Junge Hüpfer, alte Hasen

Zuerst dachte ich mir nichts. Nichts dachte ich mir, als ich gestern in diversen News lesen konnte, dass Richard “Lord British” Garriott wieder ins Spiele-Business einsteigt. Kurz überflogen, die Worte Social Media, Open Fratzelbratz, Open Fritzelbritz sowie Facebook sprangen mir wie grellrote Warnschilder in die Augen, was zur sofortigen Notabschaltung meines Aufmerksamkeitsbewusstseins führte. Sprich, kaum hatte ich diese Meldung wahrgenommen, hatte ich sie auch schon wieder vergessen.

Warum eigentlich? Schliesslich hat Garriott maßgeblichen Anteil an Deiner Gamer-Sozialisation gehabt. Vor allem “The Black Gate” und “Serpent Isle” haben Deine Vorstellungen von einem “guten” Spiel geprägt. Ultima als Ganzes, nicht nur die Hauptserie, sondern auch der 3D-Ableger “Ultima Underworld” und die beiden phantastischen Ausflüge in Form der “Worlds of Ultima”-Ableger, ist mit das Beste, was Dir jemals in Deinem Spielerdasein widerfahren ist, oder nicht?

Das stimmt schon. Ich erinnere mich gerne an diese Zeiten. Ich träume immer noch davon, dass Garriott sein, in einem Interview zum Release von Ultima IX locker-flockig dahingesagten Versprechen, er würde gerne alle alten Ultima-Spiele einem 3D-Remake unterziehen, endlich wahrmacht. Ich würde gerne erleben, dass EA das Ultima-Trademark wieder an ihn zurückverkauft, welches er im Zuge der damaligen Origin-Übernahme an EA abgetreten hatte. Ich würde, so das nicht möglich wäre, gerne auch erleben, dass Garriott zu seinen Wurzlen zurückkehrt und wieder damit beginnt, kleine und feine Rollenspiele zu produzieren. Weniger Graphik-Pomp, mehr Inhalte und neue Wege des Story-Tellings suchend. Aber er tut es nicht. Er geht den risikolosen Weg und folgt dem neuesten Hype in der Branche, anstatt die Branche aufzumischen oder selber wieder Trends zu setzen. Das kann er natürlich gerne tun, wenn er das möchte. Er ist mir zu nichts verpflichtet. Was mich wiederum aber auch von der Verpflichtung entbindet, jedes Mal wenn Garriott einen Furz lässt, in Gebetstrance zu fallen und der Götter Beistand für das baldige Erscheinen von Ultima X zu erflehen.

Das heisst, Du erwartest nichts mehr von ihm?

Nein. Der gute Mann soll sein Geld genießen und noch etliche Dutzend Mal die Erde von oben betrachten. Ich gönne ihm das. Aber in Punkto Computerspiel, da erwarte ich nichts mehr von ihm. Weil da nichts mehr kommen kann. Er ist einfach durch. Hat keine eigenen Ideen mehr und rennt nur noch dem leichten Geld hinterher, weil seine neue Leidenschaft das Weltraumreisen ist, welches nicht ganz unbillig für den Touristen ist. Abgesehen davon, dass er nur der Chef von Origin war und all die Kleinodien der frühen 90er ohne die Mithilfe einer Gruppe schwerst talentierter Jungs so nicht möglich gewesen wären. Du weisst schon, zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort und mit den richtigen Leuten können wir die Welt aus den Angeln heben und so.

Gibst Du dann auf? Weil, nicht wenige Leute Deines Alters geben auf, wenn sie sehen, das auch die Helden der Jugend nicht ewig jung bleiben und auch bloß älter werden, anstatt jedes Jahr aufs Neue die Welt zu beglücken. Und als Reaktion auf diese ernüchternde Erkenntnis, das nämlich alles vergänglich ist, in das gute alte “Früher war alles besser!” verfallen und sich allen neuen Dingen verschliessen.

