Der PC ist so tot, dass 63% der US-Bürger …

… auch auf dem PC spielen, wenn sie Videospiele zocken?

Halt, stop, das kann nicht sein! Das DARF nicht sein, weil meine Meister, Micros Oft, Son Ie und Nin’ten Do immer gesagt haben, dass dieser PC ja tot sei und es doch besser sei, ich würde nur noch mit ihnen spielen. Und die Jungs aus dem Dorf, Tabl Et und Smartp Hone, die haben auch gesagt, dass der PC voll total tot sei und jeder im Dorf sich zu Hause eine Mo Bil-Statue in den Hausaltar gestellt hat.

The PC is dead?

Doch, HAHA, niemand hat mit THE GLORIOUS PC GAMING MASTER RACE gerechnet, der hühnenhaft und mit wallendenden Haaren mitten auf dem Dorfanger stand und jeden Dorfbewohner einzeln auf die Nase zugesagt hat, wer alles mit ihm letzte Woche gespielt hat. Da waren alle sprachlos und ein jeder schaute beschämt auf den Boden.

Tabl Et und Smartp Hone sind voll doof, mit denen rede ich nicht mehr. Und die Drei Meister, die haben sich kleinlaut verdrückt und nur ihre staubigen Kisten mit dem Nx’tgen-Symbol dagelassen. Sollen doch die Geier …

Ehrlich, mir ist das doch vollkommen WURSCHT, wer mit was wie wo wann zockt oder eben nicht. Ein jeder nach seiner Facon. Mich käst es aber immer noch und weiterhin gewaltig an, wenn aus Marketinggründen die Leute dreist angelogen werden und die leichter beeinflußbaren unter ihnen mit “Du hast ja eigentlich keine Alternative” in gewünschte Konsumbahnen gelenkt werden. Ja, ich weiß, dass viele Leute Sheeple sind, die nicht einmal so weit denken können, wie ihre Nasenspitze reicht.

Dennoch … je weniger Verlogenheit es in der Welt gibt, umso besser.

Und ein bisschen Spass muss immer sein :)

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Sim Doktorarbeit aka Sim Shitty

Da ich nun zum wiederholten Mal gebeten wurde doch was zum aktuellen Sim City Online-Debakel zu sagen …

… ganz ehrlich, ich bin noch viel zu sehr damit beschäft mich gröhlend am Boden zu wälzen :)

Was man aber jetzt schon erkennen kann:

1. Bei EA weiß die eine Hand nicht, was die andere tut. Soviele widersprüchliche und schlichtweg falsche aka dreist herbeigelogene Aussagen in kurzer Zeit, das kennt man eigentlich nur von Ehrenwort abgebenden Politikern oder Anlagebetrügern.

2. Jetzt, wo Sim City Online allmählich spielbar ist, erkennen immer mehr Leute erheitert (oder frustriert, je nach und Geldausgabe oder Erwartungshaltung), was für ein inhaltlicher Dünnbrettbohrer dieses Spiel eigentlich ist. Hinter schicken Info-Ansichten (die zT. wirklich schick und intelligent gemacht sind, so viel Objektivität muss sein) steckt ein Spiel, welches in Sachen Umfang und Gameplay nicht einmal mit Sim City 2000 mithalten kann, geschweige denn mit SC3 und 4.

Sim City Online ist ein Blender, Sim City Online ist eine Mogelpackung, Sim City Online ist ein Plagiat von einem Spiel. EA macht einen auf von Guttenberg.

Und wie es unserem ehem. Wirtschafts- und Verteidigungsminister ergangen ist, so wird es meiner Einschätzung nach auch mit Sim City Online ergehen. Zuerst der kometenhafte Aufstieg, dann allmähliche Ernüchterung und wachsende Irrelevanz und abschliessend der Rücktritt, bzw. die Serverabschaltung in zwei, spätestens drei Jahren.

