And ze Fuhrer diggs for trinkets in ze desert

Da ich zum Glück nur ein kleines Privatblog betreibe und nicht dem Zwang unterliege in meinen Themen aktuell sein zu müssen, erlaube ich mir hier einen kleinen verspäteten Sommerkino-Einschub, der seit einer Weile im Entwurfsordner vor sich hin dümpelt …

Zugegeben, mein Kino-Konsum war auch schon mal anspruchsvoller. Aber dieses Jahr hat es eigentlich nur für vier Superhelden-Movies gelangt. Nicht unbedingt zeitlich, aber intelellenmäßig und emotional bin ich derzeit nicht in der Lage mich zB. auf den gepflegten Menschenhass eines Lars von Trier einzulassen. Und Superhelden-Movies waren es, weil ich ein alter Marvel-Fan bin, der sein erstes Taschengeld zum Entsetzen der Eltern (weil Angehörige der sog. Bildungsschicht) für diese pädagogisch doch recht fragwürdigen Comicheftchen ausgegeben hatte. Fangen wir also an mit:

"X-Men: First Class" aka “Erste Entscheidung”. War auch wirklich erste Klasse. Allererste Klasse. Ein intelligenter, spritziger Film mit guten Darstellern. Habe mich königlich amüsiert. Das ist Kino, wo ich jeden Tag reingehen könnte.

"Thor" war hingegen ziemlich tot. Während ich zwar objektiv wertschätzen konnte, dass Set- und Kostüm-Designer sich alle Mühe gaben den charakteristischen Zeichenstil von Jack Kirby adäquat auf der Leinwand umzusetzen, so bin ich trotz immensen Effekt-Feuerwerks gegen Schluss fast eingeschlafen. Kenneth Brannag sollte wirklich besser bei seinen filmischen Interpretationen von Herr Schüttelbiers Werken bleiben. Nicht, dass ich hier viel erwartet hatte, aber dass "Thor" so eine unsägliche Schlaftablette geworden ist …

Wobei, im Vergleich zu "Green Lantern", meine Fresse, im Vergleich zu "Green Lantern" ist "Thor" ein richtig gute Comicverfilmung geworden. Es mag durchaus sein, dass dieses Machwerk im späteren Verlauf zumindest ansatzweise ansehbar wird, was ich aber nicht mitbekommen habe, weil ich nach einer Stunde gegangen bin, bevor mir grün im Gesicht wurde. Um Gottes Willen, was für eine unsägliche, schreckliche, gräßliche Gurke!

Nach "Green Lantern" dachte ich mir: “Lass das jetzt, das mit diesen Hollywood-Katastrophen. Erfreue Dich lieber an Deinen Erinnerungen an "First Class" und vergesse, dass Du jemals andere Filme angeschaut hast.” Doch irgendwas juckte mich. Dieses gewisse Etwas, welches mich manchmal Dinge tun lässt, die dumm, unvernünftig und nicht selten dämlich sind. Ich war nach "Green Lantern" so angefressen, dass ich den familiär bekannten Sturkopf heraushängen ließ. Nicht mit mir, nicht auf die Tour! Hah!

Und dann bin ich in "Captain America – The First Avenger" gegangen.

"Cap", wie ihn seine Fans nennen, ist eine Comicfigur, mit der man in Europa und speziell in Deutschland nicht viel anfangen kann. Was zT. mit der Entstehungsgeschichte dieses Charakters als Propagandafigur zur Moralaufbesserung der US-Heimatfront während des 2. Weltkriegs zu tun hat. Während man in Europa und speziell in Deutschland seit dem 2. Weltkrieg weiß, in welche Abgründe Patriotismus führen kann, schwelgen die Amis als solche immer noch gerne in für unsere Verhältnisse naiven Vorstellungen von gerechten Kriegen und der segenbringenden Wirkung des American Dream. "Captain America" hinterlässt hierzulande meist nur Befremden und Ratlosigkeit. Auch schon in meiner Jugendzeit, unbefleckt von irgendwelchen politischen Weltbildern, konnte ich mit "Cap" nicht viel anfangen. Wie sein ideologisches Gegenstück bei DC, Superman, so war Captain America einfach nur … langweilig. Zu gut, zu edel, ohne Fehl und Tadel. Dass sich Captain America aber in den letzten zwanzig Jahren zT. recht deutlich von seinen patriotischen Wurzeln entfernt hat und weniger den offiziellen American Way of Life verteidigt, sondern TATSÄCHLICH für Freiheit und Gerechtigkeit kämpft, zT. so sehr, dass Rechtskonservative die Autoren des Landesverrats und Beschmutzung einer amerikanischen Ikone bezichtigten, ist hierzulande kaum angekommen. "Cap" ist halt der tumbe US-Boy im bunten Flanell-Kostüm.

