Wenn Firmen wirklich …

… zuviel Geld haben, dann muss ich doch noch einen Rant einlegen. Unsere guten alten Bekannten, die Rechtsanwälte von Epic Games, welche ja laut Mark Rein angeblich versehentlich hier übers Ziel hinausgeschossen sind, haben erneut zugeschlagen.

Diesmal wieder Fan-Art. Wieder ein Einzelstück. Wieder unverkäuflich. Diesmal ein Gemälde. Und zwar das hier:

Gears of War-Fans werden mit Sicherheit ihre Freude daran haben. Keine Freude haben Nicht-Gears of War-Fans wie Epics Anwälte. Die forden nämlich den Künstler auf a) das Bild von seiner Webseite zu nehmen und (jetzt kommt der Hammer) b) entweder das Original an Epic Games zu übereignen oder zu zerstören.

Ich erspare mir besser weitere Worte. Ich möchte ja nicht, dass ich plötzlich meine Zunge in ein Glas packen und nach Raleigh, North Carolina schicken muss, nicht wahr?

!! HERR, SCHMEISS HIRN VOM HIMMEL !!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Corporate.

10 Kommentare zu “Wenn Firmen wirklich …

  1. Sebastian sagt:

    Okay, ich nehme sämtliche guten Worte wie „Missverständnis“ etc. aus dem anderen Comment zurück. Sowas beklopptes. Gespannt wäre ich allerdings auf die Durchsetzung der Forderung und die Rechtsgrundlage, auf die sich die Poors, äh, Epics, berufen.

  2. Harzzach sagt:

    Darauf bin ich ebenfalls gespannt. Denn der gute Pavel verkauft zwar seine anderen Bilder via eBay und ArtPrint, aber … die anstößigen Bilder (gibt noch mehr) sind NICHT verkäuflich.Das einzige, was ich beim Herumstöbern gefunden habe, war eine Custom-Painted GoW-Faceplate für die 360, die er über eBay angeboten hatte.Der Punkt ist nun … da ist er nicht der einzige! Gerade eBay ist voll von Leuten, die zB. mit Mario-Motiven lackierte Wii’s oder Gamecubes verkaufen. Nintendo ist klug. Nintendo verzichtet auf eventuelle IP-Klagen. Nintendo lässt den Leuten ihren kleinen Verdienst und nutzt dieses kostenlose Marketing einfach aus.Die Anwälte von Epic sind hingegen wohl noch neu im Geschäft, bzw. haben von Mark Rein wohl nur sher grobe Handlungsanweisungen bekommen.Zudem … ist ja nicht einmal so, dass Epic selbst Merchandising-Artikel dieser Art verkaufen würde. Dann könnte man das ganze noch nachvolziehen.

  3. stefan sagt:

    der schutz geistigen eigentums artet so langsam in wahnsinn aus..aber wars nicht so, dass die rechtsabteilung von epic jeden verstoss per se abmahnt ohne sich mit der firmenleitung kurzzuschliessen?welchen schaden entsteht für epic, wenn sie ein gemaltes(!) bild nicht zulassen? verkaufen sie dann weniger selbstgemalte bilder von gow?!was für ein depp muss man sein, wenn man kostenlose werbung für sein unternehmen ablehnt bzw. ins gegenteil verkehrt (wg negativer publicity)?

