Make the world a better place

Die letzte Chance als Gamer dieses Jahr noch etwas Gutes für die Menschheit zu tun …

Fünf Indie-Spiele zum Selberfestlegen-Preis.

Freie Aufteilung der gewünschten Summe.

Entweder alles für die Studios.

Oder alles für die EFF oder Child’s Play.

Oder nach Belieben verteilen.

Das ist a) eine feine Sache mit b) feinen Spielen für c) einen feinen Zweck! Und mit der Grund, warum ich die Indie-Szene so symphatisch finde. Hier zahle ich DIREKT einen Kaufpreis an die Entwickler. Da ist keine wasserköpfige Konzernverwaltung, die einen Großteil des Geldes verschluckt. Kein anonymer Moloch mit verlogenem Marketing-Geschrei. Eine ehrliche, aufrichtige und überschaubare Sache. Groß genug, damit die Leute dahinter ihren Lebensunterhalt bestreiten können und klein genug, damit niemand größenwahnsinnig wird oder plötzlich jemand am Ruder sitzt, der sich einen Dreck für Spiele, sondern nur fürs schnelle Geldabzocken interessiert.

Bislang haben knapp über 150.000 Leute im Schnitt ca. 7,5 Dollar überwiesen, was summa summarum etwa 1.2 Millionen Dollar ausmacht. Auf der Seite kann man via Lve-Ticker die Zahlen purzeln sehen und es gibt eine Statistik über das Kaufverhalten der Besucher. Die Windoser sind (wie schon bei der letzten Aktion) die führenden Knauser und Geizhälse, dicht gefolgt von der Apple-Fraktion, die jetzt plötzlich doch nicht genug Geld hat, um zum ersten Mal in ihrem Dasein etwas vernünftiges damit anzufangen, während die Pinguin-Liebhaber mit einem Durchschnittskaufpreis von derzeit 13,57$ auf’s Neue beweisen, dass sie die besseren Menschen sind, respektive sie den für OS und Software ersparten Kaufpreis gerne für gute Zwecke ausgeben.

Was ich als Windows-Scrooge bezahlt und wem ich das Geld gegeben habe, geht übrigens keine Sau was an 🙂

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18 Kommentare zu “Make the world a better place

  1. Jekhar sagt:

    Schon gesehen und gekauft, aber trotzdem gut daß du auch noch mal ein bisschen Aufmerksamkeit auf das Angebot lenkst. Ist jedenfall eine feine Sache, auch wenn ich Braid und Machinarium schon mal seperat erworben habe lohnt es sich immer noch.
    Ich denke mal unsere Windowser-Knausrigkeit kommt einfach von unserer zahlmäßigen Überlegenheit. Da gehen die Leute mit den realistischen Beträgen einfach unter. Ist zumindest meine Vermutung.
    Man kann das Bundle genau so wie das erste übrigens bei Steam aktivieren, so man denn will.

  2. Joe sagt:

    Linuxer sind nicht die besseren Menschen, sie haben schlicht mehr Kaufkraft.

    Ähnliches gilt auch im Einzelhandel für Fußgänger/Radfahrer vs. Autofahrer. Erstere haben eine um Faktor 2-3 größere Kaufkraft, letzteren bauen die Malls gigantische Parkhäuser hin, in der Hoffnung, daß mehr von weiter weg kommen und mehr Ware rausschleppen.

    Das Internet wird auch da einiges umstürzen. 😉

  3. minando sagt:

    Irgendwie erinnern mich die „Indies“ an Tante-Emma-Läden. Persönlich, ehrlich…und absolut chancenlos gegen die Marktmacht der Grossen.

    Dass sie trotzdem überleben ist ein Kuriosum…

  4. Harzzach sagt:

    Sie konkurrieren doch gar nicht mit den großen Publishern. Indies besetzen die Nischen, welche die Majors im Laufe der Jahre nach und nach freigegeben haben, weil sie für die immer größer werdenden Konzerne zu klein geworden sind.

  5. Jekhar sagt:

    Naja, zum Überleben brauchen sie halt auch nicht so viel wie die großen Publisher. Nicht mal annähernd. Was auch bedeutet daß sie keine massenmarktkompatible Fließbandware produzieren müssen und sich lieber auf das konzentrieren können worauf sie Bock haben. Was jetzt nicht heißen soll daß die Indieszene der letzte Innovationshort ist. Auch da gibts jede Menge 0815-Scheiß. Aber eben auch feine Nischenprodukte die man in keinem Katalog eines großen Publishers finden würde.

  6. $tranger sagt:

    Auch wenn ich eine persönliche Abneigung gegen Rätselspiele wie Braid habe (schließlich rühme ich mich immer wieder, dass ich damals bei Sam&Max 1 einfach nicht in den Zirkus reingekommen bin, also schon beim ersten ‚Rätsel‘ versagt hab xD), so habe ich aber alleine schon um die Aktion zu unterstützen auch mal zugeschlagen.
    Und dabei war ich ausnahmsweise auch mal nicht so knauserig, sondern fast genau ein Linux-User ^^
    Aber selbst das ist noch mehr als günstig für die Spiele.

