Retro-Impressionen: Gods

Nach etlichen Wochen Dauer-RPG-Zockens ist so langsam wieder etwas Abwechslung angesagt. Ja, Rollenspiele sind was feines und den letzten Abschnitt in FF3 habe ich nach vielen Stunden exzessiven Levelns auch endlich geschafft, aber so allmählich …

Was nun? Irgendwas einfaches, irgendwas zum Abschalten und Runterfahren der geringen Menge Restverstand, die sich hin und wieder zwischen meinen Ohren finden lässt. Das Leben findet gerade etwas intensiver statt als sonst üblich …

Gut, was haben wir …

Ein Shooter? DS9 – The Fallen könnte ich mal mit Worf als Charakter spielen. Nä, zu stressig!

Was strategisches? Nääääää, muss man ja wieder denken.

Hmmm, einen Level Gruntz? Spinnst Du, ich habe doch eben gesagt, bitte nix zum Denken!

Also wühle ich mich durch die kilometerlange Liste, die der DBGL erfolgreich aus meinen D-Fend-Einträgen importieren konnte. Und stoße dabei auf „Gods„!

Yay! And „Gods“ it is!

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich am Kiosk voller Neid diverse Spiele-Zeitschriften durchblätterte, als damals „Gods“ für den Amiga Furore machte. Die Bitmap Brothers waren in aller Munde und als Entwickler so dominierend, wie dies heute vielleicht Blizzard ist. Jedes Bitmap Brothers-Spiel war göttlich, jedes Bitmap Brothers-Spiel war einzigartig. Und ich kannte nur „Xenon 2 Megablast“ als verkrüppelte Kopie und war als armer, kleiner Student natürlich bar jeglicher Kaufkraft. Ja, das Leben war ungerecht! Vor allem, weil niemand eine Kopie von „Gods“ besorgen konnte.

Und als ich denn so eines Tages, beim üblichen weihnachtlichen, vater-geburtstaglichen, alles-auf-einmal Besuch bei den Eltern war und mich vor dem Besuch weiterer Verwandschaft mittels Flucht in die Kleinstadt entzog, fiel mir in der Auslage eines Geschäftes für Büroartikel (!) eine etwas derangierte kleine Schachtel auf. „Gods“ war darauf zu lesen. Auch war die Cover-Art eindeutig „Gods“ zu zuordnen. Ich konnte mein Glück nicht fassen. „Gods“. Nur für 10 DM (ja, das war lange, lange vor dem Euro). A bisserl derangierte Packung, aber die schlabbrige 5¼-Zoll-Diskette war in einwandfreiem Zustand. So herrlich!

Auch jetzt, nach ca. 17 Jahren (Kinder, die Zeit rast nur so dahin) ist dieses Spiel so frisch und spassig wie am ersten Tag. Denn ein Markenzeichen der Bitmap Brother-Spiele waren die namensgebenden Bitmaps und Sprites, die wahre Künstler Pixel für Pixel aufwendig gezeichnet hatten. Nix Render, nix Zufallsgenerator-Texturen! Alles Handarbeit!


Es sieht nicht nur gut aus, es spielt sich auch gut. Simple, pixelgenaue, präzise Steuerung. Kleinere Rätsel. Abwechslungsreiche Gegner. Power-Ups. Feini! Genau das, was ich suche.

Ja, das passt gerade ganz wunderbar!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Retro.

10 Kommentare zu “Retro-Impressionen: Gods

  1. Svennö sagt:

    Also vor 10 Jahren fand ich das Game super schwer. Wie Magic Pockets oder Leander.Ich weiß heute noch nicht, wie man in Leander den Bogen holen und trotzdem die Schlucht verlassen kann *seufz*.Mein Amiga steht hier wieder auf dem Schreibtisch, neben dem MacBook 😉

  2. Harzzach sagt:

    Also vor 10 Jahren fand ich das Game super schwer.Ja, so allmählich wird es anstregend. Aber da ich das alles schon mal durchgespielt habe, weiß ich zumindest ab und an noch, wie manche schwierige Stelle zu meistern ist.

  3. Rolandist sagt:

    Naja ich fand Gods eher eines der schlechteren BB Games. Wie Magic Pockets auch.Im Zusammenhang mit den Bitmap Brothers „M U ß“ (!!!!) man erwähnen:- Cadaver- Und das einzigartige „Chaos Engine“. Letzteres hat einen damals revolutionären Koop-Modus der mich und einen guten Kumpel nächtelang ins sprichwörtliche Chaos getrieben hat.

  4. Frank sagt:

    JA CHAOS ENGINE………… GRINS………….. :)))))sry für spamkommentar …:)

  5. Harzzach sagt:

    Ach, Chaos Engine … was hatte ich mich auf Chaos Engine gefreut, nur um dann an der Steuerung zu scheitern. Ich hatte damals keinen Joystick und derartige Mühe via Keyboard auch nur irgendwas zu treffen. Elender Kack! :)Cadaver ist auch nicht von schlechten Eltern, aber als damaliger Plattformer war ich von Magic Pockets und Gods mehr eingenommen.Aber wenn wir schon mal bei den Bitmap Brothers sind … gibt es hier jemanden, dem „Z“ gefallen hat? Bzw. der bei diesem Spiel auch nur ansatzweise auf einen grünen Zweig gekommen ist? Jesses, waren das immer hektische zehn Minuten, bis dann die KI doch wieder gewonnen hatte 🙂

  6. Frank sagt:

    Z1 hab ich damals recht gern gespielt. Praktisch war das mein Rechner so langsam war dass ich genug Zeit zum überlegen hatte 🙂 Bin daher auch bis in die 15te von 20 Missionen gekommen. Mir hats eigtl recht gut gefallen, besonders auch wegen der Optik.Z2 hingegen ist mir, wie wohl den allermeisten anderen auch, ziemlich am Allerwertesten vorbei gegangen. Mag evtl. auch daran liegen dass das RTS-Genre zu dessen Releasezeitpunkt ein wenig überfrachtet war.

  7. Christian sagt:

    Z? Ja doch, nur bin ich nie sehr weit gekommen.

  8. garv.in sagt:

    Bin auch letztens nochmal auf GODS gestoßen (bei meiner Recherche nach allen Videospielen, die ich je gespielt habe). Einfach tolles Game. In dieselbe Kerbe schlug für mich Blackthorne (etwas jünger) und Flashback (nen Tick jünger als GODS).Zum Glück kann man viele der damaligen Pixel-Games heute noch richtig gut spielen. Die frühen 3D-Games möchte man ja mit der Pinzette nicht mehr anfassen…

  9. Harzzach sagt:

    Die frühen 3D-Games möchte man ja mit der Pinzette nicht mehr anfassen…Nun … die heutigen auch nicht so sonderlich. Mir ist kein 3D-Plattformer bekannt, der nicht mit Tricks und Kollisonsabfrage-Gemauschel arbeitet, damit Otto-Normal-Spieler hier Erfolgserlebnisse bekommt. Denn pixelgenaues Navigieren in einer simulierten 3D-Umgebung, welche man aber nur auf einem 2D-Bildschirm wahrnimmt … ich sag nur Tomb Raider 🙂

  10. Der Roger sagt:

    Ich will ja nicht klugscheißen. Aber der Amiga hatte ne 3 1/2 Zoll Floppy. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Amiga Games auch auf 5 1/4 Zoll verkauft worden wären.

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