Zugegeben, es gibt Momente, da neige ich zu einem solchen Verhalten. Vor allem dann, wenn ich mich aus der Deckung wage und einen aktuellen Shooter oder ein anderes neues Actionspiel ausprobiere, nur um mit Entsetzen wieder zurückzuschrecken, weil mich ein von Consolitis nur so zerfressener Kadaver erwartet. Da sage ich voller Inbrunst, dass früher TATSÄCHLICH alles besser war.

Ich kann mich natürlich nicht frei machen von solchen Gedanken. Aber ich denke, ich habe etwas gefunden, was mich daran erinnert, wie schön es ist, hinter dem nächsten Hügel neue Wunderdinge zu entdecken, anstatt schon im Vorfeld resignierend abzuwinken, wenn wieder der neue Blockbuster landauf, landab massiv beworben wird. Da gibt es nämlich immer öfters die sog. Indie-Spiele. Das sind die neuen Wilden, die dem Establishment das Fürchten lehren, weil sie sich nicht anpassen wollen, sondern ihr eigenes Ding durchziehen wollen. Manche, weil sie dem Establishment tatsächlich den Stinkefinger zeigen wollen. Andere, weil sie bei einem der großen Konzerne ihren Job verloren haben und nun aus der Not heraus einfach selbst loslegen. Und Dritte, die eine Idee haben und diese einfach umsetzen wollen, ohne jetzt explizit einen lukrativen Vollzeit-Job daraus machen zu müssen. Da sind Leute, die aus Prinzip oder aus der Not heraus oder einfach aus der Laune des Moments Dinge tun, die mich wieder zum Lächeln und Staunen und Träumen bringen. Die neue Wege gehen, die Risiken eingehen. Ob sie damit Erfolg haben, werden wir in 10-20 Jahren sehen, wenn diese jungen Wilden dann das Establisment von Morgen bilden und ich mich aufs Neue nach jungen Wilden umtun muss, die einen Scheissdreck auf den sicheren, den ausgetretenen Weg geben. Aus Prinzip, aus der Not heraus oder weil ihnen gerade einfach danach ist, diese eine Ding da zu tun, dass die ganze Zeit in ihrem Schädel juckt …

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27 Kommentare zu “Junge Hüpfer, alte Hasen

  1. volcomman1 sagt:

    Top Blogger!

  2. quellcode sagt:

    Zustimmung (auch wenn du mal wieder die Kurve zu Indie gekriegt hast). Ja, Lord British ist auch bei mir so ein wunder Punkt, aber da müssen wir durch. Spielen wir doch einfach nochmal Ultima 7 🙂 Ultima 5 Lazarus wartet auch noch ungespielt auf mich. Quasi dem heutigen Richard Garriot den Stinkefinger zeigen; in den Spielen ist der „gute alte“ Lord British immernoch der alte – für immer 🙂

    PS: Der hat so ein tolles Haus! 😉

  3. Harzzach sagt:

    Und Ultima 7 spielen wir natürlich mit dem Exult-Client. Und danach Ultima 8 mit dem Pentragram-Ableger dieses Ports. Und dann … dann zocke ich Ultima IX in uberbrutaler 16:10-Widescreenauflösung, weil mein Quadcore-Prozzi und die die entsprechende GPU jedweden miserablen D3D-Code nur so mit Rechenleistung zuscheisst …

    Aber vorher, respektive ab morgen kommt Drakensang-AfdZ dran. Seit langer, langer Zeit wieder ein Spiel, auf das ich mich voll und gnaz freue.

  4. n8mahr sagt:

    Tja, so ist halt der Weltenlauf… Die „Alten“ sind irgendwann satt und werden zu dem, was sie früher gehasst haben. Das geht nicht nur „Joschka“ Fischer so, das trifft man in jedem Bereich.
    So lange, wie der PC nicht eine „abgeschlossene Umgebung“ darstellt wie die Konsole, so lange es Open Source gibt, so lange es Kreativität und die Lust am Spielen gibt, so lange wird es am PC auch immer wieder neue, spielenswerte Spiele (=Kleinode) geben.