Von daher nervte der kleine Mann im Ohr, während ich zum Kino lief, schon ziemlich herum, weil er mir eine weitere frustrierende Kino-Erfahrung ersparen wollte. Ein Teil von mir gab dem kleinen Mann recht, doch es juckte mich umso mehr, je mehr er nervte. Und so kam es dann, wie es kommen sollte:

Norwegen, während des 2. Weltkriegs. Ein Widerstandskämpfer hastet in eine alte Kirche und warnt den fast noch älteren Priester, dass die Nazis kommen. Und dann, anstatt wie jeder normale Mensch anzuklopfen, rammt auch schon ein massiver Metallschild die Türflügel ein. Yay, Nazis! Doch nicht irgendwelche 08/15-Nazis, sondern Angehörige der Spezialeinheit HYDRA. Deren Führer, gespielt von Hugo Weaving, will sich eines alten Artefakts bemächtigen, dessen Besitz die Weltherrschaft verspricht.

Jaja. *gähn* Indiana Jones lässt grüßen! *schnarch*

Der Film hat gerademal erst angefangen und meine Fingerspitzen tappten schon genervt auf der Armlehne. Weia! Doch dann, dann gibt Hugo Weaving, das Artefakt in Händen, mit seinem unnachahmlich markanten, sardonischen Grinsen einen Satz von sich, der mich in lautes Gelächter ausbrechen lässt: "Und der Führer gräbt in der Wüste nach Kinkerlitzchen!"

Sold! Die erste Hälfte des Filmes entpuppt sich dann auch als intelligent gemachtes, witziges, spritziges und voll feiner Ironie steckendes Popcorn-Kino. So ist Steve Rogers erster Job nach seiner Umwandlung in einen Super-Soldaten nicht der Kampfeinsatz, sondern der Show-Einsatz. Er tingelt über die Bühnen der USA und wirbt mit patriotischen Sprüchen und barbeinigen Show-Girls für das Zeichnen von Kriegsanleihen. Damit wird ein einem Aufwasch die Herkunft und der Ursprung der Figur "Captain America" in der realen Welt aufgegriffen und Steve Rogers wird nicht als übermenschlicher, perfekter Superheld dargestellt, sondern als ganz normaler Joe Sixpack, der in den Fallstricken diverser Regierungsorganisationen verheddert ist, die ihn zuerst als Laborratte und dann als Vorzeigemännchen benutzen. Chris Evans spielt diesen naiven Jüngling im Körper eines Super-Athleten (und vorher mit digital verschlankter Hühnerbrust) wohltuend unnervig. Ganz wunderbar ist Hugo Weaving, der den HYDRA-Anführer Johann Schmidt mit so viel bösem Charme und Spaß am Overacting darstellt, dass man ihm in einer Szene nur noch zujubeln kann, als er sich seiner NSDAP- und Wehrmachtsaufpasser entledigt und sich zum neuen Führer der Welt ausruft. Dazu noch Tommy Lee Jones als bärbeißiger US-Army-Offizier und der Spaß ist nahezu perfekt.

Das Set-Design ist größtenteils nur noch atemberaubend zu nennen und lässt zB. die Gefangenen der Organisation HYDRA sich in Fabrikanlagen zu Tode schuften, die einem größenwahnsinnigen architektonischen Traum Albert Speers entsprungen sind. Auch plündert man heftig all die Entwürfe zu den "Wunderwaffen", mit denen die Nazis den Krieg noch wenden wollten. Bombastische Nurflügel-Bomber, haushohe Festungspanzer und pfeilschnelle Doppelpropeller-Flugzeuge und Flugbomben. Weniger schön ist es dann, wenn die deutschen Soldaten in Mannschaftstransport-Panzern auf Basis des M113 herumfahren. Und die LKWs sind auch keine historischen Opels und Daimlers, sondern Modelle, die ich schon ganz normal im Straßenverkehr gesehen habe, vermutlich Steyr-Puch oder ein anderer europäischer, etwas unbekannterer Hersteller. Man kann wohl nicht alles haben.