Ich hoffe in einem halben Jahr halbwegs verlässliche Angaben zu den Verkäufen und aktiven Spielern zu haben, weil man daran (ist ja ein Online-Spiel, *chchchchchch*) wunderbar sehen kann, ob es Sim City Online gelingt dauerhaft Spieler an sich zu binden, bzw. genug Neukunden zu finden. Bis dahin sammle ich fleissig alle offiziellen Aussagen von EA zu diesem Spiel, weil das Ausmaß an widersprüchlichem Hirnfick und dem dort zu erkennenden Lügengehalt archivierungs- und gegenüberstellungswürdig ist.

Ist ja alles online, ist ja alles transparent und recherchierbar :)

Update: Nein, eigentlich muss ich gar nichts mehr zu sagen. Die aktuellsten Enthüllungen darüber, wie beschissen der Simulationsaspekt gelöst wurde und wie wenig das Spiel eigentlich eine Serveranbindung benötigt um diese beschissene Pseudo-Simulation zu fahren, sprechen für sich selbst. EA hat so glasklar gelogen, mehrfach und wiederholt, der Käse ist gegessen. Sim Shitty indeed!

Popcorn!11ELF!

Zu Beginn möchte ich mich vielmals beim CEO von SEGA entschuldigen:

*30° verbeugung hinleg*

“Gomen nasai, Satomi-san!
Bedauerlicherweise habe ich in den letzten Tagen angenommen, Ihre ehrenwerte Firma sei der Alleinschuldige beim aktuellen Desaster-Release von “Aliens: Colonial Marines”. Das tut mir ganz aufrichtig leid! Dieser Unwürdige hier ist es nicht weiter wert in Ihrer Gegenwart zu verweilen!”

*30° verbeugung aufrechterhalt, sich rückwärts aus dem raum entfern*

Ich muss zugeben, dass ich die Entwicklung dieses Spieles nach dem Abbruch des Aliens-RPGs von Obsidian nicht weiter verfolgt habe. Aber schon in Vorfeld sind Gerüchte aufgekommen, dass A:CM sich anscheinend in der Developement Hell befindet und das bislang erreichte Ergebnis qualitativ keinen Ansprüchen genügen würde. Nun, die Monate verstrichen und angesichts der Qualität eines Borderlands und Borderlands 2 sah man A:CM bei Gearbox in guten Händen. Über DNF sah man gnädig hinweg, war ja die Schuld von Broussard & 3DRealms. Der Herr Pitchford hat dann auch kräftig die Werbetrommel für A:CM gerührt, es wurden schicke Trailer gezeigt und die Gamer konnten erfolgreich aufgehyped werden. A:CM belegte auf Steam schon im Vorverkauf hohe Chartplätze.

Nun, was dann vor einigen Tagen veröffentlicht wurde, war scheinbar Mist. Schrott. Schrunz. Ein Metascore von mittlerweile deutlich unter 50%, was angesichts des Genres und des Settings und der Vorherrschaft von US-Magazinen und dem Geschmack der US-Gamer eigentlich nur heissen kann, dass A:CM eine Katastrophe auch für die Leute ist, die sonst *hüstel* andere Maßstäbe an ein Spiel legen.

Wer war Schuld? Vorschnell schob ich SEGA den Schwarzen Peter zu, weil SEGAs ständige Einmischungen Mitschuld am kruden Stückwerk eines ansonsten vielversprechenden Alpha Protocol sein sollen. Auch weil AvP3 dumpfe Grütze war, die ich nach nur wenigen Minuten Antesten der Antestversion mit hochgezogener Augenbraue und herabgezogenen Mundwinkeln de-installiert hatte. Diese Vorverurteilung war ein Fehler. Mea culpa!

Aliens: Colonial Marines – Was lief hinter den Kulissen?

Es sind mittlerweile genug Berichte aus verschiedenen Quellen aufgetaucht, welche das im obigen Artikel beschriebene Geschehen glaubhaft machen.