  5. n8mahr sagt:

    hach, Ultima ix… Beim Lauschen der „Titelmeldodie“ Stone(Chambers) bekomme ich auch Jahre danach noch eine Gänsehaut und gerate ins Träumen. Was die Rechenleistung angeht: ich glaube, die D3D-Engine war einfach nur Mist. Die einzige Möglichkeit, das Spiel so zu erleben, wie es sein sollte, ist ein Verbund aus 2 3dfx Monster2 Karten – quasi UR-SLI 😉

  6. Harzzach sagt:

    Mist? Komplett für’n Popo! Ich habe UIX unter D3D erst mit einer (Achtung!) Geforce FX5900 ruckelfrei in hohen Auflösungen betreiben können. Davor hatte ich es mit einer Ti4600 versucht, aber über 1024×768 ruckelte es spürbar. UIX hatte ich damals mit einer Voodoo3 gespielt. Perfekt!

  7. quellcode sagt:

    Irgendwie schaff ich es auch immer noch nicht, mich von meiner Voodoo 5 5500 zu trennen, aber selbst auf der lief das Spiel nicht wirklich flüssig. Ich kann mich aber gerade nicht mal mehr erinnern, was ich damals für eine CPU hatte… Pentium3?!? Ja, ich glaube fast Pentium 3…

  8. quellcode sagt:

    PS: Die erste Monster3D mit GLQuake war damals einfach sowas von eine Offenbarung *schwärm* Im Gegensatz zu Garriott werd ich 3dfx für immer in guter Erinnerung behalten.

  9. Sir Richfield sagt:

    Ich würde ja gerne sagen, dass wir Spieler besser sind als die Musikhörer, weil wir von unseren Idolen verlangen, stets Neues zu bringen, aber ich denke, dass ist eine Lüge.
    Die Technik entwickelt sich immer weiter und oft kann man alte Titel einfach nicht mehr starten.
    Um unser Hobby weiter genießen zu können, müssen wir uns dem Fluss anpassen.
    Und dann merke ich, dass ich dennoch immer wieder gerne mal eine Runde DooM spiele oder Duke Nukem. Dass ich tatsächlich über den Bedienkrampf eines C&C Tiberium Sun hinwegsehen könnte, solange ich Panzerrushes veranstalten kann. Dass ich jetzt wieder eine Woche lang Rechenleistung für ein Flash Tower-Defense Spiel verbraten habe.
    Dass ich nach Fünf Minuten AvP 3 wieder geflucht habe, dass AvP 1 nicht mehr läuft. (Falls Dir das mal in die Hände fallen sollte, Harzzach, auf den Post freu ich mich jetzt schon. Und wenn Du es gut finden solltest, freu ich mich auch die Diskussion mit Dir.)

    Dann sind wir doch wie die Fans der Musik, die immer noch die alten Säcke mit ihren alten Stücken auf der Bühne sehen wollen. (Um dann zu Hause zu sagen, die alten Säcke sollen doch endlich in Rente gehen.)

    Herr Garriott hat mal sehr gute Spiele gemacht. (Inhaltlich zumindest. Technisch soll mir keiner Pagan oder IX verteidigen wollen!) Ultima IV war mein erstes RPG (Spätentwickler in der Beziehung) und hat mir neue Welten geöffnet. Ohne UIV würde ich wohl nie Torment gespielt haben.
    Ultima Online hat das MMORPG Genre marktfähig gemacht.

