Eine Frage des Stiles

Jetzt hat es mich doch erwischt. Nicht hinterrücks, sondern frontal gegen das Vorderhirn. Beziehungsweise die Stelle, in der akustische und optische Reize verarbeitet werden. Nein, weder war ich am Wochenende in der „Disse“, noch habe ich ein Konzert besucht. Ich habe nur endlich die richtige Musik für Audiosurf gefunden 🙂

War ich zuerst nicht sooooo wirklich begeistert von diesem Spiel, so muss ich mein Urteil nun revidieren. Kräftig revidieren. Geradezu um 180 Grad, spiegelbildlich revidieren. Ja, Audiosurf ist im Grunde noch immer „nur“ ein interaktiver Medienplayer. Das Programm hat sich gegenüber meinen ersten Eindrücken vor einigen Wochen überhaupt nicht verändert. Auch ich habe mich nicht verändert. Ich habe, wie bereits gesagt, nur die richtigen Tracks gefunden, um die transzendentale Grenze zu überschreiten und für Aussenstehende nahezu unbegreiflich, wie ein Irrer, gefesselt und gebannt, meine Aufmerksamkeit auf diesen psychedelischen Farbrausch zu richten.

Metal ist scheisse! Also jetzt nicht grundsätzlich (sonst bekomme ich hier noch unter kräftiger Mithilfe meinerselbst den Kopf abgerissen), sondern nur für Audiosurf. Passt net! Deplaziert!

Sämtliche Spielarten des Punks passen auch nicht. Vor allem zu kurz!

Pop, vor allem J-Pop, passt schon besser zu dieser Farborgie, aber dennoch fühle ich hier kein Eintauchen in das Lied. Ich fühle keinen Zusammenhang zwischem dem Geschehen auf dem Bildschirm und den Klängen aus den Boxen. Meh!

Klassik wie Vivaldi, Bach, Beethoven oder Dvorak ist zwar was feines für die Gehörgänge, Audiosurf kann aber mit diesen relativ undynamischen Passagen kaum etwas anfangen. Tchaikovskys „Overtüre 1812“ habe ich nicht zur Hand, könnte aber mal ein Experiment wert sein 🙂

Alle meinen Unmengen an trancigen, spacigen und ruhigen Elektronik-Alben rufen in Audiosurf kaum ein Zucken hervor. Det passt auch net so ganz, wa?

Was dann? Was war der Anlass für meinen Meinungsumschwung? Zwei Spiele, bzw. deren Soundtracks. Zum einen der Soundtrack zu „Vyruz“, genauer gesagt, „Vyruz: Destruction of the Untel Empire„. Ein etwas obskurer Ballerspass, über den ich so gut wie keine Infos habe. Von daher kann ich nur vermuten, dass die treibenden Tracks von einem gewissen Hrn. Antoine le Clainche stammen.


via Mobygames

Zum anderen der Soundtrack zu „Firestarter„, der im Gegensatz zum Spiel ganz große Klasse ist und mit heftigen Beats und Speed aufwarten kann.


via Mobygames

Wie auch immer … diese Art von greller Techno-Mukke passt zu Audiosurf. JETZT macht das so richtig Laune und erst JETZT habe ich das Gefühl in das Lied so richtig einzutauchen und zu „spielen“.

Soundtrack zu Vyruz/Firestarter

Und da ich nun weiß, was zumindest für mich funktioniert, gab es auch eine kleine Premiere: Ich habe mir zum ersten Mal ein Spiel über Steam gekauft. Bei nur umgerechnet 7,71 € kann man nicht allzuviel falsch machen 🙂

Und heute abend lege ich die Dethkarz-CD ein, bzw. rippe mir die Audiotracks in feinem FLAC. Sollte auch gut abgehen …

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12 Kommentare zu “Eine Frage des Stiles

  1. Yuri sagt:

    Also mit besagter Ouvertuere koennte ich noch dienen… find die aber eigentlich eher langweilig.

  2. Icewolf sagt:

    Ich war mal so frei und hab dich dann direkt als „friend“ in Audiosurf geaddet, mal schauen ob ich mir die songs auch besorgen kann 🙂

  3. Icewolf sagt:

    Kleiner Nachtrag – für Audiosurf sind richtige id tags unheimlich wichtig, zumindest wenn man die scores vergleichen will 🙂

  4. Harzzach sagt:

    Ich kann (bei Interesse) die Tracks beider Spiele (ca. 420 MB) irgendwo als Download hinterlegen.

  5. Icewolf sagt:

    Wäre auf jeden Fall interessant.

  6. Anaphyis sagt:

    Das hätte ich dir auch gleich sagen können, also das es eine Frage des Stiles ist ;)Das sieht man ja auch an der generierten Strecke. Wenn es nur nach oben geht ist es meist Klassiklastig, wenn es nur nach unten geht ist es Metal.“Gute“ Strecken kriegt man hauptsächlich mit Techno (in Richtung Trance) hin und wirklich schlimmen J-Pop. Das hier lässt sich super fahren: http://de.youtube.com/watch?v=l7asrTH3gII – Nur ist man nach kürzester Zeit wahnsinnig.Was übrigens sehr viel Spaß in Audiosurf macht – um bei Spielsoundtracks zu bleiben – ist der System Shock 2 Soundtrack.

  7. Anaphyis sagt:

    Hauchen wir doch gleich den Link hinterher: http://www.sshock2.com/ss2mmdb/music.htm

  8. Timberfox13 sagt:

    Au ja Dethkarz… das war auch mein erster Gedanke als ich die 1 Audiodatei angeklickt hab. (Viruz muss man ja nich unbedingt kennen oder??)Vieleicht auch mal diese miesen Need for Speed 2 Tracks^^Ich geh mir dann mal Audiosurfs ihre Demo saugen.Falls ich noch gute Mucke find sag ich bescheid.

  9. Anonymous sagt:

    Ach nö.Wenn man Techno hören muss um Spass am Spiel zu haben lasse ich es lieber.Und zocke weiter Guitar Hero III.

  10. Terrance sagt:

    Mein absoluter Favorit ist und bleibt „New Order – Confusion (Pump Panel Reconstruction mix)“. Das ist Audiosurf-Folter pur. 🙂

  11. killyu sagt:

    @harzzachinteresse ist definitiv vorhanden.

  12. Harzzach sagt:

    Ok, dann poste ich hier demnächst eine Download-URL für beide Soundtracks.

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