So ab der zweiten Hälfte geht dann die Action ab, Steve Rogers "kündigt" seinen Show-Job und befreit auf eigene Faust während eines Front-Auftritts gefangene allierte Soldaten, die dann sein Team bilden, mit dem er den Krieg gegen HYDRA-Basen und -stützpunkte führt. Ab hier gibt es dann auch ein wenig Kitsch und Pathos und Hugo Weavings phantastische Physiognomie verschwindet hinter der Makeup-Maske von Red Skull, dem damaligen Comic-Gegenspieler von Captain America. Was schade ist, denn jetzt ist das nichts weiter als ein blasser und fader 08/15-Bösewicht, dessen klischee-beladenen Dialoge nicht mehr durch Weavings Gesichtsmuskulatur mit Leben erfüllt werden können. Aber gut, der Film ist schon jetzt millionenmal besser als alles, was ich auch nur ansatzweise erwartet und befürchtet hatte. Cap kämpft, Red Skull flucht und dann ist Red Skull Geschichte und Cap versinkt für 70 Jahre im Eis der Arktis. Dann wird er von SHIELD-Agenten wieder entdeckt und nächstes Jahr, nachdem nun jeder Rächer seinen eigenen Film und illustrierte Vorgeschichte bekommen hat, da bekommen wir den ersten Rächer-Film. Bei dem Joss Whedon Regie führt. Und das Drehbuch verfasst hat … und hier höre ich dann immer auf mir weitere Gedanken zu machen, bevor ich mir im Kopf zu viel und zu hohe Erwartungen zusammenschraube.

Alles in allem, Cap. America ist nicht die Katastrophe, die ich erwartet habe, enthält angenehm wenig Pathos, ist daher auch für Europäer und speziell Deutsche mit Pathos-Allergie höchst ansehbar. Ein feiner, nicht allzu doofer und vor allem in der ersten Stunde höchst intelligenter Popcorn-Film. Und das von einem Regisseur, der ansonsten nur für harmlose Auftragsproduktionen bekannt ist. Consider me surprised!

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23 Kommentare zu “And ze Fuhrer diggs for trinkets in ze desert

  1. Kampfhirn sagt:

    Danke für’s Review! Freu‘ ich mich schon auf Cpt. A 🙂

  2. Knarf sagt:

    Bei X-Men und Thor stimme ich mit Dir überein.

    Green Lantern gebe ich trotz Deines vernichtenden Urteils noch eine Chance, schließlich habe ich dabei nicht viel zu verlieren, außer etwas Zeit und genau davon hab ich im Moment mehr als genug.

    Captain America wollte ich mir eigentlich aus den von Dir bereits genannten Gründen gar nicht anschauen, aber vielleicht entpuppt er sich ja auch nach meinem Empfinden als positive Überraschung.

  3. Daniel sagt:

    Ja, Green Lantern kommt auf meiner Liste von Filmen die ich dieses Jahr geschaut habe sicher eine Topplatzierung im Keller.
    Und ich hab sicher über 20 gesehen(was auch nicht soviel ist), aber der war wirklich erschreckend schlecht.

    X-Men hab ich auch gesehen, war jut, den Rest hab ich mir in weiser Vorraussicht erspart.
    Da schau ich lieber noch 3x Kickass, der ist wesentlich symphatischer, lustiger und cooler 🙂

  4. askies sagt:

    Green Latern habe ich auf guten Rat ausgelassen. Dieses Jahr habe ich mit Cap und Thor meinen üblichen Superhelden-Verfilmungs-Konsum deutlich erhöht! Als Leser der Comics konnte ich stets bei diesen Filmen nur rumnörgeln und enttäuscht auf die nächste Hollywood-Kompatibilisierung warten – hatte ich doch zuletzt The Punisher (URGS!) und Rise of the Silversurfer (DOPPEL-URGS!) gesehen. Wobei The Punusher wenn ich mich recht entsinne, von der Story her recht gut die letzte Comic Neuauflage angenommen hat. Aber das Casting war brutal schlecht – außer Spacker Dave.

    Bei Thor war ich dann aber sehr überrascht wie toll seine Welt und Naivität umgesetzt war. Ich fand den echt ganz gut, auch wenn ich sehr erstaunt war, als so schnell der Abspann kam. Cap zieht sich dagegen im positiven Sinne sehr in die Länge, ein richtiger Abenteuer Epos! Hat mir auch gut gefallen obwohl alles weit weg von den Comics war die ich kannte. Aber so kontne ich immerhin nur bedingt ständige Vergleiche ziehen.