Mich erinnert die nun folgende Schlammschlacht an das Debakel um “Breed“, das ich selber teilweise hinter den Kulissen verfolgen durfte. Auch hier gab es einen vielversprechenden Prototypen, der sogar diverse Vorab-Awards abgeräumt hatte. Es gab einen zahlungswilligen Publisher, es gab einen engagierten Entwickler. Fast vier Jahre später gab es ein Desaster von Spiel, einen unzufriedenen Publisher, einen Amok laufenden Entwickler. Die von Brat Design abgelieferte Version war so übel, dass CDV damals mit Hilfe eigener Kräfte versucht hat noch zu retten, was zu retten war. Texturen wurden überarbeitet und neu erstellt, die SP-Kampagne überarbeitet und meines Wissens wuren auch etliche Sounds entweder neu erstellt oder massiv überarbeitet. In der Zeit, in der Brat Design eigentlich an der Fertigstellung des Spieles hätte arbeiten sollen, hat man mit dem Geld der letzten Milestone-Zahlung an einem Prototypen für einen anderen Publisher gearbeitet. Nach dem Release behauptete Brat Design, CDV habe eine qualitativ minderwertige Version veröffentlicht, weil die Goldmaster von Brat Design viel besser gewesen sei. CDV antwortete darauf, dass Brat Design gerne Ausschnitte aus dieser angeblich besseren Version veröffentlichen kann. Die Schlammschlacht in den User-Foren entpuppte sich schnell als Neuauflage des 2. Weltkrieges, weil Brat Design sich nicht zu schade waren, übelste Klischees und Nationalismen zu verwenden um als englisches Bulldog-Studio Stimmung gegen den deutschen Nazi-Publisher CDV zu machen. Was nicht verwundert, hat man den von CDV hingeschickten Producer bereits im Vorfeld mit übelstem Nazi-Mobbing fast weichgekocht.

Da ich nicht annehme, dass Gearbox aus finanziellen Gründen dichtmachen muss, kann es gut sein, dass hier noch ein gerichtliches Nachspiel kommt, welches im Falle Brat Design vs. CDV leider ausgefallen war.

Ich schimpfe ja gerne auf idiotische Publisher. Dabei sollte man aber nie ausser Acht lassen, dass es Entwickler gibt, deren Geschäftsgebahren und Verhalten noch übler ist. Randy Pitchford von Gearbox habe ich schon vorher in eine Reihe mit Cevat Yerli und andere Dampfplauderern gestellt. Nun bin ich fast geneigt ihn in einer Reihe mit Katastrophen-Entwicklern wie Brat Design zu stellen. Doch lieber nehme ich mir noch etwas Popcorn und schaue zu, wie sich das alles weiterentwickelt. Denn ein Nachspiel hat die ganze Sache noch. Garantiert!

Und ein Gutes hat die Sache auch. Erneut haben einige Leute gelernt, dass man Spiele nicht pre-ordern sollte :)

 

krater Übrigens, am Wochenende werde ich einige nette Dinge über “Krater” schreiben. Die Spielewelt besteht zum Glück nicht nur aus Flitzpiepen und Vollidioten.

 

Laraploitation

So, stellen wir uns mal janz dumm und überlegen uns, wie wir einen Reboot der Tomb Raider-Serie hinlegen würden. Nicht “wir” als Geschäftsführer großer Unternehmen, sondern “wir” als simple, naive Gamer.

Unter der Annahme, dass Lara nun wieder am Anfang ihrer Karriere steht und noch ein junges, zartes Mädchen ist, wie würden wir zB. das Gameplay gestalten? Nun, wir würden vielleicht den Erkundungscharakter des Spieles, den Survival-Aspekt stärker betonen, weil Lara ja noch ein junges, verwöhntes Zivilisationsgör ist und nicht als Säugling einem Shaolin-Kloster übergeben wurde. Wir würden annehmen, dass Lara aber sehr gut im Schulsport ist und entsprechend athletisch ist. Wir würden weiterhin annehmen, dass Lara einen sehr starken Überlebenswillen in sich entdeckt, der es ihr ermöglich da durchzuhalten, wo wir schlabbrigen Sofafurzer längt in Ohnmacht gefallen wären. Entsprechend würden wir Story und Gameplay aneinander anpassen. So dass es ein Ganzes gibt.

