I told you so!

Heute will ich ganz aktuell in schadenfrohes, wieherndes, gackerndes Gelächter ausbrechen, denn …

*gnihihihihi* …

Newsportal auf, Gaming-Seite ab wird darüber berichtet, dass Onlive, dieser erst kürzlich gestarte Streaming-Dienst für Spiele, ab sofort keine Grundgebühren mehr verlangt. Man bezahlt also nur noch stundenweise Miete, bzw. den vollen Retail-Preis eines Spieles, um dieses dann via Flat rund um die Uhr streamen zu dürfen. Begründet wird diese Maßnahme mit den üblichen Wortverdrehungen, Auslassungen und Übertreibungen (anderswo auch dreistes Lügen genannt), so als ob das ja alles im Plan laufe und, kein Ding, Mann, alles total supi hier bei uns.

Klar, wenn ein Angebot vom Markt so richtig dolle angenommen wird, dann senkt man natürlich die Preise, bzw. streicht Gebühren komplett, weil man vor lauter Geldzählen nicht mehr nachkommt und die Immobilienmakler nicht mehr genügend Baufläche für den fünfunddrölfzigsten Geldspeicher finden können.

Egal, jetzt ist Onlives Gebührenmodell nur noch dämlich, statt wie zuvor, selten dämlich zu sein. Ich gehe davon aus, dass es in Laufe der nächsten 12 Monate eine weitere drastische Anpassung des Gebührenmodells geben wird, bis der Dienst endgültig die Schotten dicht macht.

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15 Kommentare zu “I told you so!

  1. charlie2771 sagt:

    Du hast ja keine Ahnung! Das geht noch richtig ab: „…Der Markt der Cloud-Spiele gilt für Finanzexperten als Goldgrube, die in den kommenden Jahren erschlossen werden muss. Sie berechneten den Börsenwert des Start-up-Unternehmens OnLive bereits auf über 1 Milliarde US-Dollar.“

    Einige Mitarbeiter, ein paar Computer und Server kombiniert mit einem halbgaren Geschäftsmodell. Schon haben wir eine Unternehmen das mehr Wert ist als ein vernünftig geführtes seit mehr als 50 Jahren erfolgreich produzierende Unternehmen. Irgendwie kommt mir das bekannt vor, helft mir auf die Sprünge gab es nicht vor einigen Jahren sowas schonmal und wie ging das aus?

    HA, HA unglaublich alles kommt wieder …

  2. Harzzach sagt:

    Was hier abgeht, das nennt man organisierte Investoren-Abzocke. Mehr ist das nicht. Und die New Economy ist doch nur etwas für alte Opis, die sich gegenseitig Geschichten vom Kriech erzählen 🙂

  3. Joe sagt:

    So sieht’s aus. Nochmal ’ne Runde abcashen und dann gepflegt pleite gehen. 40 USD sind da natürlich mehr als 5 USD. Schneeballpyramidenspiel wie aus schönsten DotCom-Blasen-Zeiten.

    Daß weder die Investoren noch die OnLive-Bude wissen, was sie tun, sieht man schon daran, daß sie die Linux-Zielgruppe völlig ignorieren, obwohl die mangels Titel-Vielfalt für einen Streaming-Dienst als Zielgruppe prädestiniert sind.

    Man könnte „Konsolen“ (hier paßt der Begriff mal) im WDTV-Format für unter 100 EUR unters Volk bringen und damit Sony und Co. das Leben schwer machen. Gamestreaming statt Videostreaming usw.

    Aber so wie OnLive das anstellt, wird dat natürlich nix. Macht aber nichts, solange es noch genug Deppen mit zuviel Geld gibt. Meine ehrliche Meinung dazu: Sie haben den Totalverlust verdient.

  4. Mirror Mirror sagt:

    1. Ich glaube, du verwechselst Linux User mit Mac Usern.
    2. Ein Dienst wie Onlive hat unabhängig lapidarer Marketingfehler und sonstigem „nicht von 12 bis Mittags“-Gedankengut „den Totalverlust verdient“.

  5. anigunner sagt:

    Für mich persönlich ist das Konzept auch gar nichts. Aber wenn ich mir die aktuelle Spielgewohntheiten der Masse so ankucke dann wollen immer mehr Leute „das schnelle, unkomplizierte Spiel“. Man sieht es ja an den Massen an Browser- und Facebookspielen. Dazu kommen noch viele Konsolenspieler, die einfach ein Spiel einlegen und loszocken willen ohne groß was zu installieren oder zu konfigurieren. Dazu kommt noch dieser Trend das alles Mobil sein muss, und das berühmte Cloudcomputing soll ja auch in die Gesellschafte „reingehypt“ werden.

    Der Dienst greift theoretisch alle diese Ideen auf, und will unkomplizierten Spielspaß bieten. Nur ob die Zeit schon reif dazu ist, das bezweifle ich.

    Aber Gott sei Dank muss ja nicht jeden Scheiss mitmachen ^^

  6. Joe sagt:

    Ich verwechsel nichts.