    Den X-Men Film muss ich mir dann wohl auch mal ansehen wenn der hier so gelubhudelt wird!

  5. Daniel sagt:

    X-Men wird nicht nur hier „gelobhuddelt“ 🙂
    Filmstarts lobhuddelt ihn auch … und man mag gegen solche Seiten sagen was man will, persönlicher Geschmack hin oder her, meinen Geschmack treffen sie fast immer.
    Und wenn die 4/5 geben, kann der Film kaum schlecht sein.

    Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

  6. Harzzach sagt:

    Wegen einer „lobhudelnden“ Kritik von Filmstarts bin ich in den ersten Transformers-Film von Michael Bay gegangen … das war eine derartige Ausnahme von der Regel, dass es mich das Geld für die Karte heute noch reut 🙂

  7. redeni sagt:

    Ja, Thor war Mist, aber das liegt vielleicht auch daran, dass die Hintergrundgeschichte so furchtbar dämlich ist. Denken wir mal dran, dass Thor im gleichen Universum spielt wie Iron Man, und der witz bei Iron Man ist doch gerade, wie Technik, vom arroganten Genie erfunden, beim Vermöbeln der Bösewichter hilft. Thor hingegen ist eine krude Fantasy-Mythologie-Mischung. Die Kostüme sind so plastikmäßig wie die Sets, und es gibt keine interessanten Nebenfiguren. Ironman hats besser, schon mit Pepper.

    Dass Green Lantern ganz blöder Quark sein würde, wusste ich schon nach dem Trailer — das brauchte ich mir gar nicht anzusehen. Aber Green Lantern ist ja auch als Superheld Quark: wenn man einen Ring hat, der die Gedanken umsetzt, dann liegt doch die Stärke des Helden in seiner Phantasie. Aber schon im Comic ist das lächerlich umgesetzt.

  8. J. R. Hermes sagt:

    hi!

    danke für die zusammenstellung. alle filme stehen auf meiner liste – so wie es aussieht, kann die reihenfolge nun auf x-men — captain a — thor — green lantern geändert werden. fehlt noch die grüne hornisse… auch die steht noch auf meinem wunschzettel.

    bei c.a. hatte ich wie du die befürchtung, dass es ein unheimlich pathetisches, patriotisches gequargel wird… schön, wenns nicht ganz so schlimm wird.

    liebe grüße
    h.

  9. Daniel sagt:

    Echt!?
    Transformes ist meiner erwiesenen Lieblingsfilme.
    Ich hasse T2 und 3(hab ich nicht mal mehr gesehen), das ist nur noch Actionmist.

    Aber 1 hat einen gewissen Charme. Es ist noch nicht komplett überdreht und versucht eine kleine Geschichte zu erzählen mit symphatischen Darstellern.
    Und die Transformers sahen umwerfend aus, wann hat man das vorher je gesehen? Das sorgt zwar nur 1x für staunen, aber geil war es trotzdem. Und witzig waren sie auch.
    Der Film hat so gute Lacher.

    Ich liebe ihn, wirklich. Das Ende nicht mehr so(wo die plumpe Action einsetzt), aber bis dahin toll …

    Aber klar, wenn die Witze nicht zünden und man sich evtl mit den Darstellern nicht anfreunden kann(aber wie geht das bitte bei M. Fox in dem Film? *dahinschmelz*), mag der Film vllt nur nerviges Popcornkino sein.
    Für mich aber mit das beste Popcornkino seit langem und ich mag Popcornkino überhaupt gar nicht eigentlich … aber als alter Transformers Fan war das schon eine kleine Offenbarung 🙂

  10. Daniel sagt:

    Schreibt euch lieber noch „Drive“ auf den Zettel, das wird der kommende Kinokracher. Bisher nur in Englisch(gibt n guten Workprint), ab Januar auch in deutschen Kinos.
    Bekommt durchweg umwerfende Kritiken.
    Filmstarts vergibt bspw. ne glatte 5/5(was die ECHT selten machen …)

  11. Anonymous sagt:

    Captain America war sehr, sehr unterhaltsam. Ich mag den Hauptdarsteller schon seit seiner Nebenrolle in Scott Pilgrim.

    Und was Du zum Film schreibst unterschreib ich. Ich sag mal so: „Return to Castle Wolfenstein“ mal wieder installieren. Danach „Hellboy 1“ und „Captain America“ gucken…

    … und dann ist man geistig bereit für das kommende „Iron Sky“.

    Nazi Pulp. Juchhei sassa!