  7. Jimbei sagt:

    Ich habe nur 5€ gezahlt – bin ich deswegen verabscheuungswürdig? Ich hatte das auch letztes Jahr so gemacht. Hätte ich das Bundle nicht gekauft, hätte ich die Spiele auch so einzeln nie gekauft (auch wenn es durchweg gute Titel sind). Es fehlt mir einfach die Zeit, schon für die Handvoll Titel, die ich jetzt angefangen habe. Deswegen werde ich mir tunlichst keinen Vorwurf deswegen machen, nur 5€ bezahlt zu haben.

  8. Harzzach sagt:

    Ich habe nur 5€ gezahlt – bin ich deswegen verabscheuungswürdig?

    Nein. Wenn die Organisatoren dieser Aktion irgendein moralisches Problem mit Kleinstsummen gehabt hätten oder es ihnen nur ums Geldverdienen gehen würde, hätte man eine Mindestsumme von, sagen wir mal, 10 Dollar angegeben.

    Das Humble Indie Bundle ist aber keine Verkaufsaktion um Kohle zu scheffeln, sondern ein sehr cleverer Weg, um Spenden für einen wohltätigen Zweck mit erhöhter Aufmerksamkeit für die eigenen Spiele zu verbinden. Das ist in erster Linie eine Spendenaktion, bei jeder soviel gibt, wie er gerade möchte.

    Und wer Leuten, die vielleicht nur einen Cent überwiesen haben Geiz, Gier oder schlimmeres vorwirft, der will sich nur in der eigenen moralischen Überlegenheit suhlen, dem geht es gar nicht um die Sache selbst.

    Verfolgt man dementsprechende Diskussion in Foren zB. bei Bluesnews, so echauffieren sich diesbezüglich auch nur die Leute, die das Saugen eine Kopie aus dem Netz für eine schwere Erbsünde halten und in dieser Angelegenheit nur aus einer moralisch-überheblichen Position argumentieren können, weil sie sonst keine anderen Argumente haben.

  9. Delk sagt:

    Andererseits halte ich es wirklich nicht für besonders moralisch, die Entwickler für so eine Aktion auch noch zu bestrafen, indem man unter 30 Cent zahlt.. dann zahlen die Entwickler mehr an Transaktionsgebühren als sie bekommen, und dass ist nun wirklich nicht Sinn der Sache.

  10. Harzzach sagt:

    Wenn die Leute hinter der Aktion sich daran gestört hätten, hätten sie eine genügend hohe Mindestsumme eingebaut. Haben sie aber nicht. Ganz bewusst. Bereits zum zweiten Mal.

    Von daher gibt es keinen Grund für irgendwelche moralinsauren Bedenken 🙂

  11. lolaround sagt:

    „developer need food to make games“ haha; leider habe ich noch kein paypalkonto, aber wenn ich das richtig verstehe verschenken Sie für mindestens 31 cents einen haufen spiele und das ist wirklich lässig und verdient beachtung.

  12. Joe sagt:

    Ich hab mich an den GOG-Preisen orientiert und die „Spende“ wird unter „Linux“ verbucht werden.

    Auch wenn Flash- und Java-Games strenggenommen nicht als Linux-Port durchgehen: Etwas Futter für den Pinguin ist immer willkommen, Überfluß und Überdruß herrscht da noch nicht – deswegen sind wohl auch mehr Mittel frei. 😉

  13. elandorsch sagt:

    ich sehe das wie jimbei und habe auch 7 dollar angewiesen. ich hätte mir sonst im nächsten jahr vielleicht mal im blödmarkt für 5 euros machinarium aus der wühlkiste gezogen und fertig.
    durch diese aktion entsteht somit für beide seiten ein winwin verhältnis und der blödmarkt schaut in die röhre.

  14. Joe sagt:

    Dear Humble Indie Bundle customer, I would just like to personally thank you for your support in making the Humble Indie Bundle #2 even more successful than the first one. As thanks, I have added the Humble Indie Bundle #1 into your bundle.

    Wer jetzt noch nicht zugeschlagen hat, bekommt den Kram vom letzten Jahr nur, wenn er nicht zu den Geizkrägen gehört. 😉

  15. elandorsch sagt:

    ach wie nett !
    die mail „dear humble customer“ war im spamordner gelandet, d.h. ich gehöre nicht zu den geizkrägen und kann dann vielleicht irgendwann mal samorost 2 zuende bringen.

  16. Martin sagt:

    Jippie, ich war auch kein Geizkragen. Da hat es sich doch glatt gelohnt, mit dem Zuschlagen bis zum Erscheinen des zweiten Bundles gewartet zu haben. Wie viel muss man denn als Minimum überwiesen haben, um das erste Bundle freizuschalten? Mehr als der Durchschnitt?

  17. HumbleBundler sagt:

    Was ganz interessant ist: Der Average-Preis wird wirklich größer und größer durch das Humble Bundle#1…ist jetzt an einem Tag um 30 Cent gewachsen…

  18. Chron2 sagt:

    Ich habs mir auch zugelegt. Wie auch schon den ersten Teil des Bundles. Beim 2ten gefällt mir besonders: Machinarium! Echt ein gut durchdachtes, flüssiges, Point´n´Click Adventure!

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