Die Knochen werden müde, das Haupt so schwer …

Abgesehen davon, dass ich gerade zu Hause sitze und eine fette Grippe auskuriere, was mich derzeit aber wieder ein Stück depressiv und sehr, SEHR alt werden lässt, sind etliche Reaktionen auf die angeblich aus einem Doom 4-Projekt stammenden Screenshots:

Doom4_leak

1. Sieht ja Scheiße aus!
(weil … ???)

2. Sieht ja gar nicht nach Doom aus. Das kann ja nix werden!
(weil die kleinen Mädelz nämlich nur Doom 3 kennen)

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARGHL!

Auch wenn erst das Internet uns ermöglicht hat auch die Dorfdeppen anderer Dörfer wahrzunehmen und somit die Illusion einer dumpf vor sich brabbelnden Horde von Einfaltspinseln zu schaffen, die jeden Moment am Horizont auftauchen könnte, um mit einem dicken Knüppel auch noch die letzte funktionierende Gehirnzelle auszumerzen, ich diesen Umstand eigentlich als längst begriffen und akzeptiert verinnerlicht habe …

… manchmal fällt es schwer, angesichts dieser heranbrausenden Wellen ungebremster Dämlichkeit, gelassen und locker über den Dingen zu schweben.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in People.

21 Kommentare zu “Die Knochen werden müde, das Haupt so schwer …

  1. Look sagt:

    was isn doom, sowas wie cod *trollololo*?

    Spaß beiseite *hehe*, hat Doom überhaupt noch eine Relevanz im Markt, außer die Engine vorzustellen? Ich fürchte nicht und nach der Bruchlandung Doom 3 (damit werde ich wohl einigen auf die Füsse treten, aber herje der Wein war nicht alt, das war Essig, zu dem Zeitpunkt mit Technik aus der Steinzeit anzukommen, wie man Gegner in einem Raum lässt und Spannung aufbaut, puh lass mal stecken, wen ich Trigger will, schau ich mir CoD an) wird Doom 4 auch nur noch bei den alten Z^^Trotteln noch irgend etwas „emotionalisieren“.

  2. Jekhar sagt:

    Das Vorstellen der Engine hat in dieser Generation ja schon Rage übernommen. Wenn die jetzt noch Doom 4 raushauen dann müsste es also eigentlich eine andere Daseinsberechtigung mitbringen. Wie du selbst schon sagst war Doom 3 nicht so der Bringer, ich weiß nicht ob sich das also lohnt Teil 4 nur zum Franchise melken zu produzieren.

  3. Harzzach sagt:

    Es gibt neben den üblichen Hirntoten noch eine spezielle Gruppe „Rage“-Geschädigter, die id Software nach diesem (zumindest was die Ansprüche und den Ruf betrifft, die man mit id trotz Doom 3 immer noch verknüpft hat) Debakel alles nur denkbar Schlechte wünschen und ganz grundsätzlich über Doom 4 herziehen, wie eine betrogene Ehefrau den Wagen ihres Mannes demoliert, seine Golfschläger zerbricht und seine Lieblingscomics vor seinen Augen verbrennt.

    Sollte es Doom 4 tatsächlich noch geben, kann ich nur hoffen, dass dies mit idtech 6 umgesetzt wird und man ein ganz anderes Team ranlässt, oder man eine bessere Projektleitung hat oder man sich VORHER darüber einig wird, was für eine Art Spiel man eigentlich machen möchte, um das dann konsequent umzusetzen.

    Denn dieses halbgare, unvollendete Herumwurschteln ist so typisch für Doom 3 und scheinbar auch Rage. Doom 3 sollte wohl ein Horror-Survival-Spiel werden, doch zum einen hat man es dann doch wie einen zähen, lahmarschigen Shooter gebaut und zum anderen hat man nicht kapiert, dass gute Schockeffekte nicht so oft wiederholt werden dürfen, dass sie NICHT sogar beim ersten Durchspielen vorhersehbar sein dürfen. Und Rage möchte ein Sandbox-Spiel sein, hat überall unsichtbare Levelbegrenzungen. Möchte ein RPG sein, vergißt aber ratzfatz die Story und die Handlung. Das einzige, was bei Rage angeblich gut gelungen ist, ist das grundlegende Shooter-Gameplay, welches scheinbar an gute, alte Quake-Tage erinnern soll.

    Schaue ich mir aber an, dass laut VGChartz von Rage über drei Plattformen bislang knapp 2.5 Mio Einheiten verkauft wurden (ohne Berücksichtigung digitaler Umsätze), so scheint der Druck auf id nicht sooo hoch zu sein, wie hier von mancher Seite immer wieder ins Spiel gebracht wird. Die Aussichten auf eine qualitative Verbesserung sind also gering 🙂

  4. askies sagt:

    Hmmmm…. mir wärs tatsächlich lieber wenn Doom 4 wieder auf einem Mond spielen würde und nicht auf der Erde. Aber nach Rage (ja, ich bin auch an den hohen Verkaufszahlen schuld – habs blind gekauft und verkaufen kann man ja den Steam-Murks nicht) ist das doch eine kleinere Sorgen von mir geworden. Bin gespannt was draus wird. Erwarten werde ich vorsichtshalber nichts. 🙂

  5. knarf sagt:

    Ich wünsche mir für Doom 4 so ein bißchen back to the roots im schicken Gewand.
    Gute, solide oldschool Shooterkost mit Medipaks, Secrets, fiesen Überraschungen, vielen abweglungsreichen Waffen und Gegern, intelligentes Leveldesign, smoothes und rasantes movement, und eine nicht zu aufdringliche aber gut inszenierte, ruhig auch etwas trashige Story.