  12. Das Alien sagt:

    X-Men FC (so geschrieben klingt das ja wie ein Fußballverein…) hab ich immer noch nicht gesehen, die grüne Laterne fand ich genau so dämlich wie den Comichelden (Riesige grüne Schraubenschlüssel um einen Hydranten zu öffnen? Mhm…), Thor hingegen war meiner Meinung nach okay. Kein Jahrhundertwerk, aber in meinen Augen solide Unterhaltung.

    Von Captain Amerika war ich genauso überrascht, die Action hat gestimmt, die amerikanischen APCs sind mir gar nicht so aufgefallen und ne hübsche Trulla gabs auch. Nur die letzten 15 Minuten fand ich so unerträglich verkitscht, dass ich überrascht war, wie gnädig sich mein Würgereiz im Hintergrund hielt.

    Ich habe allerdings, was solche Filme angeht, auch einen Vorteil. Erstens bin ich nicht wirklich mit dem Marvel-Universum vertraut. Zwar bin ich Comicfan und besitze eine nette kleine Sammlung, aber die Klassiker sind an mir in der prägenden Kindheitszeit, da im Land meiner Jugend als Schund-und-Schmutz-Literatur verboten und somit eher schwer erhältlich, komplett vorbeigegangen. Und hinterher wars irgendwie zu spät, ich fand das ja alles ganz faszinierend, aber ohne das nötige Hintergrundwissen nur schwer zu durchschauen.
    Das geht mir auch mit DC so, Prä-Cisis, Post-Crisis, gerade ist Spider-Man gestorben, lebt aber irgendwie irgendwo immer noch… (ach, der war ja Marvel…)
    Jedenfalls kann ich komplett ohne Erwartungen ins Kino gehen und werde nicht enttäuscht, weil Batman im Film aus seiner vorderen rechten Gürteltasche das Anti-Bären-Spray zeiht, wo doch jeder echte Fan weiss, dass er da seine Bat-Taschentücher drin hat.

  13. Bei Wortvogel.de sah ich gerade einen Trailer für einen Film namens „The 25th Reich“. Scheint so eine Art „Sliders meets Stargate meets Nazis – partially IN SPACE“ zu werden. Kurz: Ein extrem wichtiger Film!

  14. Harzzach sagt:

    Ohgott, ohgott, ohgott, ohgott … ich sehe min. 90 min vollkommen hysterischen Filmwahnsinn vor mir 🙂

  15. Ach, wo wir gerade so schön philosophieren.
    Kann mir mal einer verraten, wer die Bogenusche im Avengers Trailer sein soll?

  16. Frank sagt:

    Oh man, beim Überfliegen hab ich doch tatsächlich gedacht dass Du T(erminator) 2 hasst 😉 Bitte wähle deine Worte beim nächsten Mal ein wenig weiser/eindeutiger ;P Wer benutzt den auch diese Abkürzung für etwas anderes….

  17. Frank sagt:

    Jo, bin schon über Videoraiders.net auf den Film aufmerksam geworden, hier mal ein Trailer…. sieht lustig aus 🙂

  18. Harzzach sagt:

    Die Transformer-Filme sind nur dann erträglich, wenn NUR Transformer im Bild zu sehen sind und sich gegenseitig zu Klump hauen. Das ist tricktechnisch erstklassig und macht Laune. Ganz schrecklich wird es immer dann, wenn Michael Bay menschliche, öde Charaktere in diesen Filmen auftauchen lässt, die irgendwelches belangloses Zeugs faseln und nur die Minuten zur nächsten Transformer-Battle füllen. Sowas von strunzlangweilig bis hin zu geradeheraus nervtötend, angereichert mit provokativ platt und direkt montiertem Product Placement und US-Army-Gemähre … was für eine gräßliche Grütze! Und Megan Fox macht mich so an wie eine käsige, mottenzerfressene Wollsocke 🙂 Ich find die Frau einfach nur langweilig. Da sind zwar Titten und Beine, aber sexy ist das noch lange nicht.

    Aber das schrecklichste an fehlbesetztem Casting ist die weibliche Hauptdarstellerin aus dem dritten Transformers-Film. Da schrumpelt mir alles wech.

  19. Harzzach sagt:

    Die Usche, das ist Black Widow:
    http://marvel.com/universe/Black_Widow_%28Natasha_Romanova%29

    Der Bogenfritze, das ist Hawkeye:
    http://marvel.com/universe/Hawkeye_%28Clint_Barton%29

    Total die geil effektiven Mitstreiter, wenn man einen Donnergott, einen Superrüstungsträger und den Hulk im Team hat, aber Logik war ja nie eine Stärke von Superhelden-Comis 🙂

  20. Brakiri sagt:

    Naja.

