen Konsolen brachiale Spielgeräte und alle stürzen sich darauf, könnte dies wiederrum einen negativen Impact auf die Steamangebote der Indies haben. Zum Beispiel könnte eine neue Grafikgeneration otto Normalspieler eine generelle Erwartungshaltung schüren, die die Indies nicht erfüllen können, egal wie genial deren Spielprinzip ist. Auch laufen wir Gefahr, dass sich zuviele Entwickler Double Fine und andere Indies als Vorbild nehmen und der Markt ein Überangebot hat.

    Es ist weder weiß noch schwarz, ja oder nein – es sind viele Grautöne dazwischen. Aber generell stimme ich dem Harzzach zu: Die aktuellen Entwicklungen geben Grund zur Hoffnung. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich ein Wochenende lang Heroes of Might & Magic 3 (!) gezockt habe. Ich selber hab kein Bedarf an neuen Spielen, es gibt noch viel zu viel, was ich nicht gespielt habe aber dennoch bei mir irgendwo rumliegt. Daher sehe ich gelassen dem Ganzen entgegen. Und der Schweinezyklus bei den Browser/Social/F2P spielen sollte auch bald einsetzen 😉

    Alles wird gut!

  21. Enrico sagt:

    Ich glaube fast, dass die BG enhanced eher eine Kaufversion von „The Big World Project“ sein wird.
    Mit wieder includierten Storyteilen usw.

    Ich bin da eher skeptisch.
    Ein neues BG würde mich aber auch verzücken.

  22. Harzzach sagt:

    Ich denke auch, dass man von der BG Enhanced keine Wunder erwarten darf. Angekündigt wurden auf Twitter kleinere technische Anpassungen (die es zT. schon als Mod gibt) und kleine Zusatzinhalte wie zB. ein paar neue Sidequests und NPCs. Zudem wird angeblich geprüft, inwieweit man Spielinhalte von BG1 und BG2 zusammenführen kann.

    Eine Frischzellenkur für Leute, die keinen Bock auf DOS-Kommandozeile und so „komisch“ zu installierende Mods haben 🙂 Aber wenn’s hilft genug Geld für ein potentielles BG3 zu sammeln, warum nicht ..

  23. Allerheiligster sagt:

    Bis jetzt ist das alles auf Vertrauensbasis, wenn ich das richtig sehe. Aber je größer die Projekte, umso genauer müssen die „Investoren“ wissen, wohin ihr Geld geht. Sehe ich auch so. Da wird’s in Zukunft bestimmt auch den einen oder anderen Scammer geben.

    Aber solange eingehalten wird, was versprochen wurde, ist es mir egal, ob der Projektleiter die übrige Kohle für Nutten und schnelle Autos ausgibt. 😉

  24. Uranochos sagt:

    Zum Thema Crowdfunding glaube ich, dass der Erfolg dieser Projekte im Moment auch einen Hype darstellt, nach dem Motto: „Endlich einmal etwas anderes! Ätsch bätsch, EA!“

    Später, nach der ersten Ernüchterung, werden Crowdfunding-Projekte auf Gedeih und Verderb davon abhängen, die möglichen Unterstützer über den Fortschritt der Arbeit auf dem Laufenden zu halten, um sie zu überzeugen, dass das Geld sinnvoll verwendet wird.
    Die Unterstützer werden es sich schlauerweise wohl dementsprechend angewöhnen, in Etappen zu spenden, je nachdem, ob Ihnen gefällt, was dort entwickelt wird, und nicht die ganze Summe auf einmal.

  25. Harzzach sagt:

    Natürlich ist das mom. ein Hype, keine Frage. Aber wenn der Hype vorbei ist, wird Normalisierung eintreten, der Alltag kommt und Crowdfunding wird sich im Spielebereich etabliert haben. Dann werden diejenigen damit Erfolg haben, welche die Crowdfunding-Spielregeln am besten begriffen und angewandt haben und es werden diejenigen keinen Erfolg haben, die nicht verstanden haben, wie man die Leute begeistern UND überzeugen kann. Dann wird es auch die ersten Funding-Abzocker geben und die potentiellen Crowdfunder werden gelernt haben, wie man die Betrüger von den Aufrichtigen am besten unterscheiden kann.

  26. Beco sagt:

    Worauf ich mich freue: Ab Mitte Mai darf ich mein Gold Chris Jones in den Rachen werfen: Ein neues „Tex Murphy“ ist überfällig!

    Ich zähle die Tage…

  27. Akabei sagt:

    Zum ebenfalls hier, vor langer Zeit, vorgestelltem Age of Decadence gibt es übrigens inzwischen eine public beta Version. Das Spiel schlägt ja durchaus in eine ähnliche Kerbe, wie Baldur’s Gate.
    http://www.irontowerstudio.com/forum/index.php/topic,2488.0.html

  28. Uranochos sagt:

    Arrghl!
    Werbung für das Game of Thrones MMO!

    Zurück, Satanas!

  29. Christian sagt:

    Noch 9 Tage bis Legend of Grimrock, endlich wieder Old School.

    Beschäftige mich gerade mit Bard’s Tale 2, aber der Funke mag 25 Jahre später noch nicht wieder überspringen. Vieles ist wohl nostalgisch-melancholisch selbstverklärt.

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