    Naja, man wird ja noch träumen dürfen 😀

  6. bla sagt:

    Max Payne vom Index gestrichen

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Max-Payne-vom-Index-gestrichen-1445394.html

    Zumindest eine gute News heute.

  7. Harzzach sagt:

    Die Begründung lässt so einige Schlüße über die Art und Weise zu, wie die BPjS früher gearbeitet hat. Vollkommen willkürlich, unbefleckt von Sach- und Fachkenntnis bezüglich des Spieles und seiner Wirkung auf den Spieler.

  8. Look sagt:

    Ich warte ja eigentlich schon ewig auf den ultimativen Trashshooter, wo so alles drin ist, was man sich vorstellen kann, durchgemixt, von einem Japaner noch mal überarbeitet und dann konsequent auf einem Auge blöd umgesetzt.

    Sowas wie goldene Vampirnazis von der Mondrückseite (*hust* Ufos *hust*) verbünden sich mit den Wermaulwölfen vom Mittelpunkt der Erde (Dinosaurier reitend) und greifen die Menschheit an um sie zu versklaven, welche zurück schlägt indem sie den unfreiwillig hinein stolpernden Hausmeister des Kindergartens des Pentagons (oder so) in eine alles vernichtende Zombiekampfmaschine verwandeln (Gehirn = Healthpack), dank Voodoozauber). Natürlich gibt es eine Liebensgeschichte mit einer, puh, Katzenfrau und einem unvorhersehbaren Twist (z.B. das die Nazis die Guten sind, weil die machen das alles, um die Invasion der Marsianer zurück schlagen zu können, die kurz bevor steht – alles vom Fuhrer schon gewusst und vorbereitet, wegen Nostradamus Vorhersagen und so, aber von den Bösen Amis die auf Seiten der Marsianer sind vereitelt)…

    Mhh ich glaube das ist ein bisschen zu viel Trash oder?

  9. askies sagt:

    Ich persönlich finde das Teil 3 genau so war.

    Kann die Kritik an dem Spiel nur wenig verstehen, höchstens die Enttäuschung nach dem Hype – aber man darf halt auch nichts auf Hypes geben… ich habs aber auch nur zu zweit im Coop gezockt, vielleicht verändert das zu stark die Wahrnehmung?

    Doom 2 hat mich sehr enttäuscht! Das war mir viel zu chaotisch.

  10. Schau mal, ob Du Metal Wolf Chaos irgendwo spielen kannst…
    Wenn nicht, lies Dir einfach mal durch (tvtropes.org wäre eine Adresse), worum es da geht.
    Könnte was für Dich sein.

    Zu Deiner Idee: Wenn das Gameplay stimmt, ich würd’s spielen!

  11. Joe sagt:

    Mir hat Doom3 so gut gefallen, daß ich es durchgespielt habe. Während die meisten Shooter schön aufgehübschte Anfangslevel (für die Presse) haben und dann stark nachlassen, wurde Doom3 zum Ende hin immer besser.

    Zu den „geleakten“ (haha, wer’s glaubt) Screenshots von Doom4: Für meinen Geschmack zuviel 1990er-Amiland und zuwenig Scifi. Das sieht jetzt nicht gerade nach 2145 aus…

  12. Harzzach sagt:

    Manche Gegenden auf der Erde sehen jetzt auch nicht unbedingt nach 2012 aus 🙂
    Und die Zukunft muss nicht immer wie Blade Runner aussehen.

  13. knarf sagt:

    Mir war der 3. Teil nach einigen Stunden zu monoton.
    Ich weiß noch, daß ich zu der Zeit auch den 1. Painkiller bekommen hatte und der hat mich in vielerlei Hinsicht wesentlich besser unterhalten, auch wenn er zweifelsohne ebenso seine Schwächen hatte.

  14. Harzzach sagt:

    Doom 3 war eine Stunde lang der beste Shooter, den ich bis dato gespielt hatte. Technisch atemberaubend, Leveldesign, Art Work, Atmosphäre einzigartig.

    Nach anderthalb Stunden hat mich das selten dämliche Wechselspielchen Waffe/Taschenlampe genervt.

    Nach zwei Stunden habe ich kopfschütteln die Augen nach oben verdreht, weil ich SCHON WIEDER in einem fuckin zu dunklen Abschnitt stand, mit viel zu vorhersehbaren Schockeffekten, alles mit einem lahmarschigen Gameplay und Wattebäuschenwerfern, statt schlagkräftigen Waffen. Dann in Hell an einem Boss-Gegner verzweifelt, der den Soul Cube ausspucken sollte und es gelassen. Später irgendwann wieder rausgekramt, Duct Tape- und Auto-Run- und Weapons-Mod installiert, um das schnellere, wuchtigere Gameplay von Doom 1 wiederherzustellen und einen Heidenspass gehabt.

