Fight Club!

Ok, zuerst sagt Tim Schaefer einige nette Dinge über Bobby Kotick. Dinge, die jeder von uns EXAKT genauso denkt, aber natürlich viel zu höflich ist sie jemals auszusprechen.

Dann wird Mark Rein von Epic von einem Indie-Entwickler als “Jerk” bezeichnet. Auch hier denken wir uns unseren passenden Teil, hat Epic doch zumindest bei PC-Gamern erfolgreich jedwede Sympathien verspielt, als man dem Mammon in Richtung Microsoft und 360 folgte.

Und nun sagt Michael Pachter, seines Zeichens selbsternannter Gaming Analyst, dass Entwickler und Firmen ja unglaublich viel Geld verlieren und das Ende der Welt droht, wenn man nicht endlich damit aufhört, den Multiplayer-Teil von Spielen weiterhin ohne zusätzliche Gebühren anzubieten. Ich erwarte demnächst eine Meldung, dass das FBI gegen Unbekannt ermittelt, weil jemand die Bremsschläuche von Pachters Wagen durchgeschnippelt hat.

*gnihihihi*

Ich reg mich ja gar nicht mehr auf. Ich geifere auch gar nicht mehr mit. Ich sitze nur noch mit Chips und Bier vor den Newsportalen und schaue breit grinsend zu, wie sich diese Industrie allmählich selbst zerlegt.

Und dank diverser Wetterumschwünge ist es auch wieder sinnig vor dem Rechner zu hocken, “Nehrim” wird wieder gezockt und wenn nächsten Monat das Addon zu Drakensang-AFdZ erscheint wird das Wetter auch hoffentlich nahtlos in den Herbst übergehen. Gerne sonnig, gerne schön, aber bitte nicht mehr so gräßlich schawuhl und drückend. Ich mein, es gibt noch so viele Spiele bis ans Ende meiner Tage zu zocken, da kann ich den Klimawandel wirklich nicht gebrauchen. Echt jezzet mal …

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Corporate.

14 Kommentare zu “Fight Club!

  1. Svennö sagt:

    Du hast die erste Regel verletzt, Mann!

    Schafer hat ja echt nur ausgesprochen, was eh alle denken: hes a total prick 😉

    Ich lehn mich zurück und werd demnächst mal den drölfsten Anlauf nehmen, Ultima 7 zu spielen.

    BTW, kanntest du die Seite hier?
    http://www.artfulgamer.com/
    Nice bloke, wir alten Gamersäcke scheinen uns alle mit ähnlichen Dingen der modernen Spielewelt zu beschäftigen.

  2. anigunner sagt:

    Ich frage mich nur wenn alles so schlimm ist mit uns Konsumenten.. wie haben damals die Firmen überlebt? Da gab es auch kostenlosen Multiplayer, kaum Kopierschutzmaßnahmen und man hat die Community mit neuen Karten und Mods das Spiel weiterleben lassen. Wie konnten die damals nur Geld verdienen? Ich meine wenn wir heute mit deren Logik die Maßstäbe ansetzen dann dürfte es heute keine Spieleschmieden und Publisher mehr geben.
    Jaaa, ich weiß, damals war das Internet nicht so potent und verbreitet, ok. Aber da waren dann die LAN-Parties mehr oder weniger der Umschlagplatz.

    Wenn ich mir solche Sachen durchlese und an meine Erinnerungen zurückdenke komme ich mir manchmal mit meinen 30 Letzen echt alt vor. Es kommt mir echt so vor als wäre der komplette Spaß, Kreativität und typisch amerikanische Unbefangenheit komplett aus dieser Branche verschwunden, und wir haben wir eine panikgeschüttelte hirnlose Meute die sich nur noch an Zahlen aufgeilt und auf alles stürzt was irgendwie Geld bringt. Und Schuld sind natürlich niemals wir, sondern immer die anderen.

    Wenn es nicht so zum heulen wäre könnte man echt drüber lachen…

  3. klopskalle sagt:

    Es geht nicht nur darum Geld zu verdienen, es geht nur noch darum immer mehr Geld zu verdienen. Und da es anscheinend genug Menschen gibt, die für Features, die früher selbstverständlich und darüber hinaus kostenlos waren, bezahlen, wären die Publisher schön blöd, auf die Kohle zu verzichten. Würde ich als CEO, der seinen Aktionären verpflichtet ist, und dessen Gehalt am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens gekoppelt ist, auch nicht anders handhaben.

  4. Look sagt:

    Ja genau, den MP sich bezahlen lassen (natürlich stellt man nicht die Server selbst, würde ja was kosten; wobei wozu dedicated Server, gibt es ja eh nicht mehr, kosten ja was in der Herstellung), wie sinnig. Das Problem ist genug Deppen zu finden, die für nichts monatlich latzen, gut, gut, es gibt sie, wie die 360 und der Goldaccount zeigt, aber die Deppen sind doch schon abgeschöpft, wo nimmt man die neuen Deppen her?

