Non-Gaming Interludium XVI – Planet Earth

Ich weiß, manchmal klinge ich wie ein schamloser Werbeschreier, der Euch mit irgendwelchen Schau-, Lese und/oder Kauf/Saug-Befehlen zumüllt. Isch schwör … alles kommerzfrei hier! Ich nix Guerilla-Marketeer! Echt, ey! Da ich zudem vor etlichen Jahren meinen Fernseher auf den Müllhaufen geworfen habe und daher keine Ahnung haben dürfte, was seit dem Jahre 2000 im deutschen TV so alles läuft, kann es gut sein, dass ich hier uralte Kamellen ausgrabe. In diesem Falle: Klicken Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen! Surfen Sie bitte weiter! Nicht stehenbleiben und Mausaffen feilbieten!

Having said this … die Rede ist von „Planet Earth„!

Diese preisgekrönte Dokumentationsreihe der BBC wird jedem Superlativ gerecht, mit dem man sie im Laufe der letzten beiden Jahre überschüttet hat. Wir saßen gestern wie gebannt vor der ersten Folge, die schöner, ergreifender und spannender war als jeder Drama-Film. Und danach sprachlos vor dem hinab scrollenden Abspann.

Ja, es ist nur eine Natur-Dokumentation. Nur. Und nein, man stürmt danach nicht gleich in das nächste Greenpeace-Rekrutierungsbüro. Man bleibt immer noch Herr seiner sechs Sinne. Man kann während einer Folge auch politisch unkorrekte Witze reissen. Man kommt bei manchen Aufnahmen jagender Haie nicht umhin, plötzlich kichernd und prustend Ping-Geräusche und Dialogfetzen aus „Das Boot“ wiederzugeben. „Planet Earth“ ist keine naive, baumumarmende, gutmenschelnde Propaganda-Sendung, auch wenn so mancher Klimaerwärmungs-Skeptiker oder Exxon-Lobbyist wahrscheinlich andere Worte finden würde.

Man ist sich beim Betrachten all der wunderschönen Bilder einfach wieder etwas mehr bewusst, wie herrlich diese kleine blaue Murmel ist, auf der wir tagein, tagaus herumspringen und so tun, als ob es ausser uns nichts wichtigeres auf der Welt gäbe.

„Planet Earth“! Erhältlich auf DVD, BluRay (angesichts der phantastischen Aufnahmen die beste Alternative) und seit einem Jahr über jede gut ausgestattete Tauschbörse auf immer noch so unglaublich vielen Rechnern weltweit, dass ich letzte Woche fast meinen Augen nicht trauen wollte. Auch war die IP-Flaggenspalte meines Clients so bunt wie nur selten zuvor. Vielleicht höre ich mich nun selber etwas naiv und leutselig an, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere Zukunft angesichts eines derart großen, internationalen Interesses an dieser Serie so schrecklich wird, wie es so mancher vorraussagt. Denn „Planet Earth“ hinterlässt Spuren. Niemand bleibt von diesen Bildern unbeeindruckt. Niemand!

Aber ich bin auch ein hoffnungsloser Optimist, der überall halbvolle Gläser sieht. Von daher beende ich für heute mein Wort zum Sonntag und berichte nächste Woche wieder über eine massiv CO2-erzeugende Luxusfreizeitbeschäftigung für verwöhnte FirstWorlder: Computerspiele!

Hrhrhrhrhr! ;-P

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4 Kommentare zu “Non-Gaming Interludium XVI – Planet Earth

  1. milhouse sagt:

    Stoppt die umweltschädliche Massenproduktion von CDs und DVDs!P2P für eine grünere Welt.Raubkopierer save the planet!:D

  2. frankophobia sagt:

    Punkt 1) Schaut euch die original BBC-Version an, in der Version die vom ZDF (?) ausgestrahlt wurden fehlen leider ein paar Minuten. Soweit ich weiss basieren die deutschen DVDs/BRD nämlich auf dieser Version.Punkt 2) Wie haltet ihr das eigtl mit P2P/Tauschbörsen in hinsicht Speicherung der IP-Daten? Ich mein, ich weiss dass die einzelnen ISPs bis 1.1.09 Zeit haben das Gesetz umzusetzen, ein wenig mulmig ist mir in der Hinsicht allerdings doch….GrußFrank

  3. Harzzach sagt:

    Ich habe, da ich mir die Sammelbox zulegen werde, eine Weile mit Recherchen verbracht: Die deutschsprachige DVD/BluRay-Fassung basiert auf der BBC-Version und nicht auf der deutschen TV-Version. Sprich, ungekürzt und alle 11 Episoden.Und zu Tauschbörsen: Das muss natürlich jeder selbst wissen. Ich lasse mir keine Angst einjagen. Ich kopiere und „tausche“ seit meiner Schulzeit, seit über 20 Jahren. Ich sehe keinen Grund, warum ich mir wegen gekaufter Lobby-Gesetze, die nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie stehen, ins Hemd machen sollte.Zudem, man schaue sich doch bitte mal den „Erfolg“ der Massenklagen in den USA an. Jede Statistik und Netz-Analyse zeigt die Jahr für Jahr steigende, ungebrochene Beliebtheit von P2P-Netzwerken.Und zur Situation in Deutschland: Je stärker hier die juristische Keule geschwungen wird, desto schneller kommen robuste, verschlüsselte und vollkommen dezentrale P2P-Protokolle, weil die Nachfrage ungebrochen ist. Von all den Offline-Netzwerken wie Austauch ganzer Festplatten-Inhalte und File-Servern in Firmennetzwerken ganz abgesehen.

  4. Zant sagt:

    Gibts auch auf HD-DVD.

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