    Also Captain America hat mich etwas enttäuscht. Viel zuviel Action, zu wenig Charakterdevelopment.
    Vorallem das Ende war sehr merkwürdig und nicht wirklich konsistent. Da hat man eher mit dem Kopf geschüttelt.

    Thor war „ok“ nix weltbewegendes, aber auch nicht wirklich schlecht.

    Green Lantern hingegen fand ich jetzt nicht so schlecht wie alle sagen. Sicher war es kein Top-Film, aber was einige Kritiker da für vernichtende Granaten ablassen, überspitzt die Sache gewaltig.

    Etwas seichter als die meisten Marvel-Verfilmungen, aber trotzdem nicht wirklich übel.

    XMen: First Class war auch ok. Da kann ich die Jubelstürme ebensowenig nachvollziehen wie die Vernichtung von Green Lantern. Im Prinzip haben wir in diesem Film nicht viel Neues erfahren, nur die Ausgestaltung der Vergangenheit.

    Bis auf XMen First Class den ich als „gut“ einordnen würde, war der Rest irgendwo zwischen „ok bis meh“.

  21. Rollenprinz sagt:

    Ich fand den Cap America Film den letzten Scheiss! Kann ein Film noch mehr Klischés haben als dieser? Der Underdog, der zum Superhelden wird?! Das gut aussehende Mädel (welches im Film nur deswegen da ist, weil es ein gut aussehendes Mädel ist. Sonst hätte die Rolle auch ein männlicher Darsteller spielen können), welches als einzige auf den Trottel steht?! Der „Held“, der sich gegen die Befehle des Vorgesetzten aufmacht, um die gefangenen GIs im Alleingang zu retten?! Der beste Freund, der dramatisch stirbt?! Der aufopfernde Held, der sein Leben geben will um die unschuldigen amerikanischen Bürger zu retten?! Bei diesem Film könnte man beliebig so weiter machen, da so ziemlich jedes Klisché mitgenommen werden musste. Man weiß bereits vor jeder Szene wie diese enden wird. Das ist kein gutes Kino, das ist der übliche Mainstreamschrott, der seit längerem schon aus Hollywood schwappt. Hier sieht man wieder ganz deutlich wie sehr es den Filmemachern an Ideen mangelt und deswegen alles verwurstet wird, was als Filmvorlage dienen kann. Und gute Schauspieler sind auch was anderes als Chris Evans.

  22. Ach, der alte HdR Schaden… ich meinte den Kerl. 😉
    Ah, Hawkeye… also nicht „wichtig“ genug, einen eigenen Film zu bekommen…
    Ich bin ja mal gespannt auf den Avenger. Ich fürchte, der bricht unter dem eigenen Anspruch zusammen.
    Der Captain war tatsächlich nicht so übel, wie ich fürchtete.
    Jetzt muss ich wohl noch durch Thor, hmm?

  23. Das Alien sagt:

    Naja, an sich hast du schon Recht.

    Zumindest nach meiner Sicht der Dinge ist es allerdings auch so, dass ich bei einer Comicverfilmung (und wir reden hier ja immer noch von den Marvel-Helden und nicht von „Maus“) auch kein Paradebeispiel an Charakterentwicklung, philosophischen Tiefgang und Anspruch erwarte.

    Klar, es geht auch anders – das haben Watchmen, V – Wie Vendetta, Akira, Road to Perdition und, gerade eben als TV-Produktion laufend, The Walking Dead bewiesen.

    Aber gerade bei Cpt. Amerika habe ich eigentlich auch für den besten Fall nur ein relativ sinnfreies und sicherlich auch klischeebeladenes Spektakel erwartet. Bei solchen Filmen gebe ich mein Hirn an der Kinokasse ab, hock mich Popkorn (salzig) mampfend in meinen Kinositz und lass mich für die nächsten 2 Stunden einfach nur berieseln.
    Anspruch ist gut und wichtig – aber manchmal darf soll und muss es eben einfach der völlig sinnfreie Kintopp sein. Und in diesen Momenten haben FIlme vom Schlag eines Cpt. Amerika oder meinetwegen auch Daredevils (mir egal, was andere sagen. ich mag den Film!) auch ihre Daseinsberechtigung.

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