  7. Chräcker sagt:

    Ich sehe Eure Probleme nicht. Entweder es gibt Spieler, die mit solch einen Dienst zufrieden sind, dann freuen sich doch zwei Parteien, oder es gibt eben keine, dann wird der Dienst wieder eingestellt. Ich wünsche denen und den dann ja vorhandenen Spielern ersteres.

  8. Chräcker sagt:

    Wieso schnelle unkomplizierte Spiel? Da sind doch die normalen Blockbuster vertreten wie im Spielregal auch? Und „installieren“ sehe ich persönlich nicht als Spielspaßanteil an. Eher weniger.

  9. Harzzach sagt:

    Onlive ist kein Dienst, der ins Leben gerufen wurde, um mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell „normal“ Geld zu verdienen. Onlive riecht auf drei Kilometer gegen den Wind nach VC-Blase, nach Invesorenabzocke, nach all den negativen Auswüchsen der New Economy, aus deren Scheitern kaum jemand etwas lernen wollte.

  10. Chräcker sagt:

    Kann sein. Kann aber auch nicht sein. Ändert auch nichts am Nutzen (oder nicht-Nutzen) den der Dienst heute einem potentiellen „Tageskunden“ bringen könnte.

  11. Harzzach sagt:

    Und das ist der Knackpunkt an diesem Dienst. Für diese Art Preismodell gibt es keinen Vorteil für den Kunden. So wie Onlive jetzt ist, hat es keine Zielgruppe.

    Besser ist da der Konkurrent Gaikai von Steve Perry (Ex-Shiny) aufgestellt, der dem Endverbraucher nichts verkaufen möchte, sondern der Industrie eine Technik/Plattform verkaufen möchte, mit der man Inhalte zu Marketingzwecken wie zB. Demos an den Endkunden streamt oder den Stream mit Werbung gegenfinanziert. Bei Gaikai scheint der Endkunde nichts zu zahlen, er soll das Portal wie Youtube nutzen.

    Onlive ist im jetzigen Zustand bestenfalls ein Geschäftsmodell auf der Suche nach einer nicht vorhandenen Zielgruppe.

  12. Chräcker sagt:

    Also nicht das jetzt jemand meint, ich sei von denen hier hingeschickt worden, ne ne. Aber ich verstehs dennoch (noch) nicht. Für mich aktuelles Beispiel: ich selber bin ja eher ein langsamer Spieler, so spiele ich seit dem Erscheinungstag immer noch mit Genuß Darksiders, werde es aber nach dem letzten gegner sicher nicht noch mal spielen. Ich denke, es gibt nicht wenige, die den Titel an einem freien Wochenende durch hätten. Da würden sie 6$ für ausgeben, im Gegensatz zu 50,– Euro, die ich für ausgegeben habe. (und mich nach erfolgter Instalation erst mal damit rumquälen durfte, das der Titel nicht starten wollte….)

    Für mich klingt das so schlecht nicht.

  13. Harzzach sagt:

    Vielleicht für Dich … Gebührensenkungen und -streichungen nimmt man aber nicht vor, wenn ein Angebot kommerziell erfolgreich ist, wenn man genügend Kunden findet. Zudem man eigentlich denken sollte, in den USA würden sich alleine schon aus der hohen Bevölkerungszahl heraus genügend Kunden für so ein Angebot finden. Ich selbst bin ja auch etwas überrascht, dass man bei Onlive so derart schnell eingeknickt ist.

    Zudem es ja einen Grund hat, warum immer mehr MMOs und andere Online-Spiele entweder gleich auf F2P setzen oder sich recht fix von Abo-Gebühren verabschieden. „Free“ mit indirekten Einnahmen ist das einzige Geschäftsmodell, welches für diese Art Inhalte/Dienst langfristig funktionieren wird. WoW ist da die große Ausnahme, welche die Regel bestätigt.

  14. Chräcker sagt:

    Ich hab ja nicht gesagt, das der Dienst erfolgreich war oder sein wird. Oder das deren Finazierungsmodell toll ist. Aber hier in den Kommentaren wird der Dienst komplett schlecht gemacht, und das entzieht sich eben meinen Verständnis. Wenn ich ein Spiel nur zwei oder drei Tage spiele und entscheiden könnte, ob ich 6 oder 50 Euro dafür ausgebe, würde ich mir den Dienst in der Tat näher ansehen.

    Das dies nun wenige tatsächlich tun, kann viele Gründe haben. Allerdings kaum am dahinter liegenden Finazierungsmodell der Firma und deren „wahren Absichten“ bezüglich ihrer Investoren liegen.

    Ich denke einfach eher: die sind zu früh dran und werden deswegen nicht durchhalten.

  15. anigunner sagt:

    Steht doch in meinen Beitrag drin wie ich es meine. Es bezieht sich nicht auf ein einzelnes Produkt oder die Palette, sondern generell auf die Spiele bzw. die Entwicklung der Spiele.

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