    Aber stellen wir uns mal folgende Fragen:
    Würden Garriotts alte Ideen heute noch auf dem Markt funktionieren?
    Kann er sich erfolgreich neue Sachen einfallen lassen?
    Würden *wir* die neuen Sachen haben wollen?
    Ich glaube, die Antwort ist leider „nein“. (Teile davon hat er mit Tabula Rasa ja bewiesen *g*)

    Insofern würde ich mir auch wünschen, Herr Garriott ließe es einfach. Soll seine Zinsen genießen, im Weltraum rumsegeln, vielleicht mal ein Studio oder zwei finanzieren, aber sich sonst zurück halten.
    (Wäre schön, wenn Herr Molyneux das auch könnte…)

    Wobei ich nicht sage, er soll es nicht versuchen. Würde mich jederzeig gerne positiv überraschen lassen, wenn ein gutes Spiel mit seinem Namen in den Credits kommt.
    Aber das Rockstar Gehabe, der Gedanke die bloße Ankündigung würde Hype generieren, das müssen die Jungs langsam mal ablegen.
    Aber warum sollte man von John Romero was lernen?

  10. Harzzach sagt:

    Zu was soll ich was sagen, AvP1 oder 3? Ich würd lieber wieder was zu AvP 2 sagen, welches ich persönlich für grandios hielt. Monolith ist für mich ein sehr viel kompetenterer Shooter-Entwickler als dies Rebellion jemals sein könnte. AvP1 hatte bei mir damals verloren, weil man nicht innerhalb einer Mission speichern konnte. Wurde zwar per Patch nachgereicht, aber da hatte ich schon keinen Bock mehr. Und zu AvP3 kann ich nix sagen, weil ich ab Heute mitten drin in Aventurien stecken werde und keinen Kopf mehr für andere Dinge habe 😉

  11. drakgesang sagt:

    Oh klasse, gib dann doch mal in den nächsten Tagen ein paar Deiner gesammelten Eindrücke zum neuen Drakensang wieder. Bin gespannt wie es sich so macht.

  12. Sir Richfield sagt:

    Als ich es las, dachte ich mir, dass es Verwirrungen gibt.

    AvP 3 natürlich.
    AvP 1 bekommst Du nicht mehr ans Laufen (und wenn ja, sag mir wie!)
    AvP 2 fand ich persönlich jetzt teils/teils.

    Unterscheiden muss man bei diesen Spielen extrem zwischen SP und MP.
    Den SP von 1 kannst Du getrost vergessen, das ist richtig. Den hat nur einer von uns gespielt und in der fünften Marine Mission (ohne Patch) hat es dann seine Nerven nachhaltig ruiniert. Jetzt erschreckt der sich schon bei Half Life.
    2 war im SP tatsächlich recht gut. Ich weiß noch, wie ich eine halbe Stunde lang nervös mit dem Motion Tracker vor dem Hangar umhergelaufen bin, Nerven bis zum Zerreißen gespannt – und dann endlich den blöden, schwingenden Haken gefunden habe.
    3 Technisch eine Katastrophe, extrem auf Konsolen ausgelegt und die Testversion, die mir zur Verfügung steht hat einen gamekiller Bug VOR der Alien Kampagne, der mir die Lust generell versaut hat.

    Wichtiger ist der MP und meine Herren, hat AvP 1 damals gerockt. Perfektes asynchrones Gameplay! Jeder hatte eine Chance. Und der Bot-Aliens gegen Marines und Preds Modus hat uns lange vor L4D vor die Monitore geschweißt.
    (Natürlich war da nicht alles Fehlerfrei, aber SO ein Spiel haben wir nie wieder bekommen).
    AvP 2 war irgendwie… *meh* Jedenfalls für mich. Aber vielleicht geben wir dem Game noch mal ne Chance, mal sehen.
    AvP 3 kann ich natürlich nicht bewerten, aber da scheinen auch große Balance Macken drin zu stecken.

  13. Harzzach sagt:

    AvP1 gibt es auf Steam als „AvP Classic 2000“, code-optimiert und repariert für neue Windows-OS’se. Sogar kaufbar für uns blöde Deutsche für schlappe 3 Euro, obwohl es keine Jugendfreigabe der USK gibt.

