Man kann sich daran gewöhnen – Star Wolves

Gut, die deutsche Synchro von „Star Wolves“ wird im weiteren Spielverlauf nicht besser. Eher schlimmer. Ich ziehe schon extra die Socken aus, bevor sich meine Fußnägel wieder vor Entsetzen aufrollen.

Aaaaaber, man kann sich daran gewöhnen. Und Zwischensequenzen schnell wegklicken. Und für nicht wegklickbare Dialoge den schicken Mute-Button auf der Multimedia-Tastatur niederdrücken. Ich habe dadurch zwar, höflich ausgedrückt, nur einen sehr groben Überblick, warum und wieso ich hier durchs All schippere, aber solange ich nicht gezwungen werde, weiterhin speziell einem Sprecher zu lauschen, der meint einen Charakter als pseudo-tuntig klingenden, hochnäsigen, britischen Offizier aus dem 19. Jahrundert anzulegen, solange „mute“ ich weiter vor mich hin.

Nein, ernsthaft jetzt. Abgesehen von der gräßlichen Synchro ist „Star Wolves“ gar kein übles Spiel. Sieht sehr, sehr hübsch aus. Flutscht flüssig mit max. Details auf meiner Kiste, ohne dass die leuchtenden Gasnebel ins Ruckeln kommen. Und es macht richtig Spass, das Missionsgebiet abzuklappern, Piraten aufzumischen oder wahlweise der Patrouille das Bestechungsgeld zu verweigern, dann via Traktorstrahl die Überreste „zu looten“, das Mutterschiff und die Jäger aufzurüsten, die eigenen Piloten rollenspielartig mit diversen Fähigkeiten aufzuwerten, neue fette Kanonen zu montieren, danach wieder Piraten aufzumischen … feini!

Momentan wird es zwar fast zu leicht (komisch, ist doch ein Russenspiel?), so dass ich wahrscheinlich demnächst mit einem höheren Schwierigkeitsgrad neu beginne, aber vielleicht bleibe ich dabei und spiele einfach sehr entspannt weiter. Egal, macht Spass, ist nett und unterhaltsam. Erfüllt also seinen Zweck voll und ganz!

Nein, es ist nicht perfekt. Gameplay und Missionen könnten etwas abwechslungsreicher sein. Auch schlägt Väterchen Zufall, respektive Genosse KI-Aussetzer manchmal unerwartet zu und der Top-Pilot rast mit Lichtgeschwindigkeit mitten in das eigene Mutterschiff, anstatt einen sanften Bogen zu fliegen und den Gegner HINTER dem Mutterschiff anzugreifen, aber da man während einer Mission frei und massenhaft speichern kann, macht das nichts. Und ist es nicht herrlich, sich Haare raufend auf dem Boden zu wälzen und zu klagen: „Die sind alle soooo doof! Und ich bin ihr Chef!“?

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„Star Wolves“, hmmmmm, „Star Wolves“ *garghlllllll*
[/homer-mode]

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Review.

5 Kommentare zu “Man kann sich daran gewöhnen – Star Wolves

  1. Timberfox13 sagt:

    Zu leicht?Hm.Dann hätt ich vieleicht nich mit dem 2. Teil anfangen sollen… Der liegt nämlich seit längerem in der Ecke weil ich da eine Mission ums verrecken nich schaffen konnte.Naja wollts sowieso mal wieder rauskramen.Von der Idee her hats mir eigentlich gefallen vor allem da ich als Homeworld-Junkie das ganze Spielsystem sehr gut fand.Aber Syncro is auch nich so der Bringer und die Kamikaze-Aktionen durchs Mutterschiff gibts auch im 2. Teil noch.“Angriff!! Friss Staub elender Piraaaaaaaaaaaaaaa!!! NEEEEIN!!!! MACH DIE AUGEN AUF DU AUSHILFSSCHUMACHER!!!! ARGH!! *aufquickloadhämmer*

  2. Harzzach sagt:

    Zu leicht?“Leicht“ ist hier tatsächlich leicht zu schaffen, was mich ein wenig verwundert hat. Man muss sich zwar schon überlegen, was man wo wann unternimmt (wozu auch Reißaus nehmen gehört), aber bis jetzt bin ich noch nicht auf Frustmissionen gestoßen.Ich spiel’s jetzt doch auf „Leicht“ durch und schaue mir dann an, welche Gemeinheiten mir „Normal“ um die Ohren haut 🙂

  3. Timberfox13 sagt:

    Ich seh grad es war doch der 1. Teil der hier rumliegt… und so langsam kehren aus den Tiefen meines Gedächtnisses auch wieder erste Momente der Erinnerung zurück.Ich glaub ich weiss warum das so schwer war… Aus reinem Homeworld-Egoismus heraus hab ich einfach mal auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad angefangen und bin dann in der 2. oder 3. Mission an einer Gruppe von 4 (in Worten vier) Piraten gescheitert.Naja nehm ich diesmal halt plüsch-weichspül-leicht.Mal sehen

  4. Anonymous sagt:

    Ich finde die größte Schwierigkeit am Anfang ist es sich an die Steuerung und die Bewegung der eigenen Schiffe zu gewöhnen. Insgesamt sehr nettes Spiel, obwohl es etwas mehr Atmosphäre hätte haben können – z.B. dass sich die Partymitglieder á la Baldurs Gate zoffen (natürlich mit einer guten Synchro ;))

  5. Halfnir sagt:

    Starwolves war ein feines Spiel. Hab auch nur die Gamestar-Version gespielt, aber ich hab’s durchgespielt mit beiden alternativen Enden und das ist bei mir was besonderes.Die Steuerung ist gewönhnungsbedürftig und man sollte wirklich mal einen Blick ins Handbuch werfen, aber nach den Startschwierigkeiten flutscht es. Zoffen sich die Charakter nicht sogar gegenseitig ein wenig? Gabs nicht auch 2 inkompatible Charaktere (B angeheuert-> A verlässt das Team) … ist schon ein wenig her bei mir.

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