    Btw. Du hast den Codemastertypen vergessen, der lieber „unfertige“ Spiele raus bringen will und sich die „Fertigstellung“ bezahlen lassen möchte, statt DRM einzusetzen, yeah – Bezahlpatche meinte er aber bestimmt nicht, so dämlich kann nicht mal jemand von Codemaster sein. Ich denke er meinte das DLC nicht mehr optional sondern obligatorisch sein sollten – Du willst den Zwischenboss sehen, zahlen…

    http://www.pcgames.de/Thema-Kopierschutz-DRM-Thema-235362/News/Codemasters-Chef-Cousens-DRM-ist-kontraproduktiv-lieber-unfertige-Spiele-verkaufen-764383/

    Hach ja und ich erfreue mich an flashigen Tower Defense Spielen, kostenfrei, aber da gab es vor Wochen ja auch jemanden der meinte, das Problem wäre, das die Leute nicht genug kaufen würden, weil sie statt dessen kostenfreie Flash Spiele konsumieren würden – das Böse ist aber auch überall.

  5. Harzzach sagt:

    Das mit den kostenlosen Flashgames und Facebook und Browsergames … kein Scheiss, das ist tatsächlich ein enormes Problem für die Majors, da ihr in den letzten Jahren so mühsam aufgebauter Casual-Markt verstärkt dorthin wandert. Und so richtig weiß man nicht, wie man diesen Abwanderungstrend aufhalten kann, wie man an „Social Games“ genug verdienen kann und was zu tun ist um „Free“ zu schlagen.

    Ergo wird man sich wieder verstärkt um den sog. Core-Markt kümmern und dort versuchen an Geld rauszuholen, was nur so irgendwie geht, um die Umsatzrückgänge im Casual.Markt auszugleichen. Was langfristig war dazu führt, dass man sich den Core-Markt kaputt macht, aber hey, Hauptsache das nächste Geschäftsjahr sieht gut und nach mir die Sinflut!

    Ich wette, wir werden in den nächsten zwei, drei Jahren eine noch größere Hysterie der Majors sehen. Noch mehr DLC, eine immer größere Aufsplittung der Spiele in immer kleinere Häppchen, um versteckte Preiserhöhungen zu kaschieren. Noch mehr Verteufelung und Behinderung des Gebrauchtmarktes und somit langfristig ein Abwürgen der Erstreleaseumsätze, da die Kunden nicht mehr genug Kaufkraft für neue Spiele befreien können.

    Ach, das wird noch lustig! Wahrscheinlich kein typischer Crash wie Anno 1983, aber eine immer stärkere Marktkonsolidierung, mehr Fusionen, um im stagnierenden oder gar weiterhin schrumpfenden Markt bestehen zu können. Und wenn genügend Lobbypower da ist, werden wir mit Sicherheit noch ein paar hysterische Urheberrechtsgesetze bekommen, an die sich aber auch wieder keine Sau hält.

    Eigentlich eine gute Zeit, um gegen den Strom schwimmend im Indie-Bereich einzusteigen, um die Mittelsmänner und Zwischenhändler via Direktvertrieb im Netz möglichst auszuschalten, um den Gewinn pro verkauftem Spiel so zu erhöhen, dass man auch mit geringeren Verkaufszahlen sein Auskommen schaffen kann.

  6. Look sagt:

    Es verdienen nur andere an kostenlosen Flash Spielen – die sind doch auch nur da, um Werbung zu schalten. Der Dollar ist nicht weg, ihn hat nur jemand anders :).

    Und den Core Markt bedienen, ich glaube nicht Tim, weil Coregamer sind so unbeliebt, die wollen so viel für das Geld und sind so unleidlich, das Risiko zu verbocken ist da deutlich größer.

    Gegen typische Flash Spiele anstinken ist eigentlich recht einfach, finde ich – bessere Animationen, höhere Auflösung, bessere Soundsamples (da reicht imho schon höhere Bitrate), nettere Musik (manches ist einfach zu Fahrstuhlporno bei Flash) und je nach Spieltyp eine Story die man auch so bezeichnen kann.

  7. Jarno sagt:

    Komische Sache, aber mich hat der Blogeintrag in erster Linie daran erinnert, daß ich mir eigentlich schon lange Tim Schafers Psychonauts kaufen wollte. Und schwups ist es im Warenkorb gelandet, und das für schlappe 2.99€ 😀

    PS: Soll keine blöde Anmache sein und mir ist es auch nur aufgefallen, weil ich kürzlich erst auf den selben Fehler hingewiesen wurde: Sin“t“flut

  8. Svennö sagt:

    In der GEE ist n Artikel über das kommende Spielgame von Platinum Games, den Machern von Bayonetta. Man habe sich bewusst für ein „mainstreameriges“ Spiel entschieden, damit die Umsätze höher sind->Druck vom Publisher den Laden sonst dicht zu machen.