  4. Harzzach sagt:

    was für ein depp muss man sein, …In den Kommentaren bei Kotaku.com wird auf das Beispiel Viacom verwiesen, die einst massiv gegen Star Trek-Fans wegen „IP-Infringement“ vorgegangen sind. Viacom hat dies sehr schnell eingestellt, als man dann doch festgestellt hat, dass es KEINE gute Idee ist die eigenen Fans zu verklagen.Aber da bekanntlich niemand aus der Geschichte lernen will und wir alle Fehler wieder und immer wieder neu begehen … muss eben Epic die bittere Pille schlucken, wenn man dort weiterhin so um sich schlägt. Fans mögen zwar partiell blind sein, aber sie haben keinen endlosen Langmut. Irgendwann reisst der Geduldsfaden. Und dann kann sich Epic ihre tolle GoW-IP (welche sie auch nur spärlich kaschiert aus Starship Troopers und Warhammer 40K zusammengeklaut haben) gerne aufs Klo hängen. Geld verdienen können sie dann damit nicht mehr.Aber hey, wer bin ich schon, einer Firma Lektionen erteilen zu wollen, die in kurzer Zeit 3 Mio. GoW-Spiele verkaufen konnte und nun den Dicken raushängen lässt? Ebend … 😉

  5. stefan sagt:

    ja, viacom verklagt seine fans nur noch indirekt..und google bleibt die freude über den günstige youtube-einkauf im halse stecken..

  6. Harzzach sagt:

    Hehe, der Witz bei der aktuellen Viacom-Klage ist ja … Viacom baut derzeit ein eigenes Videodingenskirchen über/mit MTV, Atom Films, SpikeTV usw. auf. Da kann es doch nicht schaden, der Konkurrenz einfach mal ne Milliardenklage an den Hals zu hängen, oder?

  7. stefan sagt:

    dann wird das viacom-videodingsbums aber eher ein kostenpflichtiger service um „daily show“, etc. mit kundenfreundlichen drm-infos an den mann zu bringennicht auszudenken was passiert, wenn die mi auf die idee kommt youtube,etc wegen der verwendeten musik bei privatvideos zu verklagen. ich meine theoretisch könnte der zuschauer diese auch aufnehmen und seiner mp3-sammlung zufügen.

  8. Harzzach sagt:

    Stefan, das ist doch längst geschehen …Vielleicht erinnerst Du Dich (oder hast davon gehört), wie ein privates Video zweier junger Mädchen, die in perfekter Fan-Manier vor der Kamera zu ihren Lieblingssongs Karaoke machen, auf Youtube zu einem der frühen großen Hits wurde. Putzig, knuddlig, Fandom at it’s best!Dieses Video wurde dann sehr beliebt. So beliebt und bekannt, dass eines Tages die Anwälte eines Major Labels auf der Matte standen, Youtube gezwungen haben das Video zu entfernen und den beiden Mädels auch noch eine fette Abmahnung überreichten, weil diese eben ohne Genehmigung Musik des Labels verwendet haben.Und nein, ich schlage jetzt nicht auf Anwälte ein. Das können zwar manchmal kaltherzige, skrupellose Schweine sein, aber die machen nur ihren Job. Die richtig miesen Arschlöcher sind ihre Auftraggeber!Nicht wahr, Mr. Rein?

  9. stefan sagt:

    das wusste ich nicht.aber diese klage ist wohl ohne effekt für die youtube-community gewesen. wenn ich heute zufällig ein video rauspicke stehen die chancen gut, dass auch lizenzrechtlich geschütze musik drin verwendet wurde.

  10. Harzzach sagt:

    Natürlich hat das keinen Effekt ;)Die Klagewelle der MI hat ja auch keinen Effekt auf die stetig wachsenden Teilnehmerzahlen an Tauschbörsen.Und deswegen wird es auch weiterhin GoW-Fanart geben und mit IP-geschützten Inhalten bemalte Konsolengehäuse via eBay.Das einzige, was man dadurch erreicht, ist die Tatsache, dass somit immer mehr Leute mitbekommen, was für Schwanzlurche in diesen Firmen das Sagen haben.Es gibt den Begriff „Kollerkommunikation“. Er wird verwendet, um das typische Verhalten von Firmen oder Privatpersonen zu bezeichnen, die bei dem Versuch, ihre eigenen Interessen zu wahren, sich selbst mit ihrem Verhalten so massiv schaden, dass es besser gewesen wäre, sie hätten überhaupt nichts gesagt. Auch wenn sie rein rechtlich auf der sicheren Seite stehen würden.

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