Ach Du meine Güte …

Nach der Flash-Demo, die nach kurzer Eingewöhnung eigentlich recht gut spielbar war und Appetit auf mehr machte, ist nun auf den üblichen Download-Servern und Webseiten die offizielle PC-Demo eingetroffen …

Es ist klar, dass es in der Demo einen Levelcap gibt. Es ist auch klar, dass man nur eine begrenzte Anzahl von Systemen anfliegen kann. Ist ja ne Demo. Dass man aber seinen Helden nicht abspeichern kann, ist aber der übliche Ausdruck von Industrie-Paranoia, die um jeden Preis vermeiden möchte, dass sich die Kundschaft auch nur einen Jota zuviel mit der Demo beschäftigt. Also bitte, wo kommen wir denn dahin, wenn man den Kunden was schenkt? Die sollen nicht die Demo zocken, die sollen gefälligst das Spiel kaufen, dammich! Schon schlimm genug, dass man eine Demo anfertigen muss …

*grummel, brummel, zeter*

Ok, doch genug davon. Widmen wir uns lieber dem Spiel.

Ein Spiel, welches man der Einfachheit halber als PuzzleQuest im Weltraum bezeichnet. Weil es, im positiven, wie im negativen Sinne, genau das ist. PuzzleQuest im ScienceFiction-Gewand. Siehe auch die Screenshots. Kommt einem doch sehr vertraut vor, nicht wahr?



Wer PQ kennt, findet sich in wenigen Sekunden zu Recht und bekommt trotzdem in Windeseile was auf die Fresse. Ich habe zB. den allerersten (!) Kampf erst beim vierten Mal gewonnen. Und dann schon nach zwei Zügen, weil mir der Zufall, welcher dem Computergegner dreimal zuvor die übliche, bestmöglichste Steinkombination geschenkt hat, beim vierten Mal endlich mir gnädig war. Und zwar so derart fett, dass ich selber kaum etwas tun musste.

Ja, PQ konnte schon ziemlich unfair und gemein sein. Vor allem, weil es einem durch den ganzen RPG-Überbau suggerierte, man könne mit Strategie vorgehen, während es in erster Linie immer noch ein Arcade-Glückspiel war. Galactrix setzt dem Ganzen aber nochmals die Krone auf.

Meine Fresse … ich mein … das könnte schon Spass machen, so ist es nicht. Aber wäre es nicht möglich, den Zufallsfaktor einen Tick runterzuschrauben? Oder dem Spiel wenigstens ein vernünftiges Balancing geben? Denn jetzt habe ich den Levelcap (Stufe 5) erreicht und bin dabei fast eingeschlafen, weil bis auf ein weiteres Mal Partystimmung für den Gegner, ich alle Kämpfe im Halbschlaf gewonnen habe. Und zwar nicht, weil es so leicht war, sondern weil mir der Zufall glücklich in die Hände gespielt hat. Kann gut sein, dass ich beim nächsten Versuch wieder gehörig die Hucke voll bekomme …

Alles in allem, PuzzleQuest habe ich diesen Fehler verziehen, weil man vor allem im späteren Spielverlauf durch geeignete Ausrüstung den Zufallsfaktor dämpfen konnte und weil PuzzleQuest auf seine ganz besondere Art und Weise etwas Einzigartiges war.

Aber ich frage mich gerade ernsthaft, ob ich mir diese Verarschung ein zweites Mal gefallen lasse …

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11 Kommentare zu “Ach Du meine Güte …

  1. Guido sagt:

    Ich hab auch Puzzle Quest nicht fertig gespielt. Als ich irgendwo ein Quest auflas „jetzt musst Du 100 (!) Dingadongs sammeln, nachdem Du vorher 20 Dongadings gesammelt hast“, fand ich das ginge dann doch etwas zu weit.Dabei war die Spielzeit zu dem Zeitpunkt schon recht lang und ich hätte gerne was gesehen in der Richtung „Du hast die Welt gerettet, hurra hurra“.Tja, schade.

  2. DELK sagt:

    Ich hab das Spiel ja nur fürs Handy(ja, steinigt mich), dass heißt ohne wirkliche Handlung. Aber mittlerweile ist jeder Gegner nach ein paar Zügen down-Möglich machts ne Rune, durch welche man seinen Schaden verdoppelt. Da heißt es schnell gute Nacht.