Da “wir” aber nur simple, naive Gamer sind, fällt der neue Tomb Raider-Reboot leider etwas anders aus:

Lara, das zarte Häschen, welches keinem Reh ein Leid zufügen kann und welches ja soooo unschuldig und jung ist, ballert sich durch aberdutzende menschliche Gegner, als ob sie Rambo und Chuck Norris intravenös zum Frühstück hatte. Dann wird wieder gezeigt, wie sie ja achso verletzlich ist und leiden muss. So soll gewährleistet werden, dass der pubertierende männliche Zocker nicht nur ballert, sondern auch emotional an das Spiel gebunden wird. Der Tomb Raider-Reboot, das ist eine Mischung aus Gears of War und Uncharted, wobei Gears of War und Uncharted in sich stimmig und überzeugend sind. Optimiert für eine Zielgruppe, die man mit “Survival”- und “Exploration”-Gameplay nicht hinter dem Ofen hervorlocken kann, garniert mit Andeutungen von Folter-Sexploitation und viel Gewalt.

Und um diesen Eintopf abzuschmecken, versteckt man diesen Gameplay-Trailer bei Youtube hinter einer einfachen Altersverifikation, auf dass der eine Bro zum anderen Bro sagt: “Hey, Bro! Geiles Spiel! Mit voll Gewalt und so. Nix für dumme Kiddies!”. Worauf beide sich fisten, äh, highfiven, weil sie natürlich keine Kiddies mehr sind.

Ganz ehrlich, es gibt Momente, bei ich mich trotz allem mittlerweile gewonnenem Abstand zu dieser Industrie trotzdem etwas fremdschäme. Der neue Tomb Raider-Reboot ist ein sexistischer, schmieriger Versuch sich einer Zielgruppe anzunähern, von der man glaubt, dass sie über mehr Kaufkraft verfügt als andere. Man kann nur hoffen, dass Squeenix dieser Versuch ähnlich in der Fresse explodiert, wie das Capcom bei Resident Evil 6 passiert ist, als man den Markenkern der Serie zu Gunsten eines anspruchslosen Actiongekloppes opferte, weil man sich an die sog. CoD-Zielgruppe ranwanzen wollte. RE 6 hat sich zwar in den ersten Releasewochen sehr stark verkauft, aber später musste Capcom zähneknirschend zugeben, dass die Umsätze sehr schnell sehr stark eingebrochen sind und die bisherigen Gesamtumsätze deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückgeblieben sind.

Auch wenn ich alles andere als ein Tomb Raider-Fan bin (ebenso wenig, wie ich ein RE-Fan bin), aber diese Art Anbiederung an kommerziell erfolgeiche Trends bei gleichzeitiger Vergewaltigung der bisherigen öffentlichen Wahrnehmung der Figur “Lara Croft”, das stößt mir dann schon etwas sauer auf. Hier zeigt sich schön die häßliche Fratze der Videospielindustrie, vor der uns unsere Mütter immer gewarnt haben :)

Mogelpackung

Soso.

Ubisoft will ab sofort kein Dauer-Online-DRM mehr für ihre PC-Spiele verwenden.

Und der Käufer bekommt eine unbegrenzte Anzahl von Aktivierungen, anstatt diese auf ein dreimaliges Aktivieren zu begrenzen, was nach Aussage vieler Jubelperser ja immer und stets vollkommen ausreichen würde. Man muss zwar weiterhin ein PC-Spiel von Ubisoft einmalig zum Spielstart online aktivieren … aber HEY, IST DAS NICHT GEIL, LEUTE? KEIN DAUER-ONLINE-DRM MEHR? YAY UBISOFT!?