  9. hoellenbewohner sagt:

    du scheiss orakel. kein tag vergeht:

    Codemasters – CEO: »Der beste Kopierschutz sind unfertige Spiele«

    Für den Publisher Codemasters ist der beste Schutz gegen Raubkopierer »unfertige Spiele«, die erst durch Mikrotransaktionen vervollständigt werden.

    http://www.gamestar.de/news/branche/2316398/codemasters.html

  10. Harzzach sagt:

    🙂

    Vielleicht sollte dem Herrn mal jemand sagen, dass DLC als Kopierschutz kläglich versagt?

  11. Sir Richfield sagt:

    Ich dachte, der Core Markt sind die Deppen, die sich selbst als Core Gamer bezeichnen, damit aber nur meinen, dass sie jedes Jahr das neue Madden und / oder Call of Duty meinen und da so lange spielen (und sich über Bugs und Lag aufregen), bis die Neue Version draußen ist.
    Hardcore sind dann die, die auch mal ein Pro Evo oder Battlefield spielen.

    Sorry, aber wer so monotheistisch ist, den kann ich als Spieler nicht ernst nehmen.
    Wer ernsthaft ein Super Mario als Kinderkram abtut, hat vom Videospiel an sich einfach keine Ahnung und verliert bei mir jeglichen Kredit.

    ABER – das sind genau die Leute, auf die die Industrie abzielt, dass sind die Leute, mit denen „Pricks“ wie der Epic Hansel und Bobby ihr Geld machen.
    Das sind genau die Leute, die ein (irgendein) Spiel von Herrn Schäfer im Regel lassen weil sie keinen intellektuellen Zugang dazu haben.

    Der klägliche Rest (also solche wie wir) sind einfach zu wenig um kommerziell den Break Even zu erreichen (oder was Publisher heutzutage dafür halten).

    Aber Hoffnung besteht immer. Der ganze Laden ist schon mal vor die Wand gefahren, das schafft der auch wieder.
    Wollen wir hoffen, dass Nintendo dann als quasi Monopolist nicht an der Preisschraube dreht.
    Wobei deren „Kern“kunden auch an Schizophrenie leiden. Einerseits wird gerade der Mario Reihe fehlende Innovation vorgeworfen, andererseits verkauft sich „More of this Shit“ Galaxy 2 super. (Jaja – ich bin auch schuld dran. Ich will SPAß beim zocken haben, sue me!)
    Der Metroid Reihe wirft man das Gegenteil vor und dennoch werden Experimente wie Prime gekauft.
    (Siehe oben. 😉 Allerdings, ginge es nach mir, könnte die echt jedes zweite Jahr einen 2(,5)D Metroid Teil bringen und in dem Jahr dazwischen wilde Experimente.)

  12. Hotze sagt:

    Sehr interessant „Der Geschäftsführer vom Publisher Codemasters, Rod Cousens, hält DRM nicht für den richtigen Ansatz im Kampf gegen Raubkopierer. Manchmal solle diese Art von Kopierschutz sogar „kontraproduktiv“ sein und das Spielerlebnis des ehrlichen Kunden beeinflussen. Gegenüber der englischsprachigen Internetseite ComputerAndVideogames.com äußerte sich Cousens zu einem völlig neuen Ansatz im Kampf gegen illegal kopierte Spiele. Demnach sei die Veröffentlichung von „unfertigen Spielen“ der richtige Weg um Raubkopierer auszuschließen ohne das Spielerlebnis des Kunden zu beeinträchtigen.“
    quelle: http://www.gamestar.de/news/branche/2316398/codemasters.html

  13. Harzzach sagt:

    Und jetzt muss uns der Herr Cousens nur noch erklären, wie sein Ansatz NICHT das Spielerlebnis des Kunden beeinträchtigt, wie sein Ansatz NICHT kontraproduktiv sein soll 😉

  14. Sir Richfield sagt:

    Hatte Valve nicht mal Zahlen, wie viele Nutzer eines ihrer Spiele wirklich bis zum Abspann gespielt haben?
    Ich sehe schon die feuchten Hosen bei den Marketingfuzzies, wenn die genau damit argumentieren können:
    „Nur ein kleiner Teil spielt überhaupt durch und genau die werden von unserem System überhaupt nicht beeinflusst. Wir belohnen damit die Core Spieler, die echten Fans, etc. laberlaber.“
    Natürlich senkt das nicht den Preis des Basisspiels. Warum auch? Jetzt hat sich ja das Preis/Leistungsverhältnis für den Großteil der Käufer verbessert (Also nicht mehr gekauft, als man eh braucht)…

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