    AvP3 hätte mich zwar grundsätzlich schon interessiert, wegen des Settings, doch … aktueller Egoshooter, Consolitis und so. Vielleicht später, vielleicht auch nie.

    Und was Egoshooter-MP betrifft, das ist mir mittlerweile viel zu hektisch. Ich bekomm ja schon Herzkasper, wenn ich für ein paar Minuten in Quake Live abtauche und auf meinem Fähigkeitslevel froh bin über den einen oder anderen Railgun-Headshot, den ICH austeile, anstatt am empfangenden Ende zu stehen 🙂

  14. Sir Richfield sagt:

    Supi, und wie soll ich das Steam Code Optimierte AvP 1 gemütlich mit meinen Kumpels über Hamachi spielen?
    Von 15 Leuten, die sich regelmäßig treffen haben, glaube ich, vier Steam installiert.

    Aber dennoch danke, mir deucht, da ist vor Kurzem was mit 2000 an mir vorbeigeflogen. Man muss ja erst mal gucken, damit man dann strukturiert und fundiert meckern kann. 😉

  15. n8mahr sagt:

    @ harzzach:
    QuakeLive ist auch mal eben eins der hektischten Spiele. Das du DA n Herzkasper bekommst ist nicht ungewöhnlich, sondern GEWOLLT; das ist Teil der „natürlichen Auslese“, um den besten Quaker der Welt zu finden.

    @Sir Richfield:
    Du hast 15 Leute, mit denen du über Hamachi zockst? Recht regelmäßig ? Wow! Und nur 4 nutzen Steam? Dann kann es sich ja nur um dezidierte Steam-Hasser handeln, denn am technischen (Un)verständnis kann es ja nicht liegen…
    Ich bin inzwischen froh, dasses Steam gibt. Die Leute, die nicht so viel Ahnung von Technik haben, klicken einfach auf „join XY´s Game“, ohne das Spiel gestartet zu haben und feddich.. Habe mir früher immer den Mund fusselig geredet und es jedem 10 mal erklärt bis es per Hamachi lief. Vergangenheit. Mehr Zeit zum Zocken, auch wenns Geld kostet (für jeden ein Original)… dafür zocken wir ja auch nur noch Spiele, dies bei Steam im Angebot gibt bzw inner Pyramide fürn 10er..;)

  16. Sir Richfield sagt:

    Jepp, Steam Hasser. Ganz alte Garde, die sich von einem Publisher nicht sagen lassen will, wann und wo sie ein Spiel spielen dürfen.
    Die der Meinung sind, es hat keinen zu interessieren, wann sie mal Zocken.
    Die mehr als drei Freunde noch behalten können und offline Kontakt halten können.
    Die Netzwerke noch mit Schweiß, Tränen und vergessenen Terminatoren ans Laufen bekommen haben.
    Die sich immer schon gesagt haben, dass das alles mal ausgenutzt wird. (Und dennoch nicht mal die Hälfte vorausgesehen haben.)
    Wir respektieren Steam. Die Technik und die Idee ist gut. Alles Andere allerdings nicht.

    Deshalb ziehen wir uns aber auch immer mehr aus der Zielgruppe zurück, weil LAN ist ja Pfuibah! Für uns, die wir nur über Hamachi oder LAN spielen sind dafür die modernen Spiele Pfuibah.
    Wir hatten MW2 ja schon vorbestellt, bis die ganzen Nachrichten kamen.
    Wir hatten Hoffnungen, als AvP 3 angekündigt wurde und Steam hat den Zahn direkt gezogen.
    Ist aber egal, die wollen unser Geld, wir würden zur Not auch noch CoD 1 spielen.

