Da streunt man arglos und nichts Böses wollend durch eine Custom-Map für Doom, biegt um die Ecke und sieht sich plötzlich mehrerer Dutzend gereizter Revenants gegenüber, deren Willkommensgruß wild rauchend auf einen zu rauscht.
“Holy Hell”, eine große, SEHR große Map für moderne Doom-Ports wie zB. ZDoom. Verfeinert mit dem Mod “Satanic”, der nebst diversen Waffen-Modifikationen auch eine äußerst atmosphärische Veränderung der Farbpalette vornimmt.
Das Gameplay dieser Map besteht zu 99% darin panisch Kreise zu rennen, in der Hoffnung, dass die geschätzt dreissig Milliarden Gegner sich irgendwann auf beherrschbare Mengengrößen gegenseitig reduziert haben. Wenn man nicht einfach nach Godmode einschaltet, um sorgenfrei und sich dabei königlich amüsierend, bis zu den Oberschenkeln durch Monsterpixelblut zu waten.
Wer “Holy Hell” übrigens ohne Cheatcodes bezwingen will (wenn man sich so etwas tatsächlich antun möchte), sollte die Auflösung auf 386er-Niveau herunterschrauben oder das Spielefenster ganz klein machen.
Selbst auf modernen Mehrkern-Prozessoren kommt es angesichts der schieren Masse zu rendernder und zu berechnender Gegner zu einer Dia-Show, die man das letzte Mal beim Versuch erlebt hat “Unreal” auf einem kleinen Pentium ohne die Unterstützung einer 3D-Karte zu spielen.