Jaja, kleiner naiver Spielekäufer. Denke Du nur, dass Ubisoft jetzt wieder zu den Guten gehört, nur weil man Deinen Allerwertesten nicht mehr mit einem rostigen Nagelstock penetriert, sondern zum herkömmlichen Dildo ohne Gleitmittel zurückgekehrt ist. Denn genau für Dich ist diese PR-Offensive von Ubisoft gedacht. Damit Du bitte massenhaft Assassins Creed 3 für den PC kaufst, um somit die am Ende des gegenwärtigen Konsolenzyklus immer stärker zurückgehenden Umsätze auf diesen Plattformen zu kompensieren.

Lieber kleiner naiver Spielekäufer! Tu mir den Gefallen und kaufe AC3 für Deine 360 oder Deine PS3. Gib Ubisoft kein Geld für die PC-Version des Spieles. Zeige, dass Du Dich wenigstens dieses Mal nicht so kinderleicht veraschen lässt, wie man das sonst immer mit Dir machen kann.

Oder auch nicht. Denn es ist schließlich Dein Hintern, nicht meiner.

Jurassic Speed

Es ist mal wieder soweit! Hobby-Archäologen aufgepasst! Wer im Zeitalter scheinbar überlichtschneller VDSL-Breitdatenautobahnanschlüsse erleben möchte, wie das Damals™ war, als man mit der Damals™ scheinbar übermächtigen Deutschen Bundespost um jedes einzelne Bit gerungen hat …

… der möge sich in den kommenden Tagen bis zum 27.11. auf der Steam-Webseite oder via Client einwählen und nur versuchen einzelne Seiten aufzurufen. Denn es wurden wieder die Sales-Spezial-Tage ausgerufen, mit dem für den US-Markt traditionell ultrawichtigen “Black Friday”. Ich möchte nicht wissen, was diesmal beim Downloaden der frisch gemieteten Spiele los ist, nachdem schon beim kürzlich zurückliegenden Summer-Sale, wo die Leute normalerweise draußen abhängen, anstatt vor dem Rechner herumzulungern, schon die untere (!) Grenze der erreichbaren Übertragungsrate sanft berührt wurde.

Ist es so schwer zumindest für die paar Tage die verfügbare Bandbreite in dem Maße zu erweitern, dass der potentiell Kunde auch die Möglichkeit bekommt etwas zu kaufen? Nein, ich möchte mich gar nicht beschweren. Angebote, wo man für ein “Duke Nukem Forever” immer noch knapp 6 Euro verlangt, also immer noch ca. 12 Euro zuviel, machen mich persönlich nicht sonderlich an. Ich meine es doch nur gut mit Valve und möchte aus der Ferne wohlmeinende und von jeglicher Sach- und Fachkenntnis ungetrübte Ratschläge geben.

Nicht, dass Valve eines Tages da endet, wo sich aktuell Ubisoft befindet :)

Bewölkte Aussichten

“Die Zukunft des Spielens liegt in der Cloud”.

So sagte ein Microsoft-Fritze kürzlich, nach dem Gerüchte über einen Einstieg von Microsoft in die Streaming-Technologie für XBOX Live und andere kommende Dienste bestätigt wurden.

Jetzt mal abgesehen davon, dass nicht die Zukunft des Spielens in der Cloud liegt, sondern nur die Zukunft der Geschäftsmodelle von großen Konzernen wie MS oder Sony, die mit dem herkömmlichen Modell (Hardware subventionieren, Software-Lizenzen verkaufen) so langsam an ihre Grenzen stoßen … die Vorteile von Cloud-Gaming für den Kunden wird ja immer mit dem Argument der erhöhten Bequemlichkeit und dem Wegfall von Hardware-Upgrades unterstrichen. Gut, dass man dann später DSL-Anschlüsse upgraden muss, will man datenreichere Streaming-Spiele zocken … egal, die Cloud rulez und überhaupt.

Und wie bei DRM die Menschen durch bittere Erfahrungen lernen mussten, dass doch nicht alles so toll ist, was die Firmen den Kunden mit viel Neusprech und Werbebrimborium andrehen wollen, so wird man in den kommenden Jahren, sollte Streaming ein fester Teil der Spiele-Landschaft werden, desöfteren Schreie des Entsetzens hören, wenn der Anbieter aus den unterschiedlichsten Gründen einfach den Stream abschaltet. Server nicht mehr erreichbar, Daten nicht mehr erreichbar, Spiel weg, für immer!