  17. n8mahr sagt:

    @harzzach: ja, ich wollte es vorsichtig ausdrücken;)

    @quellcode: du hast eine 5er ??? die noch funktioniert ??? gott !! trenne dich NIEMALS davon! halt sie schön kühl! gibt glaube ich nicht mehr viele von dieser spezies, die meisten sind schon den hitzetod gestorben. ein problem, welches, so behaupte ich mal, früher übrigens um einiges häufiger war als heute. ich habe in 2 3dfx-karten geschrottet. eine 1er durch dummes übertakten, eine 2er wohl durch überschreitung des mindesthaltbarkeitsdatums.. seit dem ist mir nie wieder ne graka abgeraucht.
    warum das wohl auf deiner 5er nicht flüssig lief? ab einer 2er wars nämlich schon akzeptabel.

    glQuake? glHexen !

  18. n8mahr sagt:

    „Ganz alte Garde“ ja, ich gehe auch so langsam auf die 30 zu 😉
    T-stücke, Terminatoren und diverse Kabelbrüche habe ich auch noch miterlebt, und das nicht zu knapp. Ich war damals derjenige, der sein ganzes Taschengeld für nen 8-port hub mit rj45 UND koax-anschlüssen ausgegeben hat, um den leuten die Migration auf die neue Technik schmackhaft zu machen, die ja nun wirklich ein Riesenfortschritt war, da endlich nicht mehr ein Idiot das ganze LAN sabotieren konnte (Sternform vs Ringform).

    Richtige LAN Zockerei betreiben wir aber nur noch max. 2 mal im Jahr, mit max. 5 von 9 Leuten, denn es ist verdammt schwer geworden, die verschiedenen Arbeitszeiten, Wohnorte & Familienverhältnisse unter einen Hut zu bringen.
    Deswegen weichen wir gern mal aufs WAN aus. Allerdings haben wir da meistens nur ein paar Std gemeinsame Zeit.
    Und da Steam eine einfache Möglichkeit bietet, das schnell jeder ein Spiel in der garantiert selben Versionsnummer mit garantiert eifacher Serverwahl zur Verfügung hat, gibt es für mich keinen Grund, nicht für bestimmte Spiele darauf zurückzugreifen.
    Die Alternative wäre nämlich, dass ich 4 von 5 Mitspielern haarklein per Telefon, Skype oä erkläre, wie Hamachi nochmal funktioniert, welche Versionsnr. das Spiel bei uns haben muss, wo es den Patch gibt, wo .. ach..
    Da sich solche Erklärungen in der Vergangenheit schonmal über mehrere Stunden hingezogen haben und ich dafür definitiv zu schlecht bezahlt werde (nämlich gar nicht), lege ich den leuten inzwischen einfach ans Herz, sich die Pyramidenversion oder die Steam-Version für n 10er zu holen und alle sind glücklich.
    Steam, weil die an uns (zwar nur max 10€ pp, aber immerhin) verdient haben und wir, weil wir einfach zocken können.
    Denn Schweiß und Tränen sind nur in der Retrospektive schön 😉

    Wie gesagt, aktuelle Spiele zocken wir eh nicht bzw selten, da zu teuer und oftmals zu hohe Hardwareanforderungen..

  19. quellcode sagt:

    Ich hab auch schon mal überlegt, sie zu Rahmen und an die Wand zu hängen, aber irgendwie sind die Zeiten auch vorbei – nichtmal mehr die Stoffkarten von Britannia hängen noch ;-).

    Wirklich selten ist übrigens die Voodoo 5 6000er, die es angeblich nie offiziell zu kaufen gab (4 GPUs).

    Vielleicht täuscht mich auch meine Erinnerung und ich hab UIX doch noch auf der Voodoo3 gespielt, aber vielleicht lag das Geruckel auch an der Kantenglättung oder Auflösung… Oder ich bring (typisch alter Sack) alles total durcheinander und die Framerate war gut aber das Spiel ist häufig abgestürzt? Naja egal.