  3. Chris sagt:

    Also ich hab PQ auf dem DS durchgespielt, weiß also nicht, inwiefern es sich von der PC-Version unterscheidet, und es hat mich auch tatsächlich bis zum Ende bei der Stange gehalten, aber der Zufallsfaktor war schon manchmal echt nervig (vielleicht wars aber auch das ständige Cheaten des computergegners, das mich so frustriert hat…) aber hauptsächlich habe ich mir immer eine Frage gestellt: Warum kommt man auf die geniale Idee, Casual und „richtiges“ Gaming miteinander zu verbinden und macht dann daraus so ein Glücksspiel??? Und nachdem ich jetzt die Flash-„demo“ von Galactrix gespielt habe (danke für den Hinweis übrigens) bin ich noch verwirrter als ohnehin schon. Ist es wirklich so schwer, Regeln anzugeben, aus welcher Richtung die Steine nachrutschen? Dabei hätte es doch so schön sein können. Nach dem Erfolg vom PQ lässt sich ganz entspannt ein Nachfolger basteln, den man auf jeder Plattform verkaufen kann, nebenbei merzt man zudem die Fehler aus PQ aus und fertig ist ein Suchtspiel mit Anspruch. Aber nein! Wäre ja zu einfach. Wo ist denn der Spielegott, wenn man ihn mal wirklich braucht? WOOOO?

  4. Chris sagt:

    Okay okay, kleiner Nachtrag. Es gibt Regeln, wie die Steine fallen, zumindest etwas. Aber trotzdem verstehe ich unter Balancing anscheinend was anderes als die programmierer von Galactrix. Naja, was solls.

  5. Harzzach sagt:

    Ich vermute stark, dass man im späteren Spielverlauf, wie bei PQ, mit entsprechenden Ship-Upgrades jeglichen Zufallsfaktor eliminieren kann und, wie bei PQ, sich einfach nur durch die anfängliche Frustphase ohne entsprechende Items kämpfen muss, bis sich das Spiel fast von selber spielt.Wie gesagt, PQ habe ich das noch verziehen. Ich bezweifle aber, dass ich mir das mit Galactrix in absehbarer Zeit antun werde, da die Entwickler nur ein graphisches Update mit leichten Regeländerungen abgeliefert haben, der Kern des Spieles aber immer noch purer, chaotischer Zufall ist.

  6. Hase sagt:

    Danke für die Info mit der Demo, da kann man sich das ja mal ansehen, wie es denn dann gedacht ist.Die Zufallskomponente hätte man auch dadurch etwas minimieren können, indem man eine Vorschau für die nachrutschenden Steine gibt, damit man wenigstens ein wenig strategischen Nutzen hat, aber auf die Idee sind die irgendwie nicht gekommen (das hatte ja selbst Tetris schon).Irgendwie habe ich bei diesem Spiel auch ab und an so das Gefühl, der „Zufall“ ist nicht wirklich einer, sondern oft auch eine gelenkte Auswahl dessen, was der Gegner nun gerade brauchen kann.Das Spielprinzip ist toll, die Umsetzung sehr fragwürdig.GrußHase

  7. Icewolf sagt:

    Ich bin mir nicht sicher welchen Zufallsfaktor aussen den neuen Steinen die am Rande reinkommen du meinst. Die Richtung in die sich die Steine verschieben ist abhängig von der Tauschrichtung die man gewählt hat.Sobald man das berücksichtigt wird deutlich „einfacher“ und vor allem deutlich besser planbar 🙂

  8. Anonymous sagt:

    @IcewolfJa mit Zufall sind nur die nachrutschenden Steine gemeint, die aber immer so nachrutschen dass der Gegner massive Vorteile hat. Zum Beispiel hat es bis jetzt nur der PC geschafft dass nach einem 3er auch 3 Minen nachrutschen.So gesehen hat Harzzach recht am Anfang ist man wieder der Depp der bei jedem Kampf zittern muss, sobald man aber mal ein paar gute Item´s hat wird das Spiel immer einfacher.

  9. Deagle sagt:

    Nö, das ist wirklich nur Zufallich hatte nen 3er + nen 4er Minenblock in den Nachrutschenden.Weil ich mit ner Mine gestartet hab war der Gegner in einem Zug tot.Ziemlich sinnlos das Spiel.Dabei wäre das so einfach gewesen…..Einfach die nächsten Paar nachrutschenden Steine vorher aussen anzeigen, und maximal.. sagen wir 2 Folgereaktionen erlauben… dann wäre das ganze schon mehr Puzzle… und weniger Sinnlos.GrußD.

  10. afo sagt:

    Dafür ist der MS Flugsimulator jetzt wohl am Ende.

  11. DELK sagt:

    Achja Harzzach, weil du ja auf Serious Sam etc. gut zu sprechen bist, hab ich eine Frage: kennst du die Webseite: http://theprodukkt.com/einfach nur genial das DIng.KKrieger und Debris sind beide nicht mehr als 300 kb groß, trotzdem ist die Grafik annehmbar. Ein wenig kurz sind die beiden halt.

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