Zukunftsmusik? Nö …

http://www.golem.de/1111/87788.html

Man möchte ja kein Spassverderber sein …

… aber wenn man mitbekommt, dass Bethesda es zwar geschafft hat Skyrim ein hübsches Interface zu geben, im Vergleich zu den brauen Pappkartonboxen von Oblivion, selbiges Interface aber eine komplette Ergonomie-Katastrophe zu sein scheint, verbuggt ist, man die Maus eigentlich wegwerfen kann, möchte man sie als Eingabewerkzeug in Menüs verwenden …

… dann fragt man sich schon, was all die Spiele-Johurnalisten, die Reviews der PC-Version geschrieben haben, eigentlich bekommen haben, um solche Fehler entweder gar nicht zu erwähnen oder irgendwo mitten im Text, im dritten Nebensatz von Links zu verstecken.

Aber gut, lohnt ja die Aufregung nicht. Skyrim ist ein Bethesda-Produkt. Da wartet man einfach ab, bis es eine Reihe von offiziellen Patches und haufenweise Community-Mods gibt, die aus solchen Beta-Veröffentlichungen endlich ein richtiges Spiel machen. Bis dahin sind auch alle DLCs erschienen und wenn man noch einen Tick länger wartet, bekommt man das ganze Paket für wenig Geld als Gold/Platin/GotY/whatever-Version auf Steam nachgeschmissen.

Ist wie damals bei Oblivion. Sich vor lauter Begeisterung fast schon überschlagende Reviews, hysterisches Gekreische in den Reihen der Fans, Tonnen von Unterwäsche auf der Bühne und erst viel später ist den Leuten aufgefallen, was für Böcke Bethesda hier eigentlich geschossen hatte. Ich gehe davon aus, dass dies bei Skyrim ähnlich sein wird, wenn sich der Staub der ersten Releasewochen-Euphorie gelegt hat. So wird auch schon davon berichtet, dass das Kampfsystem, in das Beth angeblich sooooooo viel Arbeit gesteckt hat, auch nicht viel besser rüberkommt als beim Vorgänger und dessen Vorgänger bis zurück zu “TES Arena”, wo es im Prinzip auf “Wer klickt schneller” ankam und nicht unbedingt auf den richtigen Einsatz der passenden Charakter-Eigenschaften. Vom athletischen und in sich logischen Arcade-Kampfsystem eines nach Computermaßstäben vorsinflutlichen Gothic 1 ist es eh um Lichtjahre entfernt. Bethesda kann halt nur OpenWorld und Sandbox und schicke Graphik und sonst nix.

Doch was will man machen?

Richtig, nix! Wozu auch? Beth-Fans wollen kein tiefes, komplexes Rollenspiel, sondern sich nach Lust und Laune in einer offenen Welt ohne großartige Konsequenzen austoben. Was ja in Ordnung ist. Jeder nach seiner Facon.

Jedoch … wenn ich mitbekomme, dass Skyrim von den sog. Spiele-Johurnalisten bereits als RPG of the Year gehandelt wird, dann ist das immer noch ein Stich mitten ins Herz eines alten RPG-Veteranen. Wie gesagt, ich möchte kein Spassverderber sein, wer Spass an Bethesda-Sandbox-Spielen hat, der soll ihn gerne und ausführlich haben. Wenn Skyrim jedoch das beste “ROLLENSPIEL” des Jahres sein soll, dann sagt das sehr viel über den Zustand der Spieleindustrie aus. Dann kann ich auch gleich den Oscar für den besten Film des Jahres  2010 Michael Bay für das dritte Transformer-Merchandising-Bewegtbilder-Franchise überreichen … weil Scheisse ist toll, weil Milliarden von Fliegen Scheisse toll finden. Aber Popularität mit Qualität zu verwechseln, ist leider einer der vielen Irrtümer unserer Zeit. Wisdom of the masses, my ass …