  15. askies sagt:

    Harzzach kann ich leider nichtmehr kommentieren, aber das stimmt schon, siehe Half-Life 2. Allerdings finde ich, dass zu Doom ein 2145 im Blade Runner-Stil wirklich besser passen würde.

  16. askies sagt:

    Ist ja kein Einzelfall das einem manche Spiele erst mit Fanmods Spaß machen.

    Damals hat man sich entschieden dieses Survival-Horror Element einzubauen. Kam ja auch bei der Presse meine ich gut an, was ja leider aus nachvollziehbaren Gründen im ersten Moment das Wichtiste ist.

    Jedem fan kann man es auch nicht recht machen – ich war deswegen id nicht böse, allerdings war es mir zu gruselig und musste es daher in 10 min. Häppchen spielen *schäm* 😉

  17. Harzzach sagt:

    Warum? Weil Doom 3 größtenteils in einem typischen BlitzBlendGezimbel-Labor gespielt hat?

    Doom 1 und 2 hatten nicht mit einem typischen SF-Setting am Hut, das sah alles sehr gegenwärtig aus. Auch ein Quake, obwohl in der Zukunft spielend, wirkte sehr bodenständig und un-scifi-ig.

    Doom ist bodenständig, dreckig, roh und direkt. Blade Runner-Hochglanzwelten passen da nicht so.

  18. askies sagt:

    Zitat „Harzzach sagt:
    1. März 2012 um 11:00
    Warum? Weil Doom 3 größtenteils in einem typischen BlitzBlendGezimbel-Labor gespielt hat?“

    (kann leider nicht mehr kommentieren)
    „Finde ich“ – bei den alten Spielen konnte man ja in die Wandtexturen viel reininterpretieren.

    Die Texturen von Teil 1 bestehen ausserdem, wenn nicht aus verrosteten Container Wänden, aus Computerconsolen, Metallgewirr, Displays, etc… -später dann natürlich Infernale Mauern usw.

    Vielleicht hat mich auch tatsächlich Teil 3 manipuliert. Den Roman von 1995 hab ich aber auch Spacelastiger in Erinnerung.

    Vielleicht auch einfach weil ich Blade Runner Settings IMMER geil finde. Kann viele Gründe haben, ich verlange natürlich nicht, dass das jeder so sieht wie ich.

    …aber letztendlich: http://www.pcgameshardware.de/screenshots/original/2011/03/doom-logo.gif Cybergewirr!!!!!!!! 😀

    Verstehe aber schon was du sagen willst und kann es ja sogar nachvollziehen. Aber nicht für MEIN Doom. 🙂

  19. Joe sagt:

    Doom (und der Reboot namens Doom 3) spielten ja hauptsächlich auf dem Mars und dessen Monden. Doom II hatte einen Abschnitt, der auf der „Erde“ spielte, wobei man diese wegen der primitiven 2,5D-Technik kaum wiedererkannte. War aber auf jeden Fall ein Mix aus Dirt-Scifi und Fantasy, wie es dann in den Nuller Jahren auch im TV nochmal sehr erfolgreich war. Blitzblend war da eher wenig.

    Mir ist schon klar, daß dieser Rural Midwestern US Look natürlich der Hauptzielgruppe (US-Kunden) einen (schauderden) Wiedererkennungseffekt liefern soll. Eine deutsches Entwicklerstudio würde die Zombie-Apokalypse vermutlich im tiefsten Brandenburg oder in der Uckermark stattfinden lassen. 😉

    Nur ICH kann’s nicht mehr sehen. Das Thema wurde einfach ZU OFT verwendet.

  20. Das Alien sagt:

    Ich bin momentan ein wenig verunsichert.

    Auch bin bin ein Seniorzocker mit meinen fast 40 Jahren, auch ich habe an vielen neuzeitlichen Spielen keinen Spaß mehr, weil schöner Schein und Acchievementjagd oftmals nur den Mangel an Substanz verbergen.

    Allerdings habe ich mich mit Doom 3 (und dem dreist zusammengeklauten Addon), Mass Effekt I und II und sogar mit den neueren Ablegern der Elder Scrolls-Reihe einen Heidenspaß gehabt. Sogar soviel, dass Doom 3 eigentlich zur Grundausstattung meiner Festplatte gehört.

    Ist mein Geschmack jetzt schon so versaut, dass ich die mindere Qualität dieser Spiele nicht mehr erkenne? Ist der Senior Gamer so viel anspruchsvoller als ich? Und ist meine Geschmacksverirrung noch viel schlimmer als gedacht, weil ich ja „Dear Esther“ grunzlangweilig finde? Fragen über Fragen…

  21. Harzzach sagt:

    Ein Senior Gamer zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass er einen Scheiss darauf gibt was anderen Spass macht. Er selbst ist der einige Maßstab, an dem er sich ausrichten soll 🙂

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