    Perfekt läuft auf der Voodoo 5 auf jeden Fall UT99 – mit Glide hat das Spiel auch noch einen ganz anderen Look 🙂

  20. Andreas sagt:

    Sagt niemals nie, Freunde, Metallica haben auch fast zwanzig Jahre Drecksalben herausgeschoben und waren so gut wue abgeschrieben, und bringen dann mit der Deathmagnetic wieder einen modernen Klassiker heraus.

    Vielleicht findet der Garriot auch wie zu sich 😉

    Im Ernst, als Weltgrösster Ultima-Fan würde ich es mir wirklich wünschen – und der Erfolg der modernen Open-World-RPGs von Bethesda zeigt ja, dass Sandbox sehr gut läuft, wenn auch mit einer flachen Story.
    Da könnte Garriot punkten, denn erzählen kann er mal wirklich.

    Leider fürchte ich, dass ihm keiner mehr das Geld für ein AAA+-Ultima geben wird.

    Sweet-Ass-Poker, wie sein erstes Spiel auf Facebook heisst – oh Mann. Ach, ich gebe es zu. Es tut schon weh.

  21. n8mahr sagt:

    Wie schön, dass die Geschmäcker verschieden sind. (RE)Load halte ich für absolut großartige Alben, aber ich steh halt auch auf Country.
    Und sweet ASS poker .. lol DAS is ne Schweinerei im wahrsten Sinne des Wortes 😉 Ich zocks mal an und berichte, ob man die Handschrift des Meisters noch erkennen kann 😛

  22. Harzzach sagt:

    Ich war fast geneigt nach eingehendem Studium seiner neuen Firmenseite folgendes zu zaubern, um dieses Übel schon in den Anfängen zu stoppen: VAS KAL AN MANI IN CORP HUR TYM!

    Hab’s dann aber doch gelassen 🙂

  23. Rollenprinz sagt:

    Wenn ich mich mal in die Haut vom Garriot reinversetze, würde ich auch keine Rollenspiele mehr programmieren. Ich hätte mit U7 und U8 Rollenspiele in die Welt gesetzt, die heute noch schwer zu übertreffen sind, ich hätte mit U-Online den ersten richtigen MMORPG geschaffen, an dem siich alle heutigen MMORPG orientieren. Und das in einer Zeit in der Publisher MMO als letzte Überlebenschance für den PC als Spieleplattform sehen.
    Im Ernst, ich würde kein solches Spiel mehr machen, weil ich das erreicht habe, was ich erreichen wollte. Und nur für die Fanbasis programmieren ist nicht motivierend genug. Sollen sie doch die alten Spiele spielen, wenn sie sie so toll finden.

  24. Beim Layoff behielt EA meine Seele sagt:

    Zum Thema Ultima und was es EA wert ist, sei nur mal dieser Link gepostet: http://www.lordofultima.com/

    Da stellt sich doch die Frage was schlimmer ist. Kein Spiel mehr mit diesem Namen oder so ein Spiel?
    Aber nein, eigentlich stellt sich die Frage nicht, da sicher jeder die Antwort kennt.

  25. Andreas sagt:

    Was zum Geier ist das? Gerade mal den Schriftzug aus dem Archiv geholt, oder gibt es in dem Browsergame noch tatsächliche Bezüge zur Ultima Lore?

  26. Mitch sagt:

    Jaja Ultima 7 war mein persönliche All-Time-Highlight zusammen mit Wizardry 7 und Ultima 6. Genau wie bei anderen Themen frage ich mich immer, wieso da nix mehr kommt. Herr der Ringe CRPG oder sowas… wär auch ein Beispiel.

  27. Beim Layoff behielt EA meine Seele sagt:

    Zu dem Zeitpunkt war ich nicht mehr in dieser Firma.. zum Glück.
    Ich wage aber zu bezweifeln das dort mehr als nur der Name drin steckt. Eher würde ich sagen dort steckt der Gedanke des schnellen Browser-Rubels drin, auf Kosten eines ehemals großen Namens.
    Man kann ja von Ultima halten was man will, aber DAS hat es sicher nicht verdient.

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