Happy Birthday, Starcraft

Gestern vor zehn Jahren erschien erstmals Starcraft auf den Bildschirmen der Welt. Nein, das alleine ist nicht der Grund für dieses Posting. Eine Menge anderer, guter Spiele sind vor noch längerer Zeit erschienen und ich habe kein Sterbenswörtchen dazu gesagt.

Nein, der wirkliche Grund, warum ich mich nun auch in die gestern und heute stattfindenden Glückwünsche einreihe, ist der Umstand, dass erst Starcraft mich für das Genre „Real Time Strategy“ erwärmen konnte.

Ja, Dune 2 war nett. Ja, Command&Conquer war auch nett. Ja, auch Warcraft und Age of Empires und Dark Reign und was-weiß-ich-noch waren irgendwie nett … aber nur für ein, zwei Stunden, bis mir das zu langweilig, zu hektisch, zu unübersichtlich wurde. RTS war für mich nichts weiter als ein technisch beeindruckendes, spielerisch aber nicht so wirklich überzeugendes Sack-Flöhe-hüten. Ich habe nie mehr als nur ein paar Missionen in den Kampagnen gespielt und den Multiplayer-Part niemals angerührt. Öde, blöde, doof! Das RTS-Genre war für mich ein abgeschlossenes Kapitel. Wie auch Simulationen, Sportspiele, Tycoon-Abarten und Beat’Em’Ups für mich nach einem kurzen Ausprobieren abgeschlossene Kapitel waren. Is nix für mich, weiter geht’s!

Ja, bis dann eben Starcraft auf meinem Bildschirm erschien. In Form der Demo. Mit ihren drei Missionen, die es nur in der Demo gab. Als Story-Prequel zum eigentlichen Spiel angelegt. Eine Demo, die ich zwei Tage lang rauf und runter, immer wieder gezockt habe, bis ich dann fast schon verzweifelt (Make it stop, make it stop!) in den Laden gerannt bin und nach einigem Zögern zur Protoss-Verpackung gegriffen habe. Starcraft war phänomenal und einzigartig! Starcraft war Gott! Optisch aktuellen Genrevertretern zT. deutlich unterlegen, so bot es jedoch ein nahezu perfekt ausbalanciertes Gameplay, ein narrensicher zu bedienendes Interface und sogar für mich Multiplayer-Abstinenzler in Form der Kampagne eine packende und motivierende Geschichte, deren Ende ich trotz mancher stressiger Missionen unbedingt erleben wollte.

Und bald, bald geht es weiter … *hrhrhr**geifer, lechz*

PS: Als interessantes Detail am Rande sei nur angemerkt, dass laut Blizzard Starcraft mit mehr als 1.5 Millionen verkauften Exemplaren im Releasejahr das erfolgreichste PC-Spiel im Jahre 1998 war. Heute wäre das eine Zahl, die eventuell für Zufriedenheit bei einem Publisher sorgen würde, aber nicht mehr Grund für ausdrücklichen Jubel wäre.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Retro.

3 Kommentare zu “Happy Birthday, Starcraft

  1. philipp sagt:

    in punkto genre-vertetern unterlegen muss man dazusagen, dass blizzard bei seinen spielen eigentlich immer mehr auf das gameplay als auf die optik achtet/geachtet hat finde ich.was für dich starcraft ist, entspricht bei mir ca. diablo 1 bzw. diablo 2…hab mal eben vor ein paar tagen wieder d2 aus der schublade geholt und bin wieder voll völlig angejunkt

  2. Harzzach sagt:

    in punkto genre-vertetern unterlegen muss man dazusagen, dass blizzard bei seinen spielen eigentlich immer mehr auf das gameplay als auf die optik achtet/geachtet hat finde ich.Das findest nicht nur Du so 🙂

  3. Christian sagt:

    LOL ich kann mich noch erinnern, das ein Spieletester vor 10 Jahren schrieb, das die Grafik von SC veraltet sei…Hab ich rauf und runtergezockt und auch Online schwer mein Fett abgekriegt. Hätte mir nie träumen lassen, das man es mal Professionell zocken würde.Schön das SC2 bald rauskommt…

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